beeindruckend
Nachdem ich " Der Gott des Waldes" gelesen hatte, war ich sehr gespannt auf das Hörbuch "Der andere Arthur". Liz Moore hat mich überrascht und noch einmal begeistert.
Eine Geschichte über Einsamkeit verpasste ...
Nachdem ich " Der Gott des Waldes" gelesen hatte, war ich sehr gespannt auf das Hörbuch "Der andere Arthur". Liz Moore hat mich überrascht und noch einmal begeistert.
Eine Geschichte über Einsamkeit verpasste Lebenschancen und unendlich viel Scham. Arthur, ein ehemaliger Literaturprofessor hat sein Leben für den Hörer vor die Wand gefahren. Er verlässt sein Haus seit Jahren nicht mehr, hat nur Kontakt zu Lieferdiensten, die ihm Unmengen an Lebensmitteln bringen. Dies hat ihn in die Situation gebracht durch seine Körperfülle mittlerweile völlig unbeweglich zu sein. Die Spirale, in der er sich befindet, scheint nicht aufzuhalten zu sein. Bis ein Anruf alles ändern könnte. Charlene eine ehemalige Studentin meldet sich bei ihm und er merkt schon am Telefon, dass mit ihr "etwas" nicht stimmt. Sie möchte ihn besuchen und dies stellt Arthur vor ein Problem: Die Briefe, die sich über Jahre geschrieben haben, beschreiben ein gänzlich anderes Leben, als das was er und auch sie führen.
In seiner Verzweiflung wendet er sich an einen Reinigungsdienst und lernt dadurch die junge Yolanda kennen. Die Scham über den Zustand seiner Wohnung wird immer größer, sodass er Yolanda erst einmal wegschickt.
Auf der anderen Seite erfahren wir von Kel, Charlene's Sohn wie ihr Leben verlaufen ist und wie Kel sein Aufwachsen empfunden hat.
Der Autorin ist es gelungen, ein sensibles Buch zu schaffen, welches nicht urteilt und in meinen Augen objektiv bleibt. Uve Teschner als Sprecher hat das Buch hervorragend eingelesen und den einzelnen Charakteren einen lebendigen Hintergrund gegeben.
Liz Moore kann so unterschiedlich schreiben, dass ich von dem Hörbuch ebenso begeistert bin, wie von " Der Gott der Waldes".