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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.07.2021

Zwei ungewöhnliche tierische Detektive

Ein Fall für Katzendetektiv Ra - Das verschwundene Amulett
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Als verwöhnter Kater des Pharao genießt Ra ganz besondere Privilegien – und faul geworden ist er auch noch. Seine Gedanken kreisen ums Essen und Schlafen. Als ein Amulett im Palast verschwindet, bittet ...

Als verwöhnter Kater des Pharao genießt Ra ganz besondere Privilegien – und faul geworden ist er auch noch. Seine Gedanken kreisen ums Essen und Schlafen. Als ein Amulett im Palast verschwindet, bittet ihn sein Freund Khepri, ein fleißiger Skarabäuskäfer, um detektivische Hilfe, denn ein Dienstmädchen wird zu Unrecht des Diebstahls verdächtigt. Nun ist das Mädchen auf der Flucht vor einer harten Strafe. Ra braucht noch ein bisschen, doch dann macht er sich mit Khepri auf die Suche nach dem wahren Täter.

Man sieht ihn schnell vor sich, diesen verwöhnten und verfressenen Kater, der sich aus seinem gewohnten Alltag überhaupt nicht herausreißen lassen will. Doch gleichzeitig ergänzen er und sein Käferfreund sich aufs Beste, um hier detektivisch tätig zu werden. Der Sprecher Dietmar Bär lässt nicht nur die besonderen Fähigkeiten dieser beiden Tiere lebendig werden, sondern auch all der anderen Tiere im Palast des Pharao, die an der Suche nach dem Täter beteiligt sind, so dass es eine große Freude ist, die beiden tierischen Detektive in ihren Ermittlungen zu begleiten. Besonders überraschend ist die Auflösung, damit hätte ich überhaupt nicht gerechnet. Auf weitere Abenteuer mit Ra und Khepri am Hof des Pharao kann man gespannt sein.

Dieses spannende Hörbuch über zwei ungewöhnliche tierische Detektive in einem spannenden Umfeld ist für Kinder ab 7 Jahren gut geeignet. Ich empfehle es sehr gerne weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.07.2021

Tabeas supertolles Ferienabenteuer

Tschakka! – Huhn voraus
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Die Ferien haben begonnen, doch Tabeas Familie fährt dieses Jahr nicht im Urlaub weg. Ein bisschen ist Tabea traurig, doch dann findet sie mit ihrem Freund Einstein ein wunderschönes Ferienabenteuer: Sie ...

Die Ferien haben begonnen, doch Tabeas Familie fährt dieses Jahr nicht im Urlaub weg. Ein bisschen ist Tabea traurig, doch dann findet sie mit ihrem Freund Einstein ein wunderschönes Ferienabenteuer: Sie wollen das ausgebüxte Huhn der Nachbarn retten. Ein großes (und lustiges) Abenteuer beginnt…

Schon das Cover ist ansprechend und lustig gestaltet und gibt einen Vorgeschmack auf das, was den Leser im Buch erwartet. Tabea ist das jüngste von drei Geschwistern, und wie in allen Familien tun sich die Kinder mit den Eltern und die Kinder untereinander manchmal schwer. Und doch halten sie alle zusammen, wenn es wichtig ist. In Einstein hat Tabea einen guten Freund im Alltag gefunden, der für jedes Abenteuer zu haben ist. Für die Rettung des Huhns werden die beiden zu Tschakka und Stoneman, zwei coole Helden, die die besten Ideen haben. Und so werden die langweiligsten Ferien zu einem supertollen Abenteuer, das durch nichts zu toppen ist. So ganz nebenbei gibt es zu all den spannenden Ereignissen auch ein paar nachdenkliche Gedanken zum Thema Umwelt. Tabea erzählt die Geschichte wie in einem Tagebuch, frei weg von der Leber, der Text wird aufs Spannendste mit tollen Illustrationen ergänzt. Dadurch ist die Geschichte gut geeignet für Leser/innen ab 8 Jahren. Ich hatte das Vergnügen, Tabeas Abenteuer sowohl als Hörbuch zu hören wie auch im Buch mitzuerleben. Nun kann ich gar nicht sagen, was ich mehr empfehlen würde: Das Buch besticht mit einer genialen Aufmachung, das Hörbuch durch die Stimme der Sprecherin Monika Oschek, die Tabeas Erlebnisse gekonnt zum Leben erweckt, passend zu jedem Ereignis, das gerade stattfindet.

Dieses Kinderbuch hat sofort das Interesse meiner Tochter (10 Jahre) geweckt, sie hat es in Nullkommanix inhaliert. Auch mir hat dieses spannende und lustige Abenteuer gut gefallen. Klar empfehlen wir das Buch unbedingt weiter und vergeben alle 5 möglichen Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.07.2021

Ein fantastisches Abenteuer

School of Talents 1: Erste Stunde: Tierisch laut!
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Wer hätte gewusst, dass Tiere ganz laut sind, wenn sie sprechen? Alva weiß das, denn sie kann Tiere verstehen. Manchmal kann sie das kaum ertragen, denn sie kann dann nichts anderes mehr hören. Deshalb ...

