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Veröffentlicht am 06.05.2026

gute Fortsetzung

Nebelbeute
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Mit "Nebelbeute" ist der 3. Band um das Ermittlerteam Jakob Krogh und Mila Weiss erschienen. Die ersten beiden Bände habe ich regelrecht verschlungen und war gespannt auf diesen Band.

Das Setting, ein ...

Mit "Nebelbeute" ist der 3. Band um das Ermittlerteam Jakob Krogh und Mila Weiss erschienen. Die ersten beiden Bände habe ich regelrecht verschlungen und war gespannt auf diesen Band.

Das Setting, ein verschneites und leicht skurriles Bergdorf hat es schon mal in sich und Milas Mission, endlich Johannes Toblach zu stellen versprach Hochspannung pur.

Mila hat sich nach dem letzten Fall eine Auszeit genommen, allerdings nicht um sich zu erholen, sondern um ihren Widersacher Toblach zu stellen, nachdem sie erfahren hat, wo er lebt. Er soll sich in den Wäldern beim Bergdorf aufhalten. Die Atmosphäre die Cors schon bei Milas Ankunft schafft ist bedrückend und dunkel. Als dann schon am ersten Morgen nach ihrer Ankunft eine grausam zugerichtete Leiche gefunden wird, weiß sie, dass Toblach in der Nähe ist. Sie möchte ihre Tarnung nicht verlieren und gibt sich bei den Polizei-Befragungen als erholungssuchende Ermittlerin aus.

Als Jakob keinen Kontakt mehr zu herstellen kann, wird klar, dass Mila in Gefahr schwebt und Jakob und das Team reisen in das Bergdorf, um Mila zu finden. Doch alles, was sie finden, sind Anzeichen ihrer Abreise.

Für mich kommt "Nebelbeute" nicht ganz an die beiden Vorgängerbände heran, aber es ist ein spannender Thriller in dem der Autor die Figuren super charakterisiert und ein bedrückendes Setting geschaffen hat. An manchen Stellen war es mir dann doch zu langatmig.

Eine Empfehlung spreche ich gerne aus und freue mich jetzt schon auf den 4. Band

Veröffentlicht am 05.05.2026

andere Erwartung

Kala
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Mit "Kala" hat Colin Walch ein Debüt geschrieben, welches mich von Beginn an gepackt hat. Im Mittelpunkt steht das Verschwinden von Kala, die im Sommer 2003 spurlos verschwunden ist. Sie schien der Mittelpunkt ...

Mit "Kala" hat Colin Walch ein Debüt geschrieben, welches mich von Beginn an gepackt hat. Im Mittelpunkt steht das Verschwinden von Kala, die im Sommer 2003 spurlos verschwunden ist. Sie schien der Mittelpunkt ihrer Clique zu sein, doch deren Leben geht nach dem anfänglichen weiter.

Erzählt wird die Geschichte in zwei Zeitsträngen, der Zeit 2003 und 15 Jahre später, als die Freunde sich wieder sehen. Da ist Helen, mittlerweile Journalistin und in Kanada zu Hause, Mesh, der es niemals aus dem kleinen Ort Kinlough heraus geschafft hat und hinter dem Tresen der Kneipe seiner Mutter arbeitet und nicht zuletzt Joe, der nun auf den großen Bühnen der Welt zu Hause ist.

Genau zu dieser Zeit, als sie wieder in Kinlough aufeinandertreffen, wird das Skelett von Kala gefunden und es verschwinden wieder zwei Mädchen. Dies lässt beim Lesen einen großen Raum für Spekulationen zu, was mir sehr gut gefallen hat. Dabei geht Welch durch den eigenwilligen, aber dennoch literarischen Schreibstil sehr auf die Perspektiven und Empfindungen der einzelnen Protagonisten ein. Die Strukturen des irischen Dorfes erscheinen teils sehr klischeehaft, aber sind dennoch überzeugend.
Insgesamt werden hier viele Vorurteile und Klischees bedient, die sich teilweise doch sehr in die Länge ziehen.

Im letzten Drittel kommt dann so richtig die erwartete Spannung auf. Auch wenn ich die Auflösung schon so erwartet hatte konnte sie mich überzeugen.

Meine Erwartungen waren nach dem Klappentext eine andere, dennoch konnte mich Colin Welch mit seinem Debüt überzeugen.



Veröffentlicht am 05.05.2026

super

Die Richterin und die Tote im Kloster
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"Die Richterin und die Tote im Kloster" der Autorin Liliane Fontaine hat diesmal ein wenig mysteriöse Züge, da es während der Ermittlungen auch um Wunder, im Sinne der katholischen Kirche geht.

Mathilde ...

"Die Richterin und die Tote im Kloster" der Autorin Liliane Fontaine hat diesmal ein wenig mysteriöse Züge, da es während der Ermittlungen auch um Wunder, im Sinne der katholischen Kirche geht.

