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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2026

Diem kämpft zwischen den Fronten für Frieden, während sie ihre wahre Macht entdeckt.

Heat of the Everflame
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Band drei der „Kindred’s Curse“-Saga ist wie ein Sturmlauf durch die Gefühle. Penn Cole wirft uns ohne Atempause direkt dorthin zurück, wo zuvor alles in Scherben lag. Was mich hier besonders gepackt hat, ...

Band drei der „Kindred’s Curse“-Saga ist wie ein Sturmlauf durch die Gefühle. Penn Cole wirft uns ohne Atempause direkt dorthin zurück, wo zuvor alles in Scherben lag. Was mich hier besonders gepackt hat, ist die spürbare Erweiterung der Welt. Wir verlassen die gewohnten Pfade und erkunden die unterschiedlichen Reiche, was der politischen Tiefe und dem Worldbuilding eine ganz neue Dimension verleiht. Die Zerrissenheit zwischen den Völkern wird greifbar – es ist kein einfaches Schwarz-Weiß-Denken mehr, sondern ein schmerzhaftes Grau, das moralische Fragen aufwirft.

Diem ist als Protagonistin eine Wucht, auch wenn ihre gelegentliche Blindheit für das Offensichtliche mich manchmal fast wahnsinnig gemacht hat. Dennoch wirkt ihre Entwicklung, die eigene Identität und Macht zu akzeptieren, absolut glaubhaft. Und Luther? Seine stille, fast schon ehrfürchtige Loyalität sorgt für ein Knistern, das unter die Haut geht, ohne die Handlung zu ersticken. Die Dynamik der Gruppe fühlt sich dabei zunehmend wie eine Familie an, in die man gerne zurückkehrt.

Coles Schreibstil ist bemerkenswert flüssig und schafft es, trotz des stattlichen Umfangs nie langatmig zu werden. Sie findet eine treffsichere Mischung aus rasanter Action und leisen, atmosphärischen Momenten, die einem das Herz schwer machen. Auch wenn manche Wendungen für aufmerksame Beobachter zu erahnen waren, hat mich das Finale völlig unvorbereitet und emotional am Boden zerstört zurückgelassen. Ein intensives Leseerlebnis, das nach der Fortsetzung schreit.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Glanzvolle Fassaden und bittere Wahrheiten

Kingdom of crystal Hearts
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In "Kingdom of Crystal Hearts" entwirft Sina Brings eine Welt, die so schillernd wie grausam ist. Während die Oberschicht ihre Macht aus magischen Juwelen schöpft, zahlt das einfache Volk in den Minen ...

In "Kingdom of Crystal Hearts" entwirft Sina Brings eine Welt, die so schillernd wie grausam ist. Während die Oberschicht ihre Macht aus magischen Juwelen schöpft, zahlt das einfache Volk in den Minen den täglichen Preis für diesen Luxus. Mittendrin steht Elodie: Eine junge Frau, deren Herz für die Vergeltung schlägt, die jedoch durch eine unerwartete Magieexplosion zur unfreiwilligen Marionette der verhassten Königin wird. Dass sie ausgerechnet dem stummen Prinzen Rafe ihre neuen Kräfte „leihen“ muss, erzeugt ein faszinierendes Spannungsfeld zwischen ihrer Mission und einer aufkeimenden, gefährlichen Zuneigung.

Sina Brings schreibt erfrischend direkt und verzichtet auf unnötigen Ballast. Ihr Erzählstil ist lebendig und sorgt dafür, dass man die beklemmende Enge der Kerker ebenso spürt wie das giftige Gold der Ballsäle. Man folgt einem klaren roten Faden, der einen ohne verwirrende Sprünge durch die Handlung trägt. Besonders die innere Wandlung Elodies hat mich überzeugt – ihre Zerrissenheit zwischen dem blinden Wunsch nach Zerstörung und dem Entdecken der menschlichen Zerbrechlichkeit hinter den feindlichen Mauern wirkt absolut ehrlich.

Auch wenn das magische System rund um die Edelsteine für meinen Geschmack noch tiefer hätte beleuchtet werden dürfen und das Finale fast schon zu rasant über die Bühne geht, bleibt ein atmosphärischer Roman zurück, der lange nachhallt. Es ist ein packendes Zusammenspiel aus Palastintrigen und emotionalem Tiefgang, das zeigt, dass hinter jedem funkelnden Kristall oft ein dunkler Schatten liegt. Ein Muss für alle, die Geschichten über starke Rebellinnen und die feinen Nuancen zwischen Gut und Böse lieben.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Zwischen Götterzorn und Herzschlag: Ein rebellisches Finale

How to Kill Fate (Fate Dilogie, Bd. 2)
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Saskia Louis setzt mit dem Abschluss ihrer Dilogie ein kraftvolles Statement gegen die Ohnmacht gegenüber dem Schicksal. Kiana, Tyron und Nevin sind längst kein bloßes Zweckbündnis mehr, sondern ein Herzstück ...

Saskia Louis setzt mit dem Abschluss ihrer Dilogie ein kraftvolles Statement gegen die Ohnmacht gegenüber dem Schicksal. Kiana, Tyron und Nevin sind längst kein bloßes Zweckbündnis mehr, sondern ein Herzstück aus Loyalität, das sich gegen die manipulativen Instanzen Animas auflehnt. Besonders beeindruckend ist, wie die Geschichte Fragen nach dem eigenen Wert stellt – völlig losgelöst von göttlichen Prophezeiungen oder einem vorgegebenen Nutzen für die Gesellschaft.

