Starke Idee, aber leider komplett zäh erzählt
Middle of the night
Ich mochte die Grundidee wirklich sehr. Ein verschwundener Freund, ein zerstörtes Zelt mitten in der Nacht und dann die Rückkehr nach Jahrzehnten später. Daraus hätte man richtig viel machen können. Stattdessen ...
Ich mochte die Grundidee wirklich sehr. Ein verschwundener Freund, ein zerstörtes Zelt mitten in der Nacht und dann die Rückkehr nach Jahrzehnten später. Daraus hätte man richtig viel machen können. Stattdessen zieht sich die Geschichte endlos und dreht sich gefühlt ständig im Kreis. Immer wieder dieselben Gedanken, dieselben Andeutungen und am Ende kam einfach kaum etwas dabei rum.
Ich habe das Hörbuch ungewöhnlich oft pausiert, weil ich irgendwann einfach keine Lust mehr hatte weiterzuhören. Der Spannungsaufbau hat bei mir überhaupt nicht funktioniert und die Auflösung war enttäuschend banal. Dazu kam ein Hauptcharakter, der für mich völlig blass blieb. Mir war ehrlich gesagt irgendwann egal, was damals wirklich passiert ist.
Wichtiger Hinweis zum Hörbuch: Die Sprecherin macht ihren Job gut, daran lag es nicht. Aber da ein männlicher Protagonist von einer Frau gesprochen wird, hatte ich bis zum Schluss ständig das falsche Bild im Kopf. Wer damit Probleme hat, sollte lieber direkt zum Buch greifen.
Für mich leider verschenktes Potenzial.