Sommerhitze
Fünf Tage im LichtFÜNF TAGE IM LICHT
Rhiannon Lucy Cosslett
RT: 15.05.26
Die Malerin Sophie reist mit ihren drei Freundinnen in das Haus von Alessias Familie auf die griechische Insel Sifnos, um den Junggesellinnenabschied ...
FÜNF TAGE IM LICHT
Rhiannon Lucy Cosslett
RT: 15.05.26
Die Malerin Sophie reist mit ihren drei Freundinnen in das Haus von Alessias Familie auf die griechische Insel Sifnos, um den Junggesellinnenabschied von Helena zu feiern. Der Plan: fünf Tage Sonne, Meer und gutes Essen genießen, bevor die Männer nachkommen und alle gemeinsam eine weitere Woche auf der Insel verbringen.
Doch alles kommt anders als erwartet. Beim morgendlichen Schwimmen begegnet Sophie Ky, der einstigen Ferienliebe von Alessia. Zwischen den beiden entsteht sofort eine starke Anziehungskraft, aus der schon bald eine leidenschaftliche Affäre wird. Mit jedem Tag verblasst Sophies schlechtes Gewissen ein wenig mehr. Durch Ky wird ihr bewusst, dass sie ihren langjährigen Partner Greg kaum vermisst und dass ihrer Beziehung schon seit Längerem etwas fehlt.
Dabei ist Greg ein liebevoller und verlässlicher Partner, der sie und ihre Kunst stets unterstützt hat. Doch während er sich nichts sehnlicher wünscht als eine Familie zu gründen, fühlt Sophie sich dazu noch nicht bereit. Sie stammt aus einfachen Verhältnissen, hat Kunst studiert und arbeitet noch immer in einem Museumsshop, weil sie von ihrer Malerei nicht leben kann. Ihr Ziel ist es, erst dann eine Familie zu gründen, wenn sie als Künstlerin ihren Durchbruch geschafft hat.
Als die Männer schließlich auf der Insel eintreffen, ist die Spannung zwischen allen Beteiligten förmlich greifbar. Nach einem Abend mit reichlich Alkohol eskaliert die Situation schließlich.
Besonders begeistert haben mich die kleinen eingeschobenen Kapitel, in denen Werke weiblicher Künstlerinnen betrachtet werden. Rhiannon Lucy Cosslett verwebt diese kunsthistorischen Exkurse auf geschickte Weise mit Sophies Zukunft und ihrer persönlichen Entwicklung. Dadurch erhalten die Bildbetrachtungen eine zusätzliche Bedeutungsebene und bereichern die Geschichte auf besondere Weise.
Ebenso gelungen ist die Atmosphäre der griechischen Insel. Die flirrende Hitze, das glitzernde Meer und die langen Sommertage werden so lebendig beschrieben, dass ich sie förmlich spüren konnte.
Etwas zu viel waren mir allerdings die zahlreichen und teilweise recht vulgären S3xszenen. Auch der Umgang mit Dr0gen wirkte auf mich stellenweise etwas zu selbstverständlich.
Zusätzlich durfte ich das Buch nicht nur lesen, sondern auch als Hörbuch erleben. Henriette Schreurs hat die Geschichte wunderbar eingelesen.
Fazit:
Wer Geschichten voller Leidenschaft, Sommerhitze, Kunst und komplizierter Beziehungen mag, wird hier auf seine Kosten kommen. Mich haben besonders die kunsthistorischen Elemente, das griechische Inselsetting und die wunderschöne, atmosphärische Sprache begeistert. Einige Handlungen waren mir zu viel und haben meinen Lesegenuss zwar etwas geschmälert, insgesamt habe ich das Buch aber sehr gerne gelesen und schwanke zwischen einer guten und einer sehr guten Bewertung.
3,5/5