Wer hätte gewusst, dass Tiere ganz laut sind, wenn sie sprechen? Alva weiß das, denn sie kann Tiere verstehen. Manchmal kann sie das kaum ertragen, denn sie kann dann nichts anderes mehr hören. Deshalb kommt sie in die School of Talents. In diesem Internat haben Lehrer und Schüler fantastische Fähigkeiten: sich verwandeln, Wasser beherrschen, fliegen und noch vieles mehr. Alva findet schnell Freunde. Doch was ist mit der Anzeigetafel, die ab und zu einen rätselhaften Reim zeigt? Alva und ihre Mitschüler werden das bald erfahren…

Es ist schon eine sehr interessante Mischung an Schülern und Lehrern, die an dieser School of Talents versammelt ist. Und natürlich darf niemand von außerhalb von den seltsamen Geschehnissen dort erfahren. Alva, die bisher von den Gesprächen der Tiere abgelenkt und deshalb für ihre gedankliche Abwesenheit verlacht wurde, findet endlich einen Ort, an dem sie so sein darf, wie sie ist. Ja, sie ist hier sogar eine von Vielen. Und sie soll lernen, ihr Talent zu beherrschen, so dass sie die Gespräche der Tiere in ihrer Wahrnehmung abschalten kann. Natürlich gibt es auch eine Aufgabe zu bewältigen, und das schafft Alva mit ihren Freunden sehr gut. Die Internatsschüler sind wie alle Schulkinder mal gut und mal weniger gut drauf, doch was auffällt, ist eine gute Gemeinschaft. Man achtet sich gegenseitig, zumindest meistens. Das Buch richtet sich an junge Leser ab ca. 8 Jahren zum Selberlesen, für jüngere Kinder ab dem Schulalter ist es gut zum Vorlesen geeignet. Die Illustrationen in schwarz und weiß ergänzen gekonnt den Text. Sehr spannend ist es, mit Alva die Schule sowie ihre neuen Mitschüler zu entdecken und anschließend das Rätsel um die Insel zu knacken. Da will man gleich wissen, welche weiteren Abenteuer es an dieser Schule zu erleben gibt.

Dieses Buch hat mir gut gefallen, denn die Themen Freundschaft und gegenseitigen Respekt werden sehr gut in eine spannende Geschichte eingebunden. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.07.2021

Zu wenig Tiefe

Die Senfblütensaga - Zeit für Träume
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Emma möchte unabhängig sein, sie möchte studieren. Es ist 1908, in Metz ist die Rolle der Frau noch sehr beschränkt darauf, Ehefrau und Mutter zu sein. Carl, Sohn eines Fuhrunternehmers, findet sie dennoch ...

Emma möchte unabhängig sein, sie möchte studieren. Es ist 1908, in Metz ist die Rolle der Frau noch sehr beschränkt darauf, Ehefrau und Mutter zu sein. Carl, Sohn eines Fuhrunternehmers, findet sie dennoch sympathisch, und auch er ist fasziniert von ihr. Vor allem finden die beiden sich wieder darin, Carl in seiner Leidenschaft für den Senf und dessen Aromen zu ermutigen. Doch da ist auch noch Carls Freund Antoine, dessen Charme sie nicht ganz widerstehen kann.

Das Buch ist der Auftakt der Senfblütensaga. Die Geschichte ist vom Schreibstil her angenehm zu lesen. Allerdings habe ich mich vor allem mit Emma sehr schwer getan. Sie kommt mir sehr naiv und trotzig vor, und so hatte ich Schwierigkeiten, sie mir in der damaligen Zeit als Kind ihrer Familie vorzustellen. Diese Problematik erscheint mir etwas abgeschwächt auch für Carl. Insgesamt fehlt mir etwas Tiefe in dieser Geschichte, es bleibt mir zuviel an der Oberfläche.

Deshalb kann ich das Buch nur bedingt empfehlen und vergebe 3 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.07.2021

Monolog einer Lebensbeichte

Die Beichte einer Nacht
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Heleen erzählt der Nachtwache in der Nervenklinik ihre Lebensgeschichte. Sie ist das älteste Kind in einer kinderreichen protestantischen Familie, erlebt ihre Mutter nie ohne Säugling. In diesem Umfeld ...

Heleen erzählt der Nachtwache in der Nervenklinik ihre Lebensgeschichte. Sie ist das älteste Kind in einer kinderreichen protestantischen Familie, erlebt ihre Mutter nie ohne Säugling. In diesem Umfeld muss sie sich selbst finden, als Pubertierende und später als Frau, muss ihren Weg finden.

Mit Heleen erlebt der Leser die Stationen ihres Lebens mit, aus ihrer Sichtweise, immer wieder unterbrochen davon, dass sie die Aufmerksamkeit der Nachtschwester einfordert. Ihr Monolog gerät zur Bewältigung ihrer bisherigen Erlebnisse. Als Leser ist man nah an ihr dran und fiebert in jeder Situation mit. Unterschwellig spürt man immer, dass da noch ein großes Geheimnis wartet, auf das man jedoch warten muss, während man sich von Heleens Geschichte unterhalten lässt.

Heleens ungewöhnliche Geschichte hat mich gut unterhalten können, so dass ich das Buch gerne weiter empfehle und 4 von 5 Sternen vergebe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere