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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.03.2026

„Fachroman“ für die christliche Welt

Monstergott
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Worum geht es in dem Buch?

Esther und Ben sind Geschwister. Sie sind Jugendliche, für die der Glauben an Gott in ihrem Leben eine große Rolle spielt. Sie gehen zu Gebetstreffen, praktizieren Lobpreis ...

Worum geht es in dem Buch?

Esther und Ben sind Geschwister. Sie sind Jugendliche, für die der Glauben an Gott in ihrem Leben eine große Rolle spielt. Sie gehen zu Gebetstreffen, praktizieren Lobpreis und hören sich Predigtreihen im Gottesdienst an.

Auch sind Hauskreise und Missionseinsätze, während derer man anderen Leuten über seinen Glauben erzählt, in ihrem Leben interessant.

Meine Meinung zu diesem Buch:

Wer sich für Freikirchen und das entsprechende Umfeld interessiert, mag dieses Buch sicherlich. Denn es geht vorwiegend um den Glauben an Gott und darüber, was Menschen tun, die diesen Glauben leben. Der Roman verwendet hier auch das entsprechende „Fachvokabular“, das Menschen kennen, die an Gott glauben und diesen Glauben leben.
Sie treffen sich, um zu beten. Sie singen Loblieder für Gott, machen also Lobpreis. Wichtig ist es auch, sich Predigten zu bestimmten Kapiteln in der Bibel anzuhören. Das können mehrere Predigten sein, die zusammenhängen, also Predigtreihen sind. Und so weiter.

Ansonsten ist die Handlung wenig spannend.

Ich vergebe drei Sterne.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Entschleunigter Entwicklungsroman

Mathilde und Marie
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Worum geht es in dem Buch?

Der Roman spielt in dem Dorf Redu in den Ardennen, in Belgien. Dieses Dorf gibt es tatsächlich. Es ist bekannt für seine 20 Buchhandlungen und das entschleunigte Leben.

In ...

Worum geht es in dem Buch?

Der Roman spielt in dem Dorf Redu in den Ardennen, in Belgien. Dieses Dorf gibt es tatsächlich. Es ist bekannt für seine 20 Buchhandlungen und das entschleunigte Leben.

In dieses Dorf kommt Marie. Sie braucht Ruhe nach ihrem hektischen Leben in Paris. Vor kurzem hat sie ihre Tante verloren, der sie sehr nahestand.

Jónína aus Island lebt schon eine Weile in Redu und betreibt dort eine Buchhandlung. Marie hat sie im Zug getroffen. In Redu kommen sie sich näher und tauschen sich aus. Wohltuend ist, dass man hier sehr auf die Natur achtet und äußere Einflüsse, wie Fernsehen, Smartphone und Internet nicht wichtig sind.

Als Jónína einige Zeit verreist, schließt Marie Freundschaft mit Mathilde. Mathilde vermisst ihren Mann Jaap, der erst vor einigen Monaten gestorben ist. Marie und Mathilde tauschen sich aus, sie achten beispielsweise auf Vogelstimmen und kochen Marmelade miteinander ein.

Meine Meinung zu diesem Buch:

Das Buch ist eine zarte Reise in die Stille: Der entschleunigte Entwicklungsroman entführt Marie, Jónína und Mathilde ins belgische Redu, wo Natur und einfache Freuden die Hektik des Alltags ersetzen. Man spürt, wie sich drei Frauen durch Zuhören und Nähe begegnen, Liebe, Verlust und Hoffnung miteinander verweben.

Der Anfang ist behäbig, doch in der zweiten Hälfte gewinnt die Geschichte Wärme und Tiefe, während die Entschleunigung sanft ins eigene Leben nachklingt. Ein sanft-romantischer Spiegel dafür, wie Ruhe neue Verbindungen schenkt. Drei von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Interessant und authentisch

Niemands Töchter
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Worum geht es in dem Buch?

Die Geschichte beginnt in West-Berlin 1981. Marie lernt Leonard in einer Diskothek kennen. Die beiden fangen eine Liebesbeziehung an. Dann wird Marie schwanger. Darüber sagt ...

Worum geht es in dem Buch?

Die Geschichte beginnt in West-Berlin 1981. Marie lernt Leonard in einer Diskothek kennen. Die beiden fangen eine Liebesbeziehung an. Dann wird Marie schwanger. Darüber sagt sie Leonard nicht Bescheid und beschließt, die Beziehung zu beenden.

Gabriele ist Kinderkrankenschwester und lässt sich von Harald scheiden. Sie haben ihre Tochter verloren, dadurch ging ihre Ehe in die Brüche. Gabriele träumt immer noch von einem Kind. Da sieht sie ein ausgesetztes Baby im Krankenhaus während ihrer Arbeit. Ein Mädchen. Sie nimmt es zu sich. Das Mädchen bekommt den Namen Alma. Von nun an ist sie Gabrieles Tochter. Gabriele zieht mit Alma zu ihren Eltern, die eine Bäckerei in Mayen haben.

Marie heiratet Hagen, einen Chirurgen. Sie bekommen eine Tochter, namens Isabell. Glücklich ist die Ehe nicht. Isabell wächst wohlbehütet auf. Als sie in den Sachen ihrer Mutter Fotos findet, die sie nicht zuordnen kann, versucht sie, Antworten zu finden.

Alma studiert, macht Karriere, bekommt einen Moderatorenjob im Fernsehen. Als sie erfährt, dass Gabriele nicht ihre leibliche Mutter ist, macht sie sich auf die Suche nach ihren Wurzeln.

