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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.05.2020

Später ist vielleicht zu spät

Darüber reden wir später
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Meine Meinung und Fazit:

Als ich das Cover von "Darüber reden wir später" gesehen habe, hat es mein Interesse geweckt. Eine kleine Familie wird durch den Schlaganfall des Vaters aufgerüttelt. Was man ...

Meine Meinung und Fazit:

Als ich das Cover von "Darüber reden wir später" gesehen habe, hat es mein Interesse geweckt. Eine kleine Familie wird durch den Schlaganfall des Vaters aufgerüttelt. Was man eigentlich alles noch erleben könnte oder was man nie gefragt hat?!

Margret, eine blasse Frau, wenig Selbstvertrauen. Sie fragt sich, ob sie alles richtig gemacht hat. Oder hätte sie damals,...? Da ist mir beim Lesen immer folgende Phrase eingefallen "Hätte, hätte Fahrradkette!!"
Ich bin zwar noch nicht in Margrets Alter, aber es kennt wohl jeder die Fragen, ob man alles richtig macht und was denken die anderen und was ist mit der eigenen Verwandtschaft. Für mich steht Harmonie ganz weit oben, aber nicht um jeden Preis. Es gehören immer zwei dazu und so geht es auch der Hauptprotagonist mit ihrer älteren Schwester Ingrid. Sie hat sie mehrfach gefragt. Aber hätte man nicht schon viel früher miteinander reden sollen?
Den irgendwann ist es dafür zu spät. Für mich ein Buch, um uber das eigene Leben nachzudenken, es nicht über den Haufen zu werfen, aber sich auch mal was trauen, was vielleicht nicht typisch für einen ist.

Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.05.2020

Ein (Alp-) Traum einer idyllischen Wohnanlage

Totendamm
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Meine Meinung und Fazit:

Ein Buch über Schuld, Geheimnisse, Unterdrückungen und falschgemeintes Verständnis.
2010 werden 3 Menschen brutal ermordet und in dieses Haus zieht Ellen. Sie wusste nichts davon. ...

Meine Meinung und Fazit:

Ein Buch über Schuld, Geheimnisse, Unterdrückungen und falschgemeintes Verständnis.
2010 werden 3 Menschen brutal ermordet und in dieses Haus zieht Ellen. Sie wusste nichts davon. Und das Ungewisse beginnt. Ihre Entscheidung, sich vom Diplomaten Robert von Ehrensee zu trennen, Asien zu verlassen um in Heiligendamm mit ihren Sohn das Glück zufinden, finde ich einen sehr mutigen Schritt.
Sie ist nicht mehr nur die Frau vom Herrn von Ehrensee. Doch es muss einiges passieren, damit ihr das selbst bewusst wird. Schöne gelungene Darstellung von Charakteren.

Tristan, ihr 14 Jahre alter Sohn, ist nur auf dem ersten Blick ein typischer Teenager. Mürrisch und immer dagegen, nein er durchschaut seine Eltern und deren Handeln sehr klar und für mich ist er für sein Alter sehr weise.

Ein Gedanke hat mich beim Lesen begleitet.
Ganz langsam schleicht das Böse in die Häuser hinein, in jedes einzelne und sorgt für Unruhe.

Noch ein Zitat aus dem Buch, was perfekt passt. Seite 318 Ellen zu Rebekka "Mit Gewissheiten kann man umgehen, auch wenn sie noch so schrecklich sind. Das Ungewisse hingegen löst abstrakte, unkontrollierbare Ängste aus. ..."

Zwischendrin hatte das Buch für mich Längen und bisschen an Fahrt verloren, so dass ich es weggelegt habe. Aber es gat sich gelohnt, es weiter zu lesen, denn die Art der Auflösung und somit die Aufklärung meiner Meinung nach sehr gut umgesetzt.

Ein schöner ruhiger Krimi, der interessante Täter zu Tage bringt und ich freue mich auf weitere Bücher von Eric Berg.

Mein Dank geht an das Team von blanvalet für das bereitgestellte Rezi-Exemplar und an Eric Berg für die schöne Lesestunden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.05.2020

Eine vergessene Schauspielerin der Weimarer Republik

Die Königin von Berlin
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Meine Meinung und Fazit:

Ein Buch über die Schauspielerin Carola Neher, die Königin von Berlin und Muse von Bertolt Brecht. Ein Buch über
Klabund und Brecht. Beide kämpfen um ihre Liebe, der eine ist ...

Meine Meinung und Fazit:

Ein Buch über die Schauspielerin Carola Neher, die Königin von Berlin und Muse von Bertolt Brecht. Ein Buch über
Klabund und Brecht. Beide kämpfen um ihre Liebe, der eine ist wirklich um sie bemüht, der andere ein Egoist wie er im Buche steht.

Carola Neher, eine Frau, die schon von klein auf wusste, was sie werden möchte. Sie hat ihren ungeliebten Vornamen abgelegt und ist ihren Weg gegangen, sie hat (zunächst) keine Gefühle zugelassen, weil die im Weg stehen und ihren Weg verbauen konnten. Carola war sehr selbstbewusst, selbstsicher und doch allein. Zweifel haben sie gequält, doch mit/bei Klabund hatte sie einen guten Rückhalt. Hier das passende Zitat aus dem 24. Kapitel: "Warum vergisst sie, dass die meisten Menschen, die hässlich zu anderen sind, dafür einen hässlich Grund haben, der allein in ihnen selbst liegt?"

