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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.10.2018

Spannendes Verwirrspiel

Puppenmutter
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Tessa lebt mit ihrem Mann Jules in einer abgelegenen Villa am Stadtrand von Paris. Eines Nachmittags wird sie Opfer eines Überfalls, doch die Polizei kann rechtzeitig kommen. In derselben Nacht begeht ...

Tessa lebt mit ihrem Mann Jules in einer abgelegenen Villa am Stadtrand von Paris. Eines Nachmittags wird sie Opfer eines Überfalls, doch die Polizei kann rechtzeitig kommen. In derselben Nacht begeht Jules Selbstmord. Zunehmend fühlt Tessa sich unwohl in ihrem Haus. Ihre Freundin und ihre Familie unterstützen sie, doch jeder von ihnen hat seine eigenen Geheimnisse. Und bald stellt sich heraus, dass vieles ganz anders ist als es auf den ersten Blick erscheint…

Dies war mein erstes Buch von Astrid Korten, und ich habe es in kürzester Zeit „inhaliert“. Die Autorin versteht es, die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite hoch zu halten. Das Verwirrspiel der Verdächtigen und der Theorien, die sich der Leser dazu überlegt, wird mit jeder Wendung neu angeheizt. Die Charaktere geben ihre Geheimnisse nur nach und nach preis, und Geheimnisse gibt es hier zuhauf. Das peitscht das Rätselraten umso mehr an und führt zu äußerst verblüffenden Erkenntnissen. So schnell aber lässt sich die Autorin nicht in die Karten sehen, es bleibt einfach nur spannend!

Wer sich von einem Thriller fesseln lassen mag, dem kann ich dieses Buch nur unbedingt empfehlen. Ich bin neugierig geworden auf die weiteren Bücher der Autorin.

Veröffentlicht am 13.03.2018

Ungewöhnliche Idee gekonnt umgesetzt

Die Morde von Pye Hall
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Die Lektorin Sue Ryeland soll das neue Manuskript des erfolgreichen Autors Alan Conway lektorieren. Doch dabei stellt sie fest, dass genau das Ende fehlt. Schnell rutscht sie in die Rolle der Detektivin, ...

Die Lektorin Sue Ryeland soll das neue Manuskript des erfolgreichen Autors Alan Conway lektorieren. Doch dabei stellt sie fest, dass genau das Ende fehlt. Schnell rutscht sie in die Rolle der Detektivin, denn bald sind nicht nur die Krimi-Morde um Pye Hall zu lösen, sondern auch die Umstände des Todes von Alan Conway selbst.

Ein Krimi im Krimi, zwei Fälle, die so ineinander verschachtelt sind, dass die Auflösung des einen ein wichtiger Beitrag zum anderen ist – das ist eine äußerst ungewöhnliche Idee, die Anthony Horowitz hier gekonnt umsetzt. Der Wechsel zwischen den beiden Büchern und dem zeitlichen Rahmen gelingt dabei mühelos und wird zu einem spannenden Spiel mit dem fiktiven Werk, das plötzlich zu einer realen Gefahr für die Protagonistin führt. Dabei spielt der Autor mit sehr vielen Elementen aus dem klassischen englischen Krimigenre, setzt Reminiszenzen an bekannte Ermittler wie Sherlock Holmes, Hercule Poirot und Miss Marple sowie deren Autoren. Es bleibt viel Raum zum Mitraten, während der Autor ganz im Stil seiner Vorgänger Hinweise setzt, die auf die richtige oder auch die falsche Fährte führen können.

Ein Krimi vom Feinsten für alle Liebhaber der britischen Krimikultur, spannend geschrieben und intelligent konstruiert, da fliegen die Seiten nur so dahin. Von mir gibt es deshalb eine unbedingte Leseempfehlung und alle fünf Sterne.

Veröffentlicht am 31.12.2017

Ein Ermittlerduo, das sich gut ergänzt

Stille Zeugen: Friedelinde Engel ermittelt - Band 1
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Die Nachlasspflegerin Friedelinde Engel soll das Erbe regeln von Hannelore Weber, die anscheinend sehr zurückgezogen gelebt hat. Dabei findet Friedelinde in der Gefriertruhe der Verstorbenen einen weiteren ...

Die Nachlasspflegerin Friedelinde Engel soll das Erbe regeln von Hannelore Weber, die anscheinend sehr zurückgezogen gelebt hat. Dabei findet Friedelinde in der Gefriertruhe der Verstorbenen einen weiteren Toten. Bald ergibt sich eine Zusammenarbeit mit dem Kripo-Beamten Sander, der in kürzester Zeit einen zweiten Mordfall auf dem Tisch hat. Könnte es sein, dass die beiden Fälle miteinander zu tun haben? Welches Motiv könnte dahinterstecken? Die beiden werden die Lösung gemeinsam herausfinden, auch wenn die Ermittlung gefährlich werden könnte…

Mit dem Ermittlerduo Sander und Friedelinde Engel hat die Autorin Angela Lautenschläger ein Pärchen gefunden, das sich in seinen Gegensätzen wie auch in seinen Ähnlichkeiten wunderbar ergänzt. Als Gegenpunkt auch sehr gut entworfen: Sanders Kollege, ein weiterer Kontrapunkt zu dem aufbrausenden Sander. Und natürlich zwischen den Zeilen das Prickeln zwischen Sander und Engel, die sich nur scheinbar wie Katz und Maus vertragen… Der Fall selbst arbeitet ein dunkles Kapitel der Kriegs- und Nachkriegszeit auf, denn bis dahin reichen die Wurzeln des Konflikts, der zu den tragischen Ereignissen um die aktuellen Mordfälle führt. Nur nach und nach werden die geschichtlichen Hintergründe freigelegt, ergeben sich die Verbindungen in den verschiedenen Fällen, während die Identität des Mörders lange unklar bleibt, genauso wie sein Motiv. Dadurch bleibt der Spannungsbogen bis zur Auflösung gut erhalten. Ich selbst musste mich überraschen lassen und habe erst auf den letzten Seiten die richtigen Schlüsse gezogen.

