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Veröffentlicht am 07.06.2026

Sehr lustig, sehr spannend und sehr romantisch!

If Books Could Kill
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Roxie Mitchell lebt in Boston, hat keine nennenswerte Karriere, aber dafür Hobbies: Selbstverteidigungskurse, gefährliche Aktionen wie Bungeejumping, und Liebesromane, die sie in einer Art Buchclub mit ...

Roxie Mitchell lebt in Boston, hat keine nennenswerte Karriere, aber dafür Hobbies: Selbstverteidigungskurse, gefährliche Aktionen wie Bungeejumping, und Liebesromane, die sie in einer Art Buchclub mit ihrer besten Freundin Steph liest, am liebsten die von Anna Matthews. Leider hat Anna Matthews seit Jahren keinen neuen Roman mehr herausgebracht. Als Roxie sich wünscht, eine Heldin aus einem dieser Romane zu sein, geht dieser Wunsch seltsamerweise in Erfüllung - doch Moment mal, hat Anna das Genre gewechselt?! Statt einem romantischen Bookboyfriend trifft Roxie nämlich auf einen Serienkiller und in einen Strudel der Ereignisse...
Roxie ist eine Heldin nach meinem Geschmack - ehrlich, sehr, sehr lustig, schlagfertig und gleichzeitig reflektiv und loyal. Als sie auf der Flucht vor dem Bookboyfriend/Serienkeller Jack auf Grant trifft, wird es bald nicht nur spannend, sondern auch wirklich sehr Screwball-Komödien-mäßig lustig, denn Grant ist ein Nerd, ein Literaturdozent, der vor allem Angst hat und am liebsten zurück zu seinem Kater will, dann aber doch an Roxies Seite weiter im Plot geht und versucht, aus dem Roman herauszufinden, der ein Thriller ist - oder?!
Ich liebte die Figuren alle sehr, vor allem Grant ist ein Highlight und wie er mit Roxie interagiert. Die Geschichte hat eindeutig einen guten Spannungsbogen, der durch die doch durchaus romantischen Stellen ein bisschen abgemildert wird. Besonders gut gefallen haben mir die vielen Verweise auf Buch-Plots und Tropen, die sowohl in Thrillern als auch in Romantischen Komödien eine Rolle spielen und hier für alle Bookies wie mich mit einem Augenzwinkern nochmal thematisiert werden.
Und - Bücher über Bücher und Autoren sind einfach immer nach meinem Geschmack. Die Mischung Romantik und Thriller funktioniert hier sehr gut und ist damit ein Buch für alle, die wie ich nicht nur auf ein Genre festgelegt sind und sich gerne sehr gut unterhalten lassen wollen. Ich habe auf jeden Fall mehrmals sehr lachen müssen.
Eindeutige Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 07.06.2026

Aufwühlender Abschluss- und Bonusband

Westend
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Nach Moabit und Mitte ist Westend der letzte der Lieblingsbücher-Reihe rund um Gereon Rath. Die Originalreihe habe ich nicht gelesen, aber alle 3 Minibücher, die ich auch wegen ihrer Illustrationen unbedingt ...

Nach Moabit und Mitte ist Westend der letzte der Lieblingsbücher-Reihe rund um Gereon Rath. Die Originalreihe habe ich nicht gelesen, aber alle 3 Minibücher, die ich auch wegen ihrer Illustrationen unbedingt haben und sammeln wollte.

In Band 3 nun besucht ein Dr. Singer Gereon Rath im Jahr 1973 im Seniorenheim und zeichnet ihre Gespräche auf Kassette auf. Diese Kassetten werden im Jahr 2025 transkribiert und sind hier zu lesen - so die Geschichte um die Geschichte.

Der Text ist also ausschließlich ein Gespräch zwischen Singer und Rath mit einem kleinen Twist, einer Überraschungsperson, am Schluss des Textes.

Für alle, die die gesamte Reihe kennen, sind die Informationen vermutlich nochmal wichtiger als für mich. Aber durch Moabit kannte ich Charly, durch Mitte Charly, Hannah und Fritz und durch Westend nun sehe ich nochmal die Zusammenhänge und vor allem, was aus den Personen wurde, die ich nun seit 1927 erlesen durfte.

Die Figuren haben eindeutig ihre eigenen Stimmen, vor allem die Überraschungsfigur am Schluss. Die Geschichte selbst hat mich auf jeden Fall sehr fasziniert und war für mich ein guter und stimmiger Schluss der Trilogie.

Und wie immer - wunderschöne Illustrationen, die das Buch wie alle von Kat Menschik illustrierten Bücher zu einem Sammelstück machen und eine Leseempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 07.06.2026

Perfekt illustrierter Briefroman aus der Rath-Reihe

Mitte
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In "Mitte" dem mittleren der drei von Kat Menschik illustrierten Kurzromanen rund um Gereon Rath lesen wir ausschließlich Briefe von Friedrich (Fritz) Thormann - an seine Freundin Hannah Singer und an ...

In "Mitte" dem mittleren der drei von Kat Menschik illustrierten Kurzromanen rund um Gereon Rath lesen wir ausschließlich Briefe von Friedrich (Fritz) Thormann - an seine Freundin Hannah Singer und an Charly Rath, seine ehemalige Ziehmutter. Eingerahmt werden die Briefe von insgesamt 3 Amtsschreiben, die dem Lesenden aufzeigen, was im Dezember 1936 mit Fritz und Hannah geschehen ist.

