Ein Buch, das zum Nachdenken und Austausch anregt!
Was bringt einen jungen Menschen, der in einem liebevollen Elternhaus aufwächst, dazu einen Amokalarm auszulösen?
In dem Coming-of-Age-Roman „Amokalarm“ erzählt der Autor Uli Black die Geschichte des sechszehnjährigen ...
Was bringt einen jungen Menschen, der in einem liebevollen Elternhaus aufwächst, dazu einen Amokalarm auszulösen?
In dem Coming-of-Age-Roman „Amokalarm“ erzählt der Autor Uli Black die Geschichte des sechszehnjährigen H.C. Nachtnebel, der an seiner Schule einen Amokalarm auslöst. Wie kam es dazu?
H.C. ist ein Mathegenie und ein Basketball-Ass. Nach einem Verlust ist er tief traumatisiert und hat Schwierigkeiten wieder in den Alltag zurückzufinden. Er wechselt die Schule und findet neue Freunde. Doch zwischen depressiven Phasen und Leistungsdruck, fällt es im schwer seinen Platz zu finden. Als Keira in seiner Klasse auftaucht, wird plötzlich alles anders. Keira ist tough aber auch sensibel, direkt aber manchmal auch unnahbar und fasziniert ihn. Zum ersten Mal ist er verliebt und fühlt sich ernst genommen. Doch dann kommt alles anders und sein Leben gerät erneut aus den Fugen.
Der Roman schildet H.C. als sensibler Jugendlicher. Nach außen wirkt er cool, doch die depressiven Episoden, machen ihn sehr verletzlich. Seine Eltern sind einfühlsam und immer für ihn da. Doch als Keira auftaucht, ändert sich das Verhältnis zu ihnen. Und so fängt ihn diesmal niemand auf, als sein Leben erneut erschüttert wird. Ein Vertrauensbruch macht ihn so wütend, dass er nur noch einen Ausweg sieht.
Die Geschichte wird aus Sicht von H.C. erzählt, aber auch seine Eltern, Freunde und Lehrer kommen zu Wort. Immer wieder wird in der Zeit gewechselt, so dass wir nach und nach erfahren, wie es zum ersten Zusammenbruch von H.C. kam, aber auch wie er Keira kennenlernt, hat und was dem Amokalarm vorausging. H.C. beschreibt sein Gefühlschaos recht gut und so kann man sehr gut mitfühlen, wie hilflos er sich manchmal fühlte und warum.
Das Buch liest sich sehr leicht und da man mit H.C. regelrecht mitleidet, ist es irgendwann fast nicht mehr möglich es aus der Hand zu legen. Man würde ihm so gerne helfen! Die Geschichte ist in Jugendsprache geschrieben, was erstmal ungewohnt ist, aber doch auch sehr authentisch. Ich finde den Jugendroman auch ideal als Schullektüre geeignet. Es gibt unglaublich viele Szenen im Buch, die nachdenklich machen und über die man sich gerne mit jemandem austauschen würde.
Ein großartiges Buch, dass ich gerne empfehlen möchte!