Pociao (Übersetzer), Roberto de Hollanda (Übersetzer)
Der »New-York-Times«-Bestseller jetzt auf Deutsch: Ein tief bewegender Mehrgenerationenroman über drei lebenslange Freunde – und wie ein Verrat ihr Schicksal bestimmt
Garret lebt zurückgezogen in der ländlichen Idylle Montanas, er arbeitet als Gepäckabfertiger am Flughafen und kümmert sich um seinen kranken Vater. Als er Cece kennenlernt, spürt er zum ersten Mal seit Jahren wieder Lust auf das Leben. Es gibt nur ein Problem: Sie ist die Verlobte seines besten Freundes. Schon bald müssen sie eine Entscheidung treffen, die ihrer aller Leben unwiderruflich verändern wird: ihre Beziehungen, ihre Freundschaften, und schließlich die folgende Generation.
Ein meisterhafter Roman in der Tradition großer amerikanischer Erzähler darüber, wie unsere Wurzeln uns für immer beeinflussen, selbst wenn die Welt auseinanderfällt.
"Weißes Licht" ist mehr als eine Familiengeschichte, es ist ein atmosphärisches Erlebnis, das sofort begeistert.
Im Zentrum steht das Anwesen in Montana, wo die Vorbereitungen zur Hochzeit von Cece und ...
"Weißes Licht" ist mehr als eine Familiengeschichte, es ist ein atmosphärisches Erlebnis, das sofort begeistert.
Im Zentrum steht das Anwesen in Montana, wo die Vorbereitungen zur Hochzeit von Cece und Charlie durch die Ankunft von Garrett, Charlies bestem Freund, eine unerwartete Wende nehmen. Diese Begegnung bildet den Ursprung einer emotionalen Welle, die das Schicksal der nachfolgenden Generationen prägen wird.
Das Setting wird vom Autor traumhaft und kristallklar beschrieben: Ein Anwesen am See, umgeben von alten Obstbäumen und Berglandschaften. Puchner ist ein Meister darin, diese Szenerie in Worte zu fassen; er zeichnet wahre Bilder, ob bei Skifahrten oder der Suche nach Wildtieren.
Die Erzählung ist ruhig und lässt sich Zeit, ist aber gerade deshalb so fesselnd. Trotz mancher Längen konnte ich mich kaum lösen, denn die Figuren besitzen eine immense Tiefe: Sie sind verwundbar, haben Ängste und Träume und erleben die gesamte Bandbreite menschlicher Emotionen. Ich konnte gerade mit Garretts inneren Konflikten tief mitfühlen.
Ein wunderbar atmosphärisches und ruhiges Buch, das mich tief berührt hat und das ich als Highlight uneingeschränkt empfehle.
Ich liebe Bücher, die nicht in 250 Seiten durchrauschen, sondern mich über 500 Seiten begleiten dürfen. Langsam und intensiv, mit Figuren, denen man beim Leben zuschaut. Genau so ein Buch ist das hier.
Worum ...
Ich liebe Bücher, die nicht in 250 Seiten durchrauschen, sondern mich über 500 Seiten begleiten dürfen. Langsam und intensiv, mit Figuren, denen man beim Leben zuschaut. Genau so ein Buch ist das hier.
Worum geht’s?
Drei Menschen treffen eine Entscheidung, die sie miteinander verbindet und gleichzeitig voneinander trennt, und man begleitet sie (und später ihre Kinder) über Jahrzehnte hinweg, während Beziehungen zerfallen, neue entstehen und sich die Welt draußen langsam verändert.
Ich habe mir Zeit gelassen beim Lesen, weil ich mich gefreut habe, jeden Tag wieder in dieses Leben einzutauchen. Ich habe richtig auf die Momente gewartet, in denen ich das Buch wieder aufschlagen konnte und schauen, wie es weitergeht.
Eric Puchner ist meiner Meinung nach ein richtig guter Erzähler und zeigt alles in kleinen Details, ohne sinnlos abzuschweifen: Entscheidungen, die ganze Biografien formen. Kinder, die in verzwickte Geschichten hineingeboren werden. Eine Welt, die sich langsam verändert, und trotzdem drehen sich die Figuren um das, was Menschen am Ende immer beschäftigt: Liebe, Verlust, Schuld, Hoffnung - you name it.
