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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.05.2026

Schokoladig, amüsant und spannend

Die dunkle Seite der Schokolade
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Im Schokoladenkonzern CacaoBest werden graffittiähnliche Schmierereien an den Maschinen gefunden. So kommt Serafine, die im Konzern als interne Ermittlerin angestellt wurde, direkt zu ihrem ersten Fall. ...

Im Schokoladenkonzern CacaoBest werden graffittiähnliche Schmierereien an den Maschinen gefunden. So kommt Serafine, die im Konzern als interne Ermittlerin angestellt wurde, direkt zu ihrem ersten Fall. Es ist ihr recht, denn eigentlich hat sie angeheuert, um den Unfalltod ihres Vaters zu untersuchen. Doch sie stößt auf Widerstand und Gegner, die Verantwortlichen mauern. Und so muss sie selbst aufpassen, nicht zwischen die Fronten zu geraten.

Es empfiehlt sich bei diesem Krimi etwas Schokoladenvorrat bereit liegen zu haben. Schon auf den ersten Seiten wird der Prozess der Herstellung detailliert beschrieben, die Aromen genau definiert und das Schmelzen auf der Zunge kann man beim Lesen spüren. Die Autorin hat hier wirklich sehr gut recherchiert und der Krimi wartet mit interessanten Fakten auf. Die Figuren sind allesamt spitz gezeichnet, fast ein wenig überspitzt. Assistent Tim, ein netter und kooperativer Kollege. Die Chefin, die mehr Wert auf den Kleiderkodex statt Transparenz legt und die zickigen „Konkurrentinnen“ aus den anderen Teams… allesamt wirklich interessante Typen. Der Stil und die Art hat mich ein wenig an „High Heels – Heiße Mode“ erinnert, was aber einen schönen Wiedererkennungseffekt mit sich bringt. Für Krimifans und Schokoliebhaber bestens geeignet

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Veröffentlicht am 15.05.2026

Spannend und mysteriös

Home Before Dark
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Marsis Schwester Stina ist vor 10 Jahren spurlos verschwunden. Ausgerechnet an dem Tag als Marsi sich 1966 mit ihrem Brieffreund das erste Mal treffen wollte und ausgerechnet genau an diesem Treffpunkt. ...

Marsis Schwester Stina ist vor 10 Jahren spurlos verschwunden. Ausgerechnet an dem Tag als Marsi sich 1966 mit ihrem Brieffreund das erste Mal treffen wollte und ausgerechnet genau an diesem Treffpunkt. Nie hat Marsi jemandem von dem Treffen erzählt, noch nicht einmal von dem Brieffreund und bis heute trägt sie es auf ihrem Gewissen. Nun möchte sie endlich wissen, was amals geschah, zumal plötzlich wieder Briefe auftauchen. Sie bekommt Unterstützung von Stinas ehemaligen Freundeskreis.

Eine düstere Kulisse voller Abgeschiedenheit, dörfliche Idylle und Enge und gleichzeitig scheinen einige der Charaktere etwas zu verbergen. Es ist kein Thriller mit Gänsehaut, dennoch wollte ich zwingend wissen, wir es nun ausgeht. Überraschende Auflösung, fast ein wenig viel am Ende. Aber angenehmer Stil, interessante Figuren und ein Spannungsbogen bis zum Ende.

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Veröffentlicht am 15.05.2026

Plötzliche Einsamkeit

Eine Frau verschwindet
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Alice wird von ihrem Mann verlassen. Die Trennung trifft sie, trotz aller Konflikte davor. Sie stürzt in ein Loch und braucht Abstand, selbst von der gemeinsamen Tochter. 2 Wochen Korsika, danach kleine ...

Alice wird von ihrem Mann verlassen. Die Trennung trifft sie, trotz aller Konflikte davor. Sie stürzt in ein Loch und braucht Abstand, selbst von der gemeinsamen Tochter. 2 Wochen Korsika, danach kleine Wohnung und Einsamkeit, Schockstarre. Nachdem Alice einem sexuellen Übergriff knapp entkommen konnte, hat sie Probleme, allein zu sein. Ihre viel jüngere Nachbarin Siham tritt an diesem Punkt in ihr Leben und Alice klammert sich an das junge Mädchen. Doch auch Siham hat ihre familiären Probleme.

Man erfährt im Buch wenig über die Trennung und die Gründe. In 2/3 Nebensätzen kann man ein wenig ableiten, Streit, Wut, Konflikte spielen eine Rolle. Alice ist völlig aus der Bahn geworfen und findet durch Siham langsam wieder einen Lebensinhalt. Umso mehr hat mich das Ende überrascht. Das Buch liest sich gut. Es greift ein Thema auf, was ich zunächst nicht erwartet hatte – Siham macht eine Ausbildung, lebt allein und genießt das Leben. Doch ihrer Familie, allen voran ihrem Cousin, gefällt dies nicht. Viel lieber soll Siham unter der Kontrolle der Familie stehen. Dieser Konflikt kommt im Buch erst später raus, bestimmt aber das letzte Drittel maßgeblich. Zudem kamen mir beim Lesen auch Gedanken daran, wie es ist, nach so vielen gemeinsamen Jahren plötzlich wieder allein da zu stehen. Das steckt man ja nicht mal eben weg. Daher als Fazit: Eine interessante Lektüre, die mir gut gefallen hat, mich berührt und auch bewegt hat.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Warmherziger Wohlfühlroman

Mirabellentage
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Blumfeld ist ein kleiner idyllischer Ort in Bayern. Die Uhren scheinen hier noch anders zu ticken, von Stress und Hektik keine Spur. Dagegen dreht sich das Leben um den neuen Dorfpriester, der nach dem ...

Blumfeld ist ein kleiner idyllischer Ort in Bayern. Die Uhren scheinen hier noch anders zu ticken, von Stress und Hektik keine Spur. Dagegen dreht sich das Leben um den neuen Dorfpriester, der nach dem plötzlichen Tod von Josef, dem bisherigen, der Gemeinde Blumfeld vorstehen soll. Direkt aus Rom, aus dem Vatikan kommt der waschechte Friese und um sich nicht direkt als Nordlicht zu enttarnen, wird die erste Predigt auf „Latein“ gehalten. Während sich Fridtjof einlebt, erinnert sich Anna, die Haushälterin im Pfarrhaus, zurück an einzelne Episoden mit und ohne Josef. Und so schweift der Blick zurück in die 80er Jahre und einige Erinnerungen werden wieder aufgefrischt.

Frisch und sommerlich ist dieser Roman. Ich kannte „Mühlensommer“ bisher nicht und so war es das erste Buch der Autorin, welches mich gut unterhalten hat und einige Male ein Schmunzeln auf die Lippen gezaubert hat. Mit viel Charme erzählt die Autorin aus dem Blumfelder Leben. Frisch, witzig, unterhaltsam und mit einem sehr angenehmen Stil las sich das Buch sehr gut. Es hat einen zarten, leisen Ton und es gibt keine große Dramatik. Vielmehr liest man über viel einzelne Episoden, gespickt mit Witz, die durch den Rahmen des aktuellen Geschehens zusammengehalten werden. Leider hat mich das Buch emotional jedoch nicht richtig erreicht, wobei ich mir nicht sicher bin, ob es das überhaupt soll. Daher bleibt für mich die Geschichte genau das – ein unterhaltsamer, charmanter Roman 😊

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Wenn der eigene Plan zur Falle wird

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?
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Natalies Freundin Cara verschwindet nach einer Partynacht und taucht schließlich im Krankenhaus wieder auf – im Koma. Zufällig stößt Natalie auf den Mann, mit dem Cara zuletzt im Club gesehen wurde: ausgerechnet ...

Natalies Freundin Cara verschwindet nach einer Partynacht und taucht schließlich im Krankenhaus wieder auf – im Koma. Zufällig stößt Natalie auf den Mann, mit dem Cara zuletzt im Club gesehen wurde: ausgerechnet der erfolgreiche Unternehmer Geoffrey Rosenberg. Kurzerhand nutzt sie die Gelegenheit, einen Job in seinem Haus anzunehmen, um der Sache näherzukommen. Doch dort wirkt vieles seltsam – und Natalies Verdacht wächst.

Die Ausgangsidee klang vielversprechend, umso enttäuschter war ich beim Lesen. Spannung wollte bei mir leider zu keiner Zeit aufkommen. Das lag für mich auch an Natalie selbst: Sie wirkte selten verunsichert oder ängstlich, sondern eher, als hätte sie alles im Griff, unnahbar, unbelehrbar. Dadurch fehlte mir die emotionale Tiefe und ich konnte keine echte Verbindung zu ihr aufbauen.

Auch die Auflösung konnte mich nicht überraschen. Insgesamt blieb das Buch für mich hinter den Erwartungen zurück – diesmal leider kein Treffer.

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