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Veröffentlicht am 21.02.2026

Schicksale einer Familie

Wo wir Kinder waren
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Meine Meinung und Fazit:

Kati Naumann erzählt mit diesem Roman die Geschichte der Familie Langbein. Ein Roman über Generation der Familie, wie sie die Spielzeugfabrik Stück für Stück aufgebaut haben und ...

Meine Meinung und Fazit:

Kati Naumann erzählt mit diesem Roman die Geschichte der Familie Langbein. Ein Roman über Generation der Familie, wie sie die Spielzeugfabrik Stück für Stück aufgebaut haben und nie aufgegeben haben. Egal ob die beiden Weltkriege waren oder die Enteignung in der DDR.
Die Kapitel wechseln zwischen den Vergangenheit und Gegenwart und zeigt auch, wie unausgesprochenes ganze Familien entzweien kann.

Besonders interessant fand ich den Einblick in die Herstellung des Spielzeugs und natürlich auch der Blick ins Leben der damaligen Zeit.

Ich bin selber in der DDR aufgewachsen, war mit 9 Jahren aber zu klein, um das System zu hinterfragen, umso mehr lässt es mich mit Kopfschütteln, ja auch Wut zurück. Wie konnte ein Staat so mit seinen Leuten umgehen? So Familien untergraben und für immer zerstören, unfassbar.

Eine Autorin, die vergangene Zeiten lebendig werden lässt, sehr zu empfehlen.

Meine Lieblingsstellen im Buch
Kapitel 4
"Vielleicht bin ich der Kopf, und ihr seid die Hände, aber die Fabrik ist das hett, das uns alle am Leben erhält."
Kapitel 12
"Alles, was man tut, soll man mit Liebe tun. Oder es sein lassen."

Mein Dank geht an das Team von vorablesen.de für das bereitgestellte Rezi-Exemplar und an die Autorin für die gelungene Umsetzung der Idee.

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Jeder Moment ist Ewigkeit

Lebenssekunden
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Meine Meinung und Fazit:

Christine und Angelika, zwei junge Mädchen, die gleichalt sind, aber in Ost- und Westdeutschland aufwachsen. Berlin und Kassel. Angelika steht kurz vorm Schulverweis und versucht ...

Meine Meinung und Fazit:

Christine und Angelika, zwei junge Mädchen, die gleichalt sind, aber in Ost- und Westdeutschland aufwachsen. Berlin und Kassel. Angelika steht kurz vorm Schulverweis und versucht im Leben anzukommen. Doch damals hat sich ihr niemand angenommen, sie musste allein mit allem klar kommen. Die Autorin schafft es gekonnt, mich als Leserin auf diesem interessanten, manchmal steinigen Weg zur Fotografin mitzunehmen.
In Ostberlin wächst Christine auf, sie ist eine erfolgreiche Kunstturnerin. Ihr gesamtes Leben dreht sich ums Training und den unbedingten Erfolg. Sie wird gedrillt und es herrschen unmenschliche Bedingungen in der Sportschule. Es wird immer schlimmer und die gesamte Familie wird beobachtet und es wird Druck ausgeübt, sonst muss mit Repressalien gerechnet werden. Ich musste mehrfach schlucken, so schlimm fand ich das Vorgehen der Behörden. Und alles unter dem Motto, es ist für das Wohl des Staates und den sportlichen Erfolg.
Beide Lebensgeschichten werden gelungen miteinander verbunden und es war eine tolle Geschichtsstunde. Eine klare Leseempfehlung.

Hier noch meine Lieblingsstellen Seite 324 "Wann wird aus 'Irgendwann' ein 'Jetzt?', dachte sie. Eine feine Traurigkeit lag in dem Gedanken. 'Irgendwann' war ein seltsames Wort. Wenn man nicht aufpasst, konnte es leicht zu 'Niemals' werden.

Mein Dank geht an das Team von vorablesen.de und den Verlag für das bereitgestellte Rezi-Exemplar. Und an die Autorin für diese lehrreichen Lesegeschichtsstunden.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Filme sind magischer als die Wirklichkeit

Mr. Saitos reisendes Kino
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Meine Meinung und Fazit:
Eine Reise von Buenos Aires auf eine Insel vor Neufundland. Es beginnt eine wundervolle Reise der Freundschaft und Liebe zu Kleinigkeiten der Welt. Die man oftmals nicht wahrnimmt, ...

