Der neue große Roman der Bestseller-Autorin Elif Shafak über die Macht jahrhundertealter Konflikte.
„Eine einzigartige, mitreißende Stimme der Weltliteratur.“ Ian McEwan
Narin ist neun, als in dem ezidischen Dorf am Tigris Planierraupen auftauchen. Ihre Heimat soll einem Dammbauprojekt der türkischen Regierung weichen. Die Großmutter, fest entschlossen, die Enkelin an einem ungestörten Ort taufen zu lassen, bereitet alles für die Reise ins heilige Lalisch-Tal vor. Kurz vor Aufbruch stößt Narin auf das Grab eines gewissen Arthur – direkt neben dem ihrer Ururgroßmutter Leila. Wer war dieser „König der Abwasserkanäle und Elendsquartiere“, der Junge aus dem viktorianischen London, von den Ufern der verschmutzten Themse? Und was hat er mit Narins eigener Vertreibung zu tun? Meisterhaft verwebt Elif Shafak Vergangenheit und Gegenwart zu einem soghaften Roman über sich kreuzende menschliche Schicksale und die Macht jahrhundertealter Konflikte.
Die Welt ist eine Schule, und wir sind die Schüler. Jeder lernt etwas, während er diese Schule besucht. Manche Menschen nehmen Unterricht in Liebe und Güte, manche leider in Beleidigung und Gemeinheit. ...
Die Welt ist eine Schule, und wir sind die Schüler. Jeder lernt etwas, während er diese Schule besucht. Manche Menschen nehmen Unterricht in Liebe und Güte, manche leider in Beleidigung und Gemeinheit. Aber die besten Schüler sind diejenigen, die in ihren Begegnungen mit Grausamkeit und Bedrängnis zu mitfühlend, großherzigen Menschen werden. "
Elif Shafak, die mich mit "Die vierzig Geheimnisse der Liebe" schon total überzeugt hat hat es meiner Meinung nach Geschafft mit diesem Buch noch eins drauzusetzen. Eines wird klar. Sie vermag es Geschichten zu erzählen die Herzen berühren und uns gleichzeitig wachrütteln und für Ungerechtigkeiten sensibilisieren. Sie schafft es zu unterhalten, zu belehren und zu berühren ohne jemals zu überfordern und ohne das die Geschichte zu überladen wirkt.
Die auf mehreren Zeitebenen spielende Geschichte strotzt nur so vor authentischen Figuren, spannenden Handlungsverläufen und interessanten Geschichten. Sowohl die Geschichte des Irak, als auch die schwierige und turbulente Geschichte des Volkes der Eziden wird mit viel Fingerspitzengefühl und können in die super spannende Handlung eingewoben.
Für mich strotzt dieses Buch nur so vor großartiger Schreibkunst.
Gefühlt jeder zweite Satz wurde markiert weil er mich auf die ein oder andere Weise berührt hat. Ein wirklich sehr gut gelungenes Buch und bestimmt nicht das letzte Buch der Autorin das ich gelesen habe.
Von mir gibt's eine eindeutige lesempfehlung.
Elif Shafaks "Am Himmel die Flüsse" ist ein beeindruckendes Werk, das mich auf mehreren Ebenen fasziniert hat. Schon das Cover des Buches, mit seinen kräftigen Farben und der intensiven Ausstrahlung, hat ...
Elif Shafaks "Am Himmel die Flüsse" ist ein beeindruckendes Werk, das mich auf mehreren Ebenen fasziniert hat. Schon das Cover des Buches, mit seinen kräftigen Farben und der intensiven Ausstrahlung, hat mich sofort angesprochen. Wie bei den meisten ihrer Bücher spiegelt das Cover die Stärke und Lebendigkeit der Geschichte wider. Auch wenn ich persönlich die englischen Ausgaben oft noch etwas kraftvoller finde, passt das deutsche Cover hervorragend zum Inhalt.