Meine Meinung:

Das Buch ist aus der Sicht des auktorialen Erzählers (also kein Ich-Erzähler) geschrieben und beleuchtet die Situation der vier Frauen abwechselnd in verschiedenen Jahren. Die Autorin schafft es, Lebenssituationen vier authentischer Frauen zu schildern, die alle irgendwann Brüche erlebten und auf der Suche nach Antworten sind. Antworten, die sich vielleicht in der Vergangenheit finden lassen. Oder auch, wenn man Personen findet, die in der Vergangenheit eine Bedeutung fürs eigene Leben hatten.

Die einzelnen Szenen enden immer wieder mit offenen Fragen, offenen Situationen. So liest man immer wieder gespannt weiter, weil man Antworten haben will, wie die Schicksale der vier Frauen Marie, Gabriele, Alma und Isabell zusammenhängen könnten.

Der Roman liest sich unterhaltsam und interessant. Die Schicksale der Frauen berühren. Auch Leonard taucht wieder auf. Aus ihm ist unterdessen ein namhafter Psychologe mit Doktortitel geworden, den einige der Frauen konsultieren.
Gabriele erzieht Alma in Mayen und hilft ihren Eltern in der Bäckerei. Ihre Eltern Hedwig und Jupp sind resolut, aber ebenfalls liebenswert. Sie geben Gabriele und Alma die Familie, die sie brauchen.

Das Buch bleibt interessant bis zum Schluss. Ich vergebe fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Beschaulich und kriminell

Der Tag, an dem Barbara starb
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Worum geht es in dem Buch?

Die Ich-Erzählerin Margaret Winterbottom ist 89 Jahre alt und lebt in einem kleinen nordenglischen Dorf. Sie ist Witwe. Eines Tages ist ihre Nachbarin und Freundin Barbara tot. ...

Worum geht es in dem Buch?

Die Ich-Erzählerin Margaret Winterbottom ist 89 Jahre alt und lebt in einem kleinen nordenglischen Dorf. Sie ist Witwe. Eines Tages ist ihre Nachbarin und Freundin Barbara tot. Sie ist offenbar gewaltsam zu Tode gekommen. Die Polizei ermittelt.

Margaret und ihr Enkel James stellen ihre eigenen Nachforschungen an. Barbara erzählte Margaret noch etwas Wichtiges und Margaret versucht sich zu erinnern, was es war. Es könnte für die Lösung des Falls sehr wichtig sein.
Verdächtige sind einige Leute. Michael Cavanagh, der Fensterputzer, beispielsweise. Oder auch Jean, eine andere Nachbarin. Auf einmal wird James verhaftet.


Meine Meinung zu diesem Buch:

Margaret Winterbottom beschreibt die Geschehnisse aus ihrer Sicht. Immer wieder spricht sie dabei mit Albert, ihrem verstorbenen Mann. Sie hat mit einer beginnenden Demenz zu kämpfen. Die gesundheitlichen Probleme Margarets und Erinnerungen bestimmen meistens die Handlung. Viele Ereignisse beschreibt sie detailliert – für mich schon zu ausführlich. Das macht das Buch oft langweilig, auch wenn ich Margaret sympathisch fand.

Die Krimihandlung geht nur schleppend vorwärts. Auch wenn das charakteristisch für einen „cosy“ Krimi ist, hätte man die Handlung interessanter gestalten können.

Der Schluss wird auf einmal rasant und spannend – und mit dieser Auflösung hatte ich nicht gerechnet.

Ich vergebe 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Amüsanter Roman über zwei Außenseiter

Pi mal Daumen
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Worum geht es in dem Buch?
Moni Kosinsky ist Hausfrau, Mutter und Oma Sie ist 53 Jahre alt und will sich den Traum vom Mathematikstudium erfüllen. Deswegen schreibt sie sich an einer Universität irgendwo ...

Worum geht es in dem Buch?
Moni Kosinsky ist Hausfrau, Mutter und Oma Sie ist 53 Jahre alt und will sich den Traum vom Mathematikstudium erfüllen. Deswegen schreibt sie sich an einer Universität irgendwo in Deutschland ein.
Sie trifft auf Oscar, 16 Jahre alt, Mathe-Genie. Beide freunden sich an, beide sind Außenseiter. Während Oscar sich voll auf das Mathe-Studium konzentrieren kann, versucht Moni, das Studium, einen Nebenjob im Hotel, Sorge um ihre Familie und die Betreuung ihrer Enkel unter einen Hut zu bringen.
Oscar erklärt Moni, wie Mathematik funktioniert. Er hilft ihr bei den Hausaufgaben. Sie hat nämlich wenig Ahnung, kommt aber immer wieder auf erstaunliche Lösungen mathematischer Probleme. Und so bewältigt sie einige Semester.
Ihrer Familie verheimlicht sie lange, dass sie Mathematik studiert.

Meine Meinung zu diesem Buch:
Der Erzählton ist leicht, ansprechend, immer etwas witzig. Erzählt wird aus der Perspektive von Oscar. Er ist der Ich-Erzähler und erzählt in der Vergangenheit (Präteritum).
Oscar lernt auch Monis Familie kennen. Sie ist ganz anders als seine eigene Familie. Anstrengend und verrückt, aber irgendwie liebenswert.
Dieses Buch habe ich sehr gerne gelesen. Als Leser ist man gespannt, wie Moni und Oscar das Studium meistern. Einschübe, die sich mit Mathematik befassen, stören nicht. Sie passen zur Handlung.
Ich vergebe fünf Sterne und empfehle das Buch weiter.

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