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Veröffentlicht am 03.06.2026

Gelungener Auftakt einer neuen Krimireihe

Léon und die Frau im blauen Kleid
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Klappentext:
Nizza, im Sommer, ausgerechnet hier, wo die Reichen und Schönen unter Palmen flanieren, prunkvolle Yachten ausfahren und den Apéro an der Promenade genießen, spült das Meer die Leiche einer ...

Klappentext:
Nizza, im Sommer, ausgerechnet hier, wo die Reichen und Schönen unter Palmen flanieren, prunkvolle Yachten ausfahren und den Apéro an der Promenade genießen, spült das Meer die Leiche einer jungen Frau in einem blauen Kleid an den Strand. Nachts gab es keinen Schiffsverkehr, was hat sich also auf dem Wasser zugetragen? Die Ermittlungen führen Commissaire Léon de Cavallier und seine zupackende Kollegin Nadia Bentaleb ins Innere der High Society, wo Geld und Macht eine unheilige Verbindung eingehen mit Sex, Drogen und Korruption. Bestsellerautor Alexander Oetker schickt ein neues Ermittlerduo, das gegensätzlicher nicht sein könnte, vor der mondänen, sonnengefluteten Kulisse der Côte d’Azur auf die Spur eines eiskalten Verbrechens.

„Léon und die Frau im blauen Kleid“ ist der erste Band der Reihe „de Cavallier und Bentaleb ermitteln“ von Alexander Oetker.
Von Alexander Oetker habe ich schon viele Krimis gelesen und weiß immer, hier steckt gute und spannende Unterhaltung drin.

Mit dieser Reihe schickt Alexander Oetker seine Leserinnen an die Côte-d’Azur.

Commissaire Léon de Cavalliers langjähriger Partner geht in den Ruhestand. Nadia Bentaleb kommt neu in das Team und soll ihn nun bei seinen Ermittlungen begleiten.
Léon de Cavallier gehört zur High Society und ist in Südfrankreich wie auch in Monaco bekannt. Er fährt einen schnittigen Porsche, ist meist etwas mürrisch und wirkt auf andere oft arrogant.
So auch auf seine neue Partnerin bei der Polizei, Nadia Bentaleb. Sie ist farbig, stammt aus den Pariser Vorstädten und hat schon viel Elend gesehen.
Hier stoßen zwei Welten aufeinander. Léon de Cavallier nimmt sich vor, dafür zu sorgen, dass Nadia nicht lange in seinem Team bleibt.

Ein neuer Fall ruft Léon und Nadia zu einem Tatort. Eine junge Frau wurde an den Strand von Nizza angespült. Sie muss nachts von einem Schiff gefallen sein. Jetzt heißt es, zu ermitteln, welche Schiffe in der Nacht auf dem Meer verkehrt sind.
Die Ermittlungen führen die beiden Kriminalpolizisten in die hohen Kreise der Anwohner an der Côte-d’Azur. Ohne es zu wollen, ist Léon von der Tatkraft seiner jungen Kollegin beeindruckt.

Alexander Oetker hat wieder einmal eine vielversprechende Krimireihe begonnen. Seine Charaktere sind sehr unterschiedlich. Mir sind Léon de Cavallier und auch Nadia Bentaleb sehr sympathisch. Auch wenn Léon zu Beginn recht arrogant erscheint, ist das nur der äußere Anschein, wie ein Schutzschild, das er vor sich herträgt.

Der Krimi beginnt mit einer Todesanzeige von Léon de Cavallier. Und er kommt auch in gefährliche Situationen. Ob er den 1. Band der neuen Reihe überlebt, das müsst ihr selbst lesen.

Alexander Oetker hat wie immer einen flüssigen, gut verständlichen und fesselnden Schreibstil.
Die Handlungsorte an der Côte-d’Azur beschreibt er sehr anschaulich. Der Autor führt seine Leser
innen bis ins nachbarschaftliche Monaco.
Auch für gutes Essen wird wieder gesorgt.

Mit „Léon und die Frau im blauen Kleid“ beginnt Alexander Oetker eine Krimireihe, die sich bestimmt schnell großer Beliebtheit erfreuen wird.

