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Veröffentlicht am 02.03.2026

Beziehungsgeflecht

Niemands Töchter
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„Niemand Töchter“ erzählt die Geschichte zweier Töchter und zweier Mütter. Alle Frauen hadern dabei mit ihrer jeweiligen Mutter bzw. Tochter.

Wie die einzelnen Personen miteinander in Beziehung stehen ...

„Niemand Töchter“ erzählt die Geschichte zweier Töchter und zweier Mütter. Alle Frauen hadern dabei mit ihrer jeweiligen Mutter bzw. Tochter.

Wie die einzelnen Personen miteinander in Beziehung stehen wird erst mit der Zeit ersichtlich. Aufgrund dessen ist es nicht ganz einfach sich am Anfang des Buches zurechtzufinden. Erst um die Seite 120 wurde mir das Beziehungsgeflecht der vier Frauen sowie der beiden Väter, die am Rande der Handlung auch von Bedeutung sind, vollkommen klar. Daraus ergibt sich auch eine Überraschung.

Der Roman ist in einer einfachen Sprache geschrieben, so dass sich der Roman schnell und leicht lesen lässt. Die Autorin versteht es die verborgenen Gefühlsregungen der Personen einfühlsam zu beschreiben. Die Atmosphäre des Romans ist überwiegend bedrückend und melancholisch. Als erheiternde Einlage empfand ich die selbstbewusste Alma als Kind. Die nicht nur ihren Familienmitgliedern, sondern auch dem Pfarrer provokante Fragen stellt. Trotz oder gerade aufgrund der kindlichen Naivität treffen diese den Nagel jedoch auf den Kopf.

Unnötig fand ich die lange Unklarheit wie die Personen in Beziehung zueinanderstehen, schließlich handelt es sich ja nicht um einen Krimi und aus meiner Sicht verleiht es der Handlung auch keinen Mehrwert. Als Leser kann man sich aufgrund dieses Umstands zu Beginn schlecht in die Handlung hineinversetzen. Statt dem Rätselraten um das Beziehungsgeflecht hatte die Autorin vielleicht noch mehr auf die Gefühlswelt der handelnden Personen eingehen können. Vor allem die spezielle Beziehung von Marie zu Alma finde ich zu Beginn des Romanes deutlich unterbelichtet.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Die Schrecken des Dreißigjährigen Kriegs

TINTE und SCHWERT, Sonderedition
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Der Autor beschreibt in „Tinte und Schwert“ eine fiktionale Geschichte während des Beginns des Dreißigjährigen Kriegs, mit realistischem historischem Hintergrund. Der Krieg bestimmt die Lebensläufe der ...

Der Autor beschreibt in „Tinte und Schwert“ eine fiktionale Geschichte während des Beginns des Dreißigjährigen Kriegs, mit realistischem historischem Hintergrund. Der Krieg bestimmt die Lebensläufe der handelnden Personen und prägt ihren Charakter. Der Schwerpunkt der Auseinandersetzungen findet als Religionskrieg zwischen den Machtansprüchen der Katholiken und der Protestanten statt.

Der 17jährige empathische Jacob wollte eigentlich ein geistliches Amt anstreben, um sich um das Seelenheil anderer Menschen zu kümmern. Doch es kommt ganz anders. In den Wirren des heraufziehenden Krieges wird seine Familie, so wie viele andere Menschen, auf brutalste Weise umgebracht. Er selbst findet sich nach dem verehrenden Überfall als Söldner auf dem Schlachtfeld in Böhmen wieder.

Als charakterlicher Gegenpol steht dem jungen Jocob der General Heinrich gegenüber, der für seine Karriere und sein Ansehen wortwörtlich über Leichen geht. Am Anfang des Romans entsteht so ein Schwarz-Weiß-Bild zwischen Gut und Böse. Doch nach einem Drittel der Handlung und auf dem Höhepunkt Jacobs Leidenswegs findet schließlich ein Wendepunkt statt, als dieser sich dem Rachefeldzug gegen seine Peiniger verschreibt. Eine Mitstreiterin findet er in der als Hexe verfolgten Anna.

Die Charaktere des Romans sind gut ausgearbeitet und man kann sich gut in die Personen hineinversetzen. An vielen Stellen sind die Schilderrungen sehr brutal. Man mag sich gar nicht vorstellen unter welchen Entbehrungen und Leiden die Menschen in dieser Zeit lebten. Die Epoche die der Autor hier beschreibt fand ich sehr interessant, da der Dreißigjährige Krieg in historischen Romanen eher selten verarbeitet wird und man sich viele Romane eher mit dem Mittelalter befassen. Der religiöse Fanatismus steht dieser Zeit jedoch in nichts nach, die Brutalität ist hingegen eher größer.

Das Cover sowie die ersten Innenseiten mit Bildern von Jaques Callot sind sehr passend und verbildlichen die Atmosphäre die den Leser im Roman erwartet. Eine schöne Überraschung war das Autogramm im Buch sowie die beigelegte Postkarte mit dem eindrucksvollen Galgenbaum.

„Tinte und Schwert“ ist als Auftakt einer Trilogie gedacht. Ich bin gespannt auf die kommenden Bände.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Sprache als Kunst

Schleifen
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In dem Roman „Schleifen“ steht die Sprache im Mittelpunkt. Als Rahmenhandlung dient die Geschichte um Franziska Denk, die jede Krankheit bekommt von der sie hört und die diese seltsame Krankheit zu überwinden ...

In dem Roman „Schleifen“ steht die Sprache im Mittelpunkt. Als Rahmenhandlung dient die Geschichte um Franziska Denk, die jede Krankheit bekommt von der sie hört und die diese seltsame Krankheit zu überwinden scheint, indem sie sich intensiv mit Sprache beschäftigt.

