Anna ... una donna coraggiosa!
Die BriefträgerinWer steckt hinter der Briefträgerin? Wer ist diese Anna aus dem Norden? Ich durfte sie kennenlernen und schnell feststellen, dies ist nicht nur die Geschichte von Anna, der Briefträgerin, sondern auch ...
Wer steckt hinter der Briefträgerin? Wer ist diese Anna aus dem Norden? Ich durfte sie kennenlernen und schnell feststellen, dies ist nicht nur die Geschichte von Anna, der Briefträgerin, sondern auch die Geschichte von einer Anna ist, die es liebt, vor Beginn des Tages ihre lauwarme Milch auf der Gartenbank zu genießen. Es ist auch die Geschichte von Anna, die aus Ligurien nach Lizzanetto kam, aus Liebe zu ihrem Mann. Zudem ist es die Geschichte von Anna, einer modernen Frau, die gegen den Strom schwimmt und entschlossen ist, die erste Briefträgerin des Dorfes zu werden, und es ist die Geschichte von Anna, die sich für andere einsetzt, für die Frauen, aber vor allem für die persönliche Freiheit all derer, die ihren Weg kreuzen.
Aber es ist auch die Geschichte von Annas Mann Carlo und seinem Weinprojekt, von dessen Bruder Antonio und seinen mit Anmerkungen versehenen Büchern, von Antonios Frau Agata und ihren Pastagerichten, mit denen sie die eigene Unzufriedenheit erstickt, von Giovanna und ihrem zweiten Leben, von Daniele und seinem in Italien nicht realisierbarem Traum, von Carmela, die nie vergeben und vergessen konnte und von Lorenza und ihrer unerfüllten Liebe.
Selten wurde deutlicher, dass in dieser Geschichte eine Frau auf eine Welt trifft, in der es so viele Konventionen gibt, in der man eigentlich nicht die sein darf, die man sein möchte. Doch Anna bleibt sich bis zum Schluss treu, wenn es auch ein steiniger Weg ist …
Mit „Die Briefträgerin“ hat die Autorin einen Roman erschaffen, der vom Leben ihrer eigenen Urgroßmutter inspiriert ist, und somit eine sehr persönliche und familiäre Geschichte darstellt. Sie ist sehr fesselnd und so anschaulich erzählt, dass ich mich beim Lesen oft selbst im damals noch sehr konservativen Italien wähnte. Ich freue mich sehr, dass Francesca Giannone diese doch sehr private Geschichte mit mir teilte und vergebe hier sehr gerne mit fünf Sternen die volle Punktzahl!