Cover-Bild Amokalarm
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17,90
inkl. MwSt
  • Verlag: BoD – Books on Demand
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 296
  • Ersterscheinung: 19.01.2026
  • ISBN: 9783695197149
  • Empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
Uli Black

Amokalarm

Ein Coming-of-Age-Roman über Wut, Sprachlosigkeit, Machtmissbrauch - und den Moment, in dem alles kippt.
H.C. Nachtnebel ist sechzehn, ein Mathegenie, ein Basketball-Ass - und nach einem Verlust tief traumatisiert. Zwischen Leistungsdruck und Identitätssuche, Nähe und Rückzug, depressiven Episoden und Hochstimmung, versucht er, seinen Platz zu finden.
Als Keira auftaucht - unangepasst, direkt, faszinierend - fühlt sich H.C. zum ersten Mal gesehen und geliebt, aber anders als von seinen Eltern. Doch was wie Rettung aussieht, wird schnell zum weiteren Riss im fragilen Gefüge seiner Welt. Von allen im Stich gelassen, gibt es für ihn nur noch einen Ausweg.
AMOKALARM ist das Psychogramm eines Jugendlichen am Rand des Zusammenbruchs - eine eindringliche Erzählung über Traumatisierung, überforderte Erwartungen und einen Gewaltausbruch, der sich lange angebahnt hat. Ein radikales Coming-of-Age über das Bedürfnis, gehört zu werden - und was passiert, wenn niemand mehr zuhört und Vertrauen missbraucht wird.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.03.2026

Voll ins Schwarze getroffen

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H.C. Nachtnebel ist mit seinen sechzehn Jahren Schüler auf einem Gymnasium. Während er ein absolutes Mathegenie ist, tut er sich in anderen Fächern schwer. Nach einem Verlust ist er tief traumatisiert. ...

H.C. Nachtnebel ist mit seinen sechzehn Jahren Schüler auf einem Gymnasium. Während er ein absolutes Mathegenie ist, tut er sich in anderen Fächern schwer. Nach einem Verlust ist er tief traumatisiert. Wie alle Jugendlichen sucht er er seinen Platz im Leben. Als die neue Schülerin Keira auftaucht, ist er voll von ihr fasziniert, erlebt die erste Liebe. Doch dann kippt alles, so dass für ihn nur noch ein Ausweg bleibt: ein Amoklauf.

Dieser Coming-of-Age-Roman spiegelt so sehr die Welt der Jugendlichen und ihrer Themen wieder, dass ich von der ersten Seite an voll auf H.C.s Seite war. Klar wollte ich wissen, wie er in eine solch fatale Lage gekommen ist, war dies doch nicht vom Anfang der Geschichte an zu ersehen. Der Autor Uli Black taucht tief in das Erleben der Jugendlichen ein, einschließlich der Jugendsprache, dass ich als Mutter von Teenies und als Sozialarbeiterin nur sagen kann: voll ins Schwarze getroffen. Die Mischung aus Suche nach der eigenen Identität, Erleben der ersten Liebe, aber auch die Selbstgefälligkeit der Lehrer an der Schule bis hin zum Machtmissbrauch führt H.C. zu einer völligen Überforderung, so dass er nur noch einen Ausweg sieht – scheinbar hat er ja nichts zu verlieren... Während die Lehrer an der Schule im besten Fall wegsehen und vor lauter Lehrstoff die Teenies übersehen, teilweise bewusst, teilweise unbewusst, zeigt uns dieses Buch, wie fragil die Jugendlichen in diesem Alter sind und wieviel Halt sie noch bis zum Erwachsensein brauchen. H.C. erzählt seine Geschichte selbst, so dass er völlig authentisch wirkt.

Dieses Buch sollte nicht nur eine Geschichte für Teenies sein, sondern Pflichtlektüre für alle, die mit Teenies zu tun haben: für Eltern, Lehrer, Therapeuten, Sozialarbeiter usw. Es öffnet die Augen für all das, was man bei Teenies übersieht. Ich empfehle das Buch unbedingt weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

Veröffentlicht am 10.03.2026

Unerwartet super spannendes Buch, sehr zu empfehlen!!!

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Das Cover von diesem Buch hat mir überhaupt nicht gefallen, es hat mich gar nicht angesprochen. H.C. Nachtnebel ist Basketballspieler durch und durch. Er ist ein großer Kobe Bryant Fan. Als sein großes ...