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Veröffentlicht am 02.06.2026

Fesselnd und atmosphärisch

Die Geheimnisse von Rosewell Castle
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Klappentext:
Als Isabel die beeindruckenden Hallen des schottischen Rosewell Castle betritt, spürt sie, dass hier ihre Chance auf ein neues Leben wartet. Absolviert sie die Ausbildung zur Butleresse erfolgreich, ...

Klappentext:
Als Isabel die beeindruckenden Hallen des schottischen Rosewell Castle betritt, spürt sie, dass hier ihre Chance auf ein neues Leben wartet. Absolviert sie die Ausbildung zur Butleresse erfolgreich, wird ihr Einlass gewährt in die glamouröse Welt der Lords und Ladys, sogar das Königshaus stünde ihr offen. Der Weg an die Spitze ist steinig, doch schon bald bietet ihr Garrett Hayes, der Musterschüler, seine Hilfe an. Dankend nimmt sie an, ohne zu ahnen, dass Garrett einen unmoralischen Plan verfolgt.
Eines Tages findet Isabel in der Bibliothek das Foto einer Frau, die ihrer verstorbenen Großmutter Bonnie erstaunlich ähnlich sieht, hatte ihre Großmutter etwa eine Schwester? Und was hatte diese mit Rosewell Castle zu tun? Isabel beginnt, Nachforschungen anzustellen, und stößt auf eine höchst dramatische Liebesgeschichte aus dem Jahr 1969, die enger mit ihrem eigenen Leben verwoben ist, als sie erahnt.

„Die Geheimnisse von Rosewell Castle“ ist der 1. Band einer Dilogie von Corinna Bomann.
Ich habe bisher alle Bücher von Corinna Bomann gelesen und mich schon auf den neuen Roman gefreut.

Diesmal entführt die Autorin ihre Leserinnen in die Welt der Butler und Butleressen. Rosewell Castle ist die Schule für angehende Rosewell Castle. Wenn man hier seinen Abschluss macht, steht einem die Welt des Adels offen.

Isabel hat ihre Arbeitsstelle verloren, auch ihr Freund hat sich von ihr getrennt. Jetzt braucht Isabel einen Neuanfang, und so bewirbt sie sich an der berühmten Schule, um eine Ausbildung als Butleresse zu machen.
Wenn man auf Rosewell Castle seinen Abschluss als Butler oder Butleresse schafft, steht einem die Welt der Häuser des Adels offen.
Der Weg dorthin ist steinig. Unterstützung findet Isabell durch den attraktiven Garrett Hayes.
Im Archiv der Bibliothek entdeckt Isabel ein Foto von einer Frau. Einer Frau, die ihrer verstorbenen Großmutter sehr ähnlich sieht.
Isabel fragt sich, ob ihre Großmutter eine Schwester hatte, die sie nicht kennt. Der Gedanke lässt Isabel nicht mehr los und sie stellt Nachforschungen an,

Die Geschichte hat zwei Handlungsstränge.
In der Gegenwart begleiten die Leser
innen Isabel in Roswell Castle und bei ihren Nachforschungen nach der Frau auf dem Foto.

Der zweite Handlungsstrang führt die Leserinnen in die Vergangenheit. Hier lernen wir Giselle kennen.
Die junge Frau bekommt eine Stelle als Hausdame auf Hallingham Hall.

Corinna Bomann erzählt die Geschichte wieder sehr unterhaltsam und fesselnd. Mir gefallen beide Handlungsstränge sehr gut. Wobei die Gegenwart im Vordergrund steht.
Die Leser
innen erfahren so einiges über die Ausbildung zum Butler oder zur Butleresse. Ich habe mir das nicht so schwierig vorgestellt. Aber klar, wenn man in einem hohen Hause arbeiten möchte, muss jeder Handgriff sitzen. Auch das Verhalten gegenüber den Arbeitgebern muss standesgemäß sein.

Auch die Vergangenheit um Giselle ist interessant. Auch sie hat es als Hausdame auf Hallingham Hall nicht einfach. Ich würde gerne noch mehr über Giselle erfahren.

