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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.01.2019

Bittersüß

Das kleine Theater am Meer
2 0

Faye besucht ihr Freundin Charlotte auf Sardinien.
Ihr Freund hat sie verlassen und nach dem Abschluss
ihres Studiums ist sie zur zeit ohne Job.
Deshalb freut sie sich auf die Reise.
Auf Sardinien verrät ...

Faye besucht ihr Freundin Charlotte auf Sardinien.
Ihr Freund hat sie verlassen und nach dem Abschluss
ihres Studiums ist sie zur zeit ohne Job.
Deshalb freut sie sich auf die Reise.
Auf Sardinien verrät Charlotte, was noch hinter dem Angebot steht:
Freunde von ihr wollen das kleine Theater in der Altstadt von Deriu wiederherrichten
und brauchen dafür professionelle Hilfe.
Da Faye eine angehende Innenarchitektin ist lässt sie sich
schnell dazu überreden. Sie ist begeistert, ahnt aber nicht worauf sie sich einlässt.

Das Cover ist wunderschön und sehr verlockend.
Verspricht eine leichte Liebesgeschichte.
Nach den ersten Seiten wird aber sehr
schnell klar das hier doch etwas mehr dahinter steckt.

Die Geschichte hat mehrere Erzählstränge und dadurch mehr Tiefe als gedacht.
Allerdings wird dadurch das Hauptthema, das kleine Theater, an den Rand
gestellt.
Faye gibt sich alle mögliche Mühe, das Theater umzugestalten und es den
Dorfbewohner recht zu machen. Nebenbei verliebt sie sich auch noch.
Es geht aber nicht nur um Faye, sondern auch um die Ehe ihrer Eltern und um die Einwohner des kleines Ortes Deriu, wo anscheinend jeder ein Geheimnis hat.
Das ist teilweise sehr unterhaltend und sogar etwas spannend.
Faye aber bleibt ziemlich farblos, die Geschichte der Eltern rückt zu sehr in den
Vordergrund und die Geschichten der Dorfbewohner sind einfach zu ausschweifend.
Hier wäre weniger für meinen Geschmack mehr gewesen.

Dieser Roman verzaubert aber durch seine Leichtigkeit und er vermittelt
einen das Gefühl direkt vor Ort zu sein. Das südländische Flair,
die Lebensart und die italienische Landschaft lädt zum Träumen ein.
Die Beschreibungen sind voller Lebensfreude.
Rosanna Ley hat hier eine sehr warmherzige Geschichte
geschaffen. Voller Poesie nimmt sie uns mit in ein kleines Dorf
wo die Anwohner rund um ein kleines Theater leben.
Die Charaktere sind alle sehr liebevoll gezeichnet und
man kann sich sehr gut mit ihnen identifizieren.

Das alles macht sie mit ihrem wunderschönen Schreibstil zu einem kleinen Leseerlebnis.

Das reicht aber für einen guten Roman bei weitem nicht aus.
Deshalb kann ich dieses Mal nur 3 Punkte vergeben.

Veröffentlicht am 26.12.2018

Der perfekte Mann

Kälter als die Angst
2 0

Klappentext:

Kathrin Ortrup zieht in eine neue Wohnung.
Ihr zu Ehren geben die neuen Nachbarn eine Einweihungsparty.
Durch Zufall erfährt sie das die Nachbarn alle anonyme Drohbriefe
erhalten, das sie ...

Klappentext:

Kathrin Ortrup zieht in eine neue Wohnung.
Ihr zu Ehren geben die neuen Nachbarn eine Einweihungsparty.
Durch Zufall erfährt sie das die Nachbarn alle anonyme Drohbriefe
erhalten, das sie alle in einem Todeshaus wohnen würden.
Als sie auch so einen Brief erhält, wendet sie sich an Charlotte
Schneidmann. Ermittlerin Schneidmann wird hellhörig, hat doch
Kathrins Vormieterin Carla Delbrück auch Drohbriefe bekommen und
nun ist sie einen grausamen Tod gestorben. Gibt es da etwa einen
Zusammenhang?

Meine Meinung:

Spannung von der ersten Seite an.
Christine Drews lässt den Leser bis
zuletzt im Dunklen tappen, wer denn der wahre Mörder ist.
Der Spannungsbogen wird konstant hochgehalten,
sodass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Ich konnte sehr gut mitraten und bin doch immer wieder in einer
Sackgasse gelandet. So geschickt wurden die Spuren gelegt.
Natürlich trägt auch der fließende Schreibstil dazu bei.
Das Cover ist sehr schön gestaltet. Es zeigt eine friedliche
Stadt, die so friedlich nicht ist. Der Schriftzug in Rot gehalten
lässt Böses erahnen.
Die Geschichte wird in zwei Erzählsträngen erzählt.
Die gut herausgearbeitet Charakteren machen diesen Krimi sehr
lebendig. Das Ermittlerteam ist erfrischend anders.
Sie haben auch ein Privatleben, was ich persönlich sehr begrüße.
Da die Handlung sehr komplex ist, werden auch viele weitere
Personen eingeführt und die Beschreibung wechselt öfters
von einer auf die andere Figur, sodass man auch sehr gut
hinter deren Fassade blicken kann.
Das Thema an sich ist schon spannend.
Kann sich jemand ändern? Kann ein brutaler Verbrecher
ein liebevoller oder auch toleranter Mensch werden?
Ein Vorbild für alle so als Warnung? Ist eine Wiedereingliederung
in das soziale Gefüge der Gesellschaft möglich?
Der Spannungsbogen ist gekonnt gesetzt, auch wenn es hier weder übermäßig blutig
noch dramatisch zu geht.
Es ja auch eher ein Krimi und kein blutiger Thriller.
Jedenfalls habe ich mich mit diesem Krimi sehr gut unterhalten gefühlt, habe mit rätseln können und ein tolles Kopfkino gehabt.
Die Story, die Charaktere, die Ausdruckskraft alles sehr gelungen.
Eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 02.11.2018

Spannende Unterhaltung

Das Extrawurscht-Manöver
1 0

Privatdetektiv und Ex-Polizist Sven Schäfer wird beauftragt nach der verschwunden
Iris Gulden zu suchen. Als er nach drei Tagen ihre Leiche findet, macht er sich
große Vorwürfe. Seine Laune wird nicht ...

Privatdetektiv und Ex-Polizist Sven Schäfer wird beauftragt nach der verschwunden
Iris Gulden zu suchen. Als er nach drei Tagen ihre Leiche findet, macht er sich
große Vorwürfe. Seine Laune wird nicht besser, als er am Tatort einen
Mops vorfindet. Den einzigen Zeugen. Kommissarin Elsa Dorn ist nicht gerade
begeister als Schäfer ihr den Mops und einen riskanten Plan präsentiert.
Doch dieser Plan erweist sich als sehr wirkungsvoll und bringt alle in große Gefahr.

Franz Hafermeyer lässt den Leser des Krimis "Das Extrawurstmanöver“ bis
zuletzt im Dunklen tappen.
Der Spannungsbogen wird konstant hochgehalten,
so das man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Der Autor hat eine wunderbare Art zu schreiben.
Witzig und mit viel Situationskomik.

Natürlich trägt auch der fließende Schreibstil dazu bei, bzw.
auch die gut herausgearbeitet Charakteren sowie die Geschichte selbst.
Die Charaktere sind sehr lebensecht, die Gier und die Brutalität ist
sehr real und greifbar. Die Probleme der Ermittler sind sehr real.
Sven Schäfer ist ein vom Leben gebeutelter Mensch. Er steht sich oft selbst
im Weg. Elsa Dorn muss sich Ihrem Chef und Ihrer Mutter herumplagen.
Nichts ist so, wie es scheint. Jeder ist sich selbst der Nächste.

Das wunderschöne Cover verspricht gute und etwas harmlose Unterhaltung.
Aber es ist ein packender Krimi in dem u. a. Menschenhandel, Entführung,
Erpressung vorkommen.
Allerdings ist auch alles mit einer Prise Humor
versehen, so das man auch in einigen der spannenden Szenen schmunzeln muss.
Originell, witzig und auch amüsant zu lesen.

Ich fühlte mich wohl, hatte entsprechende Bilder vor Augen, wurde sehr gut unterhalten.
Besser geht es nicht.

Auch, wenn man die ersten Bände nicht gelesen hat,
kommt man sehr gut in die Geschichte rein.
Eine unbedingte Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 09.04.2017

Spannend bis zum Schluss

The Couple Next Door
1 0

THE COUPLE NEXT DOOR
von Shari Lapena
ein Thriller erschienen im März 2017
im BasteiLübbe Verlag

Jedes Paar hat seine Geheimnisse und manche sind tödlich.
Wem kann man trauen und wem nicht.

Das Cover ...

THE COUPLE NEXT DOOR
von Shari Lapena
ein Thriller erschienen im März 2017
im BasteiLübbe Verlag

Jedes Paar hat seine Geheimnisse und manche sind tödlich.
Wem kann man trauen und wem nicht.

Das Cover ist wunderschön in seiner Farbgestaltung.
Eiskaltes Blau, im Hintergrund Häuser mit etwas Rot.

Ein Baby wird entführt während die Eltern bei den Nachbarn
nebenan feiern. Ein Albtraum für jede Mutter. Obwohl stündlich nach dem Kind geschaut wurde, es ist spurlos verschwunden.
Die Ermittlungen durch Detektiv Rasbach bringen einige Dinge zum Vorschein die besser im Dunkeln geblieben wären.
So nach und nach kommen doch allerlei Geheimnisse zum Vorschein.
Jeder hätte einen Grund gehabt das Kind zu entführen.

Die Autorin hat einen sehr flüssigen Schreibstil.
Sie schafft es aus jeden der Charaktere das Geheimnisvolle
und auch Befremdliche klar herauszustellen.
Keiner von Ihnen kommt sympathisch rüber und sie bleiben einem die ganze Zeit über fremd.
Ein Thriller, der eine Gänsehaut verschafft und in die menschlichen Abgründe zieht.
Das Buch nimmt einen gefangen und ist auf seine Art
düster und geheimnisvoll. Abgründe tun sich auf.
Es kommt immer wieder zu sehr überraschenden Wendungen und der Spannungsbogen bleibt erhalten und führt einen geschickt in die Irre.

Ein tiefer Blick in die menschliche Psyche.
Ein gelungenes Debüt.

Veröffentlicht am 05.04.2017

Das Ende der Donaumonarchie

Der Sturz des Doppeladlers
1 0

Brigitte Mosser - Der Sturz des Doppeladlers
erschienen 2016 im Amalthea Verlag

Der Untergang eines Reiches und der Aufbruch in eine
neue Zeit wird aus der Sicht von vier Familie erzählt.
Die Charaktere ...

Brigitte Mosser - Der Sturz des Doppeladlers
erschienen 2016 im Amalthea Verlag

Der Untergang eines Reiches und der Aufbruch in eine
neue Zeit wird aus der Sicht von vier Familie erzählt.
Die Charaktere stammen aus den verschiedensten Bevölkerungsgruppen
und werden alle sehr detailiert wieder gegeben.
Wir erleben mit Ihnen den Krieg und seine unmenschlichen Seiten.
Den Hunger, den Verlust, den Hass und den Schmach.
Die Sinnlosigkeit des Krieges kommt besonders deutlich zum Ausdruck.
Hier werden Historische Fakten mit dem Schicksal von vier Familien verwoben.
Ein tolles Buch das durch den wunderbaren Schreibstil der Autorin
zum Erlebnis wird.
Das einzige Manko ist meiner Meinung nach das
die Autorin detaillierte Kenntnisse der österreichischen Geschichte
voraussetzt.
Wem das nicht stört hat mit diesem Buch sehr schöne Lesestunden.
Klare Leseempfehlung