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Veröffentlicht am 01.08.2026

Eine Romantasy über Drachen mit ein paar Längen!

Burning Crown
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Captain Yessa wird nach einem schief gegangenen Auftrag der Armee ein neuer Drache zugeteilt. Eigentlich sind Beziehungen zwischen Reitern und Drachenwandlern verboten, doch zwischen Yessa und Cassim reicht ...

Captain Yessa wird nach einem schief gegangenen Auftrag der Armee ein neuer Drache zugeteilt. Eigentlich sind Beziehungen zwischen Reitern und Drachenwandlern verboten, doch zwischen Yessa und Cassim reicht ein Funke aus, um ein Inferno auszulösen.

“Yessa schaut derart hoffnungsvoll zu mir hoch, dass sich mein schlechtes Gewissen wie ein Dolch in meine Brust bohrt. Sie vertraut mir. Und das sollte sie nicht. Nur warum nimmt mich das so mit?” -Cassim

Dieser Auftakt einer Fantasy-Trilogie war nicht schlecht, aber auch nicht sehr gut, sodass ich mit gemischten Gefühlen heraus gehe und eher 3,5 als 4 Sterne gebe. Das Cover ist in Ordnung, dafür gefällt mir der Farbschnitt umso mehr und besonders schön wurden die Klappenseiten mit Bildern der Protagonisten gestaltet. Hinzu kommt der gut verständliche Schreibstil, der die Geschichte gefühlvoll rüberbringt. Was eindeutig fehlt, ist eine Weltkarte, die meiner Meinung nach bei High-Fantasy beinahe Pflicht ist und wenn die Charaktere viel reisen oder durch die Welt fliegen und verschiedene Städte und Stützpunkte besuchen, kommt man ohne eine Karte schnell durcheinander, was schade ist. Allgemein wurde dem Worldbuilding nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt, stattdessen wurde sich auf Yessa und Cassim und deren Beziehung fokussiert. Es gibt sehr viel verschenktes Potenzial und hier habe ich mehr Hoffnungen auf den zweiten Band. Trotzdem ist das Terrain mit den Bergen und den Vulkanen interessant.

Die Story ist noch mit das Beste an dem Buch, weil sie stellenweise mit Plottwists und neuen Informationen überrascht und damit zum großen Teil unvorhersehbar bleibt und zudem spannende Kampfszenen von der sonstigen Langeweile ablenken. Insbesondere der Anfang hat mich in das Buch gezogen, da es fesselnd und voller Action beginnt und die Charaktervorstellung punktgenau ist. Das Thema “Drachen” scheint eigentlich auch wieder vorbei zu sein, doch mich hat es hier ziemlich gecatcht und die Diskriminierung von Drachenwandlern sowie der politische Krieg im Hintergrund wurden sehr gut rüber gebracht.

Auf solche Szenen in der Luft habe ich mich gefreut, nur leider hat es stark angefangen und danach wieder stark nachgelassen bis der Spannungsbogen in den letzten wenigen Seiten noch einmal kurz ansteigt und mit einem Cliffhanger den zweiten Teil der Dragonbound-Reihe vorbereitet. Obwohl sich hier auf die zwei Protagonisten konzentriert wird und das große Ganze nur am Rande Erwähnung findet, ist man daran interessiert, was dahinter steckt und wie man diese Diskriminierung und die Rassentrennung beseitigen kann. Dementsprechend folgen ernste Themen auf große Gefühle und das ist der Punkt, bei dem ich mit gemischter Meinung bei der Sache bin.

Yessa und Cassim haben mir einzeln sehr gut gefallen. Beide haben eine eigene Persönlichkeit bekommen, ohne dass sie zu Stereotypen wurden. Sie ist die Captain, die ein geheimes Ziel verfolgt und gar nicht so stark hinter den Werten der drachenhassenden Armee steht, wie sie vorgibt. Wenn man sie näher kennenlernt, merkt man, dass sie ihre Kindlichkeit und Naivität ein Stück weit behalten hat und auf eine positive Zukunft hofft. Es geschehen tragische Sachen, vor allem am Anfang, was sie uns Lesern näher bringt. Auch Cassim muss sich als Drachenwandler einer harten Gegenwart und einer noch härteren Vergangenheit stellen. Dabei steht sein Überleben ganz oben und dahinter steht er auch, während er langsam Gefühle zulässt. Beide haben Geheimnisse, die wir nach und nach erfahren und die Story spannender gestalten.

Nur zusammen gepasst haben sie nicht wirklich. Aus meiner Sicht gab es keine Chemie zwischen ihnen und plötzlich wurden aus Hass und Neutralität Annäherungsversuche und erste Anzeichen von Liebe. Manche Szenen, wie zum Beispiel, wenn Cassim mit Yessa allein im Zelt ist, waren annehmbar, alles andere hat nicht gestimmt. Besonders genervt hat mich, dass Cassim alles von Yessa wissen will und sie bei leichter Verunsicherung angemotzt hat, während er riesige Geheimnisse verbirgt, die alles auf den Kopf stellen können und die Loyalität, auf die er so einen Wert setzt, völlig untergraben. Diese Doppelmoral und das Ungleichgewicht der Beziehung stören die Atmosphäre des Romans und wenn es in 70% des Buches darum geht, verliert man die Lust am Lesen.

Insgesamt kann ich die Romantasy wegen der positiven Dinge in der Story weiterempfehlen, doch man braucht Geduld und Zeit für deren Entfaltung!

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.07.2026

Interessante Charaktere mit einem komplexen Magiesystem!

The Arcane Arts
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Ellsbeth schleicht sich in den begehrten Kurs der Arkanen Methodik und trifft dort auf Professor Rawlins. Langsam entbrennt zwischen ihnen ein Feuer, welches durch verbotene Liebe und die Macht der Kontrollmagie ...

Ellsbeth schleicht sich in den begehrten Kurs der Arkanen Methodik und trifft dort auf Professor Rawlins. Langsam entbrennt zwischen ihnen ein Feuer, welches durch verbotene Liebe und die Macht der Kontrollmagie gespeist wird.

“Irgendwann bekam die Welt Angst vor dem, was wir tun könnten … genau wie wir selbst. Wir haben uns ihre Angst zu eigen gemacht. Wir haben einander bekämpft. Es gab Hexenjagden und Reinheitstests, um jede Idee zu verbannen, die eine Gefahr darstellen könnte. Doch Angst ist der Todfeind der Neugier und er fördert weder die Forschung noch die Innovation.” -Rawlins

Das Buch ist gut, ich habe keine nennenswerte Kritik und es hat sich die fünf Sterne verdient und trotzdem werde ich den Inhalt morgen vergessen haben. Nach einer weiteren Woche werde ich mich fragen, welches Buch ich überhaupt gelesen habe und danach werde ich nicht mehr wissen, dass ich es im Regal stehen habe. Dabei ist die Story schön geschrieben und ein Stück weit einzigartig, aber nur solange man es liest. Tatsächlich haben mich das durchdachte Cover und der Klappentext angesprochen, wobei der Farbschnitt eher unkonventionell ist. Auch der Prolog führt den Leser mit Spannung in das Geschehen, denn es wird bis zum Schluss wichtig. Hinzu kommt der phänomenale, stilistisch ausdrucksstarke Schreibstil, der viel dazu beiträgt, dass man zu Ende liest und das Buch mit ganzem Herzen genießt, denn die Gedanken der Protagonisten kommen wunderbar zur Geltung.

Was einem direkt positiv auffällt und sich durch den ganzen Roman zieht, ist das komplexe Magiesystem in der Urban Fantasy. Das Arkane bzw. die Magie ist in der Welt ganz normal, aber durch die komplizierten Rituale mit den vielen Grundbausteinen ist die Anwendung zu aufwendig. Sie wird als ganz normales Studienfach angesehen und genau das studiert unsere Protagonistin und der Professor ist in dem Zweig berühmt. Es war interessant zu sehen, wie Arkane Rituale abgehalten werden, von den normalen, bis hin zu den verbotenen, mit denen sich die Hauptpersonen beschäftigen. Auch die Einbindung von Mathematik, Physik und Chemie war wichtig und das Thema “Kontrollmagie”, was hier stark in Bezug auf die spicy Szenen angewendet wird, war verführerisch.

Schon auf dem Buch steht eine Leseempfehlung von 18 Jahren und die unterstütze ich voll und ganz. Es kommen ein paar intime Szenen vor, die in Richtung Unterwerfung gehen, und andere Themen, wie zum Beispiel Machtmissbrauch oder Suizid, werden angesprochen. Jeder liest diese Dark Fantasy auf eigene Gefahr, das muss dazu gesagt werden. Wiederum ist es den Autoren richtig gut gelungen, das Setting in der Uni mit den Charakteren und der Story in Balance zu halten, sodass wir einem deutlichen roten Faden folgen und Plottwists auf einen warten. Denn auch der Plot an sich ist fesselnd und die Geheimnisse der einzelnen Personen führen dazu, dass man weiterlesen möchte, um die Auflösung zu sehen. Ellsbeth ist in Rawlins Master-Kurs, um herauszufinden, ob ihre Schwester wirklich Suizid begangen hat oder etwas anderes geschehen ist. Auch Rawlins verbirgt etwas, doch der Fokus liegt nicht selten auf der Charakter- und Gefühlsentwicklung, was ich begrüßt habe.

So sind Ellsbeth und Rawlins das Ah und Oh dieses Einzelbands, denn wer mit ihnen nicht sympathisch wird, sollte es direkt sein lassen. Beide sind authentische und vor allem realistische Personen, die man auf der Straße treffen könnte. Sie werden nicht auf ein attraktives Aussehen reduziert, sondern bekommen Persönlichkeit und Macken, zum Beispiel wird Rawlins als einen über 40 jährigen Mann dargestellt, der nicht super durchtrainiert ist, von jedem angehimmelt wird und nur gutaussehende junge Frauen datet. Ähnliches gilt für Ellsbeth, was mir beide Personen näher bringt, vor allem, wenn man ihren ganz normalen Alltag mitbekommt und Probleme sieht, wie sie es auch bei uns geben könnte, also wird eben nicht alles romantisiert. Das alles ist für mich ein großes Plus, was aber auch wieder dafür spricht, dass sich der Roman an ältere Leser richtet, da Ellsbeth auch Mitte 20 ist.

Ihre Liebesgeschichte nimmt langsam ihren Lauf und wird durch das verbotene Professor-Studenten-Verhältnis, den Altersunterschied und die verbotene praktizierte Magie, aber auch durch ihre jeweiligen Vergangenheiten, auf die Probe gestellt. Es ist nicht geradlinig, sondern knifflig wie im echten Leben und auch das Ende, so überraschend es zumindest für mich kommt, passt dazu. Die spicy Szenen komplettieren das unübliche Pärchen und es war mal faszinierend zu sehen, wie sich erwachsene Menschen durch Zufall und Zwang gleichermaßen, sowie aus dem Grund, weil sie kompatibel im Bett sind, näher kommen. Ihre Entwicklung kommt langsam ins Rollen und beide lernen über die Zeit von mehreren Monaten neue Seiten an sich kennen. Dabei sind sie beide ehrgeizig und während sich Ellsbeth nach dem Tod ihrer Schwester ein neues Leben aufbauen muss, möchte Rawlins seinem langweiligen Professorenleben und der Schuld, die sich seit Jahren aufstaut, entfliehen. Zusammen ergeben sie eine interessante und einzigartige Liebesgeschichte, die wunderbar in eine Urban Fantasy eingebettet ist.

Insgesamt kann ich den Roman an jeden weiterempfehlen, der nach den Triggerwarnungen noch daran interessiert ist, denn dann wird man das Durchlesen nicht bereuen!

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Veröffentlicht am 21.07.2026

Ein wundervoller Abschluss, den man nicht vorhersehen konnte!

Blade of Light. Flammenherz
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Nach dem Vorfall im ersten Buch müssen Zelie und Aries feststellen, dass eine Zusammenarbeit der Nachtelfen und Menschen unmöglich ist. Trotzdem versuchen sie alles, um die Mondschleicher zu besiegen, ...

Nach dem Vorfall im ersten Buch müssen Zelie und Aries feststellen, dass eine Zusammenarbeit der Nachtelfen und Menschen unmöglich ist. Trotzdem versuchen sie alles, um die Mondschleicher zu besiegen, und die einzige Lösung scheint der immer stärker werdende Magier zu sein.

“Aries und Zelie hatten es geschafft, trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft zusammenzuarbeiten und einander zu lieben. Möglicherweise gelang es den Menschen und Nachtelfen ja auch eines Tages, einander zu unterstützen, statt zu bekriegen.”

Die Story knüpft genau dort an, wo der erste Band der Romantasy-Dilogie aufgehört hat. Ohne Pause geht es weiter und auch sonst steigt die Spannung kontinuierlich an, bis wir zu einem verdienten Finale kommen, das noch einmal alles rausholt. Thematisch gesehen passen das Cover und der Titel perfekt zum Inhalt und ein Hauch Hoffnung führt uns durch die ansonsten düstere Atmosphäre. Wieder begleitet uns eine Karte und ein paar persönliche Zeichnungen der Autorin schmücken das Buch. Aries und Zelie, die beiden Protagonisten neben dem Magier Dzem, der eine große Rolle spielt, führen uns durch ihre Sichtweisen durch die Geschichte und da sie oft an anderen Orten waren oder ihre Gefühlswelt wichtig war, hat es sich gelohnt und es wurde nie langweilig. Auch der Schreibstil bleibt locker und flüssig.

Während also Aries und Zelie nach einem Verrat und ihren vergangenen Ansichten ihre wahren Gefühle füreinander realisieren müssen, beginnt ein Krieg zwischen den Menschen und den Nachtelfen. Im Hintergrund gibt es politische Komplotte und die dauernde Gefahr der Mondschleicher, sodass es nach und nach immer spannender wird. Brutale Kämpfe, Strategiegespräche und Magieanwendungen vergrößern den Lesespaß, wodurch es nie langweilig wird und man gut durch die Geschichte kommt. Am Ende löst sich alles schön auf und als Leser beendet man zufrieden eine Fantasy-Dilogie. Mir persönlich wurde Dzems Magie schon fast zu wichtig, weil teilweise von den Protagonisten abgelenkt wurde, aber es ist und bleibt interessant, dass nicht nur die Hauptfiguren wichtig für die Storyline sind, sondern auch Nebencharaktere auf beiden Seiten. Wenn man denkt, dass man weiß, wie es nun weitergeht, überrascht einen die Autorin aufs Neue und wirft alles über den Haufen, was dazu führt, dass die Geschichte die ganze Zeit unvorhersehbar bleibt.

Wenn uns nicht die Plottwists auf Trab halten, machen es die Protagonisten. Es ist ein hin und her, was dem Ende des ersten Buches geschuldet ist, und ich habe es sehr gemocht, die Gefühlsentwicklungen beider Personen zu verfolgen, weil es so natürlich war, wie sie mit sich selbst und ihrer Loyalität zum eigenen Volk gehadert und dann authentisch ihren Gefühlen Platz gemacht haben. Zelie bleibt die kämpferisch starke Anführerin, die ihren Freund vor seiner eigenen Magie und den Freunden schützen will, während der große Konflikt auch irgendwie gelöst werden muss. Sie ist verwundbar und ich mochte die verletzlichen Momenten, zum Beispiel die Gespräche mit Aries, am meisten.

Und auch Aries muss vieles durchmachen, kämpft aber für das Wohl aller. Ständig stand er im Widerspruch zu seinen Idealen und meine Aufmerksamkeit lag immer auf seinen Entscheidungen. Die Beziehung zwischen Zelie und Aries ist tragisch und schön zugleich und ich habe gebannt verfolgt, wann sie sich näher kommen oder ob es überhaupt passiert. Zwar wurde die Liebesgeschichte nicht in den Vordergrund gestoßen, wie in einer Romantasy üblich, doch das hat auch seine positiven Seiten und man freut sich auf eine Story, bei der die Liebe und der Plot in Balance stehen. Auf jeden Fall freut man sich für die zwei und alles Gute, was ihnen geschieht. Außerdem gefielen mir die Geheimnisse und wie stark Dzem nach und nach wird. Fantasy liest man wegen der Magie, zumindest tue ich das zum größten Teil, und diese ist hier mehr denn je zufriedenstellend zur Geltung gekommen.

Insgesamt war es ein würdiger Abschluss einer Romantasy-Dilogie!

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Veröffentlicht am 19.07.2026

Ein schönes Debüt mit viel Magie!

Die Gaben der Fünf
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Kehlani wacht ohne ihre Erinnerungen auf und muss feststellen, dass sie zusammen mit anderen zu Kämpfern für die Götter ausgebildet werden soll. Das ist gar nicht so leicht, denn dafür müssen sie Prüfungen ...

Kehlani wacht ohne ihre Erinnerungen auf und muss feststellen, dass sie zusammen mit anderen zu Kämpfern für die Götter ausgebildet werden soll. Das ist gar nicht so leicht, denn dafür müssen sie Prüfungen und andere tödliche Gefahren überstehen.

“Denken Sie daran, dass Sie alle hier zu Kriegern ausgebildet werden. Krieger töten. Gewöhnen Sie sich besser gleich an den Gedanken von … Mördern umgeben zu sein.” -Direktor

Dieses Buch ist ein solides Debüt der Autorin mit einem schönen Cover und einem noch schöneren Farbschnitt, die sich stark an der Handlung orientieren. Der Schreibstil ist flüssig und man kommt aus Kehlanis Sichtweise gut durch die Geschichte, da stark auf ihren Charakter und ihre Gedanken geachtet wird. Auch das Worldbuilding mit dem Reich der Götter und der Insel, wo die Academy sitzt und wir die meiste Zeit verbringen, ist gut gelungen. Nach und nach erfahren wir Stücke der Vergangenheit der Territorien und wie die Götter zueinander stehen oder beispielsweise wogegen überhaupt Krieg geführt wird, schließlich werden Kehlani und ihre Mitschüler zu Krieger der Götter ausgebildet. Es bleiben aber unzählige Fragen und Mysterien offen, sodass man mit dem zweiten Band der Reihe weiterlesen möchte. Die bunte Karte vervollständigt das Leseerlebnis und auch die Atmosphäre in Admisea trägt den Leser wunderbar durch die Romantasy.

Da es der Auftakt einer Pentalogie ist, geht die Story recht langsam voran und auch wenn viele Geheimnisse gelüftet werden und Plottwists die Spannung erhöhen, geht der Rest gediegen voran und man genießt eben jene Atmosphäre. Kehlani und der Rest müssen Magie- und Kampf-, aber auch Erdkunde- und Geschichtsunterricht durchnehmen, um praktische und theoretische Prüfungen zu bestehen und von einem Gott mit spezifischen Fähigkeiten ausgewählt zu werden. Es kommt zu Streitereien und Rivalitäten, doch auch Freundschaften und kleine Liebeleien prägen den Alltag.

Der Unterricht war interessant und neue Sachen zu erlernen und die Kämpfe zwischen den Schülern zu sehen, war faszinierend, aber es kommt nie richtig Spannung auf, weil die Story stattdessen dahin plätschert. Zum größten Teil stört das gar nicht, da man die Charaktere kennenlernen möchte und ankommen muss. Aber das Finale holt nochmal alle Action und Spannung raus, sodass sich das Lesen bis zum Schluss lohnt. Auch Morde und Unfälle während der Schulzeit bringen einen kleinen Kick hinzu, was mir gut gefallen hat. Damit bleibt es zum Teil unvorhersehbar und wir Leser sowie die Charaktere bereiten uns auf etwas Größeres vor.

Relativ schnell werden uns viele Personen vorgestellt, die uns begleiten und Kehlani entweder positiv oder negativ gesinnt sind. Gruppendynamiken und Beziehungen nehmen viel Raum an und irgendwann fühlt sich die Gruppe rund um Kehlani wie eine Familie an. Kora, Raphael und Mason werden zu Kehlanis Freunden und Verbündeten und man fiebert mit ihnen fast genauso mit, wie mit der Protagonistin. Lehrkräfte und die Schüler aus der Mobber-Gruppe fügen Drama in die Story hinzu und an Brutalität und Ernsthaftigkeit wird nicht gescheut, aber auch schöne Momente im Unterricht oder beim Essen gehören dazu. Außerdem kommen Lael und Tane aus dem höheren Jahrgang hinzu, die die Rolle des (potenziellen) Love-Interests übernehmen. Es ist zwar schwierig, eine Liebesgeschichte ohne Vergangenheit aufzubauen, wo die Gespräche nur um den Alltag und den Unterricht handeln, doch es war mal etwas anderes und die Abwechslung hat mir gut gefallen. Beide bleiben undurchschaubar und ich bin gespannt auf den zweiten Band. Immerhin gibt es keine intime Szenen, das ist ein Plus.

Man weiß, dass sich Kehlani nicht an ihre Vergangenheit erinnert, aber man unterschätzt, was für ein Ausmaß es auf die Gegenwart und ihren Charakter hat. Und an diesem Punkt erklärt sich, warum ich nur vier Sterne gebe anstatt fünf, denn Kehlani ist total unscheinbar und flach, insbesondere am Anfang. Es ist schwierig, direkt mit ihr zu fühlen oder ihre Schwäche zu entschuldigen, wenn man nichts über sie weiß. Ich bin mir klar darüber, dass es gewollt ist und es im späteren Verlauf zu einer großen Enthüllung kommt, auch was ihre Einzigartigkeit angeht, die mir das Ende gerettet hat. Nichtsdestotrotz ist es schwierig für Leser, vor allem in der ersten Hälfte, weil man distanziert bleibt und man ungefähr ab der zweiten Hälfte des Buches drüber stehen und die Geschichte genießen kann. Irgendwann haben wir genug Informationen, um mit Kehlani was anfangen zu können, bis dahin dauert es aber seine Zeit.

Insgesamt kann ich diesen Fantasy-Auftakt wegen der kleinen Plottwists und der vielen Charaktere ohne Zweifel weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 15.07.2026

Ein wunderbarer Einstieg in die Fantasy-Welt, der vor allem mit der Charakterentwicklung punktet!

Nobody's Quest
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Seit sehr vielen Jahren strebt das Reich Altarra seinem Untergang entgegen und nur eine Prophezeiung kann es retten: Niemand kann sie besiegen. Nun wird das wörtlich genommen und der Niemand Soli muss ...

Seit sehr vielen Jahren strebt das Reich Altarra seinem Untergang entgegen und nur eine Prophezeiung kann es retten: Niemand kann sie besiegen. Nun wird das wörtlich genommen und der Niemand Soli muss zusammen mit anderen Leuten versuchen, das Königreich zu retten.

“Stürme ziehen vorüber.
Schmerz vergeht.
Wir werden niemals aufgeben.”

Alyssa Day gelingt mit “Nobody's Quest" ein mitreißender Auftakt, der Abenteuer, Emotionen und Magie wunderbar miteinander verbindet. Es ist perfekt für zwischendurch und außer ein paar peinlichen Gesprächs-Szenen, bei denen ich das Buch aus Fremdscham beiseite legen musste, habe ich am Rest absolut nichts auszusetzen. Im Gegenteil, ich habe das Buch in wenigen Tagen durchgelesen und freue mich auf eine Fortsetzung, auch wenn die Story an sich nichts Weltbewegendes Neues ist. Besonders schön wurden der Farbschnitt und die Klappenseiten des Hardcovers gestaltet sowie die einfache Karte am Anfang des Buches. Zwischen den Kapiteln haben wir kurze Informationsblöcke, die uns die fremde Kultur, Politik, Geschichte und Religion näher bringen, wodurch das Verständnis verbessert wird. Auch der Schreibstil liest sich angenehm aus Solis Sichtweise, sodass man ohne Probleme durch die Story kommt. Zum Schluss kam das verdiente Finale mit so vielen neuen Informationen, dass ich auf den zweiten Band gespannt bin.