Am Ende hatte ich das Gefühl, nicht einfach ein Buch gelesen zu haben, sondern ein halbes Leben. Und genau deshalb liebe ich solche Geschichten.
Worum geht es in dem Buch?
Charlie und Garrett kennen sich von der Universität. Dort sind sie Freunde geworden. Garrett hat irgendwann das Studium abgebrochen und arbeitet auf einem Flughafen, Charlie ...
Worum geht es in dem Buch?
Charlie und Garrett kennen sich von der Universität. Dort sind sie Freunde geworden. Garrett hat irgendwann das Studium abgebrochen und arbeitet auf einem Flughafen, Charlie ist Kardiologe geworden und verdient gut.
Als Charlie heiraten will, soll Garrett ihn und seine zukünftige Frau Cece trauen. Die Hochzeitsgäste sind eingeladen, die Hochzeit wird in Charlies Elternhaus an einem See in Montana stattfinden. Garrett lernt Cece kurz vor der Hochzeit kennen und verliebt sich in sie. Cece verliebt sich ebenfalls in ihn. Beide wissen nicht, wie sie mit ihren Gefühlen umgehen sollen, und treffen schließlich eine folgenschwere Entscheidung. Kurz nach der Hochzeit verlässt Cece Charlie und heiratet Garrett. Charlie ist verletzt, untröstlich und legt die Freundschaft zu Garrett und seiner Familie erst mal auf Eis.
Nach Jahren treffen sie sich wieder, haben unterdessen Familien und versuchen, die Freundschaft wieder aufleben zu lassen. Alle drei – Charlie, Cece und Garrett haben sich verändert. Nach der romantischen Liebe ist bei Cece und Garrett der Alltag eingekehrt. Sie haben eine Tochter. Charlie hat eine hübsche Griechin, namens Angeliki, geheiratet. Sie haben zwei Kinder. Ihre Vergangenheit, diese eine Entscheidung, dass Cece Garrett heiratete und nicht Charlie, hat diese drei Personen geprägt und beeinflusst ihr Leben.
Meine Meinung zu diesem Buch:
„Weißes Licht“ ist kein Buch, das man schnell durchlesen kann. Man braucht Zeit dafür. Eigentlich ist das Lektüre für einen Urlaub. Lektüre, die sich, meiner Meinung nach, lohnt. Denn das Buch besticht durch interessante Charaktere und Handlung und einen sehr schönen Schreibstil. „Weißes Licht“ zählt zu den besten Büchern, die ich 2025 gelesen habe.
Die Personen in dem Buch, ihre Gedanken und ihr Schicksal konnten mich berühren und zum Nachdenken bringen. Ich fand sie gut beschrieben und glaubwürdig, und ich wollte wissen, wie es mit ihnen weitergeht. Deswegen habe ich das Buch gelesen.
Der Autor erzählt immer wieder in Zeitsprüngen. Anfangs irritierte mich das, aber ich habe mich daran gewöhnt. Der Schreibstil ist so, dass man sich die Landschaft vorstellen kann – und man kann auch in das Gefühlsleben der Menschen blicken. Immer wieder fließen die Folgen des Klimawandels in die Handlung ein.
Für mich ist „Weißes Licht“ ein großer amerikanischer Roman, der in der heutigen Zeit spielt. Ich vergebe fünf Sterne.
Ruhig und mit vielen feinen Zwischentönen hat der Autor Eric Puchner hier eine moderne und eigentlich fast dystopische American Novel vorgelegt.
Schwerpunkt ist, wie in vielen klassischen amerikanischen ...
Ruhig und mit vielen feinen Zwischentönen hat der Autor Eric Puchner hier eine moderne und eigentlich fast dystopische American Novel vorgelegt.
Schwerpunkt ist, wie in vielen klassischen amerikanischen Romanen, ein Ferienhaus. Dieses hier liegt an einem See im Nordwesten von Montana und hier stehen Charlie und Cece kurz vor der Eheschließung. Charlies Eltern gehört das Haus, Cece liebt das Haus und vor allem wohl seine Familie, sie selbst ist etwas "haltloser" aufgewachsen als Charlie und hat ihre Mutter früh verloren. Umso mehr freut sich Cece auf eine hoffentlich bessere Zukunft, auch wenn sie nicht so genau weiß, wohin sie eigentlich will. Ihr Medizinstudium hat sie abgebrochen, während Charlie ein aufstrebender Arzt ist. Kurz vor der Hochzeit lernt Cece dann Garret kennen, einen Jugendfreund von Charlie, dessen Leben nach dem tragischen Verlust eines gemeinsamen Freundes aus der Spur gelaufen ist. Mit Cece fühlt er sich endlich wieder lebendig und auch Cece fühlt sich zu Garret hingezogen. .... wohin wird das führen?
Dies alles wird ausführlich erzählt werden in einer Geschichte mit vielen Zeitsprüngen, die gleichzeitig weit in die Zukunft reichen wird. Wir erfahren so einiges über frühe Verluste, über Verluste von Freunden und Weggefährten, über Vertrauen, über das Wesen einer Ehe und darüber, wie sich wichtige Entscheidungen im Leben auswirken, auch auf ganze Generationen.
Dies alles wird sehr ruhig und feinfühlig erzählt. Spannend im eigentlichen Sinne ist es nicht, trotzdem war ich gefesselt. Denn alles war so lebensnah, so ein realistisches Auf- und Ab. Schicksalsschläge, Trennungen, Zusammenhalt und immer neue Wege finden, das macht das Leben aus. Die Themen sind vielfältig, fast ein wenig zu viel (Vertrauensbruch, Ehebruch, Drogen, Demenz, Umweltzerstörung), doch im Grunde genommen ist das das Leben: Immer ein wenig zu viel an Zumutungen, an Herausforderungen. Aber auch immer wieder die Chance, das kleine und große Glück zwischendurch zu finden.
Einen großen und wichtigen Teil im Roman nimmt das Thema Natur ein. Angefangen von den Ski-Abenteuern der Freunde in der Collegezeit über die Wanderungen durch die großartige Bergwelt von Montana bis hin zu den zunehmendem Waldbränden in den USA und Kanada, die im weiteren Verlauf die Luft- und Lebensqualität drastisch einschränken werden.
Aus politischen Gründen reise ich derzeit nicht in die USA, doch literarische Reisen sind erlaubt. Gerade dann, wenn (wie hier) ein Autor die Finger in die offenen Wunden legt und sowohl das destruktive politische Klima (hier ist Montana ein gutes Beispiel) als auch die zunehmende Umweltzerstörung und deren Folgen für die einzelnen Menschen bildhaft darstellt. Trump wird das Buch sicherlich sofort auf die Verbotsliste setzen. Also: Alles richtig gemacht Eric Puchner!
Der Roman handelt von den drei Freunden Cece, Charlie und Garrett. Alle drei kennen sich bereits seit dem College. Das Buch beginnt mit den Hochzeitsvorbereitungen von Cece und Charlie. Zu der Feier ist ...
Der Roman handelt von den drei Freunden Cece, Charlie und Garrett. Alle drei kennen sich bereits seit dem College. Das Buch beginnt mit den Hochzeitsvorbereitungen von Cece und Charlie. Zu der Feier ist auch Garrett eingeladen, zu dem seit Jahren kein Kontakt mehr bestand. Jedoch finden Cece und Garrett immer mehr zueinander und es einsteht eine verfahrene Situation. Aber Rückblicke lassen erahnen, dass bereits in der Vergangenheit Brüche stattfanden. In der Folge begleitet der Leser die Lebensgeschichte der drei Freunde bis in hohe Alter und die Entscheidungen in jungen Jahren lassen ihre Spuren auch in späterer Zeit noch erkennen.
Der Autor versteht es wunderbar die kleinsten Gefühlsregungen der Protagonisten eindrücklich zu beschreiben. Man kann richtiggehend mit den Personen mitfühlen. Große Sensationen finden sich in dem Werk nicht, dafür verfolgt man als Leser ein langsames Drama in all seinen Facetten. Langweilig wird es dabei nie. Gefühlsmäßig ist es ein wunderbares Buch für Herbsttage und durchaus empfehlenswert.
Das Cover mit seiner kühlen und dennoch schönen Landschaft vermittelt die Atmosphäre des Roman sehr gut.