Cover-Bild Die Verlorene
(90)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 512
  • Ersterscheinung: 27.08.2025
  • ISBN: 9783758700309
Miriam Georg

Die Verlorene

Der neue fesselnde Roman der Bestsellerautorin von Elbleuchten

Ein vergessener Gutshof, eine verhängnisvolle Liebe, eine junge Frau auf der Suche nach ihren Wurzeln

Laura ist schwanger. Ein Wunschkind. Warum kann sie sich nicht freuen? Als ihre geliebte Großmutter Änne schwer erkrankt, merkt Laura, wie wenig sie über ihre eigene Familiengeschichte weiß. Auf der Suche nach Antworten fährt sie zum ehemaligen Gutshof ihrer Familie und taucht immer tiefer ein in die Vergangenheit. Und plötzlich geht es nicht mehr nur um Fragen nach dem Früher, sondern auch um Lauras eigenes Glück.

Über sieben Jahrzehnte zuvor: Die Dachkammer des Gutshofs ist Ännes ganze Welt. Frei bewegen kann sie sich nur nachts. Bis die Begegnung mit Karl ihr Leben und das ihrer Lieben ins Wanken bringt ...

»Eine berührende Familiengeschichte über mehrere Generationen, die von Frankfurt nach Schlesien führt und immer wieder die Frage aufwirft: Wie viel wissen wir eigentlich wirklich über unsere eigene Familie?« Katharina Mahrenholtz

Der große Familienroman von Bestsellerautorin Miriam Georg (»Elbleuchten«)

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2026

Ein absolutes Lesehighlight

0

Eine hervorragend erzählte Familiengeschichte, die unter die Haut geht. Absolutes Lesehighlight!
Schon die ,,,Nordwind- Saga ",  die Dilogie ,,Das Tor zur Welt " und die Hansetische Familiensaga ,,,Elbleuchten" ...

Eine hervorragend erzählte Familiengeschichte, die unter die Haut geht. Absolutes Lesehighlight!
Schon die ,,,Nordwind- Saga ",  die Dilogie ,,Das Tor zur Welt " und die Hansetische Familiensaga ,,,Elbleuchten" und ,, Elbstürme"  von Miriam Georg haben mich begeistert, so daß ich ganz gespannt war, was mich in ihrem Roman ,, Die Verlorene " erwartet. 

Diesmal geht es in die Gegenwart und die letzten Kriegsjahre. Als  Ellen's Mutter  Änne über 90jährig stirbt,  findet ihre Enkelin Laura   in ihrem Haus  ein Bild , Dokumente und ein Foto,  welches Fragen aufwirft.  Was haben  diese Dinge zu bedeuten? Liegt darin ein Grund, warum Änne nie über ihre Vergangenheit,  ihre erlebte Kindheit und Jugend in Schlesien erzählt hat ?  Um etwas darüber herauszufinden,  macht sich Laura auf den Weg aus Franfurt nach Polen , um den ehemaligen Gutshof ,, Pappelhof " der Familie zu suchen  und vielleicht etwas Licht in die Familiengeschichte zu bringen.  Glücklicherwweise findet Laura tatsächlich den Gutshof , auf dem ihre Großmutter und ihre Familie aufgewachsen ist. Mit Ellen als Kleinkind  ist sie von dort nach Kriegsende  weggegangen, um im westlichen Deutschland zu leben.  

Mit  den zwei  perfekt miteinander verwobenen  Zeitebebenen    bin ich auf absolut packende Weise in diese hochemotionale   Familiengeschichte eingetaucht.  Das harte Leben auf dem Gutshof und die Umgebung  ist so anschaulich beschrieben, daß ich die Weite des Landes,  die Wälder und den Fluss,  in dem die Pferde baden , deutlich vor mir sehen konnte.   Auch  wenn der Krieg nicht unmittelbar dort stattfand,  gab es harte Einschnitte.  Verluste von Familienmitgliedern  und Tieren , die die Wehrmacht für sich beanspruchte oder später die Russen,  die sich einquartierten. 

Auch die Atmosphäre des Romans ist außergewöhnlich dicht und eindrucksvoll beschrieben. Man spürt förmlich die Zeit und die Umstände, in denen die Geschichte spielt, und wird regelrecht in diese Welt hineingezogen. In den glücklichen Momenten habe ich mich  mit den Protagonisten  gefreut, habe die Leichtigkeit der Liebe und der Verbundenheit gespürt,  aber genauso gehofft und geweint,  wenn es schwieriger oder aussichtslos wurde. 

Der lebendige Schreibstil, macht es leicht , schnell und vollkommen in die Handlung einzutauchen. Die Personen sind vielschichtig und authentisch gezeichnet, sodass man ihre Gedanken und Gefühle intensiv miterlebt. Ich konnte mich sowohl in Laura und Ellen als auch in Änne, Karl  und die weiteren Charaktere auf dem Hof hineinversetzen. Ihre Schicksale  haben mich tief berührt  und regen zum Nachdenken an.  

Die Verlorene“ von Miriam Georg ist ein absolut fesselnder und bewegender Roman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat. Die Autorin schafft es auf beeindruckende Weise, eine tiefgründige Geschichte voller Emotionen, Spannung und Menschlichkeit zu erzählen. Die Spannung ist  durchgehend so hoch, daß ich mich nicht von dem Buch lösen konnte, bevor ich das , für  mich völlig überraschende,  Ende gelesen habe. 

Im Nachwort geht die Autorin auf ihre eigene Familiengeschichte ein, die sie zu diesem sehr  persönlichen Roman  bewegt hat.  Eine Geschichte über Verlust,  Vertreibung  und der damit entstandenen Traumata,  über die in der Nachkriegszeit so gut wie nie gesprochen hat. Auch heute  

„Die Verlorene“ ist ein großartiger Roman, der lange nachwirkt und definitiv zu den Büchern gehört, die man nicht so schnell vergisst. Eine klare Leseempfehlung und absolut verdiente 5 Sterne ⭐⭐⭐⭐ für dieses grandiose Lesehighlight.  

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.04.2026

Tief emotionale und mitreissende Familiengeschichte

0

Ich hatte vorher noch nichts von Miriam Georg gelesen, weil ich kein großer Fan klassischer historischer Romane bin

Auf diesen bin ich durch das wirklich wunderschön geschmackvoll gestaltete Cover ...

Ich hatte vorher noch nichts von Miriam Georg gelesen, weil ich kein großer Fan klassischer historischer Romane bin

Auf diesen bin ich durch das wirklich wunderschön geschmackvoll gestaltete Cover und eine Leseprobe aufmerksam geworden.

Ich liebe generell Geschichten, die auf zwei Zeitebenen spielen, und diese hier finde ich besonders gekonnt erzählt.

Wir begleiten zwei ungleiche und sehr aneinander hängende Schwestern durch die dramatischen Geschehnisse gegen Ende des zweiten Weltkrieges in Schlesien.
Parallel dazu suchen deren Tochter und Enkelin in der Jetztzeit nach Antworten zu ungeklärten Fragen in der Familie.

Das ist gekonnt und spannend erzählt, flüssig und trotz der heftigen Dramatik glaubwürdig.

Von mir uneingeschränkte Lese- und Verschenkempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.02.2026

Als das Nichtwissen ein Segen war

0

Das Leben zeigt es: Oft liegen Glück und Unglück ganz nah beieinander. Während Laura gerade erfährt, dass sie nach vielen Jahren des Hoffens endlich schwanger ist, landet ihre Großmutter Änne nach einem ...

Das Leben zeigt es: Oft liegen Glück und Unglück ganz nah beieinander. Während Laura gerade erfährt, dass sie nach vielen Jahren des Hoffens endlich schwanger ist, landet ihre Großmutter Änne nach einem tragischen Sturz im Koma.

