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Veröffentlicht am 30.03.2026

Begeisternder und sehr berührender Antikriegsroman für Jugendliche ab etwa vierzehn Jahren

Freunde
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In einem unbenannten Land, zu einer unbenannten Zeit, begegnen sich nach dem Ende eines Krieges vier Jugendliche. Dies ist die Prämisse des Romans „Freunde“ von Eva Kranenburg. Die Autorin hat zuvor mit ...

In einem unbenannten Land, zu einer unbenannten Zeit, begegnen sich nach dem Ende eines Krieges vier Jugendliche. Dies ist die Prämisse des Romans „Freunde“ von Eva Kranenburg. Die Autorin hat zuvor mit Kindern von Geflüchteten aus unterschiedlichen Ländern gearbeitet. Die Jugendlichen im Buch stehen stellvertretend für alle jene, die nach einem Krieg mit dem Sieg des Gegners, der die Regierungsmacht vor Ort übernommen hat, zurechtfinden müssen. Viele haben ihre Eltern oder sogar alle nahen Verwandten verloren. Hatten sie bereits während Kriegszeiten Entbehrungen erlebt, so sind sie nun auf die Gunst der Sieger angewiesen, die über Nahrung und Schutz bestimmen. Obwohl Frieden herrscht, der eigentlich nur bedeutet, dass nun eine Zeit zwischen zwei Kriegen begonnen hat, bleiben ihre Ängste groß.

Die Geschichte wird von dem 15-jährigen Ren aus der Ich-Perspektive erzählt. Seine Freunde lernt er kennen, als er sich für ein letztes Aufgebot zum Kriegsdienst melden musste. Nata, die in seinem Alter ist, und Tuk, der kindlich Kind wirkt, sind die letzten, die sich am Versammlungsplatz einfinden. In dem kaum älteren Tarek findet die kleine Gruppe einen Kommandanten, der sie wenig später auf eigenen Befehl hin desertieren lässt und ihnen dabei aus dem Herzen spricht. Dadurch widersetzen sie sich aktiv und scheuen nicht die Bestrafung, die ihnen droht, wenn sie entdeckt werden. In einem Unterschlupf unterstützen sie einander beim Überleben.

Zu Beginn verbergen alle ein Geheimnis. Ren trägt eine schreckliche Erinnerung mit sich. Nata hat bisher in den Bergen gelebt, trägt eine tief gezogene Kapuze und versucht, ihr Hinken zu verbergen. Tareks auffälligstes Merkmal ist eine lange Narbe im Gesicht, die ihn an furchtbare Erlebnisse erinnert. Auch Tuk trägt Wunden am Körper, weswegen er seine Kleidung nicht ablegt, um seinen Rücken nicht zu zeigen. Sowohl die sichtbaren körperlichen als auch die psychischen Verletzungen der Jugendlichen zeugen von einer kaum fassbaren, leidvollen Zeit. Erst allmählich beginnen die Freunde einander zu vertrauen. Für den Lesenden entfaltet sich dadurch erst, welche Schrecken der Krieg verursacht. Und dennoch lässt dies nur erahnen, welches Leid kriegerische Konflikte mit sich bringen können.

Eva Kranenburg hat mit großem Feingefühl ihre Erfahrungen mit Geflüchteten in die Geschichte einfließen lassen und zeigt, welche Möglichkeiten helfen können, den Kummer der Kinder zu lindern. Die Methode des Kreiserzählens wirkt unterstützend dabei, erfahrene Unmenschlichkeiten zu verarbeiten. Ren, Nata, Tuk und Tarek spielen Schule, nicht nur, um Wissensrückstände aufzuholen, sondern ebenfalls, um ihre individuellen Stärken zu entdecken und zu erfahren, wie einzigartig und wertvoll sie sind. Die Autorin macht zudem deutlich, dass manchmal auch Ironie helfen kann, schwierige Situationen leichter zu nehmen, jedoch ohne einen gewissen Respekt für andere Ansichten nicht abzulegen.

Der Roman „Freunde“ von Eva Kranenburg ist begeisternder und sehr berührender Roman für Jugendliche ab etwa vierzehn Jahren über die Schrecken eines Krieges und die starke Kraft der Freundschaft und des Zusammenhalts, bietet facettenreiche Figuren und eine fordernde sowie zugleich fesselnde Handlung. Sehr gerne empfehle ich das Buch uneingeschränkt weiter.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Bietet in einer gut strukturierten Form Wissen über Fauna und Flora

Tiere und Pflanzen lebensgroß
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Das Buch „Tiere & Pflanzen lebensgross“ ist in der Reihe „Familie erlebt Natur“ beim Kosmos Verlag erschienen. Es ist dafür gemacht, dass große und kleine Leute die Natur gemeinsam entdecken. Dazu enthält ...

Das Buch „Tiere & Pflanzen lebensgross“ ist in der Reihe „Familie erlebt Natur“ beim Kosmos Verlag erschienen. Es ist dafür gemacht, dass große und kleine Leute die Natur gemeinsam entdecken. Dazu enthält es Fotos, oft in Lebensgröße, von mehr als einhundert Tier- und Pflanzenarten. Die Texte verfassten die Grundschullehrerin Daniela Strauß, die Biologen Dr. Hannes Petrischak, Holger Haag und Katrin Hecker sowie der inzwischen verstorbene Biologe Felix Weiß. Dabei sind sie so verfasst, dass sie auf Besonderheiten der vorgestellten Art hinweisen. Jede Seite ist aufforderungsstark etwas anders gestaltet, aber es findet sich immer eine kurze Information zu vier Schlagwörtern.

Das „Life-Size-Konzept“ des Buchs bringt Flora und Fauna ganz nah, so dass jeder Betrachtende ein wirklichkeitstreues Bild erhält. Die von Kosmos entwickelte App kann kostenlos heruntergeladen und ergänzend genutzt werden. Insgesamt siebenunddreißig Tierstimmen sind nach Auswahl des Covers und Eingabe des Codeworts von Seite 5 in längeren Sequenzen zu hören. Auf diese Weise bestens ausgerüstet, macht es Freude durch die Natur zu streifen und die im Buch abgebildeten Pflanzen und Tiere zu finden.

Als Einteilung dienen die Jahreszeiten mit Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Zu jeder Kategorie gibt es zunächst Vogelarten, dann eine Mischung aus Insekten, Amphibien, Schnecken und Säugern, gefolgt von krautigen Pflanzen. Den Abschluss bilden jedes Mal Bäume und Sträucher. Über die Aneignung von Wissen und Entdecken hinaus, finden sich zahlreiche Aktivitätsvorschläge zum Basteln und Rezepte zum Herstellen von Tiernahrung oder zum eigenen Verzehr. Eine übersichtliche Auflistung der Anregungen zum Selbstgestalten findet sich hinten im Buch.

Eine Vorstellung der Flora und Fauna kann in der gewählten Buchform nicht abschließend sein, bietet jedoch in einer gut strukturierten Form zahlreiches Wissen, um mit der ganzen Familie in der Natur herumzuschweifen und dabei tierische und pflanzliche Bewohnende zu finden, zu bestaunen sowie hier und da diese zu unterstützen oder sich zunutze zu machen. Gerne empfehle ich das Buch „Tiere und Pflanzen lebensgroß“ weiter.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Eine bewegende Geschichte über Herkunft, Selbstbestimmung und Bindungen zwischen Familiengenerationen

Real Americans
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Die in Kalifornien lebende Rachel Khong erzählt in ihrem Roman „Real Americans“ eine vielschichtige Familiengeschichte, die sich über drei Generationen erstreckt und bemerkenswerterweise bis ins Jahr 2030 ...

Die in Kalifornien lebende Rachel Khong erzählt in ihrem Roman „Real Americans“ eine vielschichtige Familiengeschichte, die sich über drei Generationen erstreckt und bemerkenswerterweise bis ins Jahr 2030 reicht. Jeder der drei Teile nimmt dabei eine andere Familienepoche in den Mittelpunkt. Der Prolog des Buchs spielt im Jahr 1966 in Peking. Eine unbenannte Frau zerschlägt mit einem Hammer das Glas einer Vitrine, um Relikte vor der Zerstörung durch die Rote Garde zu bewahren. Diese Szene wirft die Frage auf, wer den Mut besitzt, sich dem Regime entgegenzustellen. Erst viele Seiten später fügt sich der Vorfall in den Gesamtzusammenhang ein.

Die 22-jährige Lily Chen steht 1999 kurz vor dem Abschluss ihres Studiums in Kunstgeschichte. Sie arbeitet als unbezahlte Praktikantin in der Grafikabteilung eines angesagten New Yorker Medienunternehmens. Auf der Weihnachtsfeier lernt sie Matthew kennen, den fünf Jahre älteren Neffen ihres Chefs. Zwischen den beiden funkt es. Beide haben Eltern, von deren Einstellung zum Leben sie sich distanzieren, ohne weiter darüber zu sprechen. Lily wird bald bewusst, dass Matthew über deutlich mehr finanzielle Mittel verfügt als sie, was ihr äußerst unangenehm ist. Schließlich siegt ihre Liebe über ihre Bedenken, sich ganz auf eine Person einzulassen, bevor sie selbst eine genaue Vorstellung von ihrer Zukunft hat.

Der zweite Teil des Romans setzt im Jahr 2021 ein und richtet den Fokus auf den fünfzehnjährigen Nick, der mit seiner Mutter Lily auf einer kleinen, nur dünn besiedelten Insel im Nordwesten der USA lebt. Als Leserin begleitete ich ihn auf der Suche nach seinem Vater, der ihm unbekannt ist, weil sich seine Mutter über ihn ausschweigt. Gleichzeitig erzählt Lily ihrem Sohn ebenfalls wenig aus ihrem früheren Leben, obwohl sie selbst es stets bedauert hat, nicht mehr von der Kindheit und Jugend ihrer Eltern in China erfahren zu haben.

Immer wieder streut die Autorin kleine Hinweise auf die Vergangenheit von Lilys Mutter Mai ein, die für eine hintergründige Spannung sorgen. Der dritte Abschnitt, der im Jahr 2030 spielt, ist Mai gewidmet. Wie Lily und Nick berichtet auch sie aus der Ich-Perspektive. Besonders wirkungsvoll ist, dass Rachel Khong im letzten Buchteil einzelne Kapitel in eine auktoriale Erzählhaltung wechselt, um Nicks Geschichte weiterzuführen. Dabei wird spürbar, wie eng die Schicksale der Familienangehörigen miteinander sind.

Immer wieder flechtet die Autorin Überlegungen ihrer Figuren dazu ein, wie amerikanisch sie sein wollen und als wie zugehörig sie sich zu ihrer Abstammung empfinden. Lily etwa stört es, aufgrund ihres asiatischen Aussehen kategorisiert zu werden. Sie hadert jedoch auch damit, dass sie die Erwartungen ihrer Eltern an höher gesetzte Lebensziele nicht erfüllt. Rachel Khong wirft die Fragen auf, in welchem Maße uns genetische Anlagen prägen und wie stark unser Umfeld uns und unsere Entscheidungen beeinflussen kann. Gleichzeitig regt sie auf subtile Weise dazu an, darüber nachzudenken, ob den Eingriffen in das menschliche Genom Grenzen gesetzt werden sollten.

Im Roman „Real Americans“ wirft Rachel Khong die großen Fragen des Lebens auf. Statt expliziter Debatten ihrer Figuren baut sie ein faszinierendes, denkbares Familienbild auf voller überraschender Wendungen, mit feinfühlig ausgeführten Details und unter Einbindung historischer Hintergründe. Es ist eine bewegende Geschichte über Herkunft, Selbstbestimmung und Bindungen zwischen Generationen einer Familie. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Closed_in Szenario mit atmosphärischem Handlungsort

Fünf Fremde
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An einem windigen Oktobermorgen befinden sich neben anderen Passagieren auch vier Frauen und ein Mann im Salon einer Fähre, deren Ziel die nur etwa drei Quadratmeter große Insel Neuwerk ist. Sie sind die ...

An einem windigen Oktobermorgen befinden sich neben anderen Passagieren auch vier Frauen und ein Mann im Salon einer Fähre, deren Ziel die nur etwa drei Quadratmeter große Insel Neuwerk ist. Sie sind die Protagonistinnen des nach ihnen benannten Thrillers „Fünf Fremde“ von Romy Fölck. Der Untertitel „Nur einer kennt das tödliche Geheimnis, das sie alle verbindet“ weckt die Neugier darauf, hinter die Fassade der Figuren zu blicken.

Eine der Fremden ist Annika, 43 Jahre alt und Kriminalkommissarin in Hamburg. Sie hat um Freistellung gebeten, um sich auf Neuwerk um ihre demente Mutter zu kümmern. Aber nur sie selbst kennt den wahren Grund für ihre Auszeit. Erst spät erkennt sie, wer die Nonne ist, die sich ebenfalls an Bord befindet und die angeblich von ihrer Mutter eingeladen wurde, obwohl Annika stark daran zweifelt, dass diese dazu überhaupt in der Lage ist.

Sinje hingegen lebt in Rom und schreibt an einem True-Crime-Krimi. Sie wird von der Nachricht nach Neuwerk gelockt, dass sich dort das Verschwinden eines Jugendlichen zum dreißigsten Male jährt. Es bleibt zunächst rätselhaft, wer ihr diese Information zugespielt hat. Auch der Meteorologe Mats hat eine Mitteilung erhalten, die ihn auf die Insel führt. Sein beruflicher Werdegang wird ebenfalls von einem Geheimnis überschattet. Die fünfte Hauptfigur ist Michelle, eine junge Frau, die sich darum beworben hat, demnächst auf einer unbewohnten Nachbarinsel von Neuwerk als Vogelwartin zu arbeiten. Der Grund für ihren Jobwechsel bleibt zunächst im Dunkeln.

