Cover-Bild Mitte
Band 11 der Reihe "Illustrierte Lieblingsbücher"
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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch
  • Themenbereich: Belletristik - Kurzgeschichten
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 128
  • Ersterscheinung: 07.10.2021
  • ISBN: 9783869712468
Kat Menschik, Volker Kutscher

Mitte

Für Fans von Volker Kutschers weltberühmten Krimis um Kommissar Gereon Rath.

Das Buch  Mitte knüpft unmittelbar an die dramatischen Ereignisse des letzten Kutscher-Krimis  Olympia  an. Die außergewöhnlich spannende Erzählung wurde eigens für die Reihe von Kat Menschik geschrieben.

Im Zentrum des Buches steht eine der drei zentralen Figuren aus dem Kutscher-Kosmos:  Fritze Thormann - Charly und Gereon Raths Pflegesohn. Der 15-jährige wollte als Ehrendienstler der HJ auf der Olympiade 1936 vor allem seinem Läuferidol Jesse Owens nahe sein. Doch wurde er zu seinem Unglück zufällig Zeuge eines Selbstmords, dessen Umstände mehr als fragwürdig waren. Während die Polizei ihm nicht glaubt, ist die Gestapo schon auf der Spur des unliebsamen Zeugen. Dem Jungen bleibt nichts übrig, als zu fliehen und mit gefälschtem Pass beim Kohlehandel Kleinfeldt in Berlin-Mitte unterzutauchen. Aus seinem Versteck heraus versucht Fritz Kontakt zu Charly und Gereon Rath aufzunehmen, von deren dramatischen Schicksal er noch gar nichts weiß. Und auch seiner ebenfalls untergetauchten jüdischen Freundin Hannah schreibt Fritz über ein Postfach. Doch nicht nur die Gestapo fahndet nach ihm … Die Situation ist alles andere als harmlos.

Mitte  liest sich wie ein Krimi in Miniaturausgabe, der literarisch die Brieferzählung wiederbelebt und von Kat Menschik kongenial gestaltet ist.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2022

Emotional

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Nach den Ereignissen in „Olympia“ ist Fritz Thormann unter neuem Namen untergetaucht, hat Arbeit gefunden und eine Lehrstelle in Aussicht, ist zufrieden mit seinem Leben, hat aber auch Sehnsucht nach Menschen, ...

Nach den Ereignissen in „Olympia“ ist Fritz Thormann unter neuem Namen untergetaucht, hat Arbeit gefunden und eine Lehrstelle in Aussicht, ist zufrieden mit seinem Leben, hat aber auch Sehnsucht nach Menschen, die er kennt. Daher nimmt er per Brief Kontakt zu Charlotte Rath und dem ehemaligen Straßenmädchen Hannah, die in Breslau untergetaucht ist, auf.

Der Roman ist mit Illustrationen von Kat Menschik ausgestattet, die immer gut passend zum Text sind. Erzählt wird in Briefform, allerdings kann man jeweils nur Fritz‘ Briefe lesen, die Antworten der beiden Frauen kann man diesen aber teilweise entnehmen.

Drei weitere offizielle Briefe sind außerdem enthalten. Diese und Fritz‘ sehr offenherzige Kommunikation und sein immer noch zu naives Verhalten lassen mich als Leser:in schnell nichts Gutes ahnen – und das Ende schreit in meinen Augen dann auch nach einem weiteren Band der Gereon-Rath-Reihe, der hoffentlich bald kommen wird. Nach meinen Recherchen soll die Reihe erst mit dem Jahr 1938 enden.

Ich bin etwas zwiegespalten. Ich habe Fritz‘ Briefe gerne gelesen, und konnte mir alles sehr gut vorstellen, jedoch spürte ich auch schnell das Damokles-Schwert über ihm schweben. Das Ende hat dann meinen Zwiespalt noch vergrößert. Andererseits ist es folgerichtig, und entlässt die/den Leser:in mit vielen Emotionen. Wer die Reihe kennt und mag, sollte auch diesen Roman gelesen haben, er gehört einfach dazu und ist sicher auch wichtig für die weiteren Romane.

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Veröffentlicht am 07.10.2021

Liebevolle Ergänzung

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In diesen Kurzroman ist Fritz Thormann die Hauptperson. Das Buch besteht nur aus Briefen, die Fritz an Charlie und Hannah schickt. Sie sind so geschrieben, dass man sich die Geschichte zusammenreimen kann. ...

In diesen Kurzroman ist Fritz Thormann die Hauptperson. Das Buch besteht nur aus Briefen, die Fritz an Charlie und Hannah schickt. Sie sind so geschrieben, dass man sich die Geschichte zusammenreimen kann. Da ich die Gereon Rath Romane mit Begeisterung gelesen habe, empfand ich diesen Roman als liebevolle Ergänzung. Die Illustrationen passen auch gut zum Text. Obwohl alles gesagt war, fand ich es schade, als die Geschichte zu Ende war. Nun warte ich weiter sehnsüchtig auf die Fortsetzung der Reihe.

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Veröffentlicht am 09.09.2021

Fritze in Gefahr

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Wenn man die Gereon-Rath-Reihe von Volker Kutscher mag, kommt man an diesem kleinen Buch auch nicht vorbei.
Olympia 1936 hat das Leben der Ritter sehr verändert. Auch ihr ehemaliger Pflegesohn Fritze ...