Plötzlich müssen Laura und ihre Mutter Ellen sich um alles kümmern und alles regeln und stoßen dabei auf Ungereimtheiten, die sie sich nicht erklären können. Während Änne nicht mehr ansprechbar ist, kommen Fragen ans Tageslicht, die niemals gestellt wurden. So bricht Laura zu einer Reise auf. Nach Schlesien. In eine Vergangenheit, die niemals aufgedeckt werden sollte.

Das Zusammenspiel der Generationen von Frauen war faszinierend zu betrachten in all den feinen Nuancen und Spiegelungen. Überhaupt packte mich die Erzählung von Beginn an, denn es mag eine persönliche Geschichte sein, doch diese steht exemplarisch für ein kollektives Erleben ganz vieler. Letztendlich müssen wir alle uns doch die Frage stellen, was unsere Großeltern uns vielleicht nie erzählt haben und warum.

Zur tiefen Wirkung des Romans trägt dessen wunderbar kluger Aufbau bei. Die Autorin versteht es meisterhaft, Fragen aufzuwerfen und zum genau richtigen Zeitpunkt zu beantworten. Manche Motive wie zwei besondere Porzellanpferde ziehen sich durch die gesamte Erzählung und werden zum bedeutenden Symbol. Dazu wirken die Charaktere plastisch und authentisch. Ständige Perspektivwechsel ermöglichen uns, sich in wirklich jede Figur hineinzufühlen, ihre Gefühle und Motivationen vollständig zu erfassen. Dadurch konnte ich tief ins Geschehen eintauchen und wurde emotional dermaßen eingebunden, dass ich mitgelitten und es mich bei manchen Passagen beinahe innerlich zerrissen hätte.
Eine Geschichte über Wissen und Nichtwissen und die Frage, welche Geschichte erzählt werden soll. Vor allem aber ein wichtiges Stück Historie, das auf zutiefst emotionale und packende Weise vermittelt wird.

Ganz große Leseempfehlung für diesen wertvollen Roman.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.01.2026

Chronik eines Verrats

0

Als Lauras Großmutter Änne nach einem Sturz bewusstlos im Krankenhaus liegt, fällt ihr auf, dass sie so gut wie nichts über Änne weiß, obwohl diese oft von ihrer Kindheit während der Kriegsjahre in Schlesien ...

Als Lauras Großmutter Änne nach einem Sturz bewusstlos im Krankenhaus liegt, fällt ihr auf, dass sie so gut wie nichts über Änne weiß, obwohl diese oft von ihrer Kindheit während der Kriegsjahre in Schlesien erzählt hat. Trotz Einwände ihrer Mutter fährt Laura nach Polen, um den ehemaligen Gutshof der Familie zu suchen und mehr über die Vergangenheit zu erfahren. Dabei findet sie Unglaubliches heraus.

»Sie war stur, manchmal so mürrisch, dass man nicht mehr mit ihr reden konnte, meistens aber auf ruhige Art fröhlich, sie lachte nie laut, sondern gluckste immer nur leise vor sich hin. Sie war gutmütig und freundlich, eine Großmutter wie alle Großmütter. Laura hatte ihr Früher nicht wahrgenommen.« (Seite 185)

Meine Großmutter lebte in Schlesien, weder als Kind, noch später als Erwachsene war mir klar, was das bedeutet. Auch verstand ich nicht, warum in ihrem Haus eine alte Frau wohnte, die von allen nur verächtlich »Niemka«, was auf Polnisch deutsche Frau heißt, geschimpft wurde und über die allerhand gruselige Geschichten erzählt wurden, die selbstverständlich alle erfunden waren, wie mir meine Oma dann irgendwann verriet. Daran erinnerte ich mich beim Lesen sowie insbesondere an ein schwarzweißes Foto, das meine Oma wie einen Schatz gehütet hat, auf dem ein junger Mann zu sehen war in einer Uniform. Es war nicht mein Großvater auf dem Bild und obwohl meine Oma mir nie verraten hat, was es mit dieser Fotografie auf sich hat, wusste ich trotzdem schon damals mit Bestimmtheit, dass sie ihn geliebt hat, diesen unbekannten Mann auf dem Bild. Auch im vorliegenden Buch fängt alles mit einem Foto an, das zu Spekulationen und Fragen führt sowie dazu, dass Laura sich auf den Weg macht, um mehr über die Geschichte ihrer Familie herauszufinden.