Die Briefe lesen sich teilweise kindlich-naiv, da sie von dem noch nicht 16jährigen Fritz geschrieben wurden. Auch ohne Vorwissen um die Geschehnisse um und mit Gereon Rath konnte ich dem Inhalt gut folgen und habe an vielen Stellen Gänsehaut bekommen.

Die kurze Zeit von Oktober 1936 bis Dezember 1936 in Fritz´ Leben ist sehr turbulent und wirklich gefährlich. Abgesehen von dem, was ihm zustoßen wird, ist es aber auch ein Stück Zeitgeschichte - man liest, wie ein Kohlejunge im Winter in Berlin wirklich knochenharte Arbeit verrichten musste und dennoch nicht seine Zuversicht und Hoffnung verliert, ein besseres Leben führen zu können. In den Briefen an Hannah spürt man die Liebe und damit verbundene Verletzlichkeit, die Fritz für sie fühlt.

Wie schon im ersten Band der Reihe sind die unfassbar schönen Illustrationen von Kat Menschik die Veredelung des Romans, die ihn zu einem echten Sammler- und Schmuckstück machen. Von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 07.06.2026

Wunderschön illustrierter Kurzroman voller Atmosphäre

Moabit
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In Moabit wird auf 84 Seiten aus 3 Perspektiven geschrieben - beginnend mit Adolf Winkler, dem "Schränker" und Chef der Berolina-Bande, der kurz vor seiner Haftentlassung steht, über Christian Ritter, ...

In Moabit wird auf 84 Seiten aus 3 Perspektiven geschrieben - beginnend mit Adolf Winkler, dem "Schränker" und Chef der Berolina-Bande, der kurz vor seiner Haftentlassung steht, über Christian Ritter, den Oberaufseher der Haftanstalt Moabit und schließlich dessen Tochter Charlotte Ritter. Die Geschichte ist die Vorgeschichte zu den Romanen um Gereon Rath, die ich allerdings nicht kenne.

Was diesen Roman angeht - die Geschichte ist zwar kurz, aber dennoch sehr packen und vor allem voller Atmosphäre des Jahres 1927 in Berlin. Schon die Sprache und das Geschehen reichen eigentlich aus, um sich in diese Zeit und an diesen Ort zu versetzen. Die unfassbar schönen und perfekt passenden Illustrationen von Kat Menschik jedoch machen die Atmosphäre nochmal sichtbar(er) und das Buch wirklich zu einem Schmuck- und Sammelstück. Klare Lese- und Sammelempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 06.06.2026

Ich bin absolut überwältigt

Familiensache
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Im Jahr 1982 war es in Großbritannien, wo die Geschichte spielt, aber auch in Deutschland, wie es im Nachwort heißt, noch absolut üblich, Müttern, die ihre Ehe verlassen und eine lesbische Beziehung eingingen, ...

Im Jahr 1982 war es in Großbritannien, wo die Geschichte spielt, aber auch in Deutschland, wie es im Nachwort heißt, noch absolut üblich, Müttern, die ihre Ehe verlassen und eine lesbische Beziehung eingingen, aus Gründen des Kindeswohls nicht das Sorgerecht zu erteilen. Im Gegensatz zur üblichen Regelung, dass junge Kinder unter 6 Jahren fast immer bei der hauptsächlichen Bezugsperson der Mutter im Falle einer Scheidung verblieben und der Vater ein Besuchsrecht erhielt, war es bei Müttern, die in einer lesbischen Beziehung lebten oder leben wollten, völlig anders. Die These der Kindeswohlgefährdung lag vor allem daran, dass den Kindern Mobbing und Ausgrenzung erspart werden sollte, aber darüber hinaus wurden auch die Mütter und ihre Beziehungen zu perversen Menschen erklärt, ihre Würde missachtet und ihnen kein Gehör geschenkt.

Anhand der fiktiven Geschichte von Dawn, Heron und Maggie wird in dem Roman diese furchtbare Sachlage zum Thema gemacht, ohne dass es moralisch erhaben wirkt und auch die "Schuldfrage" wird nicht als Hauptpunkt genommen. Die Geschichte ist eher nüchtern erzählt. Die Protagonisten im Jahr 1982 wirken eher distanziert auf den Lesenden, selbst Dawn erhält nicht viele innere Monologe, die sie mehr fassbar machen. Maggie im Jahr 2022 dagegen ist eine Figur, die mich nicht nur aufgrund unseres gleichen Alters, sehr angesprochen hat. Ihr Leben, ihr Alltag, wirkte auf mich sehr vertraut, ihre kleinen Probleme mit den heranwachsenden Kindern, der Mental Load vor allem in der Weihnachtszeit, die Genervt- und Gereiztheit, die sie manchmal fühlt, aber auch ihre Liebe zu Ehemann und Kindern, der Wunsch, dass die Familie schöne gemeinsame Erinnerungen erhält, der Wunsch, alles "richtig" zu machen und die selbst gewählte Rolle zu erfüllen - das kenne ich nur allzu gut. Ich habe das Buch in einem Tag durchgelesen und während ich die Rezension schreibe, kämpfe ich noch mit den starken Emotionen, die es bei mir hervor gerufen hat. Ein wichtiges Buch, ein Buch, das jede und jeder lesen sollte mit einer Message, fernab der heutigen Empörungsgesellschaft - dass wir uns immer wieder bewusst machen müssen, dass es noch gar nicht lange her ist, dass ein großer Teil der Menschen hier mitten unter uns in unserer "modernen" Gesellschaft schrecklich diskriminiert und verurteilt wurden für ein Leben, das heute zum Glück in der Regel nicht mehr verurteilt wird und niemals verurteilt werden sollte. Eine unbedingte Leseempfehlung!

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