Ein fesselnder Thriller mit starker historischer Basis
Was für ein Buch!
Vera Buck hat hier wirklich einen besonderen Thriller geschaffen, der mich von Anfang bis Ende gefesselt hat.
Die Geschichte spielt zu zwei verschieden Zeiten:
In den 1960er Jahren ...
Was für ein Buch!
Vera Buck hat hier wirklich einen besonderen Thriller geschaffen, der mich von Anfang bis Ende gefesselt hat.
Die Geschichte spielt zu zwei verschieden Zeiten:
In den 1960er Jahren erleben wir die junge Franca in dem sardischen Bergdorf Botigalli, wo sie gegen die erdrückenden Traditionen und das Schweigen der Dorfgemeinschaft ankämpft.
Vierzig Jahre später kommt die deutsche Architektin Tilda in dasselbe verlassene Dorf und kauft spontan ein Haus für einen Euro, ohne zu ahnen, welche dunklen Geheimnisse der Ort birgt.
Die verschiedenen Perspektiven sind richtig gut umgesetzt.
Man bekommt Einblicke in das Leben der verschiedenen Protagonisten und rätselt die ganze Zeit, wie ihre Geschichten zusammenhängen.
Sobald man einmal drin ist in der Story, kann man einfach nicht mehr aufhören zu lesen.
Was den Thriller für mich besonders gut macht, sind die perfekt gesetzten Horror-Elemente.
Durch die bedrohliche Atmosphäre hatte ich wirklich ein realistisches Bild von Botigalli vor Augen.
Dieser verlassene, von Geheimnissen durchzogene Ort, der mir das ein oder andere Mal richtig Gänsehaut beschert hat.
Vera Buck schafft es, eine Stimmung zu erzeugen, die einen komplett in den Bann zieht.
Ich wollte unbedingt wissen, wie sich alles fügt und das Ende kam dann auch wirklich überraschend!
Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Inspiration hinter dem Buch: die Geschichte von Franca Viola, einer mutigen sizilianischen Frau der 1960er Jahre, die sich gegen die grausame Tradition der Heiratsentführung (Matrimonio riparatore) wehrte.
Dieser Hintergrund verleiht dem ganzen Thriller eine unglaubliche Tiefe und zeigt mal wieder, dass die besten Geschichten oft einen wahren Kern haben.
Eine klare Empfehlung für alle Thriller-Fans!