Das Worldbuilding punktet insbesondere mit der Religion, den verschiedenen Ständen der Menschen und anderen Kreaturen sowie mit der Magie. Da wir durch die Prophezeiung auf der Reise sind, um die Kriegsgöttin aufzuhalten und ihre Schwester wieder aufzuwecken, wird viel Zeit mit der Beschreibung der Umwelt verbracht, was mir sehr gut gefallen hat. Somit entstanden Bilder des Waldes, des Königsschlosses oder des Tempels vor meinem inneren Auge und man verfolgt die vielen Personen viel lieber. Denn dass es viele wichtige Charaktere gibt, wo noch die Hintergrundspieler und die Feinde hinzukommen, macht der Klappentext schon klar. Die Gruppendynamik und Beziehungen haben auch ihren Anteil an der Spannung.

Man lernt tatsächlich jede einzelne Person kennen, sodass wir für eine kurze Zeit neue Freunde und Kameraden haben. Sie begleiten Soli und den Prinzen Kaelen auf ihrem Weg und es wird gleich persönlicher. Jeder Kampf war spannend, aber auch einfache Gespräche am Feuer oder Geschichten aus der Vergangenheit waren interessant, was dazu führt, dass nicht immer etwas Besonderes geschehen musste, damit man weiterliest. Dieses Buch lebt von Plottwists, Geheimnissen und einem durchgehend klein gehaltenen Spannungsbogen, der immer mal wieder Hochpunkte hat. Ich bin richtig in die Welt eingetaucht und habe erlebt, wie der Dieb ohne Ehre, der Adlige ohne Vermögen, die Zauberin ohne Magie, der Soldat ohne Mut, der schöne Prinz ohne Königreich und der Niemand aus der Sklaverei ihren gefahrvollen Weg bestreiten und die Quest aus der Prophezeiung, gesprochen von der Göttin, verfolgen. Teilweise war es vorhersehbar, das muss ich gestehen, da die Gruppe auf der Suche nach magischen Gegenständen ist und man erahnen kann, was passieren kann und was nicht, aber das Wie war der Hauptgrund zum Weiterlesen. Allein die erste Szene, als Soli die tödliche Kette überlebte und auserwählt wurde, hatte meine ganze Aufmerksamkeit.

Zum Schluss sind da unsere Protagonisten, deren Liebesgeschichte überraschend viel Raum eingenommen hat und wo intime Szenen hin und wieder den Plot unterbrechen. Ich persönlich habe ihre Beziehung genossen, weil sie langsam entstanden und noch viel Raum zur Entwicklung vorhanden ist. Außerdem kamen alle Gefühle bei mir an, auch wenn der Prinz Kaelen mystisch und meistens undurchschaubar bleibt. Kaelen an sich ist ein interessanter Charakter mit einer starken Persönlichkeit und guten Kampffähigkeiten. Durch ihn bekommen die Leser den besonderen Kick, der sie zum zu-Ende-Lesen animiert. Aber natürlich ist es Soli, die einen bleibenden Eindruck hinterlässt und die man direkt ins Herz schließen muss. Sie legt eine fundamentale Charakterentwicklung hin, sodass ich allein wegen ihr und ihrer Verbindung mit der Göttin und damit der Magie auf die anderen Bücher der Reihe gespannt bin. Von einem Niemand mit einer tragischen Vergangenheit wird sie zu einer Heldin, die über sich hinauswächst und trotzdem menschlich bleibt. Soli ist authentisch und mit ihrer Krankheit, die schonungslos ehrlich beschrieben wird, kämpft sie sich durch das Leben. Diese ähnelt einer Depression und bringt, nicht zuletzt wegen der Autorin, Ernsthaftigkeit und Anregungen zum Nachdenken in das Abenteuer.

Insgesamt eignet sich dieser Roman perfekt als Einstieg in eine komplexe High-Fantasy-Welt!

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