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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.06.2020

Ein neuer Tino

Ich bin dein Tod
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Ich bin dein Tod ist nun schon der neunte Fall für Kommissar Dühnfort und er hat an Spannung wieder sjo einiges zu bieten.

Nachdem Tino Dühnfort aus der aktiven Ermittlungsarbeit in die operative Fallanalyse ...

Ich bin dein Tod ist nun schon der neunte Fall für Kommissar Dühnfort und er hat an Spannung wieder sjo einiges zu bieten.

Nachdem Tino Dühnfort aus der aktiven Ermittlungsarbeit in die operative Fallanalyse gewechselt ist, muss er feststellen, dass ihm die Eingewöung ins neue Team und die beratende Tätigkeit , vor allem aber die Arbeit mit und in einem Team doch enorme Schwierigkeiten bereiten. Die neuen Kollegen sind auch erst einmal nicht so begeistert, besonders Manfred legt ihm ordentlich Steine in den Weg.
Schon beim ersten Mordfall ist Tino entgegen der Ermittelnden, dass es sich nicht um ein Eigentumsdelikt handelt. Nachdem sich in Bayern die Morde mit Ansage: Ich bin Dein Tod häufen, stellt Tino eigene Ermittlungen an. Was er nach und nach zu Tage fördert ist unvorstellbar und grausam.Nachdem er das Puzzle fast gelöst hat, beginnt ein regelrechter Wettlauf gegen die Zeit, der Mörder hat die Kontrolle verloren. Kann Tino schlimmeres verhindern?
Auf einer zweiten Ebene erfahren wir von Lea, deren Videotagebuch den zweiten Strang der Geschichte bildet und deren erleben einfach nur erschüttert.

Auch der neunte Fall um Tino Dühnfort ist von einer spannenden Präzension begleitet, die ich von Inge Löhnig erwartet habe. Die neuen Kollegen Tinos werden hervoragend charakterisiert , sie haben ihre Macken. Der eine sympathisch, der andere eher unangenehm. Gerade diese aus dem Leben gegriffene Charaktere in den Büchern um Tino Dühnfort machen die Geschichten so lebendig.
Für mich war die Thematik und die Eindringlichkeit der Schilderungen sehr spannende und der Krimi bekommt eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 28.06.2020

Gespalten

42 Grad
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42 Grad von Wolf Harlander versprch nach dem Klappentext einen spannenden Klima-Thriller.

Es ist Sommer in Deutschland, doch kein gewöhnlicher Sommer. Nachdem sich in den letzten Jahren abzeichnete, ...

42 Grad von Wolf Harlander versprch nach dem Klappentext einen spannenden Klima-Thriller.

Es ist Sommer in Deutschland, doch kein gewöhnlicher Sommer. Nachdem sich in den letzten Jahren abzeichnete, dass die Temperaturen in Deutschland von Jahr zu Jahr stiegen geschieht der Supergau: die Flüsse und Seen trocknen aus und die Wasserversorgung der Bevölkerung kann auf Dauer nicht gesichert werden. Chaoas bricht aus, Menschen verlassen ihre Städte um in Gebiete zu gelangen, in denen noch ein gewissen Maß an trinkfähigem Wasser gewährleistet ist. Gleichzeitig macht IT-Spezialistin Elsa Forsberg von der EU erschreckende Entdeckungen bei ihren Analysen. Sie trifft auf den Hydrologen Julius Denner, der in seinem Bereich ebenfalls auf Ungereimtheiten stößt. Doch die verantwortlichen Politiker geben die wichtigen Informationen nicht an die Bevölkerung weiter.

Der Autor schildert neben dem Polt ausgewählte Einzelschicksale die mit der Wassernot zu kämpfen haben und wie sie damit umgehen. Auch bearbeitet er viele Thmen am Rande mit, wie den kalten Krieg, Ost - West Konflikte und das Verhältnis zu Russland.

Nach dem Klappentext habe ich mir mehr erwartet, leider sind die einzelnen Charaktere nur flach ausgearbeitet und der Erzählstil war mir persönlich zu emotionslos bei diesem hoch brisanten und doch auch emotionalem Thema.
Aus dem Polt hätte man m.E. einiges mehr heraus holen können.
Der Schluss der Geschichte konnte mich auch nicht wirklich überzeugen, so dass ich das Buch nur bedingt empfehlen kann

Veröffentlicht am 26.06.2020

andere Erwartung

Halligmord
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In Halligmord bekommt die gerade neuangestellte Kommissarin Minke van Hoorn es mit einem Cold Case zu tun. Minke van Hoorn kommt nach Jahren als Meeresbiologin und einer beruflichen Neuortierung ...

In Halligmord bekommt die gerade neuangestellte Kommissarin Minke van Hoorn es mit einem Cold Case zu tun. Minke van Hoorn kommt nach Jahren als Meeresbiologin und einer beruflichen Neuortierung zurück nach Nordfriesland. Als Kommissarin tritt sie nun in die Fußstapfen ihres Vaters, der vor 4 Jahren verstorben ist.
Sie lebt ersteinmal wieder bei ihrer Mutter, einer Therapeutin. An ihrem ersten Arbeitstag werden auf der Hallig Nekpen menschliche Knochen aufgespült, die schon Jahrzehnte im Marschboden vergraben gewesen sein müssen.
Da die Nachbar Hallig Minkes Geburtsort und Heimat war, sind ihr die Gegend und auch die Bewohner der Halligen und der Stadt bekannt. Mit Minken ermitteln soll der Dienstälteste Oberkommissar Klaus, Klaus, der schon unter Minkes Vater gearbeitet hat und in einer Woche pensioniert wird. Nun kommt die typische Ermittlungsarbeit zum Zuge, wer ist der Tote, wer hatte ein Motiv und kann Minke den Täter überführen?