Meine Meinung und Fazit:
Eine Reise von Buenos Aires auf eine Insel vor Neufundland. Es beginnt eine wundervolle Reise der Freundschaft und Liebe zu Kleinigkeiten der Welt. Die man oftmals nicht wahrnimmt, weil das Leben einen gefangen nimmt.
Lita ist für mich die Hauptprotagonistin, die als junges Mädchen auf der Insel der Wert von Freundschaft kennenlernt und damit glücklich wird. Hier erhält sie die Liebe, die ihr ihre Mutter so nicht geben kann.
Dazu wird die Geschichte mit dem Wanderkino Mr. Saitos eingeflochten und zeigt, wie sehr man damals von Informationen abgeschnitten war und wie es damals funktioniert hat. Für mich war es etwas lang, bis Mr. Saito in er Geschichte aufgetaucht ist.

Für mich ein klare Leseempfehlung.

Meine Lieblingsstellen sind aus dem Kapitel "Vertigo" "Meine Mutter ist die beste Tangotänzerin der Welt«, erklärte ich. »Wenn sie tanzt, malt sie die Noten mit ihren Füßen auf den Boden." und "Schnittmenge" "Wir Menschen können einen kurzen Moment die Kreise anderer besuchen, aber niemals dort einziehen. Alle hatten ihre eigene Insel, um die sie sich kümmern mussten. Es war fast nicht auszuhalten."
Mein Dank geht an das Team von netgalley.de und HarperCollins für das bereitgestellte Rezi-Exemplar und der Autorin für unterhaltsame Lesestunden.

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Veröffentlicht am 24.12.2025

London zur Weltausstellung

Joshua Jackelby
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Meine Meinung und Fazit:

Joshua ist ein Zeitungsjunge und das Leben in den Gassen und der Bahnhofsvorhalle ist nicht einfach für ihn. Eine enorme Herausforderung in der damaligen Zeit. Joshua ist ein ...

Meine Meinung und Fazit:

Joshua ist ein Zeitungsjunge und das Leben in den Gassen und der Bahnhofsvorhalle ist nicht einfach für ihn. Eine enorme Herausforderung in der damaligen Zeit. Joshua ist ein kluger und schlauer Junge, der Ungerechtigkeit nicht mag und sich für seine Freunde einsetzt und gemeinsam mit ihnen ein Verbrechen aufklärt.

Benedikt Mirow hat einen wunderschönen Roman über die damalige Zeit in London geschrieben. Er macht die harten Bedingungen und Ungerechtigkeiten zum Mittelpunkt und zeigt auf wie wichtig Freundschaft ist. Eine klare Leseempfehlung.
Besonders gelungen finde ich auch die Gestaltung des Buches, die Karte von London und passende Zeichnung zu den Kapiteln.

Meine Lieblingsstelle ist auf Seite 232 "Diese Typen waren genauso hinter uns her wie hinter euch! Ihr seid nicht schuld daran, dass die Menschen sind, wie sie sind."

Mein Dank geht an das Team von lovelybooks.de und den Thienemann Verlag für das bereitgestellte Rezi-Exemplar.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Wer alleine isst, der erstickt

Der dunkle Sommer
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Meine Meinung und Fazit:

Tilda versucht einen Neuanfang in Sardinien, sie möchte die negative Zeiten in Deutschland hinter sich lassen. "Dieses Haus hat einen Neuanfang ebenso verdient wie ich." Sie kauft ...

Meine Meinung und Fazit:

Tilda versucht einen Neuanfang in Sardinien, sie möchte die negative Zeiten in Deutschland hinter sich lassen. "Dieses Haus hat einen Neuanfang ebenso verdient wie ich." Sie kauft ein Haus, was eine dunkle Vergangenheit hat, denn dort hat vor Jahrzehnten ein Massaker stattgefunden. Darum dreht sich alles, doch auch in der Gegenwart geschehen unerklärliche Dinge. Wie hängt alles zusammen?

Der Autorin gelingt es gekonnt Spannung aufzubauen und diese durch ungeklärte hoch zu halten.

Entführungsindustrie in Italien und althergebrachten Bräuche untermalen das Geschehen. Eine perfekte Geschichte.

Lieblingsstellen Kapitel Franca "Man hat immer eine Wahl", "Die Zeit scheint stillzustehen, während ich auf die Straße starre, ohne wirklich was zu sehen."

Mein Dank geht an das Team von netgalley.de und den Verlag für das bereitgestellte Rezi-Exemplar.

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