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Veröffentlicht am 02.04.2026

Pure 80er Vibes in einem sommerlichen Cosy Crime Roman

Tainted Love
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Tainted Love spielt im Sommer 1986 in Nordhessen nahe der Grenze zur damals noch bestehenden DDR. Hauptfiguren sind Martin Ritter, der die örtliche Bibliothek führt und seine Freundin Christine Lehmann, ...

Tainted Love spielt im Sommer 1986 in Nordhessen nahe der Grenze zur damals noch bestehenden DDR. Hauptfiguren sind Martin Ritter, der die örtliche Bibliothek führt und seine Freundin Christine Lehmann, die bei der Lokalzeitung arbeitet.
In diesem heißen Sommer wird ein Autowrack aus einem ausgetrockneten See geborgen und Christine und Martin gehen der Sache auf den Grund.
Der Roman ist der Reihenauftakt um die beiden Protagonisten, daher braucht man kein Vorwissen. Martin und Christine waren mir beide sympathisch, vor allem die Kapitel aus Christines Sicht waren immer ein Lese-Highlight für mich. Auch die Nebenfiguren sind gut gestaltet und greifbar, was sinnvoll ist bei einem Reihenauftakt. Der Fall wird gelöst, doch am Ende des Romans gibt es noch einige lose Enden, die mit Sicherheit in den nachfolgenden Bänden aufgegriffen werden.
Der Fall selbst ist nicht extrem spannend und generell entwickelt sich die Spannung cosy crime typisch recht langsam.
Eine besondere Stärke des Buches – und vermutlich/hoffentlich auch der Reihe – ist auf jeden Fall der 80er Vibe, der aktuell (zu Recht!) wieder im Trend ist.
Ich empfehle das Buch gerne weiter an Liebhaber von Kriminalromanen, die ohne krasse Effekte und Blutorgien auskommen und Lesende, die gerne in authentischem 1980er Jahre Vibe schwelgen wollen!

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Kompakter Ratgeber

Hot Stuff – Wechseljahre-Wissen to go
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Das Thema Wechseljahre - Perimenopause, Menopause und Postmenooause - ist für mich als 47jährige Frau absolut wichtig und aktuell. Der Ratgeber hat mich überzeugt! Es werden viele Themen angesprochen und ...

Das Thema Wechseljahre - Perimenopause, Menopause und Postmenooause - ist für mich als 47jährige Frau absolut wichtig und aktuell. Der Ratgeber hat mich überzeugt! Es werden viele Themen angesprochen und nicht zu ausschweifend behandelt. Daher eignet sich der Ratgeber vor allem auch als Nachschlagewerk, wenn einzelne Punkte nochmal aktuell(er) werden.
Besonders gefallen hat mir das Vorwort, da die beiden Autorinnen auch dazu raten, das Buch Personen zum Lesen zu geben, die nur mittelbar davon betroffen sind, dass jemand aus dem Familien- oder Freundeskreis sich in einer der genannten Phasen befindet.
Und ein weiterer sehr guter Punkt war, dass lang auf das Thema Hormontherapie eingegangen wird. Hier hat meine Frauenärztin mir sehr ähnliche Dinge gesagt und ich fühle mich jetzt deutlich sicherer damit, wie ich mich verhalten werde, wenn bestimmte Symptome akut auftreten werden.
Auf jeden Fall eine Leseempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Unfassbar spannend!

Deep Fake
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Mira ist Mitte 30, verheiratet und Mutter von 2 kleinen Jungen. Das Leben der engagierten Lehrerin wird auf den Kopf gestellt, als ein Deep Fake Video mit pornographischem Inhalt von ihr viral geht. Alles, ...

Mira ist Mitte 30, verheiratet und Mutter von 2 kleinen Jungen. Das Leben der engagierten Lehrerin wird auf den Kopf gestellt, als ein Deep Fake Video mit pornographischem Inhalt von ihr viral geht. Alles, was Mira wichtig ist, ist in Gefahr und so macht sie sich auf den Weg in ihre Vergangenheit und begibt sich dabei in tödliche Gefahr.

Der Thriller hat mir sogar noch besser gefallen als der Vorgänger der Autorin. Die beiden Erzählebenen des Jahres 2003 und heute - 20 Jahre später - sind raffiniert verwoben und halten die Spannung bis zum Schluss hoch. Ich habe wirklich atemlos immer weiter gelesen und die etwas mehr als 520 Seiten wirklich inhaliert! Die Plot Twists und die Auflösung am Ende haben mich begeistert und ich habe - natürlich - nichts davon kommen sehen.
Eine uneingeschränkte Leseempfehlung für einen unfassbar spannenden Pageturner, der auch aus aktuellem Anlass definitiv lesenswert ist!!!

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Absolut perfekt!

The Dirty Version
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Tash hat einen feministischen Bestseller namens The Colony geschrieben und sogar die Filmrechte verkauft. Allerdings wurden diese weiterverkauft und nun muss sie statt mit einem kleinen unabhängigen Studio, ...

Tash hat einen feministischen Bestseller namens The Colony geschrieben und sogar die Filmrechte verkauft. Allerdings wurden diese weiterverkauft und nun muss sie statt mit einem kleinen unabhängigen Studio, das vor allem ihre feministische Message in den Vordergrund stellen wollte, mit einem Studioboss arbeiten, der eine "Dirty Version" der Geschichte zeigen will - und eine Serie aus dem Buch machen will. Tashs einzige Chance, die wahre Geschichte zu bewahren, ist, mit dem Intimitätsberater Caleb zusammen zu arbeiten und die "dirty" Szenen so wenig schlimm wie möglich zu kreieren.

Der Roman hat mich von Beginn an verzaubert. Erstmal haben wir mit Tash eine Protagonistin, die den Traum jedes Buchmenschen lebt - eine Geschichte geschrieben zu haben, die die Menschen wirklich erreicht hat. Diese wundervolle Geschichte (und das, was im Buch davon zu lesen ist, hat mich bedauern lassen, dass The Colony kein echtes Buch ist!) soll nun verfilmt werden für einen Streamingdienst. Das kann gut gehen, aber eben auch nicht. Und als Leserin bin ich immer froh, wenn Autor/innen sich bei Verfilmungen einbringen können, was manchmal wirklich zu unfassbar guten Adaptionen führt.
Darüber hinaus geht es im Roman aber auch um weitere, wichtige Themen: weibliche Wut, Empowerment, wie man als Mann damit umgehen kann und muss. Es geht um Liebe und Romantik, es geht um Vertrauen und Phantasie und Mut. Ich bin absolut begeistert von diesem Buch - und sollte es verfilmt werden, hoffe ich, dass der richtige Intimitätsberater an Bord ist, der den romantischen Szenen ihren Zauber und dem Zuschauer seine Phantasie lässt.

Eine uneingeschränkte Leseempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Rätselhafte, verwobene Familiengeschichte

Die Stimmen der Nacht
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Die Stimmen der Nacht erzählt die Geschichte von Margaret und Benjamin, die sich in den 1960er Jahren in Lagos ineinander verlieben und eine Tochter miteinander bekommen. Ihre Geschichte ist allerdings ...

Die Stimmen der Nacht erzählt die Geschichte von Margaret und Benjamin, die sich in den 1960er Jahren in Lagos ineinander verlieben und eine Tochter miteinander bekommen. Ihre Geschichte ist allerdings durch ihre nigerianischen Vorfahren bereits lange vorher miteinander verwoben.

Margaret kämpft mit den Geistern ihrer Ahnen - und Benjamin hält dies nicht aus und verlässt sie und ihr gemeinsames Kind.

Jahre später treffen Margaret und Ben und ihre Tochter und deren Familie wieder aufeinander, dort, wo ihrer aller Wurzeln liegen.

Die Geschichte wechselt kapitelweise in den Zeiten und Orten hin und her - zwischen 1905, den 1960er und 1970ern und 2005, zwischen Umumilo, Atlanta, London und Lagos. Obwohl die Sprache klar und gut lesbar ist, habe ich mit dem Verständnis des Textes meine Probleme gehabt. Mir war bis zum Schluss bei vielen Strängen und Themen nicht ganz klar, was jetzt wirklich geschehen ist, was Einbildung oder Krankheit und wer zu wem gehört und wem was geschehen ist.

Das hat mir die Lektüre leider dann doch zu sehr verkompliziert, als dass ich eine eindeutige Leseempfehlung geben kann.

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