Mathilde de Boncourt wird von ihrem alten Freund Pater Joseph um die Einschätzung gebeten, ob es in einem Kloster in der Nähe von Sainte-Agathe-Lys wirklich die bekanntgewordene Marienerscheinung gegeben hat. Joseph vermutet dahinter eher einen Schachzug der Nonnen, da das Kloster für den Bau eines Golf-Resorts umgesiedelt werden soll. Mathildes Interesse ist geweckt und sie checkt im Kloster ein. Fast zeitgleich werden auf dem Gelände die Überreste einer jungen Frau gefunden, die vor mittlerweile 20 Jahren spurlos verschwunden ist.
Sofort beauftragt Mathilde ihr Team weitere Recherchen zu unternehmen und ermittelt vor Ort. Praktischerweise kommt Felix aus dem Ort und bekommt so schneller Zugang zu den Bewohnern und hat einiges an Hintergrundwissen.

Mich hat die Geschichte mit ihren Ortsbezügen und den Beschreibungen der Umgebung wieder nach Frankreich entführt und mir damit trotz der Spannung einige entspannte Stunden geschenkt. Die Autorin versteht es nach wie vor wunderbar Mord und Totschlag in ein angenehmes Setting zu verpacken ohne ins Seichte abzudriften.

Für mich sind die Bücher um Mathilde de Boncourt eine willkommene Auszeit vom Alltag.

Veröffentlicht am 22.04.2026

für lauschige Abende

Mirabellentage
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Das Buch "Mirabellentage" der Autorin Martina Bogdahn eingelesen von Birgitta Assheuer ist eine unterhaltsame Lektüre für laue Sommerabende.

Erzählt wird die Geschichte von Anna, die nach dem Tod des ...

Das Buch "Mirabellentage" der Autorin Martina Bogdahn eingelesen von Birgitta Assheuer ist eine unterhaltsame Lektüre für laue Sommerabende.

Erzählt wird die Geschichte von Anna, die nach dem Tod des Pfarrers, dessen Haushälterin sie war, ziemlich verloren wirkt und nicht so recht weiß, was sie nun mit ihrem Leben anfangen soll. Schauplatz ist ein beschauliches und ruhiges Dorf in Bayern, welches immer Anna's Lebensmittelpunkt war. Der Wunsch ihres Arbeitgebers und langjährigen Freundes, dem verstorbenen Pfarrer, dass seine Überreste im Meer verstreut werden sollen, stellt sie vor ungeahnte Herausforderungen. So muss sie die Fahrt organisieren, den neuen Pfarrer "einarbeiten" und ihr Leben umgestalten.

Die Reise ans Meer wurde leider etwas kurz abgehandelt, dafür habe ich gute Einblicke in das Dorfleben von Blumfeld bekommen, das teilweise wirklich mit viel Humor geschildert wurde.

Besonders haben mir die Rückblicke auf Anna's Leben gefallen, ihr Aufwachsen, ihr Erwachsenwerden und der Ausblick auf ihr neues Leben.

Die Autorin, hat wie auch schon in ihrem Roman Mühlensommer einen angenehmen, teilweise humorvollen Schreibstil, der das Lesen zu einem Genuss macht. Birgitta Assheuer hat die Emotionen herausragend durch ihre Intonation transportiert und mich in die Geschichte eintauchen lassen.

Ein Buch für laue Sommerabende mit berührenden Elementen.

Veröffentlicht am 20.04.2026

andere Erwartung

Ins fahle Herz des Sommers
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Mit "Ins fahle Herz des Sommers" hat der Autor Andreas Eschbach eine Dystopie geschrieben, in der es um die Unbewohnbarkeit Europas nach der Klimaerwärmung geht.

Schauplatz ist ein kleines Dorf, in dem ...

Mit "Ins fahle Herz des Sommers" hat der Autor Andreas Eschbach eine Dystopie geschrieben, in der es um die Unbewohnbarkeit Europas nach der Klimaerwärmung geht.

Schauplatz ist ein kleines Dorf, in dem Fausto mit den übrigen Bewohnern versucht am Leben zu bleiben. Er hat es nicht geschafft wie so viele andere Menschen zu Beginn des rasanten Wetterwandels in den nördlichen Teil der Erde auszuwandern und mittlerweile lassen diese Länder auch niemanden mehr auf legalen Weg hinein. Sein Leben ist ein einziger Kampf gegen die Hitze, bis eines Tages eine junge Frau im Dorf auftaucht und sein Leben gründlich durcheinander wirbelt. Die Hoffnung, die sich in ihm auftut ist grenzenlos, eine Zukunft mit der Unbekannten scheint ihm möglich. Dass sie nur rudimentäre Erinnerungen an ihre Vergangenheit hat, stört ihn weniger, als der Umstand, dass ihr die Hitze nichts auszumachen scheint.
Als nach einiger Zeit weitere Fremde auftauchen, die ihr ähnlich sehen bekommt Fausto es zu Recht mit der Angst zu tun.

Der Plot hat mich absolut begeistert, scheint er doch auf den ersten Blick nicht sehr abwegig und wirkt sehr bedrohlich. Leider fokussiert sich Andreas Eschbach sehr auf die Liebesgeschichte der Protagonisten und nicht auf die anfängliche sehr gelungene Dystopie. In der Mitte des Buches hat der Autor mich aufgrund des ausschweifenden Liebeslebens dann endgültig verloren.

Schade um die tolle Idee.