Ein Leben mit dem Tourette Syndrom, authentisch und berührend
Tick mich doch"Kämpfe für das, was dir lieb. S.360
Simon lebt mit dem Tourette Syndrom, sein Vater und sein bester Freund Marco sind immer für ihn da. Sie unterstützen ihn, bauen ihn auf und Marco verteidigt Simon ...
"Kämpfe für das, was dir lieb. S.360
Simon lebt mit dem Tourette Syndrom, sein Vater und sein bester Freund Marco sind immer für ihn da. Sie unterstützen ihn, bauen ihn auf und Marco verteidigt Simon auch vor seinen Mitschülern, Mitstudenten und Professoren, er zieht den jungen Mann oft aus Situationen raus, die zu eskalieren drohen. Als Simon auf Lovisa trifft ist es um ihn geschenkt, aber er fragt sich, ob so eine junge hübsche Frau mit ihm, den Spast, zusammen sein will...
Diese Geschichte berührt, weckt auf und regt zum Nachdenken an. Da ich als Schulbegleitung einen Autisten begleite und im Schulalltag unterstütze, erlebe ich oft was solche besondere Menschen in der Schule, auf Klassenfahrt oder auch im späteren Leben durchmachen, sich anhören müssen, die Blicke und auch Sprüche, die sie an den Kopf geworfen bekommen. Die Mobbingsituationen hat die Autorin sehr gut wiedergegeben.
Bewundernswert ist Simons Kampf um neue Medikamente, die vor 10 Jahren noch schwieriger zu bekommen waren, z. B. Cannabis für medizinische Zwecke. Wir lernen viel über das Tourette Syndrom, Medikamente und Therapien.
Die Autorin nimmt uns mit in die Gedanken und Gefühle von Simon, dadurch kann man sich gut in ihn reinversetzen.
Emil ist ein Nebencharakter, den ich auch sehr stark finde, von ihm kann man viel lernen.
Absolute Leseempfehlung