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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.05.2026

Starke Idee, aber leider komplett zäh erzählt

Middle of the night
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Ich mochte die Grundidee wirklich sehr. Ein verschwundener Freund, ein zerstörtes Zelt mitten in der Nacht und dann die Rückkehr nach Jahrzehnten später. Daraus hätte man richtig viel machen können. Stattdessen ...


Ich mochte die Grundidee wirklich sehr. Ein verschwundener Freund, ein zerstörtes Zelt mitten in der Nacht und dann die Rückkehr nach Jahrzehnten später. Daraus hätte man richtig viel machen können. Stattdessen zieht sich die Geschichte endlos und dreht sich gefühlt ständig im Kreis. Immer wieder dieselben Gedanken, dieselben Andeutungen und am Ende kam einfach kaum etwas dabei rum.

Ich habe das Hörbuch ungewöhnlich oft pausiert, weil ich irgendwann einfach keine Lust mehr hatte weiterzuhören. Der Spannungsaufbau hat bei mir überhaupt nicht funktioniert und die Auflösung war enttäuschend banal. Dazu kam ein Hauptcharakter, der für mich völlig blass blieb. Mir war ehrlich gesagt irgendwann egal, was damals wirklich passiert ist.

Wichtiger Hinweis zum Hörbuch: Die Sprecherin macht ihren Job gut, daran lag es nicht. Aber da ein männlicher Protagonist von einer Frau gesprochen wird, hatte ich bis zum Schluss ständig das falsche Bild im Kopf. Wer damit Probleme hat, sollte lieber direkt zum Buch greifen.

Für mich leider verschenktes Potenzial.

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Veröffentlicht am 20.05.2026

Ein stilles und wunderschönes Buch über das Leben

Die Mitternachtsreise
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Ich habe dieses Buch von der ersten Seite an geliebt. Matt Haig schafft es wieder einmal, eine Geschichte zu schreiben, die leicht zu lesen ist und gleichzeitig unglaublich viel tief im Inneren auslöst. ...

Ich habe dieses Buch von der ersten Seite an geliebt. Matt Haig schafft es wieder einmal, eine Geschichte zu schreiben, die leicht zu lesen ist und gleichzeitig unglaublich viel tief im Inneren auslöst. Die Handlung ist ruhig und man ahnt oft, wohin die Reise geht, aber genau das hat für mich den Zauber ausgemacht. Nichts wirkt künstlich oder überladen. Alles fühlt sich absolut ehrlich an.

Wilburs Reise hat mich sehr berührt. Mit jedem neuen Kapitel wurde mir mehr bewusst, wie sehr dieses Buch von den kleinen Momenten im Leben erzählt. Von Liebe, Verlust, verpassten Chancen und den Dingen, die man oft erst viel zu spät versteht. Viele Gedanken darin haben mich direkt getroffen, weil sie sich so menschlich und wahr angefühlt haben.

Besonders schön fand ich die Mischung aus Melancholie, Hoffnung und Wärme. Trotz aller schweren Themen fühlt sich das Buch nie bedrückend oder schwer an. Es erinnert einen daran, langsamer zu leben, mehr im Moment zu sein und Menschen nicht als selbstverständlich zu sehen.

Für mich ist das hier viel mehr als Fantasy. Es ist eine emotionale Liebesgeschichte über zweite Chancen, Reue und darüber, was am Ende wirklich zählt. Und obwohl das Buch große Fragen über Zeit, Leben und Tod stellt, bleibt es dabei immer nahbar und voller Herz.

Eines meiner absoluten Highlights dieses Jahr. Ich konnte kaum aufhören zu lesen und wollte gleichzeitig nicht, dass es endet.

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Veröffentlicht am 18.05.2026

Starker Auftakt mit spannender Grundidee

Ungelöst – Die erste Zeugin
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„Ungelöst – Die erste Zeugin“ hat mich rasch gepackt. Die Verbindung aus Cold Case, Entführung und Luisas Vergangenheit sorgte bei mir direkt für Spannung. Besonders die Idee mit ihrem fotografischen ...