“Am Himmel die Flüsse” erzählt die miteinander verwobenen Geschichten mehrerer Figuren, die sich über verschiedene Zeiten und Orte erstrecken. Im Zentrum stehen Themen wie Verlust, Migration, Identität und die Auswirkungen von historischen Ereignissen auf das Leben der Menschen.
Die Geschichte folgt unter anderem Arthur, einem talentierten und leidenschaftlichen Mann, der trotz vieler Widrigkeiten seinen eigenen Weg geht, sowie Zaleekha, die gegen ihre inneren Dämonen kämpft und durch die Unterstützung von Freunden neue Kraft schöpft. Narin, ihre Großmutter, und andere Charaktere bringen historische und kulturelle Tiefe in die Erzählung, wobei alte Legenden, Migrationserfahrungen und die Konfrontation mit Krieg und Gewalt thematisiert werden.
Inhaltlich hat mich die Geschichte von Anfang an gefesselt. Shafak verwebt die Schicksale der Charaktere meisterhaft miteinander. Anfangs hatte ich Bedenken, dass der ständige Wechsel der Perspektiven und Erzählstränge verwirrend sein könnte. Doch das Gegenteil war der Fall: Die Wechsel sind gut durchdacht und ermöglichen es dem Leser, die Komplexität und Tiefe der Geschichte voll zu erfassen.
Alle Charaktere waren für mich realistisch gezeichnet und haben sich gut in das Gesamtkonzept der Geschichte integriert. Mit einigen Charakteren konnte ich früher zusammenfinden als mit anderen und natürlich sympathisiert man nicht mit allen gleichermaßen.
Besonders beeindruckt hat mich die Figur des Arthur, dessen Geschichte mich tief berührt hat. Seine Fähigkeit, sich trotz schwieriger Umstände durch seine Leidenschaft und seine "Besonderheit" weiterzuentwickeln, macht ihn für mich zur stärksten Figur im Buch. Shafak zeichnet ihn mit einer solchen Tiefe und Authentizität, dass ich ein ganzes Buch nur über ihn lesen würde.
Elif Shafaks Schreibstil ist ebenfalls bemerkenswert. Trotz der Detailfülle und der teils poetischen Sprache bleibt er gut lesbar und zugänglich. Die Autorin schafft es, ernste Themen wie Geisteskrankheiten, die „Andersartigkeit“ von Immigranten oder die dunklen Seiten der Geschichte (und Gegenwart!) eindringlich und authentisch darzustellen. Dabei gibt es viele Passagen, die zum Nachdenken anregen und den Leser noch lange beschäftigen.
Ein kleiner Kritikpunkt bleibt jedoch die manchmal etwas zu gewollt wirkende Verknüpfung der Charaktere und Ereignisse mit dem Thema „Wasser“. An manchen Stellen fühlten sich die Verknüpfungen zu konstruiert an, was für mich nicht immer notwendig war, um die Geschichte eindringlich zu machen.
Insgesamt ist "Am Himmel die Flüsse" ein kraftvolles Stück Literatur, das den Leser auf eine emotionale Reise mitnimmt. Shafak beleuchtet die menschliche Psyche und gesellschaftliche Themen mit einer Tiefe, die noch lange nachhallt. Das Buch fordert heraus, weckt Empathie und regt dazu an, über die eigene Rolle in der Welt nachzudenken. Eine eindrucksvolle Lektüre, die ich nur empfehlen kann.
Am Himmel die Flüsse ist ein Buch, das mich von der ersten Seite an gefangen genommen hat - und ich habe mir bewusst Zeit gelassen mit dem Lesen. Ein bisschen war es, wie wenn man sich eine kleine Schachtel ...
Am Himmel die Flüsse ist ein Buch, das mich von der ersten Seite an gefangen genommen hat - und ich habe mir bewusst Zeit gelassen mit dem Lesen. Ein bisschen war es, wie wenn man sich eine kleine Schachtel Pralinen einteilt und sich damit belohnt, eine zu essen. So ging es mir, wann immer ich weiter gelesen habe.
