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Jazz

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.11.2019

Aufschlussreich

Wir riechen besser als wir denken
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"Wir riechen besser als wir denken" von Johannes Frasnelli ist ein wissenschaftlich fundiertes Buch über das Riechen.

Inhaltlich ist es in kurze Kapitel unterteilt (Sehen Sie sich die Inhaltsangabe an), ...

"Wir riechen besser als wir denken" von Johannes Frasnelli ist ein wissenschaftlich fundiertes Buch über das Riechen.

Inhaltlich ist es in kurze Kapitel unterteilt (Sehen Sie sich die Inhaltsangabe an), die immer mit einem Tipp enden, den man leicht in den Alltag integrieren kann, um das eigene Riechvermögen zu erhalten/verbessern. Außerdem geht er oftmals darauf auf das Schmecken ein, da das sehr viel mit dem Riechen zu tun hat. Außerdem erklärt er häufig auch kurz das Sehorgan, da sich dies zum Vergleich eignet. Eine Win-win-Situation für den Leser also, da wir direkt drei Sinne erklärt bekommen.

Stilistisch schreibt Frasnelli nicht hochgestochen wissenschaftlich und wirft auch nicht mit Fachbegriffen um sich, sodass man kein Experte in dem Gebiet sein muss, um alles zu verstehen. Es tauchen zwar Fachbegriffe auf, allerdings erläutert Frasnelli sie sehr verständlich.

Kritik: Frasnelli hält sich mit Belegen zurück, sodass man nicht direkt nachschlagen kann, falls einem ein Thema besonders interessiert. Außerdem fehlt es ein bisschen an Darstellungen. Gerade dann, wenn das Organ erklärt wird, wäre es schön gewesen das auch visuell in dem Buch zu haben.

Fazit: Sehr empfehlenswert für Menschen, die schon immer etwas mehr über das Riechorgan erfahren wollten, denn das wird leider neben dem Sehen, Hören, Schmecken und Fühlen von Vielen sehr vernachlässigt.

Veröffentlicht am 10.11.2019

Aufklärend und aufschlussreich

Die Hanf-Medizin
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"Die Hanf Medizin" von Tanja Bagar ist ein kompacktes Buch über die Hanf-Pflanze.

Inhaltlich startet Bagar damit die Geschichte der Pflanze zu erklären. Diese ist erst seit 100 Jahren "verdammt" worden ...

"Die Hanf Medizin" von Tanja Bagar ist ein kompacktes Buch über die Hanf-Pflanze.

Inhaltlich startet Bagar damit die Geschichte der Pflanze zu erklären. Diese ist erst seit 100 Jahren "verdammt" worden - ihrer Meinung nach zu Unrecht, da sie erklärt, dass die Pflanze in geringen Dosen eingenommen als Medizin wahre Wunder gegen viele verschiedene Krankheiten bewirken kann. Aber Achtung: Sobald man sie erhitzt (raucht) entsteht das gefährliche THC, was schädlich ist!

In dem Buch wird somit nicht nur die Vorteile der Pflanze erläutert (was sehr einseitig und unglaubwürdig/naiv wirken würde), sondern auch die negativen Seiten berichtet. Es gab beispielsweise auch schon Medikamenten, die zugelassen wurden und anschließend aufgrund der Nebenwirkungen wieder aus dem Markt genommen wurden.

Allgemein allerdings scheint die Pflanze sich positiv auf die Umwelt auszuwirken, da sie Schwermetalle absorbieren würde und daher die Welt vor menschlich verursachten Schaden reinigen würde. Daher plädiere ich nun nach dem Lesen dieses Buchs noch mehr denn je für die Legalisierung dieser Pflanze.

Sie schützt/lindert bei so vielen Krankheiten: Schmerzen, Parkinson, MS, Alzheimer, Epilepsie, Traumata, HIV-Demenz, alkoholbedingte Gehirnschäden, Umkehr von altersbedingten kognitiven Leistungsfähigkeit, Typ 2 Diabetes, Abnehmen, Herzinfarkt, Schlaganfall. Krebs: Brust, Prostata und Glioblastom.

Fazit: Empfehlenswert für Ärzte und angehende Ärzte, die sich für die Pflanze interessieren. Das Buch ist sehr wissenschaftlich fundiert und erklärt die einzelnen Prozesse, wie Enzyme an die Rezeptoren andocken und dabei helfen. Und empfehlenswert für Menschen mit diesen Krankheiten, die nach alternativen Therapiemöglichkeiten suchen, da im Epilog eine Liste von Ärzten vorzufinden ist, die Hanfmedikamente verschreiben.

Veröffentlicht am 28.10.2019

Durchwachsen

Die Kunst der guten Erinnerung
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Wiking ist ein Glücksforscher, der in dieses Buch sehr viele eigene Erinnerungen eingebaut hat, wobei er dabei leider sehr wenig Sachliches einfließen lassen hat, was der Leser umsetzen könnte.

Er meint ...

Wiking ist ein Glücksforscher, der in dieses Buch sehr viele eigene Erinnerungen eingebaut hat, wobei er dabei leider sehr wenig Sachliches einfließen lassen hat, was der Leser umsetzen könnte.

Er meint meist allgemein: Entscheide dich immer dazu etwas zu tun, an das du dich in 10 Jahren erinnern wirst. Ich denke gute Erinnerungen so zu planen ist etwas schwierig, denn das zwingt dich möglicherweise zu etwas, was du eigentlich gar nicht machen willst, aber es wg. "Gruppenzwang" tust oder es geht gegen deine Ethik (Bsp: Meik wollte eigentlich ein Buch lesen und seine Freunde aber Jetskifahren, also hat er da mitgemacht - ich denke eher da an die Umwelt...)

Weitere Kritik: Neben den Bildern aus seiner eigenen Vergangenheit, die er sinnvoll in den Fließtext einbaut, existieren auch etliche Fotos von Sonnenunter-/aufgängen, die zwar ansehnlich sind, aber deplatziert wirken. Ich gehe davon aus, dass die Bilder den Zweck der Lückenfüllung haben, denn das Buch hat gerade mal 282 Seiten. Außerdem haben die Fotos auch keine Orts- oder Zeitangaben - aber das liegt wohl an der Privatsphäre, daher verständlich.

Zum Schluss folgt ein Kalender, indem er für jeden Monat "Aufgaben" nennt, die man erfüllen soll. Jedoch war das etwas sehr vage formuliert. Im Januar soll man Pläne für das ganze Jahr machen, in einem anderen Monat etwas, was man noch nie getan hat,... Es ist sehr oberflächlich gehalten.

Fazit: Ein Buch, was man schenken kann, falls einem absolut nichts einfällt.

Veröffentlicht am 27.10.2019

Durchwachsen

Zurück am Meer
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"Zurück am Meer" ist ein Sammelband mit 24 Kurzgeschichten, die alle das Meer gemeinsam haben. Verfasser sind 21 Personen, von denen manche zwei Geschichten geschrieben haben.

Insgesamt haben mir die ...

"Zurück am Meer" ist ein Sammelband mit 24 Kurzgeschichten, die alle das Meer gemeinsam haben. Verfasser sind 21 Personen, von denen manche zwei Geschichten geschrieben haben.

Insgesamt haben mir die Geschichten am Beginn sehr gefallen. Sie sind realistisch, nahbar, frisch, schön,...

Ab der Mitte begannen die Geschichte das Genre zu wechseln. Es folgten Fantasygeschichten, Horror, etc. Sie erschienen mir daher natürlich unrealistisch und sind nicht mein üblicher Fall, wenn ich vom Meer fantasieren will.

Zudem gibt es auch ein paar Geschichten, die über Jugendliche gehen - aus dem Alter der ersten großen Liebe allein am Strand zum ersten Mal etc. bin ich raus...

Fazit: Zum Urlaub sicherlich gut geeignet, man findet bestimmt ein paar Geschichten, die einem gefallen!

Veröffentlicht am 24.10.2019

Zäh

Das Berlin-Ultimatum
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"Das Berlin-Ultimatum" von Peter Schlifka ist ein Thriller, den ich vor 2 Jahren begonnen und nach dem Drittel abgebrochen habe.

Warum?

In eben diesem Drittel erscheint der Autor ein Rassist zu sein. ...

"Das Berlin-Ultimatum" von Peter Schlifka ist ein Thriller, den ich vor 2 Jahren begonnen und nach dem Drittel abgebrochen habe.

Warum?

In eben diesem Drittel erscheint der Autor ein Rassist zu sein. Hier die Charaktere:

Attentäter: Moslem

Drogendealer: Grieche

Cops: Allesamt Deutsche

Zuhälter und weiterer Drogendealer: Türke.

Nach zwei Jahren habe ich mich nun entschlossen dem Buch eine neue Chance zu geben. Ich beende gern alles, was ich beginne. Diesmal habe ich das Buch durchgezogen.
Nun die Empfehlung: Nach zwei Dritteln erfährt man, dass es gar kein Klischee-AfD Buch ist. Eigentlich geht es um etwas komplett anderes und das ist nun 2019 wohl aktueller denn je. Mehr zu verraten wäre Spoiler, daher lasse ich das.

Warum dennoch nur 3 Sterne? Weil mir Schilfkas Darstellungen dennoch nicht gefallen haben. Der Autor hat die Einstellung von James Bond. Die Frauen werden häufig als "heiß" dargestellt. Nur eine von den vielen Charakteren ist eine Frau. Sie bildet eine Minderheit zwischen alles Akteuren, die tatsächlich handeln und nicht direkt als "störendes heißes Objekt" erschossen werden, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort sind.

Außerdem gibt es insgesamt sehr viele Charaktere in dem Buch, was es dem Leser erschwert der Handlung zu folgen. Ich nehme mir zu jedem Buch eine Din A 4 Seite, um mir Notizen zur Handlung und Charakteren zu machen, um später das Buch besser bewerten zu können. Hier reichte eine Seite nicht aus.

Fazit: Das Buch ist zwar aktuell, aber man muss sich wirklich über den anfänglichen Rassismus durchkämpfen...