„Ungelöst – Die erste Zeugin“ hat mich rasch gepackt. Die Verbindung aus Cold Case, Entführung und Luisas Vergangenheit sorgte bei mir direkt für Spannung. Besonders die Idee mit ihrem fotografischen Gedächtnis fand ich interessant und mal etwas anderes.

Die Geschichte wird im Verlauf immer intensiver und lebt vor allem von den gut ausgearbeiteten Figuren. Luisa wirkt menschlich und glaubwürdig, weil sie eben nicht perfekt ist. Auch Ramin Brunner hat mir als ruhiger Ermittler richtig gut gefallen. Die beiden ergänzen sich sehr gut und ich bin gespannt, wie sich das Team in den nächsten Teilen weiterentwickelt.

Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig und durch die kurzen Kapitel bleibt man ständig dran. Manche Wendungen konnte ich zwar schon vorher erahnen, trotzdem hat mich die Handlung durchgehend gut unterhalten. Gerade gegen Ende zieht das Tempo nochmal deutlich an.

Auch das Hörbuch war wirklich stark gesprochen. Dietmar Wunder bringt die Stimmung der Geschichte sehr gut rüber und macht die ohnehin spannende Handlung nochmal intensiver.

Für mich ein gelungener Reihenauftakt mit einer starken Ausgangsidee und sympathischen Figuren. Ich freue mich auf die Fortsetzung und vergebe gute 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 14.05.2026

Skurril, witzig und überraschend clever

Die Therapeutin und ihre Mörder
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Ich wusste anfangs nicht genau, was mich hier erwartet, aber das Buch hat mich schnell gepackt. Die Mischung aus Cozy Crime, trockenem Humor und psychologischem Blick auf die Figuren hat für mich richtig ...


Ich wusste anfangs nicht genau, was mich hier erwartet, aber das Buch hat mich schnell gepackt. Die Mischung aus Cozy Crime, trockenem Humor und psychologischem Blick auf die Figuren hat für mich richtig gut funktioniert. Pat ist keine klassische sympathische Ermittlerin, manchmal anstrengend, manchmal herrlich direkt, aber genau das macht sie ja so interessant. Ihre Dynamik mit Pritchard war für mich das absolute Highlight, die beiden ergänzen sich großartig und sorgen immer wieder für sehr unterhaltsame Momente.

Besonders mochte ich, dass der Fall nicht einfach geradlinig abgearbeitet wird. Es gibt einige falsche Fährten, schräge Figuren und genug Verdächtige, damit man lange miträtseln kann. Gleichzeitig hat die Geschichte trotz des Humors auch ruhigere und ernstere Momente, die gut eingebaut sind und nie künstlich wirken.

Das Ende kam für mich überraschend, auch wenn es etwas abrupt wirkte. Trotzdem hatte ich richtig Spaß mit dem Buch und würde sofort einen weiteren Teil mit Pat lesen.

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Ehrlich, witzig und manchmal erstaunlich nah

Alt genug
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„Alt genug“ hat sich für mich angefühlt wie ein langes Gespräch mit einer Freundin, die einfach alles ausspricht, was man selbst oft nur denkt. Ich musste mehrfach lachen, an manchen Stellen wurde es aber ...

„Alt genug“ hat sich für mich angefühlt wie ein langes Gespräch mit einer Freundin, die einfach alles ausspricht, was man selbst oft nur denkt. Ich musste mehrfach lachen, an manchen Stellen wurde es aber auch ziemlich nachdenklich und genau diese Mischung mochte ich sehr. Ildikó von Kürthy schreibt offen über Ängste, das Älterwerden, Freundschaften und dieses Gefühl, irgendwann nicht mehr jedem gefallen zu müssen. Vieles war extrem nachvollziehbar und angenehm ehrlich. Manche Passagen waren mir etwas zu negativ oder zu sehr auf Müdigkeit und Rückzug fokussiert, deshalb keine fünf Sterne. Trotzdem ein sehr warmes, kluges und persönliches Buch, in dem sich viele wiederfinden werden.

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