Nach dem Klappentext hatte ich mir mehr Spannung und Vielseitigkeit versprochen. Anfangs plätscherte die Vorstellung der einzelnen Charaktere vor sich hin, die Protagonistin und einige der anderen Personen haben für mich zu wenig an Tiefe bekommen. Auch der eigentliche Plot konnte mich nicht wirklich packen, da mir zu sehr mit stereotypischen Klischees gearbeitet wurde. Die Nordseestimmung und die Umgebung wurden allerdings hervorragend transportiert.

Wer mal eben einen kurzen und knappen Krimi lesen möchte wird bestimmt mit Halligmord gut bedient sein.


Veröffentlicht am 24.06.2020

Sehr packend

Der Blutdürstige
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Der Blutdürstige des Autors Mike Omer knüpft da an, wo der Bestatter endet.

Eine Frauenleiche wird stranguliert aufgefunden, bei der Obduktion kommt ein grausiger Verdacht auf: der Mörder hat auch Blut ...

Der Blutdürstige des Autors Mike Omer knüpft da an, wo der Bestatter endet.

Eine Frauenleiche wird stranguliert aufgefunden, bei der Obduktion kommt ein grausiger Verdacht auf: der Mörder hat auch Blut des Opfers getrunken. Da die Tote mit der Handschrift von Rod Glover erdrosselt wurde, und dieser einen anderen Modranti hat, als das Blut seiner Opfer zu trinken,steht die Polizei vor einem Rätsel, es muss einen zweiten Täter geben. Hat sich Rod Glover einen Komplizen gesucht? Wer ist der zweite Mann? Was hat die Kirchengemeine des Opfers damit zu tun?
Zoe Bentley`s Albtraum wird wahr, wieder macht sie Jagd auf den Serienmörder Rod Glover, der sie seit ihrer Jugend tot sehen will und sie schon einmal in seiner Gewalt hatte. Bei den Ermittlungen wieder an ihrer Seite, der geduldige Tatum, der sie schon mehr als einmal bei ihren unkonventionellen Methoden gedeckt hat.
Nur diesmal verliert Zoe durch ihre persönliche Involviertheit in den Fall zunehmend die Kontrolle und sie steht kurz vor der Abziehung des Falles. Es geschehen mehrere Morde, die Zoe und ihr Partner nicht verhindern können. Langsam können sie allerdings die Fäden immer enger ziehen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Der Blutdürstige beginnt spannend und es gelingt dem Autor, die Spannung während des ganzen Buches bis zu Finale hochzuhalten. Es ist interessant die Gedanken der Täter mitzubekommen und der Aspekt des Bluttrinkens wird sehr anschaulich dargestellt und selbst der Ursprung dieser Erkrankung wird in die Geschichte eingearbeitet. Dieser Thriller ist nicht unbedingt für Zartbesaitete gedacht, enthält er doch ziemlich detailierte Beschreibungen der Gräueltaten.
Für mich war dies wieder ein toller Thriller von Mike Omer und ich warte gespannt auf den nächsten Band.
Von mir gibt es für das Lesevergnügen 5*****

Veröffentlicht am 23.06.2020

kindgerechtes Wissen

Expedition Natur: WILD! Der Steinkauz
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Bei dem Buch Wild! Der Steinkauz handelt es sich um ein Kooperation Buch des Verlages mit dem BUND. Diese Tatsache kann ich nur positiv bewerten, gibt es doch in der heutigen Zeit leider zu viele ...

Bei dem Buch Wild! Der Steinkauz handelt es sich um ein Kooperation Buch des Verlages mit dem BUND. Diese Tatsache kann ich nur positiv bewerten, gibt es doch in der heutigen Zeit leider zu viele Kinder, die aufgrund uninteressierter und unmotivierter Erwachsener mit der Natur und den Tieren um uns herum nicht mehr viel anfangen können, was auch einfach am Nichtwissen liegt.

Den Einstieg ins Buch macht die Geschichte mit dem Aufeinandertreffen eines jungen Steinkauzes der seine Frau findet, sie Eier brüten und die kleinen Steinkäuze aufziehen. DIe Schwierigkeiten die sich dabei durch die NAtur, den Menschen ergeben werden schön dargestellt. Dann kommt der Tag, an dem die kleinen Steinkäuze flügge werden. Schaffen sie es sich ein eigenes Umfeld zu suchen?

Im Anschluss an die wirklich schöne Geschichte kommt ein Sachbuch Teil, in dem wir noch viel wissenswertes über den Steinkauz erfahren.
Dies alles wird äußerst kindgerecht und spannend vermittelt. Ein Buch mit pädagogischem Anspruch der hoch angesetzt ist.

Einzig mit der Altersgabe gehe ich nicht konform, mit Begleitung finde ich dieses Buch schon für Vorschulkinder sehr empfehlenswert.