Corinna Boman hat wieder großartigen Charakteren das Leben geschenkt.
Sie erzählt den Weg zweier Frauen unabhängig voneinander. Als Leser*in ahnt man natürlich, dass die Wege am Ende zusammenführen. Bis dahin ist allerdings noch ein weiter Weg.

Die Handlungsorte werden von Corinna Bomann anschaulich beschrieben. Ich konnte mir das ehrwürdige Rosewell Castle gut vorstellen.

Der Schreibstil von Corinna Bomann ist flüssig, gut verständlich und fesselnd.
Ich bin schnell, tief in die Geschichte eingetaucht und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Jetzt bin ich auf die Fortsetzung gespannt.
„Die Schatten über Hallingham Hall“ wird im November erscheinen.

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Veröffentlicht am 01.06.2026

Interessanter Roman, nicht ganz einfach zu lesen

Die unbekannte Sally Hemings
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Klappentext:
Über 200 Jahre wurde unter Verschluss gehalten, dass die wichtigste Frau an der Seite des dritten US-Präsidenten Thomas Jefferson seine Sklavin Sally Hemings war. Erst die international bekannte ...

Klappentext:
Über 200 Jahre wurde unter Verschluss gehalten, dass die wichtigste Frau an der Seite des dritten US-Präsidenten Thomas Jefferson seine Sklavin Sally Hemings war. Erst die international bekannte Künstlerin Barbara Chase-Riboud gab ihr mit diesem Roman eine Identität und ihre eigene Geschichte zurück. In ›Sally Hemings‹ zeichnet sie das Bild einer stolzen, eigenwilligen Frau, die statt Freiheit die Liebe wählte und zeitlebens um ihren Platz in Jeffersons Leben kämpfte.

„Die unbekannte Sally Hemings“ von Barbara Chase-Riboud, erzählt die Geschichte der Frau, die hinter dem US-Präsidenten Thomas Jefferson stand.

Im Mittelpunkt steht Sally Hemings, die wir zu Beginn als ältere Frau kennenlernen. Sie erzählt hier ihre Geschichte.
Sally kam schon als Kind mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern auf die Plantage Monticello von Thomas Jefferson.
Als Sally Hemings 15 Jahre alt war, begann ihre Liebesbeziehung mit Thomas Jefferson. Im Laufe der Jahre bekam sie 7 Kinder von Jefferson. Die Beziehung zwischen Sally und Jefferson blieb unentdeckt. Auch ahnte niemand, dass Jefferson der Vater von Sallys Kindern ist.
Erst im Jahre 1998 bestätigte eine DNA-Analyse, was einige vermuteten.

Barbara Chase-Riboud erzählt die Geschichte recht umfangreich, mit einigen Zeitsprüngen.
Ich habe etwas gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen. Man sollte diesem Buch auch die nötige Zeit geben.
Die ganzen familiären Verbindungen und Zugehörigkeiten sind auch nicht einfach zu verfolgen. Zum Glück ist dem Buch ein Stammbaum vorangestellt, der „die weisse Familie“ und einmal „die Sklavenfamilie“ aufzeigt. Ja, diese Unterschiede werden hier gemacht, denn Sally ist eine Sklavin und die Beziehung zwischen ihr und Jefferson bleibt geheim.

Barbara Chase-Riboud führt die Leserinnen in ein historisches Amerika, das diese hautnah erleben können. Als Leserin erfährt man viel über das Amerika der 1770er bis zu den 1830er Jahren. Die Zeit wird detailliert und interessant beschrieben.

Barbara Chase-Riboud lässt das Thema Sklaverei auferstehen und gibt auch hier detaillierte Beschreibungen.
Stellenweise ist das Buch eine lange Geschichtskunde, in der man viel Interessantes erfährt.

Der Schreibstil von Barbara Chase-Riboud ist nicht einfach zu lesen. Manchmal sind die Dialoge etwas sperrig. Doch mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Bei mir war das Interesse, mehr über Sally zu erfahren, so groß, dass ich immer weiterlesen musste.

Sally Hemings ist ein sehr interessanter Charakter. Sie hat von Barbara Chase-Riboud die Aufmerksamkeit bekommen, die ihr als Frau an der Seite des US-Präsidenten Thomas Jefferson eigentlich auch zusteht.

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Veröffentlicht am 31.05.2026

Eine interessante und unterhaltsame Reise nach Großbritannien

Dear Britain
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Klappentext:
Als Annette Dittert am 31. Januar 2020 um Mitternacht vor der Downing Street stand, um live in den ARD-Tagesthemen darüber zu berichten, dass der Brexit in dieser Nacht nun endgültig vollzogen ...

Klappentext:
Als Annette Dittert am 31. Januar 2020 um Mitternacht vor der Downing Street stand, um live in den ARD-Tagesthemen darüber zu berichten, dass der Brexit in dieser Nacht nun endgültig vollzogen sei, schossen ihr kurz vor der Schalte plötzlich Tränen in die Augen. Längst war London ihr Zuhause geworden. Jetzt war der Bruch mit der EU nicht mehr umkehrbar. Für sie und viele Briten, die bis zum Schluss noch auf einen anderen Ausgang gehofft hatten, ein bedrückender Tag.
Sechs Jahre später und zehn Jahre nach dem Brexit-Referendum fragt sich Annette Dittert, was aus dem Land geworden ist. Sie nimmt uns mit auf eine Reise über die Insel: Wir besuchen die Royal Albert Hall und das House of Lords, schwimmen mit der Frauengruppe »Blue Tits« im Meer an der Ostküste der Insel, plaudern mit Schotten, Priestern und Earls. Und sind bei der Autorin auf ihrem Narrowboat Emilia zu Gast, einem kleinen bunten Boot aus Stahl am Regent’s Canal, mitten im Zentrum Londons. So entsteht ein facettenreiches Bild der eigenwillig-charmanten Briten, deren prekäre wirtschaftliche und soziale Situation – nicht nur infolge des EU-Austritts – im Alltag spürbar ist und die doch stets Haltung bewahren.

„Dear Britain“ von Annette Dittert ist ein Sachbuch, das sich flüssig, wie ein Roman liest.
Man muss dieses Buch nicht in einem Rutsch lesen, ich habe mir täglich ein Kapitel vorgenommen.

Die Autorin blickt auf eine lange Zeit als ARD-Korrespondentin in England zurück. Bei vielen wichtigen Ereignissen hat sie vor der Kamera gestanden und berichtet. Auch Dokumentarfilme hat Annette Dittert gedreht.
Annette Dittert fühlt sich in London auf ihrem Hausboot zu Hause. Nach der Beendigung ihrer Arbeit als Auslandskorrespondentin für die ARD bleibt die Autorin in London wohnen, sie hat sich in England einbürgern lassen.

Annette Dittert kennt das Land, war bei vielen Ereignissen, wie auch beim Brexit, vor Ort und hat berichtet.
In ihrem Buch „Dear Britain“ gibt die Autorin noch einmal tiefe Einblicke.
Annette Dittert beschäftigt sich in diesem Buch mit Politik, natürlich dem Brexit und den Folgen. Auch Wales und Schottland, die zu Großbritannien gehören, werden beleuchtet. Aber auch die berühmten englischen Gärten, oder die Clubs werden in dem Buch näher betrachtet.

Das Buch ist zwar ein Sachbuch, aber der Schreibstil ist nicht nüchtern.
Annette Dittert schreibt mit viel Herz, man spürt, wie sie dieses Land liebt, auch wenn sie mit der Politik nicht immer in Einklang ist.

Ich habe viele interessante Dinge über Großbritannien, England und die Menschen dort erfahren.

Mit ihrem Buch „Dear Britain“ hat Annette Dittert mich begeistert. Ich habe Kapitel für Kapitel gelesen und viel Neues von einem Land und einer Nation erfahren.
Von mir eine große Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 31.05.2026

Drogen auf Amrum

Der Tote auf dem Kniepsand
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Klappentext:
Als der 35-jährige Dennis Claasen tot am Amrumer Kniepsand gefunden wird, vermutet die Polizei schnell einen Zusammenhang mit den Drogenpaketen, die an den Stränden der Nordfriesischen Inseln ...