Mit der Insel Neuwerk hat Romy Fölck ein wunderschönes Setting für ihren Thriller gefunden. Sie lässt viel Lokalkolorit einfließen, so dass man sich am Ende beinahe wünscht, diesen abgelegenen Ort selbst zu besuchen. Gleich zu Beginn werden zahlreiche Fragen aufgeworfen. Bereits während der stürmischen Überfahrt ereignet sich ein Unfall, in den auch die Protagonist
innen verwickelt sind.

Während sich in der Gegenwart die Spannung langsam steigert, unterbrechen Kapitel mit Rückblicken auf Geschehnisse im Sommer 1995 die Handlung. Dem Lesenden wird bald deutlich, dass die damaligen Ereignisse eng mit den aktuellen Begebenheiten verknüpft sind. Nach und nach erschießt sich, was die Hauptfiguren nach Neuwerk führt.

Die Wetterkapriolen sorgen dafür, dass die Spannung im letzten Drittel zeitweise ins Stocken gerät. Obwohl sich am Anfang schnell ein Lesesog bei mir einstellte, vor allem weil ich die Geheimnisse und Hintergründe der Protagonist*innen ergründen wollte, fiel mir auf, dass die Führung der Figuren nicht immer geschickt war. Um so viele Rätsel wie im Thriller aufzuwerfen, bedarf es einer komplexen Konstruktion. Diese ist zwar gegeben, wirkt gelegentlich aber gestellt, wozu auch das Ende gehört, welches jedoch für eine überraschende Wendung mit Auflösung sorgt.

Der Thriller „Fünf Fremde“ von Romy Fölck kombiniert ein Closed-In Szenario mit einem atmosphärischen Handlungsort. Die interessante Ausgangsidee, eine psychologisch tiefgründige Figurengestaltung, mysteriöse Rätsel und miteinander verwobene Lebensgeschichten überdecken kleine Schwächen der Geschichte und sorgen für unterhaltsame Lesestunden.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Elf voneinander unabhängige Stories zum Thema Selbstbestimmung

Du, hier
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Im Buch „Du, hier“ von Julia Wolf versammeln sich elf voneinander unabhängige Stories, die sich lose um das Thema der Selbstbestimmung drehen, was im heutigen Sprachgebrauch auch als Empowerment bezeichnet ...

Im Buch „Du, hier“ von Julia Wolf versammeln sich elf voneinander unabhängige Stories, die sich lose um das Thema der Selbstbestimmung drehen, was im heutigen Sprachgebrauch auch als Empowerment bezeichnet wird. Im Fokus steht jeweils eine Protagonistin in mittleren Jahren, also im Alter der Autorin. Dadurch erreicht Julia Wolf eine Nähe zu ihren Figuren, die ihnen Glaubwürdigkeit verleiht. Sie wirken lebensnah und ihre Handlungen sind nachvollziehbar. Allen gemeinsam ist eine Unzufriedenheit mit bestimmten Aspekten in ihrem Leben. Manchmal ist es nur ein Wort, um die Figuren dazu zu bringen, ihre Gewohnheiten zu hinterfragen und ihr Verhalten zu ändern. Die meisten von ihnen haben bis dahin in der selbst gewählten oder einer auferlegten Rolle verharrt.
Die Geschichten spielen sämtlich in der Gegenwart und handeln beispielsweise von Selbstverteidigung, das Infragestellen von Konventionen, familiären Beziehungen und Paardifferenzen. In der titelgebenden Erzählung begegnen sich zufällig zwei Jugendfreundinnen wieder, überrascht vom bisherigen Lebensweg der anderen, mit einer unerwarteten Wendung am Ende. Männer im Umfeld der Frauen treten entweder in den Hintergrund oder fungieren als Reibungspunkte. Jede Story ist einzigartig, im ganz eigenen Schreibstil, zum Beispiel besteht eine von ihnen rein aus einem inneren Monolog der Protagonistin.
Julia Wolf schreibt faszinierend, in leicht lesbarer, ruhiger Sprache, mit feiner Ironie durchzogen. Die Geschichten umfassen zwischen vierzehn bis neunundzwanzig Seiten und entfalten einen unwiderstehlichen Sog, der die Lesenden in die Gedanken- und Gefühlswelt der Hauptfiguren zieht, um mitzuverfolgen, was sie als störend empfinden, welche Richtungsänderung sie einschlagen werden und wodurch sie diese erreichen wollen. Ich habe die Stories mit großem Vergnügen gelesen und empfehle sie gerne weiter, auch als kurze Lektüre für zwischendurch.

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