Ein weiteres Zitat (4. Kapitel) über Carola ist das hier:" Ich bin die, die ich bin, und ich kann mich schließlich nicht umtauschen. So wenig wie du." sehr passend für sie, aber grundsätzlich sollte man sich der Aussage annehmen.
Das ganze Leben von Carola Neher ist eine Geschichte des Suchens von 1979 gepackt, sehr rührend geschrieben und passend zu Carola Neher.

Charlotte Roth hat mit diesem Buch ein gelungenes Denkmal für Carola Neher geschaffen. Eine Persönlichkeit, die leider in Vergessenheit geraten ist, doch nicht für mich, ich werde mich mit ihr, Klabund und Brecht weiter beschäftigen. Und erneut gelingt es ihr, die damalige Zeit aufleben zu lassen, die Zeit in München mit dem beginnenden Aufstiegs Hitlers greifbar zu machen. Allgemein die Situation/Verunsicherung der Bevölkerung nach dem 1. Weltkrieg, wie jeder seinen Platz finden und sich politisch orientieren musste. Sehr spannend geschrieben und ich freu mich, dass ich mit diesem Buch soviel gelernt habe.

Das Buch ist von Wortspiel, einer enormen Wortgewandheit gespickt, so dass beim Lesen so ziemlich immer ein Lächeln auf den Lippen hatte.

Vielen Dank, liebe Charlotte Roth, fur gemütlich, nachdenkliche und erhellende Lesestunden. Eine klare Leseempfehlung. Mein Dank geht an an die Autorin, den Droemer Verlag und das vorablesen-Team fur das bereitgestellte Rezi-Exemplar.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.05.2020

Gelungener Rätselspaß

Ravensburger Exit Room Rätsel: Gefangen auf der Insel
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Meine Meinung und Fazit:
Ich bin imner auf der Suche nach neuen Büchern und Herausforderungen für meinen 10-jährigen. Da ich selber Exit /Escape-Rooms mag fand ich dies eine gute Möglichkeit, dies meinem ...

Meine Meinung und Fazit:
Ich bin imner auf der Suche nach neuen Büchern und Herausforderungen für meinen 10-jährigen. Da ich selber Exit /Escape-Rooms mag fand ich dies eine gute Möglichkeit, dies meinem Sohn nahezubringen. Als er es sah, war er sehr begeistert. Wir haben es gemeinsam begonnen, aber es ist definitiv alkein zu lösen. Sehr überlegt aufgebaut. Man nutzt verschiedene Dinge, die am Anfang erklärt werden, so dass man alles griffbereit hat.
Die Tipps in Spiegelschrift finde ich hervorragend.
Mein Sohn war/ist hellauf begeistert und die weiteren Bände stehen nun auf seiner Wunschliste. Ein Muss für Rätselfans, egal ob jung oder alt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 28.04.2020

Das Verschwinden der besten Freundin

Die Schuld jenes Sommers
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Inhalt:

Im Sommer 1918, kurz vorm Ende des 1. Weltkrieg, verschwindet Wyn und erst durch die Bombardierung von Bath 1942 tauchen ihre Knochen auf. Und die Frage nach dem Warum wird erneut gestellt.

Meine ...

Inhalt:

Im Sommer 1918, kurz vorm Ende des 1. Weltkrieg, verschwindet Wyn und erst durch die Bombardierung von Bath 1942 tauchen ihre Knochen auf. Und die Frage nach dem Warum wird erneut gestellt.

Meine Meinung und Fazit:

Ein Horror für Eltern und Freunde, ein Kind verschwindet, spurlos. Da ich selbst Mutter bin, ist das mit die schlimmste Vorstellung. Katherine Wenn geht einen anderen Weg der Erzählung. Sie wählt die beste Freundin von Wyn als Protagonistin, Frances. Beide waren 1918 unzertrennliche Freundinnen von 8 Jahren. Sie haben alles zusammen gemacht und beide ihr Geheimnis nicht verraten. Typisch Freunde, es gab auch schwierige Momente, doch sie waren zu klein, um Veränderung anzusprechen und Frances war und ist introvertiert.

Was mich nachdenklich macht, ist wie sehr das Verschwinden das Leben von Frances beeinflusst hat, ja sie in vielen Entscheidungen gehemmt hat. Was so ein Verlust mit der kindlichen Seele anrichtet und welche Narben für immer zurückbleiben. Katherine Webb kann dies unheimlich spannend und packend beschreiben.

Und den Verantwortlichen für die Tat hatte ich bis zur Aufklärung nicht auf dem Schirm.

Noch ein Zitat aus dem Buch von Seite 212 über die Unschuld einer Achtjährigen: "Sie wusste noch nicht, dass Menschen, genau wie Tiere, nicht wütend sein müssen, um gefährlich zu sein. Sondern auch gefährlich werden könnten, weil sie verzweifelt waren und Angst hatten."

Ich werde noch lange über das Buch nachdenken, den es zeigt auch, dass man mehr miteinander reden muss, um Vermutungen auszuräumen und einfach Tatsachen schaffen muss. Eine eindeutige Leseempfehlung.


Mein Danke geht an den Diana-Verlag und das Team von lovelybooks für das bereitgestellte Rezi-Exemplar.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere