Sich aufopfern für die Karriere
Die AssistentinWorum geht es in dem Buch?
Charlotte Scharf nimmt einen Job als Assistentin in einem Verlag in München an. Sie ist Assistentin des Chefs Ugo Maise, einem Mann mit Eigenheiten. Sie erledigt nicht nur normale ...
Worum geht es in dem Buch?
Charlotte Scharf nimmt einen Job als Assistentin in einem Verlag in München an. Sie ist Assistentin des Chefs Ugo Maise, einem Mann mit Eigenheiten. Sie erledigt nicht nur normale Büroaufgaben, sondern kümmert sich auch um seine Friseurtermine, um seine Mahlzeiten und so weiter. Der Chef ist sehr launisch, ein Narzisst, selbstverliebt, oft unberechenbar. Manchmal denkt Caroline, dass sie mit ihm zurechtkommt, wenn er sie lobt. Dann wieder gibt es Momente, während derer sie ihm nichts recht machen kann. Er kritisiert an allem, ruft sie auch am Wochenende an.
Während andere kündigen, versucht Caroline, weiterhin mit ihm zu arbeiten. Sie ist Stimmungsschwankungen unterworfen. Mal würde sie am liebsten kündigen, dann gibt es Momente, während derer sie denkt, dass alles nicht so schlimm ist. Die Stadt München kann sie nicht genießen, auch ist es schwer, Zeit für einen Freund zu finden. Dabei ist Bo ein sehr netter Typ.
Ihre Eltern befeuern sie immer wieder, nicht aufzugeben, den Job zu behalten. Entspannung bietet ihr die Musik, die sie nebenher macht. Und Charlotte macht weiter – denn sie will Karriere machen und mehr Geld verdienen.
Meine Meinung zu diesem Buch:
Das Buch ist aus der Sicht des auktorialen Erzählers (also kein Ich-Erzähler) geschrieben. Die Autorin hat einen Schreibstil, an den ich mich gewöhnen muss. Sie schreibt zum Beispiel die Dialoge so, wie man ein Theaterstück schreibt. Das finde ich interessant, denn auch die Handlung reißt mich mit. Das, was Charlotte erlebt, erinnert mich an einen Job, den ich hatte. In einer Firma mit einem genauso exzentrischen Chef wie Ugo Maise. Ugo Maise will, dass man viele Überstunden macht, er will jedes Schriftstück sehen, bevor es versandt wird. Das ist anstrengend. Er verzettelt sich auch in Kleinigkeiten, wie eine Sammlung von Dingen auf dem Dachboden – oder dass die Assistentin, wenn er in einem Hotel in Berlin ist, Fragen an das Hotelpersonal stellen muss, die er doch selbst stellen könnte. Charlotte ist fast eine Rundum-Betreuerin für ihren Chef.
Man fragt sich als Leserin, wie lange Charlotte das durchhält. Sie tat mir leid. Das Buch bleibt interessant und spannend bis zum Schluss. Ich habe es sehr gerne gelesen. Damit die Lektüre spannend bleibt, greift die Autorin immer wieder etwas vor und verrät kurze Details über die kommende Handlung. Das hat mich beim Lesen nicht gestört.
Ich vergebe 5 Sterne.