Klappentext:
Als der 35-jährige Dennis Claasen tot am Amrumer Kniepsand gefunden wird, vermutet die Polizei schnell einen Zusammenhang mit den Drogenpaketen, die an den Stränden der Nordfriesischen Inseln in den Monaten zuvor angespült wurden.
Hauptkommissarin Lena Lorenzen kehrt auf ihre Heimatinsel Amrum zurück und findet gemeinsam mit ihrer Kollegin Naya Olsen heraus, dass Claasen nach dem Erbe seines Elternhauses Streit mit seinen Geschwistern und akuten Finanzbedarf hatte. War er selbst in den Schmuggel der Drogen involviert? Als in das Haus des Opfers eingebrochen wird, sind die Ermittler alarmiert. Ist das die entscheidende Spur zum Täter?

„Der Tote auf dem Kniepsand“ ist bereits der 13. Fall mit der sympathischen Inselkommissarin Lena Lorenz von Anna Johannsen.

Anna Johannsen ist es auch beim 13. Band der erfolgreichen Krimireihe gelungen, die Spannung von Anfang bis zum Ende aufrechtzuerhalten.
Ihre Kommissarin ist mir mittlerweile ans Herz gewachsen und ich freue mich immer, wenn wieder ein Treffen mit der taffen Lena Lorenzen ansteht.
Lena versucht immer wieder den Spagat zwischen Familie und Polizeidienst. Wenn eine Ermittlung ansteht und sie wieder einmal einige Tage von der Familie getrennt ist, plagt sie das Gewissen. Im letzten Band hat es aus diesem Grund zwischen Lena und ihrem Mann gekriselt, was auch in diesem Band noch zu spüren ist.
Auch bei Naya und Johann steht privat nicht alles zum Besten. Er ist immer noch hin- und hergerissen zwischen seiner Frau und seiner Tochter und dem Verhältnis mit Naya.

In diesem Band verschlägt es Lena und Naya nach Amrum, die Heimat von Lena. Da sie einige Tage für die Ermittlungen auf Amrum bleiben wird, verbindet sie das mit einem Besuch bei ihrer Tante Berke.

Dennis Claasen, 35 Jahre, wurde am Strand tot aufgefunden. Es gibt verschiedene Ermittlungsansätze. Uneinigkeiten mit den Geschwistern, weil das elterliche Haus verkauft werden soll, Dennis aber dagegen ist. Ein Drogenpaket, das bei Dennis gefunden wurde.
Dazu kommen noch Drogenpakete, die in letzter Zeit auf verschiedenen Inseln angespült wurden.
Mit der Fahndung nach der Organisation, die Drogen per Schiff ins Land bringt, haben Lenas Ermittlungen nichts zu tun. Das macht das Drogendezernat. Aber unweigerlich muss sie in Erwägung ziehen, dass Dennis Claasen Drogenpäckchen aus dem Meer gefischt hat, um an Geld zu kommen.
Musste Dennis aus diesem Grund sterben?

Anna Johannsen schafft genau die richtige Mischung zwischen Ermittlungsarbeit und dem Privatleben von Lena Lorenzen.
Es macht Freude, die Entwicklung von Lena mitzuerleben und ihren kleinen Sohn aufwachsen zu sehen. Auch wenn die Abwesenheit von Lena während ihrer Ermittlungen schon einmal für Unstimmigkeiten zwischen Lena und ihrem Mann sorgt.

Der leichtverständliche und unkomplizierte Schreibstil der Autorin macht das Lesen zu einem Genuss.
Ganz nebenbei vermittelt die Autorin ihren LeserInnen auch immer wieder schöne Eindrücke von der Inselwelt. Jeder Band führt die Leser*innen an einen anderen Ort.

Viel zu schnell hat sich der Krimi wieder gelesen. Einmal angefangen kann man das Buch kaum aus der Hand legen.
Jetzt heißt es warten, bis der 14. Fall der Inselkommissarin erscheint.

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