Der Autor stellt in seinem Roman immer wieder Theorien über Sprach aber auch über Zahlen auf, die zu Beginn sehr interessant klingen, die ein oder andere Theorie hat man sogar schon einmal gehört. Diese Theorien werden im weiteren Verlauf immer weiter vertieft und schlussendlich ad absurdum geführt. Das Sprichwort „die Katze beißt sich in den Schwanz“ würde sämtlich vorgestellte Theorien bestes auf den Punkt bringen.

Um seine Theorien zu untermauern werden zahlreiche Quellenangaben geliefert, die größtenteils erfunden sind. Zahlreiche kleine skurrile oder paradoxe Geschichten und Nebenhandlungen werden erzählt. Die darin vorkommenden Personen haben größtenteils nie existiert.

Insgesamt kann man den Roman als ein Kunstwerk der Literatur ansehen, vergleichbar mit einem modernen Gemälde, in das man unendlich viel reininterpretieren kann oder auch nichts, indem man vor lauter Farben und Formen nichts mehr ausmachen kann.

Der Roman besteht aus vielen, anfänglich klugen, Theorien, die ich zunächst auch interessiert zur Kenntnis genommen habe. Mit zunehmender Ausdifferenzierung wurde das Lesen jedoch immer schwieriger. Da sich das Schema über fast 400 mehr oder weniger wiederholt, gestaltet sich das Lesen des Romans zunehmend schleppend. Der Autor hat mit seinem Werk jedoch etwas Einzigartiges geschaffen. Das Buch zeugt von großer Kreativität und anspruchsvollen Gedankenspielen, die bis ins Äußerste getrieben werden. Sicher kein Buch für jeden und auch keine Lektüre zum Entspannen.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Aliyas letztes Abenteuer

Aliya und der Laden der Zweiten Chance 3
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Im dritten und letzten Band von Aliya, startet die gleichnamige Protagonistin wieder in ein magisches Abenteuer. Als angehende Schlosserin ist sie für das Öffnen von Portalen zuständig, was ihr noch nicht ...

Im dritten und letzten Band von Aliya, startet die gleichnamige Protagonistin wieder in ein magisches Abenteuer. Als angehende Schlosserin ist sie für das Öffnen von Portalen zuständig, was ihr noch nicht so richtig gelingt. Ein Rennen mit fliegenden Teppichen steht an und dann verschwinden plötzlich alle Schlosser wie vom Erdboden.

Die Handlung startet bereits auf der ersten Seite spannend und fantasiereich. Um sich ohne Probleme in das Geschehen zu versetzen, ist es sinnvoll die beiden Vorgängerromane zu kennen. Bereits bekannte Figuren und Themen werden hier wieder aufgegriffen.

Von der Thematik erinnert die Buchreihe sehr an Harry Potter. Was uns in dieser Reihe jedoch ganz besonders gefällt und was die Romane auch einzigartig macht, sind die vielen mythischen Gestalten aus dem Orient. Eine bunte fantasiereiche Welt wie aus 1001 Nacht entsteht. Man fühlt sich wie in einem modernen Märchen.

Zu dem orientalischen Abenteuer passt auch das kunterbunte Cover mit dem fliegenden Teppich und den Zwiebeltürmen.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Dunkle Machenschaften

Kala
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Kala, Joe, Helen und Mush sind der Kern einer Clique in der irischen Stadt Kinlough im Sommer 2003. Doch am Ende des Sommers verschwindet Kala spurlos. 15 Jahre später treffen sich die verbliebenen Freunde ...

Kala, Joe, Helen und Mush sind der Kern einer Clique in der irischen Stadt Kinlough im Sommer 2003. Doch am Ende des Sommers verschwindet Kala spurlos. 15 Jahre später treffen sich die verbliebenen Freunde wieder in Kinlough anlässlich einer Hochzeit. Da wird plötzlich eine Leiche gefunden. Schnell steht fest, dass es sich dabei um die menschlichen Überreste von Kala handelt.

Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht der drei Freunde Helen, Joe und Mush erzählt. Außerdem wechselt die Erzählung ständig zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Bereits am Anfang der Geschichte ist klar, dass Kala umgebracht wurde. Doch die Einzelheiten werden erst im Verlauf der Handlung und ganz allmählich immer klarer.

Die etwa ersten 100 Seiten fand ich etwas schleppend. Doch als die ersten Hintergrundinformationen in den Fokus rücken und allmählich die dunklen Machenschaften, die nach und nach von einem Großteil der ganzen Stadtgemeinschaft Besitz ergreift, zur Sprache kommen wird es richtig spannend. Dies Spannung hält dann auch bis zur letzten Seite des Buches an. Immer tiefer wird man in den Sumpf eines organisierten Verbrechens gezogen, dass viel weiter als über den Tod Kalas hinausgeht.

Aber auch die inneren Gefühlregungen der handelnden Personen stehen im Mittelpunkt. So hat jeder der Freunde seine Geheimnisse und ist mit Schicksalsschlägen behaftet. Einfühlsam wird auf die Sorgen und Träume der vier Jugendlichen eingegangen.

Mich hat das Buch gut unterhalten. Es liest sich wie im Flug und man mag es vor lauter Neugierde wie es weitergeht gar nicht mehr weglegen. Teilweise sind die Handlungen und Beschreibungen sehr grausam-

Das auf den ersten Blick idyllisch erscheinende Cover, bereitet einem bei genauerem Hinsehen bereits ein unbehagliches Gefühl. Denn der Oberkörper der eine Person schein, wie in großer Wut, durchgekritzelt. Ein Gefühl das sich bei Lesen durch den ganzen Roman zieht.

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