Wenn man die Gereon-Rath-Reihe von Volker Kutscher mag, kommt man an diesem kleinen Buch auch nicht vorbei.
Olympia 1936 hat das Leben der Ritter sehr verändert. Auch ihr ehemaliger Pflegesohn Fritze Thormann musste untertauchen und lebt mit der ständigen Angst, dass ihn die Gestapo oder das Jugendamt erwischt. Er hat einen neuen Pass, nachdem er älter ist und Friedrich Hutzke heißt. Auch eine Lehrstelle bei einem Kohlenhandel hat er in Aussicht. Er nimmt Kontakt mit seiner Freundin Hannah auf, die er schon lange nicht mehr sehen durfte und auch zu Charly. Doch dann trifft er jemanden wieder, der Fritze bei einem Suizid helfen sollte und spurlos verschwand. Doch dann wird es gefährlich für ihn.
Mit hat dieses Buch sehr gut gefallen und die Illustrationen von Kat Menschik sind einfach toll. Was in Berlin und später in Breslau geschieht, erfahren wir durch Briefe – einige von der Geheimen Staatspolizei, die meisten aber von Fritze.
Ich mochte Fritze immer schon, denn er ist ein aufgewecktes Kerlchen. Aber er ist noch so jung und obwohl er eine Zeit lang auf der Straße gelebt hat, fehlt ihm dennoch ein Stück Lebenserfahrung. So geht er Risiken ein, die er total unterschätzt. Oft hätte ich ihn gerne zurückgehalten. Dann kommt es, wie es kommen muss.
Wie schon „Moabit“ so ist auch „Mitte“ wieder eine wundervolle Ergänzung zu der Krimi-Reihe um Gereon Rath. Auch wenn mir das Buch gefallen hat, so warte ich doch sehnsüchtig auf den nächsten Band der Reihe.

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Veröffentlicht am 07.06.2026

Perfekt illustrierter Briefroman aus der Rath-Reihe

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In "Mitte" dem mittleren der drei von Kat Menschik illustrierten Kurzromanen rund um Gereon Rath lesen wir ausschließlich Briefe von Friedrich (Fritz) Thormann - an seine Freundin Hannah Singer und an ...

In "Mitte" dem mittleren der drei von Kat Menschik illustrierten Kurzromanen rund um Gereon Rath lesen wir ausschließlich Briefe von Friedrich (Fritz) Thormann - an seine Freundin Hannah Singer und an Charly Rath, seine ehemalige Ziehmutter. Eingerahmt werden die Briefe von insgesamt 3 Amtsschreiben, die dem Lesenden aufzeigen, was im Dezember 1936 mit Fritz und Hannah geschehen ist.

Die Briefe lesen sich teilweise kindlich-naiv, da sie von dem noch nicht 16jährigen Fritz geschrieben wurden. Auch ohne Vorwissen um die Geschehnisse um und mit Gereon Rath konnte ich dem Inhalt gut folgen und habe an vielen Stellen Gänsehaut bekommen.

Die kurze Zeit von Oktober 1936 bis Dezember 1936 in Fritz´ Leben ist sehr turbulent und wirklich gefährlich. Abgesehen von dem, was ihm zustoßen wird, ist es aber auch ein Stück Zeitgeschichte - man liest, wie ein Kohlejunge im Winter in Berlin wirklich knochenharte Arbeit verrichten musste und dennoch nicht seine Zuversicht und Hoffnung verliert, ein besseres Leben führen zu können. In den Briefen an Hannah spürt man die Liebe und damit verbundene Verletzlichkeit, die Fritz für sie fühlt.

Wie schon im ersten Band der Reihe sind die unfassbar schönen Illustrationen von Kat Menschik die Veredelung des Romans, die ihn zu einem echten Sammler- und Schmuckstück machen. Von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 05.02.2025

Wichtiges Thema!

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MITTE
Volker Kutscher
Illustriert von Kat Menschik

Es ist die Geschichte des 16-jährigen jüdischen Fritz Thormann, der unter einem anderen Namen in Berlin lebt. Vor kurzem war er noch während der Olympischen ...

MITTE
Volker Kutscher
Illustriert von Kat Menschik

Es ist die Geschichte des 16-jährigen jüdischen Fritz Thormann, der unter einem anderen Namen in Berlin lebt. Vor kurzem war er noch während der Olympischen Spiele in München Augenzeuge eines Mordes. Doch weder die Gestapo noch sein Pflegevater glaubten ihm, weshalb ihm keine andere Möglichkeit blieb, als zu fliehen.

Vier Monate später arbeitet er mit einem gefälschten Pass in einem Kohlenhandel. Inmitten der dunklen Zeiten des nationalsozialistischen Deutschlands schöpft Fritz Kraft aus dem Briefwechsel mit seinen Freunden, in dem er offen über seine Ängste, Hoffnungen und kleinen Freuden des Alltags schreibt. Doch diese Briefe, seine einzigen Lichtblicke, könnten letztlich sein Verhängnis bedeuten.
Mit dem 11. Buch von insgesamt 18 in ihrer Reihe illustrierter Lieblingsbücher hat Kat Menschik einmal mehr ein Kunstwerk geschaffen. Volker Kutscher erzählt Fritz Geschichte mit tiefem Einfühlungsvermögen und in einer Sprache, die ebenso berührt wie erfrischt. Die liebevolle Gestaltung des Buches und Kat Menschiks Illustrationen machen es zu einem wahren Schmuckstück, das nicht nur literarisch, sondern auch optisch begeistert.
4/5

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