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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2026

Skurril, temporeich und gespickt mit köstlich witzigen Dialogen.

Prost, auf die Fischer
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Brunngries und seine Bewohner sind so toll beschrieben.
Es ist wie ein nach Hause kommen.
Durch den atmosphärisch dichten Erzählstil
entsteht ein wunderbares, humorvolles Leseerlebnis, das einen
zum Dauerschmunzeln ...


Brunngries und seine Bewohner sind so toll beschrieben.
Es ist wie ein nach Hause kommen.
Durch den atmosphärisch dichten Erzählstil
entsteht ein wunderbares, humorvolles Leseerlebnis, das einen
zum Dauerschmunzeln bringt.
Pointiert und scharfsinnig, einfach umwerfend.
Dadurch wird alles sehr intensiv und besonders realistisch.
Die Nebenstränge werden so super beschrieben, dass sie das eigentliche
Thema in den Schatten stellen.
Das Schöne an dieser Reihe ist, dass sich die Hauptcharaktere kontinuierlich
weiter entwickeln.
Der Wortwitz und die Situationskomik runden alles ab.
Skurril, temporeich und gespickt mit köstlich witzigen Dialogen.
Man hat das Gefühl, dabei zu sein.
Das Kopfkino läuft immer auf Hochtouren.
Ich habe mich mit diesem Buch sehr gut unterhalten gefühlt,
habe mit Rätseln können und ein tolles Kopfkino gehabt.

Ein richtig guter bayerischer Dorfkrimi mit sehr viel Lokalkolorit.
Besser geht es nicht!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.02.2026

Im Schatten des Obersalzbergs

Berchtesgaden
2

Die französischen und US-amerikanischen Truppen liefern sich ein Wettrennen zum Obersalzberg. Am 25. April bombardierte die Royal Air Force den Obersalzberg. Als Franzosen und US-Amerikaner am 4. Mai eintrafen, ...

Die französischen und US-amerikanischen Truppen liefern sich ein Wettrennen zum Obersalzberg. Am 25. April bombardierte die Royal Air Force den Obersalzberg. Als Franzosen und US-Amerikaner am 4. Mai eintrafen, endete der Krieg in Hitlers Wahlheimat.
Nachdem die Amerikaner die Regierung übernommen haben, ändert sich
vieles für die Bevölkerung.
Hier setzt die Geschichte ein.
Da ist zum Beispiel die Familie Gruber, die mit anderen Einheimischen noch schnell Villen von geflüchteten Nazi-Größen plündert. Sohn Max war bei der SS und stellt sich nicht, sondern zieht es vor, zu flüchten.
Aber es gibt auch die 19-jährige Sophie, die unbedingt beim Military Government
arbeiten will. Dort wird sie zum ersten Mal in ihrem jungen Leben mit der
ganzen grausamen Wahrheit konfrontiert. Das lässt sie ihren Blick auf die gesamte Familie verändern.

Berchtesgaden ist ein Roman, in dem das Lebensgefühl und der Zeitgeist wunderbar wiedergegeben werden. Carolin Otto beherrscht die Kunst, fiktive Charaktere in die historischen Ereignisse dieser Zeit einzubinden.
Dazu tragen ihre genausten Recherchen und auch ihr gelungener Schreibstil bei. Zeitgeschehen wird spannend und interessant verpackt wiedergegeben. Der Leser wird in die Geschichte entführt, mit vielen Aha-Momenten und den entsprechenden Bildern vor den Augen.
Die Umsetzung dieses nicht gerade leichten Themas ist gelungen.
Den Schreibstil kann ich durchaus als sehr lebendig und bildhaft bezeichnen.
Zeigt den Blick mitten rein in das Chaos.
Es gibt sehr viel Lokalkolorit und die damalige Stimmung kommt gut rüber.

Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen.
Vor allem, dass es nur einen kurzen Abriss über diese Zeit gibt.
Berchtesgaden ist und bleibt die Hauptcharaktere, und das finde ich
sehr gelungen.
Hier wird Zeitgeschichte spannend vermittelt.
So macht Geschichte Spaß.
Habe ich doch einiges erfahren, was ich bis heute nicht wusste.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Eindrucksvoll

Die Liebe, später
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Die Liebe, Später ist ein sehr feinfühliger Roman.
Erzählt wird von einer Liebe auf dem Prüfstand.
Unprätentiös und lebensnah erzählt, sodass es nie rührselig oder kitschig wird.
Die Charaktere sind alle ...

Die Liebe, Später ist ein sehr feinfühliger Roman.
Erzählt wird von einer Liebe auf dem Prüfstand.
Unprätentiös und lebensnah erzählt, sodass es nie rührselig oder kitschig wird.
Die Charaktere sind alle sehr ausdrucksstark und auch liebenswert.
Haben ihre Ecken und Kanten. Das macht das Geschehen recht lebendig.
Es geht um das Bewusstsein, dass ein Leben immer von anderen abhängig ist und sein wird.
Dass es Versäumnisse geben kann, die unabänderlich bleiben.
Mit großer Wärme erzählt die Autorin von Lebensträumen, Erinnerungen, Scheitern, Entwurzelung, verpassten Chancen und dem schwierigen Weg zur Versöhnung.
Immer wieder geht es um die Frage: Heilt die Zeit alle Wunden?
Was hält das Leben noch für mich bereit?
Die Schreibweise ist wunderbar, stellenweise sogar etwas poetisch.
Ein sehr berührender Roman über das Leben.
Einfühlsam, intensiv, aber auch voller Energie.
Fesselnd, berührend und mit viel Hoffnung.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Humor mit Tiefgang

Pleiten, Pech und Papa
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Nach einer Hochwasserkatastrophe steht Papa vor der Tür.
Unangemeldet mit einem großen Gepäck. Sogar den Bofrost Katalog
hat er dabei. Sein Haus ist unbewohnbar, steht unter Wasser.
Während sich die Zweitgeborene ...

Nach einer Hochwasserkatastrophe steht Papa vor der Tür.
Unangemeldet mit einem großen Gepäck. Sogar den Bofrost Katalog
hat er dabei. Sein Haus ist unbewohnbar, steht unter Wasser.
Während sich die Zweitgeborene Paloma um das Chaos in seinem Haus
kümmert, sorgt sich Carmen, die Erstgeborene, um ihre Zukunft.
Denn Vater Heinz wirbelt alles sehr durcheinander. Zufällig
findet Papa Heinz dann auch noch Hilde, seine erste Liebe, wieder.
Die beiden vertreiben nicht nur Carmens Freund Frank mit ihren
sehr eigenen Plänen. Das geht so weit, dass Carmen versucht
herauszufinden, was sie eigentlich wirklich vom Leben erwartet.

Eine wunderschöne Geschichte über
das Leben in einem federleichten und sehr
humorvollen Stil erzählt.
Es geht um die Ehe, Partnerschaft und um Vertrauen.
Die Charaktere sind sehr lebensecht beschrieben,
man liebt und leidet mit ihnen.
Es stellt sich das Gefühl ein, direkt vor Ort zu sein.
Der Leser wird richtig in die Geschichte hereingezogen.
Schon nach ein paar Zeilen wird man Teil dieser Familie.
Möchte gar nicht mehr aufhören, zu lesen.
Ein richtig schöner Wohlfühlroman mit ernstem Hintergrund
und sehr viel Humor, der zeigt, was wirklich wichtig ist im Leben.
Vor allem, dass es nie zu spät ist, etwas zu verändern.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Spannende Miljöstudie

Kommissar Gennat und der Raubmord am Ku’damm
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Regina Stürickow nimmt uns mit auf eine Reise in das Berlin von 1936.
Die Geschehnisse sind sehr echt und packend beschrieben.
Das liegt daran, dass es sich um einen echten Fall des berühmten und
legendären ...

Regina Stürickow nimmt uns mit auf eine Reise in das Berlin von 1936.
Die Geschehnisse sind sehr echt und packend beschrieben.
Das liegt daran, dass es sich um einen echten Fall des berühmten und
legendären Mordermittler Ernst Gennat handelt.
Er hat seinerzeit die systematische Tatort-Arbeit eingeführt.
Es gibt einen tiefen Einblick in die Arbeit von Gennat.
Nicht nur seine Vorliebe für Süßes, ohne zwei Stückchen Kuchen ging
es einfach nicht. Er erfand das „Mordauto“, baute eine riesige Todesermittlungskartei auf, den Vorläufer moderner Datenbanken – und prägte 1930 einen Begriff, der bis heute verwendet wird: Serienmörder. Jahrzehnte, bevor er international bekannt wurde.
Die Atmosphäre der Zeit zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg
wird wunderbar wiedergegeben.
Im Hintergrund lauert der Zweite Weltkrieg, die politische Stimmung ist am Kippen.
Das spürt die jüdische Bevölkerung schon mehr als deutlich.
Die Wohnsituation der armen Menschen, ihre Sorgen und Nöte sind wunderbar dicht erzählt.
Der alte Kiez mit seinen Originalen lebt wieder auf
Die Charaktere sind echt gezeichnet und sehr lebensnah.
Man lebt und leidet mit ihnen.
Als ob man alles gemeinsam erlebt.
Eine Reise durch eine vergangene, gar nicht so goldene Zeit.
Spannend recherchiert.
Ein wissenschaftlich fundierter Kriminalfall aus der NS-Zeit.
Dazu die Berliner Schnauze, Tiefgang und ein feines Gespür für das Abgründige.
Ein Lesehighlight

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