Highlight - unfassbar gut!
Die NamenIm Jahr 1987 beginnt die absolut faszinierende Geschichte "Die Namen". Cora und ihre 9jährige Tochter Maia sind auf dem Weg zum Standesamt, um dem kleinen Bruder offiziell einen Namen zu geben. Während ...
Im Jahr 1987 beginnt die absolut faszinierende Geschichte "Die Namen". Cora und ihre 9jährige Tochter Maia sind auf dem Weg zum Standesamt, um dem kleinen Bruder offiziell einen Namen zu geben. Während Coras brutaler Ehemann Gordon, der sie misshandelt, erwartet, dass ihr Baby die Familientradition fortführen und wie er und sein Vater Gordon genannt wird, wünscht sich Cora für ihren Sohn den Namen Julian, der sinngemäß gut zum Namen der Tochter passen würde. Und Maia schließlich würde ihren kleinen Bruder am liebsten Bear nennen.
Und hier trennen sich die 3 Stränge des Romans: Jeweils ausgehend davon, welchen Namen Cora eintragen lässt, wird immer im Abstand von 7 Jahren erzählt, wie es mit Bear, Julian oder Gordon weitergegangen ist und wie der Name ihn beeinflusst hat, aber auch, wie es für die anderen Mitglieder der Familie weiter gehen würde, je nachdem, welcher Name nun eingetragen worden wäre.
Schon die Idee an sich hat mich als 3fache Mutter fasziniert! Ich fand schon immer, dass es eine sehr starke Verantwortung ist, einen Namen für ein neugeborenes Kind auszusuchen, da in dem Namen so viel mitschwingt, lange, bevor sich das Kind entwickelt und seinen eigenen Charakter ausbilden wird. Vorstellungen, die wir als Eltern von unserem ungeborenen Kind haben, Wünsche, Ideale oder auch Traditionen spielen in diese Wahl hinein und ja, wahrscheinlich beeinflusst das auch absolut das Leben des jeweiligen Menschen.
Die Autorin setzt die Idee wirklich meisterhaft um. Ich habe das Buch einfach nur verschlungen und voller Begeisterung gelesen. Die einzelnen Stränge waren alle facettenreich und haben mich teilweise emotional wirklich an meine Grenze gebracht. Gerade Geschichten über Misshandlungen von Ehepartnern gehen mir immer sehr nahe. Aber auch die Kinder Maia und Bear/Julian/Gordon und wie aus ihnen Jugendliche und Erwachsene werden, waren absolut perfekt beschrieben. Ein Buch, das mich gefesselt und tief berührt hat und das noch lange nachwirken wird! Eine uneingeschränkte Leseempfehlung und ein weiteres Highlight meines Lesejahres!