Das Cover von diesem Buch hat mir überhaupt nicht gefallen, es hat mich gar nicht angesprochen. H.C. Nachtnebel ist Basketballspieler durch und durch. Er ist ein großer Kobe Bryant Fan. Als sein großes Idol bei einem Hubschrauber Absturz ums Leben kommt, erleidet H.C. einen psychischen Schock und hat fortan große psychische Probleme. Als dann Keira in seine Klasse kommt und sich zwischen den Beiden etwas anbahnt, scheint sich das Blatt für H.C. zu wenden. Und dann kommt doch alles ganz anders. Das Buch Amokalarm von Uli Black hat mich von Anfang an in die Geschichte hineingezogen. Besonders gut gefallen hat mir die Ich-Perspektive. Nicht nur der Hauptprotagonist erzählt aus seiner Sicht, sondern auch andere Figuren kommen in der Ich-Form zu Wort. Dadurch bekommt man einen sehr direkten Einblick in die Gedanken und Gefühle der Jugendlichen. Die Geschichte wechselt immer wieder zwischen der Gegenwart, früheren Ereignissen und Erinnerungen aus der Vergangenheit von H.C. Nachtnebel. Als Leser fühlt man sich so, als wäre man selbst direkt dabei. Ich habe auch alles sehr gut nachempfinden können! H.C. ist authentisch und dadurch, weiß man was er fühlt und denkt. Ich bin so froh, dass ich dieses Buch doch gelesen habe, denn es hat mich zu 100 % abgeholt. Ich vergebe hier gerne 5 Sterne und hoffe das der Autor noch mehr so tolle, spannende Bücher schreibt.

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Ein Buch wie ein Sturm

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Am Anfang ist es nur ein Lüftchen: die Personen und das Setting werden vorgestellt, ein Teenager mit liebenden Eltern, einer Begeisterung für Basketball, teilweise depressiven Gedanken, und dennoch ...

Am Anfang ist es nur ein Lüftchen: die Personen und das Setting werden vorgestellt, ein Teenager mit liebenden Eltern, einer Begeisterung für Basketball, teilweise depressiven Gedanken, und dennoch vorwiegend kindlich-pubertierenden Problemen. H.C. Nachtnebel, mit einem etwas skurrilen Vornamen, ist ein Teenager von nebenan. Der Roman ist größtenteils aus seiner Sicht geschrieben, die Sprache ist Jugendstyle und für manche erwachsene Leser bestimmt ungewohnt. Dank meiner Tochter ist mir persönlich aber das Meiste geläufig. Auch die Denkweisen, die definitiv deutlich anders sind als zu meiner Jugend, sind mir deswegen nicht gänzlich fremd.
Schon bald bekommt die Story mehr Fahrt, der Autor arbeitet mit Zeitsprüngen und so weiß man recht früh, dass eben dieser gewöhnliche Teenie aus normalem Hause seine Lehrer als Geiseln nimmt. Nur, warum weiß man lange Zeit noch nicht.
Während es also zunehmend ungemütlicher wird, sinnbildlich gesprochen, kommt eine erste Liebe dazu: Keira, die so anders zu sein scheint und H.C. mit ihrer Art für sich gewinnt und dabei diverse Stürme entfesselt. Mit den Eltern, mit den Kumpels, alles erschreckend normal und auch banal.
Durch die Zeitsprünge bekommt man immer mehr Infos und irgendwann hat man das Gefühl auf einem Pulverfass zu sitzen oder halt mitten in einem Orkan.
H.C. verliert die Kontrolle, weiß nicht mehr, was passiert, was real ist, was er denken soll, sucht den Fehler bei sich und kommt nicht drumherum, irgendwann zu akzeptieren, dass ihm keiner glauben wird.
Also will er die Wahrheit rauspressen...
Die Auflösung hingegen ist ganz und gar nicht banal, allerdings auch nicht mysteriös, sondern gut vorstellbar... leider. Mir gefällt, wie realistisch Uli Black schreibt. Ich bin Psychiatriekrankenschwester und finde die Beschreibung der Dissoziationen und Panikattacken sehr stark und intensiv geschrieben. Auch die Beziehung zwischen den Eltern und H.C., die wirklich nett und liebend sind und trotzdem nicht helfen können, finde ich sehr überzeugend.
Ab Mitte des Buches habe ich es in einem Rutsch runter gelesen. Ich wünschte, dass ich so ein Buch in meiner Jugend gehabt hätte, damit ich mir mit meinen pubertären Gedanken, was Selbstzweifel, erste Liebe, Freunde, Eltern oder Schule angeht, nicht so alleine vorgekommen wäre. Es gibt neben dem namensgebenden Haupt- Amokalarm (das Wort wird manchmal auch sinnbildlich benutzt) wirklich wichtige Messages in diesem Buch, weswegen ich es sehr gerne empfehle, ich denke so ab 14 Jahren, aber auch für sprachoffene Erwachsene.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Wenn die Seele Amok läuft: Ein Blick hinter die Fassade

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Uli Blacks Werk hat mich eiskalt erwischt. Es ist kein klassischer Thriller, sondern eher eine sezierende Studie darüber, wie ein junges Leben Stein für Stein zerbröckelt. Im Fokus steht H.C., ein 16-Jähriger, ...

Uli Blacks Werk hat mich eiskalt erwischt. Es ist kein klassischer Thriller, sondern eher eine sezierende Studie darüber, wie ein junges Leben Stein für Stein zerbröckelt. Im Fokus steht H.C., ein 16-Jähriger, der nach außen hin funktioniert, innerlich aber längst den Halt verloren hat.

Der Sound der Generation Z
Was sofort ins Auge springt, ist die Sprachgewalt. Black verzichtet auf hochgestochene Prosa und wählt stattdessen einen radikal authentischen Filter. Die Geschichte liest sich wie ein direktes Protokoll aus dem Kopf eines Jugendlichen. Der Schreibstil ist ungefiltert, umgangssprachlich und strotzt vor Anglizismen sowie modernem Slang. Das mag für manche Ohren gewöhnungsbedürftig sein, verleiht der Erzählung aber eine enorme Glaubwürdigkeit. Man hat nicht das Gefühl, ein Buch zu lesen, sondern H.C. direkt beim Denken zuzuhören – inklusive aller emotionalen Sackgassen und der typischen „Lost“-Momente.

Eine Geschichte vieler Wahrheiten
Inhaltlich ist der Aufbau clever gelöst: Die Handlung entfaltet sich wie ein Mosaik aus verschiedenen Zeugenaussagen. Neben H.C. kommen Lehrer, Freunde und die Familie zu Wort. Dieser multiperspektivische Ansatz sorgt dafür, dass man die Puzzleteile der Vergangenheit mühsam zusammensetzt, während man in der Gegenwart auf das Unvermeidliche zusteuert. Es ist dieses schleichende Gift aus Leistungsdruck, dem Verlust von Idolen (wie Kobe Bryant) und dem Unverständnis der Erwachsenenwelt, das die Spannung oben hält. Besonders die erste Liebe zu Keira bringt Licht in die Story, macht aber gleichzeitig deutlich, wie instabil H.C.s Fundament eigentlich ist.

Mein Fazit
„Amokalarm“ ist ein unbequemer Spiegel unserer Gesellschaft. Das Buch zeigt schmerzhaft auf, dass es oft nicht der eine große Knall ist, der zur Katastrophe führt, sondern eine endlose Kette aus kleinen Enttäuschungen und Überforderungen.

Ein absolut intensives Leseerlebnis, das nicht nur Jugendliche, sondern vor allem Eltern und Pädagogen wachrütteln sollte.

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Veröffentlicht am 20.02.2026

Ein lebensechter Jugendroman mit einer wichtigen Message!

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H.C. ist ein normaler 16-jähriger Schüler, der sich nach einem Tiefschlag zurückgekämpft hat. Mit Keira findet er auch eine Freundin, doch das Gleichgewicht kippt immer weiter in Richtung Zusammenbruch, ...

H.C. ist ein normaler 16-jähriger Schüler, der sich nach einem Tiefschlag zurückgekämpft hat. Mit Keira findet er auch eine Freundin, doch das Gleichgewicht kippt immer weiter in Richtung Zusammenbruch, bis auch der letzte Strohhalm reißt.

“Und das Schlimmste? Ich weiß nicht mal, ob ich wütend bin - oder einfach nur … lost.” - H.C.

Dieser Jugendroman ist aus dem Nichts vor meiner Nase aufgetaucht und ich muss gestehen, dass er mich positiv überrascht hat. Mit etwas weniger als 300 Seiten ist es gut verdaubar und auch die sehr kurzen Kapitel tragen ihren Teil dazu bei. Das Cover ist jetzt nicht das Schönste, aber es fasst die Geschichte gut zusammen. Darüber hinaus nutzt der Autor einen extrem jugendgerechten Schreibstil, der praktisch Gedanken und Aussagen von Jugendlichen, die im ganz normalen Gespräch vorkommen können, in einem Buchformat verfasst. Es ist sehr umgangssprachlich, sodass auch Slangwörter und Anglizismen vorkommen. Mir persönlich hat es ganz gut gefallen, weil es auch zum Protagonist passt, der seine ehrliche Meinung ohne Filter kundtut, und das Buch mal nicht wie jedes andere Jugendbuch ist.

In dem Buch erzählt H.C. aus der Gegenwart ähnlich einem Interview, was sich in der Vergangenheit vorgetragen hat. Auch andere wichtige Personen, wie zum Beispiel Keira, die Lehrer, die Schulleiterin, seine Freunde oder seine Mutter werden über die Geschehnisse der Vergangenheit befragt und sie erzählen ihre Version davon und was sich sonst noch so abgespielt hat. Das war ziemlich interessant und aufregend, da viele Perspektiven eine große und wichtige Geschichte erzählen und man fiebert richtig mit, weil man wissen will, was zum Amokalarm geführt hat. Es wird zu keiner Sekunde langweilig und der kleine Spannungsbogen trägt dazu bei. So berichtet uns H.C. über seinen früheren Alltag und die Key-Ereignisse, die seine Psyche dazu gebracht haben, alles aufzugeben und die Schule zu stürmen.

Es ist psychisch sehr gut erzählt worden und so unfassbar realistisch, dass ich mir vorstellen kann, dass genau solche Gedanken die meisten Jugendlichen mit sich herumtragen. Ihre Stimmung wird aufgefangen und Reaktionen zu verschiedenen Situationen erfasst, sodass klar ist, dass nicht eine Sache zu einem Überlaufen des Fasses führt, sondern eine ganze Kette an kleinen Sachen. Damit schafft es der Autor, ein wichtiges Thema über Machtmissbrauch und jugendliche Psychologie so zu beschreiben, dass es uns Leser mitten ins Herz trifft. Uns werden die Augen geöffnet und etwas, was vermutlich tagtäglich vielen Kindern bzw. Jugendlichen passiert, gerät an die Öffentlichkeit, sodass der Autor seinem Job mehr als gerecht wurde.

Beispielsweise haben wir eine Szene, in der H.C. an seinem Geburtstag mit Keira wegläuft und seine Eltern, mit denen er eigentlich immer den Tag zusammen verbringt, ohne eine Nachricht im Stich lässt. Er sagt selbst, dass es keine logische Erklärung dafür gibt, sondern dass es sich einfach richtiger gefühlt hat, mit ihr wegzulaufen. Schuldgefühle, Druck und Angst sind alles da und trotzdem entscheidet sich der Junge für die “dümmere” Tat und genau das ist der Punkt. Wir können die Entscheidungen nicht immer nachvollziehen, aber es ist normal, dass Emotionen im Spiel sind und insbesondere, wenn von Lehrern oder Kameraden Druck kommt, wird das Leben kompliziert.

Demnach hat mich H.C. komplett abgeholt und ich könnte theoretisch jedes Kapitel kaputt analysieren, aber das mache ich nicht. Es war schonungslos ehrlich und sein innerer Kampf wurde deutlich. Er musste so viel Unglück erfahren, das ist wirklich schlimm, was aber genau geschehen ist, werde ich nicht spoilern. Dabei wird wunderbar dargestellt, wie ein Jugendlicher sich von dem Wichtigsten aus seiner Welt, hier dem Basketball-Spielen, entfremdet und erst nach einiger Zeit wieder neu kennenlernt. Mit seinen Mathe-Kenntnissen und seiner sonstigen Attitude wird er dem Leser näher gebracht, sodass es wirklich spannend war zu verfolgen, wie sich der Protagonist von einem normalen Jugendlichen mit einem früheren Trauma zu einem Kriminellen entwickelt, nachdem ihm seine Bezugspersonen nicht weiterhelfen konnten.

Zum Schluss gehe ich noch auf den Love-Interest Keira ein, die H.C.'s erste große Liebe ist, während es von ihrer Seite aus nicht ganz so weit ist. Wir lesen an vorderster Front, was für Gefühle die erste Liebe hervorrufen kann und was für ein neues Territorium ein Jugendlicher anpeilt. Es gehört zu einem Jugendroman dazu, denn es geht ganz schnell, dass man die Freundeswelt irgendwie mit der Liebeswelt in Einklang bringen muss. Hier fängt auch die Entwicklung des Protagonisten an und die ist echt gut dargestellt worden. Hinzu kommen kleine Plottwists, die man nur erahnen konnte und es schaffen, dass der Roman bis zum Ende interessant bleibt.

Insgesamt haben wir hier einen Jugendroman mit einer wichtigen Message, den man weiterempfehlen muss!

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