Das Buch hat mir einige spannende Lesestunden geschenkt, die geschichtlichen Hintergründe in Zusammenhang mit der Bank sind glaubhaft dargestellt, so dass ich dem Buch gerne vier von fünf Sternen gebe, verbunden mit einer Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 07.12.2018

Informativ und einfühlsam

Martha, du nervst!
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Brigitta Schröder ist Diakonisse und hat ihre Freundin Martha in deren letzten Lebensjahren gepflegt, so dass diese in ihrem eigenen Heim bleiben konnte. Brigitta Schröder hat bereits mehrere Bücher zum ...

Brigitta Schröder ist Diakonisse und hat ihre Freundin Martha in deren letzten Lebensjahren gepflegt, so dass diese in ihrem eigenen Heim bleiben konnte. Brigitta Schröder hat bereits mehrere Bücher zum Thema Demenz veröffentlicht, in dem sie zu einem neuen Umgang mit der Krankheit anleiten möchte. Das vorliegende Buch ist eine Mischung aus ihrer eigenen Geschichte, aus den Erzählungen über den Umgang mit Demenz im Verlauf der Zeit, sowie Erzählungen von Menschen, die in irgendeiner Weise von Demenz betroffen sind. All das spiegelt die Überzeugung der Autorin, dass Menschen mit Demenz „Pioniere für eine humanere Gesellschaft“ sind. Ein respektvoller Umgang der Pflegenden und der Kranken hilft beiden, ein bisschen Glück miteinander zu finden.

Das Buch ist flüssig geschrieben und lässt sich gut lesen. Es bietet einen guten Einblick in den derzeitigen Stand, wie mit Demenzkranken umgegangen wird, zeigt auch Beispiele für ein gutes Gelingen. Parallel dazu wird klar, wie die Autorin selbst dazu kam, ihre Freundin zu pflegen, und wie diese Arbeit sie selbst verändert hat. Es bietet wichtige Gedanken für alle, die mit der Pflege von Menschen mit Demenz betreut sind, lässt auch Platz für die Bedürfnisse derjenigen, die einen Angehörigen zu Hause pflegen. Die Geschichte der Autorin mit ihrer Freundin ist das Sahnehäubchen zu diesem Buch, denn sie erläutert vieles nochmal zu den eher theoretischen Anteilen.

Schon das Coverbild mit der Diakonisse Brigitta Schröder, die oftmals angeeckt ist und dazu steht, lädt ein zur Lektüre dieses informativen Buches. Ich möchte es unbedingt und von ganzem Herzen allen empfehlen, die sich mit dem Thema beschäftigen – und das wird doch so ziemlich jeden von uns betreffen, denn es wird wohl kaum eine Familie geben, die sich mit dieser Krankheit nicht auseinandersetzen muss.

Veröffentlicht am 07.12.2018

Auf der Suche nach einem sagenhaften Schatz

Geheimakte / Geheimakte Cíbola
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Der Archäologe Max Falkenburg stößt bei den Hinterlassenschaften seines Freundes Patrick auf dessen Aufzeichnungen zur geheimnisumrankten Stadt Cibola. In Gedenken an den verstorbenen Freund bereitet Max ...

Der Archäologe Max Falkenburg stößt bei den Hinterlassenschaften seines Freundes Patrick auf dessen Aufzeichnungen zur geheimnisumrankten Stadt Cibola. In Gedenken an den verstorbenen Freund bereitet Max mit seinen Freunden Joe und Jody und Professor Crichton die Expedition nach Neuspanien vor, auf der Suche nach einer der sieben goldenen Städte. Doch nicht nur sie interessieren sich dafür: Ihnen auf der Spur sind kaltblütige Schatzjäger, goldgierige Ganoven und ein missgünstiger Kollege…

Ein weiteres Abenteuer mit Max Falkenburg und seinen Freunden bahnt sich an, wie immer mit einigen Gefahrenquellen, zwischendrin mit viel Action und einem dicken Schuss Mythos gewürzt. Der Showdown zum Schluss ist auch nicht von schlechten Eltern. Ganz so eng darf man die vorliegende Geschichte nicht sehen, doch mit einem Augenzwinkern gelesen kann so manches glaubwürdig werden, das in unserer Welt nicht funktionieren würde. Wie alle anderen Bände dieser Reihe ist das Abenteuer in sich abgeschlossen, man kann es gut ohne Vorkenntnisse lesen.

Die Hintergründe zu der Legende der goldenen Städte hat der Autor André Milewski sorgfältig recherchiert und in einem abschließenden Kapitel über „Fakten, Hintergründe & Fiktion“ zusammengefasst.

Die besondere Mischung an Indiana Jones, Mythos und Fakten wird durch einen flüssigen Schreibstil abgerundet, so dass ich dem Buch einige spannende Lesestunden verdanke. Sehr gerne empfehle ich die Geschichte deshalb weiter und vergebe vier von fünf Sternen.