Alles dreht sich um Wasser in dem Roman - es gibt 3 Erzählstränge, die jeweils mit einem Buchstaben der chemischen Formel für Wasser überschrieben sind: -H für Zaleekhah, H- für Narin und O für Arthur. Zaleekhah ist eine Wissenschaftlerin, die in London lebt und auf ein Hausbott zieht, nachdem sie sich von ihrem Ehemann getrennt hat, ihr Strang spielt im Jahr 2018. Narin ist ein junges Mädchen ezidischen Glaubens, ihr Strang spielt im Jahr 2014. Und schließlich Arthur, er lebte von 1840 bis 1876, ein armer Junge, der sich aus den Elendsquartieren hoch arbeitet und schließlich archäologische Ausgrabungen in Ninive leiten wird.
Wie die 3 Ebenen miteinander verflochten sind und wie sich die fast schon epische Geschichte entwickelt, hat mich wirklich berührt und war ein ganz besonderer Lesegenuss. Ich habe unfassbar viel gelesen, von dem ich noch nie gehört hatte. Mein liebster Strang war der Arthurs, weil ich die viktorianische Zeit in London so liebe - und noch dazu trifft Arthur auf Charles Dickens!!! Narins Geschichte hat mich am Ende sehr, sehr traurig gemacht. Und Zaleekhahs Entwicklung und Geschichte war ebenfalls sehr stark und ich vermisse sie jetzt schon.
Das Buch ist ein absolutes Juwel und ich empfehle es uneingeschränkt! Zum Jahresende noch ein Highlight meines Lesejahres 2024!
Der Autorin Elif Shafak, gelingt es in ihrem neuen Roman “Am Himmel die Flüsse“, eine eindrucksvolle Geschichte über historische und gegenwärtige Ereignisse miteinander zu verweben und dabei geschickt ...
Der Autorin Elif Shafak, gelingt es in ihrem neuen Roman “Am Himmel die Flüsse“, eine eindrucksvolle Geschichte über historische und gegenwärtige Ereignisse miteinander zu verweben und dabei geschickt über sich kreuzende menschliche Schicksale zu erzählen.
Inhalt:
Narin ist neun, als in dem ezidischen Dorf am Tigris Planierraupen auftauchen. Ihre Heimat soll einem Dammbauprojekt der türkischen Regierung weichen. Die Großmutter, fest entschlossen, die Enkelin an einem ungestörten Ort taufen zu lassen, bereitet alles für die Reise ins heilige Lalisch-Tal vor. Kurz vor Aufbruch stößt Narin auf das Grab eines gewissen Arthur – direkt neben dem ihrer Ururgroßmutter Leila. Wer war dieser „König der Abwasserkanäle und Elendsquartiere“, der Junge aus dem viktorianischen London, von den Ufern der verschmutzten Themse? Und was hat er mit Narins eigener Vertreibung zu tun? Meisterhaft verwebt Elif Shafak Vergangenheit und Gegenwart zu einem soghaften Roman über sich kreuzende menschliche Schicksale und die Macht jahrhundertealter Konflikte.
Meine Meinung:
Das zentrale verbindende Element im Roman ist Wasser; es spielt in den Biografien von Arthur, Narin und Zaleekhah eine bedeutende Rolle. Auch die historische und gesellschaftliche Wichtigkeit des Wassers wird immer wieder deutlich. Die Themse, der Tigris, „verlorene“ Flüsse, künstliche Staudämme und die Klimakrise als globale Wasserkrise veranschaulichen eindrücklich, welchen Einfluss unsere Handlungen auf die Natur und auf zukünftige Generationen haben.
König Assurbanipal aus Ninive (in der Nähe des Tigris) hatte bereits lange vor unserer Zeitrechnung eine legendäre Bibliothek mit 32000 Tontafeln aufgebaut, liebte die Kunst und war ein machtvoller, aber auch grausamer Herrscher.
Scherben dieser Tontafeln faszinierten Arthur, der 1830 als Sohn einer Schatzsammlerin im Themseschlamm geboren wurde und den Namen „König der Abwasserkanäle und Elendsquartiere“ erhielt. Arthur ist ein hochbegabter Junge, der einige Talente und ein hervorragendes Gedächtnis besitzt. Erst später wird sich herausstellen, dass er die Keilschrift der alten assyrischen Kultur entziffern kann.
Am Ufer des Tigris, 2014: Die 9-jährige Narin, lebt im Südosten der Türkei, in dem ezidischen Dorf am Tigris. Als ihre Heimat einem Dammbauprojekt der türkischen Regierung weichen soll, beschließt ihre Großmutter, Narin an einem ungestörten Ort taufen zu lassen und bereitet alles für die Reise ins heilige Lalisch-Tal vor.
Im Jahre 2018 am Ufer der Themse trennt sich Zaleekhah von ihrem Mann, zieht aus der gemeinsamen Wohnung aus und in ein Hausboot ein. Zaleekhah erforscht das Wasser, sie ist bei ihrem Onkel und ihrer Tante aufgewachsen, nachdem ihre Eltern ums Leben kamen. Zaleekhah umgibt eine Melancholie, eine Traurigkeit und die Frage, wie andere Menschen es schaffen auch nur für einen Moment glücklich zu sein…
Fazit:
Der Autorin ist es hervorragend gelungen, mit ihrer poetischen Sprache, historische Ereignisse harmonisch von der Gegenwart in die Vergangenheit zu verweben. Jede Zeile war für mich lesenswert.
Von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!
Mit ihrem neuesten Roman „Am Himmel die Flüsse" ist der renommierten und vielfach ausgezeichneten türkisch-britischen Autorin Elif Shafak erneut ein beeindruckendes und sehr bewegendes Werk ...
MEINE MEINUNG
Mit ihrem neuesten Roman „Am Himmel die Flüsse" ist der renommierten und vielfach ausgezeichneten türkisch-britischen Autorin Elif Shafak erneut ein beeindruckendes und sehr bewegendes Werk gelungen, das zum Nachdenken und zu weitergehenden Recherchen anregt.
Hierin erzählt uns Shafak eine fesselnde, Jahrhunderte umspannende Saga, die sich um drei faszinierende Charaktere - Zaleekhah, Narin und Arthur - rankt, die jedoch geografisch und zeitlich durch verschiedene Epochen voneinander getrennt sind.
Als besonderes literarisches Stilmittel verbindet Shafak ihre drei Hauptfiguren durch einen einzigen kostbaren Regentropfen, der durch einen sich wiederholenden „ewigen“ Kreislauf von Fallen, Kondensation, Aufsteigen, Gefrieren und Auftauen durchläuft, sich auf einer langen Zeitreise befindet und zugleich mit jedem Charakter in einer gewissen Weise interagiert.
Typisch für ihren anspruchsvollen Erzählstil hat Shafak eine vielschichtige, hochkomplexe Handlung angelegt, in der sie geschickt verschiedene Zeitebenen und Erzählstränge miteinander verwoben hat. Sie lässt in ihrer raffiniert angelegten Geschichte nicht nur Ereignisse und kulturelle Traditionen aus Vergangenheit und Gegenwart aufeinandertreffen, sondern versteht es auch hervorragend historische Ereignisse sowie ewigwährende und aktuelle Probleme, die in religiösen und politischen Konflikten begründet liegen, mit ganz persönlichen Schicksalen ihrer Figuren zu verknüpfen und uns deren nachhaltige Auswirkungen auf das Leben der einzelnen Menschen äußerst detailliert und anschaulich vor Augen zu führen.
Durch die eindringliche Behandlung von gesellschaftlichen und persönlichen Themen gelingt es ihr, ein lebendiges, vielfältiges und authentisches Bild von Kultur und bewegter Historie zu zeichnen und darüber hinaus bedeutsame Fragen zu Identität, Vertreibung, kulturellem Erbe, Folgen des Kolonialismus und zur politischen Situation in der Region aber auch zu Menschenrechten und zur Rolle der Frau in der Gesellschaft aufzuwerfen.
Zugleich vermittelt sie uns spannende tiefgründige Einblicke in das Leben der Eziden, die uralte komplexe ezidische Kultur und die tragische Geschichte dieser schon im osmanischen Reich verfolgten Minderheit.
So rankt sich auch die Geschichte auch um Ninive - die bedeutende antike Stadt in Mesopotamien und letzte Hauptstadt des assyrischen Reiches am östlichen Ufer des Tigris gelegen. Sie symbolisiert die Blüte und den Fall dieses mächtigen Imperiums und spielt somit eine wichtige Rolle in der Geschichte des alten Nahen Ostens.
Der lebendige, poetische und sehr bildreiche Schreibstil der Autorin ist sehr ansprechend. Er lässt sich wegen des ausschweifenden Stils zwar nicht immer leicht lesen, konnte mich aber rasch in die schillernde Welt der Geschichte ziehen.
Der Roman ist auf drei unterschiedlichen, einander abwechselnden Zeitebenen angelegt, die von der Antike bis zur Gegenwart reichen. Auf der historischen Zeitebene lernen wir den cleveren Jungen Arthur, 1840 am Ufer der Themse als „König der Abwasserkanäle und Elendsquartiere" geboren, seinen Überlebenskampf in extremer Armut und seine erstaunliche Lebensgeschichte im spätviktorianischen London kennen.
Im Fokus eines weiteren, im Jahr 2014 angesiedelten Handlungsstrangs steht das bewegende Schicksal des 9-jährigen, ezidischen Mädchens Narin und ihre Erlebnisse rund um die brutale Vertreibung aus ihrem Dorf Hasankeyf am Tigris im Zuge eines großen Dammbauprojekts der türkischen Regierung.
Im Handlungsstrang der Gegenwart von 2018 begegnen wir schließlich der Hydrologin Zaleekhah, die wegen ihrer Ehekrise auf ein Hausboot auf der Themse gezogen ist.
Gekonnt schafft die Autorin faszinierende Berührungspunkte zu den verschiedenen Handlungsstränge und verwebt diese zu einer mitreißenden und bewegenden Geschichte, die schließlich alle drei Charaktere 2018 am legendären Tigris zusammenführt. Durch einen Wechsel der Perspektiven und den verschiedenen Schauplätzen wird der Spannungsbogen allmählich immer mehr gesteigert.
Sehr informativ und fesselnd war für mich insbesondere der sorgsam recherchierte historische Handlungsstrang, der uns mit den facettenreichen Einblicken in die sozialen Verhältnisse und beklemmenden Lebensbedingungen jener Zeit in eine längst vergangene Welt eintauchen lässt. Auch der bewegende Erzählstrang rund um Narin, ihre abenteuerliche Reise mit der Großmutter ins heilige Lalisch-Tal, ihr trauriges Schicksal sowie die eindrucksvollen Rückblenden zu den Ahnengeschichten haben mich mit seiner Intensität hat er völlig in den Bann gezogen.
Hervorragend ist der Autorin die einfühlsame, vielschichtige Figurenzeichung ihrer Protagonisten gelungen, die mit ihren geschilderten Beweggründen und inneren Konflikten sehr lebendig und glaubhaft wirken. Ein besonderes Highlight war für mich die liebevoll und authentisch ausgearbeitete Figur von Arthur und seinen bemerkenswerten Talenten, die auf einer realen historischen Persönlichkeit basiert. Auch Narins beklemmendes Schicksal und ihrer ezidischen Familie konnte mich sehr fesseln. Die faszinierenden Einblicke in die ezidische Kultur, ihre Traditionen und historischen Hintergründe sind sehr stimmig veranschaulicht und lehrreich.
Abgerundet wird der Roman durch ein interessantes Nachwort, in dem die Autorin ausführlich auf den historischen Kontext und zahlreichen überlieferten historischen Fakten ein, die sie im Rahmen ihrer fundierten Recherchen zusammengestellt hat, aber auch ihre künstlerischen Freiheiten, die sie sich genommen hat.
FAZIT
Ein anspruchsvoll erzählter und sehr beeindruckender Roman, der uns tief in die Historie eintauchen lässt, zum Nachdenken anregt und noch länger nachwirkt!