Der Erzählstil ist dabei eine Klasse für sich: Die Autorin jongliert meisterhaft mit schlagfertigem Sarkasmus und einer emotionalen Tiefe, die in den entscheidenden Momenten eine regelrechte Gänsehaut auslöst. Die Chemie zwischen Kiana und Tyron fühlt sich durch ihre Reibungspunkte und Zweifel unglaublich lebendig an; hier wird Zuneigung nicht einfach als gegeben hingenommen, sondern durch gemeinsame Krisen aktiv gewählt. Nevin erweist sich erneut als unverzichtbarer Ruhepol, der mit seiner Wärme die düsteren, actionreichen Passagen perfekt ausbalanciert. Die Mischung aus rasanter Flucht, schockierenden Enthüllungen über die Weltordnung und einer Atmosphäre, die sich ebenso rau wie hoffnungsvoll anfühlt, macht das Buch zu einem Erlebnis, das noch lange nachklingt. Ein echtes Plädoyer für die Freiheit, das zeigt, dass wir mehr sind als nur Fäden in einem Webstuhl.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Eine Krone voller Herzschmerz und Mut

Queen Charlotte – Bevor es die Bridgertons gab, veränderte diese Liebe die Welt
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Julia Quinn gelingt hier ein echtes Kunststück: Sie verleiht der oft unnahbaren Monarchin aus dem bekannten „Bridgerton“-Universum eine greifbare Seele. Ihr Erzählton ist dabei so einladend und lebendig, ...

Julia Quinn gelingt hier ein echtes Kunststück: Sie verleiht der oft unnahbaren Monarchin aus dem bekannten „Bridgerton“-Universum eine greifbare Seele. Ihr Erzählton ist dabei so einladend und lebendig, dass die Kapitel beim Lesen beinahe wie im Flug vergehen. Man spürt auf jeder Seite die gelungene Zusammenarbeit mit Shonda Rhimes, da die dramatische Wucht der Vorlage perfekt mit Quinns Gespür für emotionale Zwischentöne harmoniert. Der Stil ist elegant, ohne steif zu wirken, und schafft es, die historische Kulisse modern wirken zu lassen.

Die Handlung entführt uns ins Jahr 1761, als die junge Charlotte in eine Welt geworfen wird, deren starre Regeln sie erst mühsam entschlüsseln muss. Die Ehe mit König George ist kein sanftes Märchen, sondern eine emotionale Achterbahnfahrt voller Hindernisse. George verbirgt Schatten, die die junge Königin immer wieder vor verschlossene Türen und Mauern aus Schweigen stellen. Doch statt an der Last der Krone zu verzweifeln, wächst Charlotte über sich hinaus.

Es ist tief bewegend zu beobachten, wie aus einer arrangierten Verbindung eine loyale, fast trotzige Liebe wird, die das Fundament einer ganzen Gesellschaft erschüttert. Wer die Serie mochte, wird das Buch für die tieferen Einblicke in die Gedankenwelt der Charaktere schätzen. Es macht Charlottes spätere Strenge schmerzhaft nachvollziehbar und zeigt, dass hinter jeder harten Schale eine Geschichte voller Opfer und Hingabe steckt. Ein absolut lesenswertes Porträt über weibliche Stärke.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Zwischen Clan-Ehre und Herzschmerz: Ein stürmischer Trip in die Highlands

A Spark of Time - Ein Treffen in den Highlands
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Kira Licht entführt uns im dritten Band der Reihe in das raue Schottland von 1745, und ich muss sagen: Diese Reise hat es in sich. Emotional fühlt sich die Geschichte deutlich gereifter an. Während Lilly ...

Kira Licht entführt uns im dritten Band der Reihe in das raue Schottland von 1745, und ich muss sagen: Diese Reise hat es in sich. Emotional fühlt sich die Geschichte deutlich gereifter an. Während Lilly krampfhaft versucht, Normalität in ihrem Studium zu finden, driftet Damien immer weiter in seine eigene Welt ab. Diese schleichende Entfremdung zwischen den beiden ist so ehrlich beschrieben, dass man den Schmerz förmlich zwischen den Zeilen spüren kann.

Der Schreibstil ist gewohnt einnehmend und wunderbar bildhaft. Man hat beim Lesen fast das Gefühl, den Highland-Nebel auf der Haut zu spüren und den Torfrauch in der Nase zu haben. Kira Licht schafft es meisterhaft, die historischen Gepflogenheiten und das Clan-Leben lebendig werden zu lassen, ohne dass es sich wie eine trockene Geschichtsstunde anfühlt.

Besonders Collin bringt als neuer Faktor eine ordentliche Portion Zündstoff in die Handlung. Dass er Lilly und Damien mit unsauberen Mitteln zu dieser Zeitreise zwingt, sorgt sofort für eine Grundspannung. Das Rollenspiel in der Vergangenheit – Lilly und Collin als Paar, Damien als Bediensteter – ist ein genialer Schachzug, der die emotionalen Konflikte auf die Spitze treibt. Man schwankt ständig zwischen Mitgefühl für Damien und einer wachsenden Neugier auf Collins wahre Absichten.

Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der meinen Puls ordentlich in die Höhe getrieben hat. Jetzt heißt es leider wieder warten, denn nach diesem dramatischen Finale möchte man am liebsten sofort weiterblättern.

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