Berliner Hausgemeinschaft in den Kriegsjahren
Stunden wie Tage📖 Martha wird in den 40er Jahren in Berlin zur Hausbesorgerin eines Mietshauses, das einem jüdischen Eigentümer gehört. Sie begleitet sowohl die Eigentümerfamilie Berkowitz (insbesondere ihre Tochter Liane) ...
📖 Martha wird in den 40er Jahren in Berlin zur Hausbesorgerin eines Mietshauses, das einem jüdischen Eigentümer gehört. Sie begleitet sowohl die Eigentümerfamilie Berkowitz (insbesondere ihre Tochter Liane) als auch die Bewohner:innen des Hauses durch die schweren Jahre des Krieges und wird Zeugin der verheerenden Auswirkungen auf ihren kleinen Kosmos in Schöneberg.
⭐ Shelly Kupferberg versteht es hervorragend, die Vielfalt der Hausbewohner:innen sprachlich nuanciert zu beschreiben, ohne dabei die Geschichte um die Protagonistin aus den Augen zu verlieren.
⭐ Ich bin für die Zeit der Lektüre wirklich ins Berlin der Kriegs- und Nachkriegszeit eingetaucht und war beeindruckt von der empathischen Klarheit, mit der die Autorin das Leben von Martha und ihre Liebsten nachzeichnet.
⭐ Diese Geschichte erzählt von einer starken Frau, von harten Schicksalsschlägen, Verantwortung und der Liebe zu Menschen, denen sich Martha tief verbunden fühlt.
Ein intensiver, feinfühliger Roman, einzigartig in Klang und Sprachwahl, der ein wunderbares Zeitbild zeichnet.