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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.06.2019

Hier ist noch ein bisschen Luft nach oben ...

Hinterhaus
2

Die Leseprobe dieses Kriminalromans las sich spannend, so dass ich mich – hungrig nach ein wenig Mord und Totschlag – sofort auf ein Exemplar für eine Leserunde bewarb. Ich hatte Glück und nur wenige Tage ...

Die Leseprobe dieses Kriminalromans las sich spannend, so dass ich mich – hungrig nach ein wenig Mord und Totschlag – sofort auf ein Exemplar für eine Leserunde bewarb. Ich hatte Glück und nur wenige Tage später durfte ich in ein neues Abenteuer starten. Ich kam gut rein in die Geschichte, wenn ich auch irgendwie ständig am Kopfschütteln war, nicht nur über unsere schräge Protagonistin, sondern auch über alle Charaktere in ihrer unmittelbaren Umgebung. Die erste Leiche ließ nicht lange auf sich warten, und ab da war die Chaotik im Leben der etwas naiven Caro vorprogrammiert. Das Buch las sich aber dennoch sehr flüssig und hat auch stellenweise richtig Spaß gemacht. Die Aufklärung war gut gelöst und kam für mich echt überraschend. Gestört habe ich mich aber ziemlich an der teilweise extremen Ausdrucksweise, aber das ist ja Geschmacksache. Ich denke, auch als Autorin muss man sich ja erstmal an ein Publikum rantasten, ich wäre für eine Fortsetzung offen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein spannender Serienauftakt ...

Die rubinrote Kammer
2

Victoria, eine junge Dame, die in einer ungewöhnlichen Konstellation mit ihrem Butler und der Haushälterin zusammen lebt, ist die Hauptdarstellerin in diesem historischen Krimi. Er ist der Auftakt zu einer ...

Victoria, eine junge Dame, die in einer ungewöhnlichen Konstellation mit ihrem Butler und der Haushälterin zusammen lebt, ist die Hauptdarstellerin in diesem historischen Krimi. Er ist der Auftakt zu einer neuen Reihe worüber ich mich freue, denn in Victoria, Hopkins und Jeremy steckt doch noch einiges an Potential.

Der Kriminalroman ist sehr flüssig geschrieben und lässt sich zügig locker leicht weg lesen. Meine dennoch nicht ganz gute beruht darauf, dass ich manche Dinge für die Zeit vor über hundert Jahren etwas überzogen fand. Mir war sie manchmal fast ein bisschen zu mutig und leichtsinnig mit ihrem Ruf, aber das ist ja Ansichtssache.

Meinen Respekt hat die Autorin auf jeden Fall. Wie man den anschließenden Erklärungen entnehmen kann, hat sie eine exzellente Recherchearbeit betrieben, das gefällt mir sehr gut. Ich bin beim nächsten Teil auf jeden Fall wieder mit von der Partie.

Veröffentlicht am 05.03.2019

Konnte leider meine Erwartungen nicht ganz erfüllen ...

Café Engel
1

Nicht nur der Klappentext, sondern auch das ansprechende Cover haben mich auf das Buch neugierig gemacht, das genau meinem Beuteschema zu entsprechen schien. Voller Elan widmete ich mich den ersten Kapiteln, ...

Nicht nur der Klappentext, sondern auch das ansprechende Cover haben mich auf das Buch neugierig gemacht, das genau meinem Beuteschema zu entsprechen schien. Voller Elan widmete ich mich den ersten Kapiteln, die, wie ich feststellen musste, jeweils aus der Perspektive eines anderen Charakters geschrieben waren. So fand ich mich abwechselnd in hohen Norden, in Wiesbaden aber auch an verschiedenen Kriegsschauplätzen und auf der Flucht wieder. Auf der Flucht vor den Russen, die zum Ende des Zweiten Weltkriegs die wenigsten Frauen unversehrt ließen aber auch auf der Flucht aus Deutschland zurück in die französische Heimat, wie im Fall des jungen Zwangsarbeiters Jean-Jacques. Mit jeder Seite fast erwartete ich nun das angekündigte Zusammentreffen von Hilde und Luise und war schon sehr gespannt auf den Grund der Streitigkeiten, die dem folgen sollten. Würde es wegen eines jungen Mannes sein, dem Beide schöne Augen machten? Ging es um Geld oder gar Machtgehabe? Leider wurde ich hier ein wenig enttäuscht, denn was ich als in sich abgeschlossenen Roman betrachtet hatte, entpuppte sich als erster Teil einer Trilogie, wodurch die Begegnung erst recht am Schluss kam und man nun eben auf den nächsten Band warten muss … hmmm … mal sehen, ob ich da wieder dabei sein werde.
Das Buch ist relativ flüssig geschrieben obwohl die vielen Sprünge mir die einzelnen Personen nicht unbedingt näher brachten. Kaum war man drin war es auch wieder vorbei. Ich durfte das Buch jedoch in einer Leserunde genießen und der Austausch war interessant und stimmig. Hierfür an dieser Stelle meinen herzlichen Dank.

Veröffentlicht am 27.02.2018

Junge Kraft will Mut beweisen, Heißes Spiel Olympia!

Als der Himmel uns gehörte
1

Nicht so wirklich sportbegeistert war ich fast ein wenig skeptisch, was mich erwarten würde. Da ich den Roman in Gemeinschaft, nämlich einer spannenden Leserunde, genießen durfte, wurden meine Zweifel ...

Nicht so wirklich sportbegeistert war ich fast ein wenig skeptisch, was mich erwarten würde. Da ich den Roman in Gemeinschaft, nämlich einer spannenden Leserunde, genießen durfte, wurden meine Zweifel aber schnell zerstreut.
Während mir die Gegenwartsgeschichte um Jennifer und Gregory erst ein wenig unglaubwürdig erschien, hat mich die Geschichte der Vergangenheit absolut überzeugt. Mal wieder erlebt man als Leserin hautnah, wie glücklich man sich schätzen kann im hier und jetzt zu lesen. Die Vergangenheit, genauer gesagt die 30er/40er Jahre waren nicht einfach für eine emanzipierte Frau. Doch Jennifers Urgroßmutter Alberta kämpft, zusammen mit vielen anderen, um ihr Recht, wenn sie auch feststellen muss, dass sie nicht auf allen Schauplätzen als Siegerin hervorgeht. Alberta schafft es auf jeden Fall ihre Enkelin in die richtige Richtung zu bugsieren und hat meine ungeteilte Bewunderung verdient.
Die Autorin hat mit ihrem angenehmen Schreibstil einfach eine sehr sympathische Art ihre Romane an den Leser zu vermitteln. Einen kleinen Abzug gibt es von mir lediglich, weil mir das Ende sehr gerafft vorkam. Fast hatte ich ein wenig das Gefühl, dass die Luft raus war und man nun unbedingt fertig werden wollte. Charlotte Roth hat es aber bei mir dennoch auf die Liste der Lieblingsschriftstellerinnen geschafft, und ich freue mich auf weitere spannende Geschichten mit ihr.

Veröffentlicht am 31.08.2017

Bitte in Zukunft ohne mich ...

Am Ende der Welt ist immer ein Anfang
1

Ich sitze hier mit einem großen Fragezeichen auf dem Gesicht und suche verzweifelt nach Worten, dieses Hörbuch zu beschreiben und zu bewerten. Die Beschreibung auf dem Klappentext beginnt mit den Worten: ...

Ich sitze hier mit einem großen Fragezeichen auf dem Gesicht und suche verzweifelt nach Worten, dieses Hörbuch zu beschreiben und zu bewerten. Die Beschreibung auf dem Klappentext beginnt mit den Worten: „Die ist die Geschichte einer erfolgreichen Frau, die scheitert um von vorne zu beginnen …„ Soweit so gut. Ich hatte mich auf das Hörbuch gefreut, die Frau ist ja ungefähr in meinem Alter und ich war gespannt, was sie nun so alles ändern wird. Die erste Enttäuschung kam gleich mit den ersten paar Tracks, ich kam einfach mit der Art des Vortragens nicht klar. Für mich klang es wie eine salbungsvolle Märchenerzählung inklusive einem erfundenem Alter Ego. Nun gut, mit der Zeit hörte ich mich ein doch der Inhalt der Geschichte ließ mich doch immer wieder kopfschüttelt zurück. Kann man denn als erwachsene Frau wirklich so viel Naivität an den Tag legen? Kann man z. B. ständig die Steuerforderungen ignorieren bis einem das Wasser wirklich bis zum Hals steht und man sogar noch das letzte paar Schuhe verkaufen muss? Und dann die Sache mit ihrem Sohn? Hat sie denn aus ihrer eigenen Vergangenheit gar nichts gelernt? Sie ist ihrem Sohn auch nicht wirklich eine bessere Mutter als ihre eigene es ihr war. Maria stolpert ihr ganzes Leben von einer unvernünftigen Leichtsinnigkeit in die nächste. Ob sie das nun alles wirklich geändert kriegt, steht in den Sternen. Ich wünsche ihr und ihrem neuen Mann alles erdenklich Gute, denke aber, dass ich persönlich an beider weiteren Leben keinen Anteil mehr haben möchte.