Mit diesem Buch habe ich mein erstes Jahreshighlight für dieses Jahr gefunden. Dieses Buch ist Drama, Tragödie, Bericht über Kriegstraumata, Familiengeschichte und eine Prise Krimi in einem. Auch wenn es zu Beginn wegen der Zeitsprünge sowie der vorgestellten Personen für mich ein bisschen verwirrend war, entfaltete es bald einen Sog, dem ich mich bis zuletzt nicht entziehen konnte. In kleinen Schritten verriet die Autorin, was damals geschehen ist, sie füllte die Seiten mit Fiktion, die so nah an der seinerzeitigen Realität lag, dass es wehtat, manche Stellen zu lesen. Auf oberflächliche Effekthascherei wurde genauso verzichtet wie auf unnötige Beschreibungen von Gräueltaten, allerdings machte die Andeutung dieser das Grauen der damaligen Zeit nicht minder klein. Früh hatte ich einen Verdacht, den die Autorin aber kurz darauf zerstreuen konnte, wobei sich dieser letztendlich als zutreffend erwies, was dem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch tat. Sogar auf den letzten Seiten konnte mich Miriam Georg mit Enthüllungen überraschen, ich klebte an den Seiten, wie eine Motte am Licht. Das sehr emotionale Finale ließ erneut die ein oder andere Träne fließen, und das Nachwort enthielt Informationen, die das Gelesene abgerundet haben. Große Leseempfehlung gibt es dafür von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.12.2025

wunderbare Familiengeschichte

0

📖Lauras Mutter Ellen hatte zeitlebens nicht das beste Verhältnis zu ihrer Mutter Änne. Als diese nun stürzt, entdeckt die Enkelin in der Wohnung ihrer Großmutter einige Hinweise auf deren Vergangenheit ...

📖Lauras Mutter Ellen hatte zeitlebens nicht das beste Verhältnis zu ihrer Mutter Änne. Als diese nun stürzt, entdeckt die Enkelin in der Wohnung ihrer Großmutter einige Hinweise auf deren Vergangenheit und Kindheit in Schlesien. Laura, selbst schwanger, möchte mehr über ihre Familie erfahren und begibt sich schließlich selbst auf Entdeckungsreise nach Schlesien.

⭐Ich habe durch diesen Roman extrem viel über die politische Situation, die Lebensumstände während des Krieges und die Flucht aus Schlesien erfahren. Und über Schlesien überhaupt. Ich hatte mich mit diesem Gebiet noch nicht wirklich beschäftigt.
Miriam Georg (@miriam_georg) kann wunderbar erzählen. Sie verwebt die Gegenwartsperspektive mit Erlebnissen und authentischen Eindrücken aus den Kriegsjahren und schafft es, eine Nähe zu ihren Charakteren herzustellen, die mich beim Lesen vollkommen absorbiert hat.

⭐Das Verhältnis ihrer Figuren zueinander, die Familienstrukturen, der Umgang mit Emotionen: all das beleuchtet die Autorin feinfühlig, tiefgründig und detailliert, ohne dabei auszuufern oder abzuschweifen.

⭐Ich habe wirklich jedes Kapitel dieses Buches geliebt, mochte die Charaktere, die fließende Erzählweise und auch die Auseinandersetzung mit einem Thema, mit dem ich bisher noch keine echten Berührungspunkte hatte.

Ein großartig erzählter, generationenübergreifender Roman, der bis zur letzten Seite immer wieder überrascht. Auch das Ende ist absolut gelungen. Love it!

🗨️ „ […] der Moment, in dem ihr klarwurde, […] dass man seine Heimat verlieren konnte und damit einen Teil seiner selbst.““

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere