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Veröffentlicht am 01.03.2021

Der etwas andere Krimi

Kurschatten-Affäre
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Nachdem Alexander Maiensäss, genannt Sascha mit seinem Medizinstudium gescheitert ist verdient er seinen Lebensunterhalt als Croupier an der Spielbank Bad Reichenhall.
Sein Freund, der Physiotherapeut ...

Nachdem Alexander Maiensäss, genannt Sascha mit seinem Medizinstudium gescheitert ist verdient er seinen Lebensunterhalt als Croupier an der Spielbank Bad Reichenhall.
Sein Freund, der Physiotherapeut Ulrich bittet ihn eine späte Patientin zu übernehmen. Nur Fango und ein bisschen Massage, dazu braucht man keine Kenntnisse.
Doch aus der einen Behandlung werden mehr und Sascha so zum liebenswerten Hochstapler der auch noch eine Affäre mit seiner Patientin anfängt.
Dann wird der Ehemann der Patientin auf der Terrasse des Hotel Axelmannstein erschossen.

„Kurschattenaffäre“ von Lisa Graf-Riemann ist ein etwas anderer Krimi.
Hier gibt es kein Ermittlerteam, keine großen Ermittlungen und Tätersuche.
Auch weiß der Leser von Anfang an wer das Opfer sein wird und wer der Täter ist.
Somit ist es nicht die Spannung die den Leser zum weiterlesen inspiriert sondern die unterhaltsame Erzählung der Geschichte und die gute Beschreibung der Handlungsorte. Ja und vor allem die tollen Charaktere.
Der Krimi ist in 2 Teile aufgeteilt. Vor dem Mord und nach dem Mord.
Die ersten 2/3 des Buches spielen vor dem Mord.
Hier lernt der Leser die Protagonisten näher kennen.
Sascha ist ein toller Charakter. Er lebt mit seiner Großtante zusammen in einer WG in einer alten Villa.
Seine hochbetagte Großtante Paulina hat mir auch gut gefallen und mich manchmal schmunzeln lassen.
Auch Mira, die Patientin und spätere Affäre von Sascha habe ich schnell ins Herz geschlossen.
Die junge Frau hat psychische Probleme und der Leser spürt schnell wodurch diese ausgelöst wurden.
In einem anderen Handlungsstrang lernt man den Personenschützer Bruno Beckmann kennen.
Er soll den gepanzerten Wagen der Verteidigungsministerin nach Bad Reichenhall bringen und sie zu einem Besuch der Truppen mit Vorführung begleiten und die Ministerin dann wieder zum Flughafen bringen.
Danach hat Beckmann noch eine private Angelegenheit zu regeln.
Der 2. Teil des Krimis ist dann nach dem Mord.
Sascha, der mit der Frau des Opfers eine Affäre hat ist natürlich verdächtig.
Jetzt beginnt die Täter und Motivsuche in der Küche der alten Villa.
„Kurschattenaffäre“ besticht durch seine unterhaltsame Erzählweise.
der Schreibstil von Lisa Graf-Riemann ist unkompliziert, flüssig und fesselnd.
Die Beschreibung der Handlungsorte ist gut gelungen und macht Lust Bad Reichenhall einmal zu besuchen.
Mir hat es großen Spaß gemacht das Buch zu lesen und ich möchte es gerne weiterempfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.02.2021

Ein bisschen Romance, ein bisschen Crime

Deadly Rendezvous – Süßer Kuss der Gefahr
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Lara hat ein Bild von dem berühmten französischen Filmstar Brice Montaigneux gemalt und ein Foto auf Instagram veröffentlicht.
Dieses Foto erregt Brice’s Aufmerksamkeit und er stellt Lara in Aussicht das ...

Lara hat ein Bild von dem berühmten französischen Filmstar Brice Montaigneux gemalt und ein Foto auf Instagram veröffentlicht.
Dieses Foto erregt Brice’s Aufmerksamkeit und er stellt Lara in Aussicht das Bild zu kaufen.
Hierzu lädt er Lara auf seinen Landsitz bei Bordeaux ein.
Aus einer geplanten Übernachtung wird schnell eine Woche. Beide finden sich sympathisch.
Brice, der vor hat seine Memoiren zu schreiben macht Lara das Angebot für ihn als Privatsekretärin zu arbeiten.
Lara nimmt den Job an. Doch je mehr sich Lara mit den Memoiren von Brice beschäftigt, desto öfter stellt sich ihr die Frage ob an dem Mordverdacht unter dem Brice vor einigen Jahren stand etwas dran ist.
„Deadly Rendezvous – Süßer Kuss der Gefahr“ von Sabine Strick ist eine Mischung aus Romance und Crime.
Wie schon die Dominique Demesy Reihe besticht auch dieses Buch durch die wunderschöne Beschreibung von Orten und Landschaften.
Die Gegend um Bordeaux, die Region Aquitaine und Biarritz müssen wunderschöne Orte sein zu denen ich mich in diesem Buch hinträumen konnte.
Beim lesen bekommt man wirklich das Gefühl direkt vor Ort zu sein.
Die Protagonisten waren mir auch schnell sympathisch.
Lara, die zurzeit keinen Job hat nimmt eine Stelle bei dem berühmten Filmstar und Unternehmer Brice Montaigneux an.
Brice der sich mittlerweile aus dem Filmgeschäft zurückgezogen hat, widmet sich seinen anderen Unternehmen, seinem Weingut und seinem Gestüt.
Mir hat auch gefallen wie freundschaftlich er mit seinen Hausangestellten und seinem Chauffeur umgegangen ist.
Natürlich entwickeln die 2 Charaktere schnell Gefühle füreinander.
Dazwischen steht aber immer die Frage, die sich Lara stellt. Was war wirklich an dem Mordverdacht gegen Brice dran?
Lange habe ich hin und her gerätselt ob Brice wirklich fähig ist einen Menschen zu ermorden. Auch wenn er das wohl in seinen Filmen zu genüge getan hat aber würde er das auch im echten Leben tun?
Am Ende wird es richtig spannend. Die Auflösung war für mich schon überraschend aber auch stimmig.
Das Buch hat mich gut unterhalten. Es hat natürlich eine Liebesgeschichte zur Grundlage aber es enthält auch viel Spannung.
Ich muss ehrlich sagen, der Titel und das Cover hätten mich nicht dazu animiert das Buch zu lesen.
Der Grund, dass ich mich für dieses Buch entschieden habe war alleine die Autorin Sabine Strick, die mich schon mit „Der Himmel über Havanna“ und die Dominique Demesy Reihe begeistern konnte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2021

Spannende Ermittlungen von Kiel bis Helgoland

Die Toten auf Helgoland
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Auf Helgoland wurde ein Paar tot aufgefunden.
Alles sieht nach einem erweiterten Suizid aus.
Julius Weber, ein ehemaliger Undercover Ermittler hat offensichtlich sich und seine Lebensgefährtin
Wiebke ...

Auf Helgoland wurde ein Paar tot aufgefunden.
Alles sieht nach einem erweiterten Suizid aus.
Julius Weber, ein ehemaliger Undercover Ermittler hat offensichtlich sich und seine Lebensgefährtin
Wiebke Rienken erschossen.
Julius Weber soll mit seinem Abzug als verdeckter Ermittler in den Innendienst nicht klargekommen sein.
Lena Lorenzen wird die Ermittlungen vor Ort übernehmen.
Lena Lorenz fragt sich, woran hat der LKA Ermittler bei seinen verdeckten Ermittlungen gearbeitet?
Hat er nach seinem Abzug heimlich weiterermittelt?
Ist er jemanden zu nahe gekommen?
Bei ihren Nachforschungen gerät sie selbst in große Gefahr.
„Die Toten auf Helgoland“ ist bereits der 7. Fall der Inselkommissarin von Anna Johannsen.
Lena Lorenzen ist eine erfolgreiche, starke und gleichzeitig sympathische Ermittlerin die sich nicht immer nur Freunde macht.
Lena ist schon öfter in gefährliche Situationen gekommen und kann damit umgehen, doch bei diesem Fall stößt sie fast an ihre Grenzen.
Der Fall ist brisant, geht es doch um einen Kollegen. Es ist herauszufinden ob er wirklich sich und seine Lebenspartnerin umgebracht hat.
Je tiefer Lena gräbt desto mehr Zweifel kommen ihr.
Anna Johannsen ist es auch beim 7. Band der erfolgreichen Krimireihe gelungen die Spannung von Anfang bis zum Ende aufrechtzuerhalten.
Ihre Kommissarin ist mir mittlerweile ans Herz gewachsen und ich freue mich immer, wenn wieder ein Treffen mit der taffen Kommissarin ansteht.
Der leichtverständliche und unkomplizierte Schreibstil der Autorin macht das Lesen zu einem Genuss.
Genz nebenbei vermittelt die Autorin dem Leser auch noch schöne Eindrücke von der Insel Helgoland.
Auch im Privatleben von Lena ist es turbulent. Wird sie doch immer wieder zwischen Kiel, Husum und ihren Einsatzorten hin- und hergezogen.
Viel zu schnell hat sich der Krimi wieder gelesen, einmal angefangen kann man das Buch kaum aus der Hand legen.
Jetzt heißt es warten bis der 8. Fall der Inselkommissarin erscheint.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.02.2021

Unterhaltsame Geschichte mit Urlaubsfeeling

Ich dachte schon, du fragst mich nie
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Seit dem Tod ihres Mannes, sind die Töchter Liv und Pauli für Sophie zum Lebensmittelpunkt geworden.
Sophie unterstützt die Mädchen wo immer sie kann.
So auch Liv bei ihrem Traum von einem eigenen Restaurant.
Doch ...

Seit dem Tod ihres Mannes, sind die Töchter Liv und Pauli für Sophie zum Lebensmittelpunkt geworden.
Sophie unterstützt die Mädchen wo immer sie kann.
So auch Liv bei ihrem Traum von einem eigenen Restaurant.
Doch am Tag der Eröffnung stürzt Liv und bricht sich Oberschenkelhals und Arm.
Die Gäste sind wahrscheinlich schon im Anmarsch, in der Küche ist alles für das Menü vorbereitet, doch ohne Liv läuft nicht. Sophie ist in der Küche nicht zu gebrauchen.
Da kommt ein rettender Engel in Form eines attraktiven Mannes, den Sophie vor ein paar Wochen schon einmal auf Mallorca gesehen hat.
Sophie nimmt gerne seine Hilfe an und stürzt in ein wahres Gefühlschaos.
„Ich dachte schon du fragst mich nie“ ist ein locker, leichter Roman von Gabriella Engelmann mit ganz viel Urlaubsfeeling.
Die Protagonisten gefallen mir alle sehr gut.
Besonders natürlich Sophie und Marc.
Sophie ist eine starke Frau die sich mit ihren Töchtern nach dem Tod ihres Mannes alleine durchschlagen muss.
Marc ist Unternehmensberater auf Mallorca und seines Zeichens Hobbykoch.
Auch ihre 2 Töchter Liv und Pauli sind tolle Charaktere.
Pauli hat ihren ersten Liebeskummer.
Liv hat sich in einem Cook-up Restaurant eingemietet.
Dummerweise passiert ein Unfall und Liv ist außer Gefecht gesetzt.
Da kommt der rettende Engel Marc.
Er übernimmt fürs erste die Küche.
Und nun nimmt das Gefühlschaos seinen Lauf.
Die Handlungsorte sind Hamburg und Mallorca.
Besonders gut haben mir die Ortsbeschreibungen auf Mallorca gefallen. Es ist fast so als wäre man selber vor Ort.
Auch hier trifft der Leser auf tolle Charaktere und auf die Eselsdame Antena die kein Rot sehen kann ohne wild zu werden.
Der Schreibstil von Gabriella Engelmann ist unkompliziert und flüssig.
Die Geschichte macht gute Laune und das Lesen jede Menge Freude.
Genau das was man in der momentanen Zeit brauchen kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.02.2021

Spannender Schweden Krimi

Der andere Sohn
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2009 ist in der schwedischen Stadt Karstad eine junge Frau verschwunden.
Die Ermittler gingen davon aus, dass die junge Frau getötet wurde.
Schnell fällt der Verdacht auf Billy. Doch da man ihm nichts ...

2009 ist in der schwedischen Stadt Karstad eine junge Frau verschwunden.
Die Ermittler gingen davon aus, dass die junge Frau getötet wurde.
Schnell fällt der Verdacht auf Billy. Doch da man ihm nichts nachweisen konnte, musste man ihn wieder laufen lassen.
Jetzt 2019, also 10 Jahre später wird der Fall neu aufgerollt und wieder ist Billy der Hauptverdächtige.
Der FBI Agent John Adderley muss nach einem missglückten Undercover-Einsatz in Baltimore ins Zeugenschutzprogramm.
John besteht darauf mit neuer Identität nach Schweden zu reisen, dort hat er seine Wurzeln.
Er will seinem Halbbruder Billy zu einer gerechten Ermittlung im Fall des vor 10 Jahren verschwundenen Mädchens helfen.
Allerdings setzt er sich damit selbst der Gefahr aus enttarnt zu werden.
„Der andere Sohn“ ist der Auftakt einer neuen schwedischen Krimireihe von dem Autorenduo
Peter Mohlin und Peter Nyström.
Das Buch ist in 4 Teile gegliedert.
Der erste Teil im Buch wechselt zwischen den Jahren 2009 in Schweden und 2019 in den USA hin und her.
Man erfährt als Leser vom Verschwinden des Mädchens und wie Billy in Verdacht gerät.
Man erlebt die Verzweiflung der Eltern und die Ermittlungsarbeit der Polizei.
Genauso ist man in Baltimore bei dem missglückten Einsatz von John dabei und erfährt wie es dazu kommt, dass John nach Schweden möchte.
Ab dem 2. Teil ist der Leser direkt in Schweden bei den neu aufgerollten Ermittlungen dabei.
John wird ein Teil des Ermittlerteams. Er möchte, dass sein Halbbruder, der wieder als Verdächtiger festgehalten wird unvoreingenommen behandelt wird. Billy bleibt dabei, dass er nichts mit dem Verschwinden des Mädchens zu tun hat.
Der Fall ist spannend aufgebaut. Die Charaktere sind gut beschrieben.
An John musste ich mich erst langsam gewöhnen.
Er ist wenig teamfähig, macht viel im Alleingang und manchmal ist er auch etwas aggressiv, wenn er sich angegangen oder missverstanden fühlt.
Er ist aber auch sehr erfolgreich bei seinen Ermittlungen.
Nachdem ich John dann etwas besser kennengelernt habe ist er mir durchaus sympathisch geworden.
Mit seinen Ecken und Kanten hat der die Geschichte durchaus bereichert.
Am Ende wurde dann natürlich der Fall gelöst. Alles hat stimmig zusammengepasst.
Ganz am Ende gab es dann trotzdem noch einen Cliffhanger und ich weiß nicht wie ich die Zeit bis zum nächsten Band durchstehen soll.
Für mich war es der beste skandinavische Krimi den ich bisher gelesen habe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere