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Veröffentlicht am 05.07.2020

Eine berührende und komische Vater-Sohn-Geschichte

Pandatage
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Nach dem Tod seiner Frau ist für Danny Malooley die Welt zusammengebrochen. Sein kleiner Sohn Will hat aufgehört zu sprechen und Danny hat seinen Job verloren. Nun droht auch noch der Rausschmiss aus der ...

Nach dem Tod seiner Frau ist für Danny Malooley die Welt zusammengebrochen. Sein kleiner Sohn Will hat aufgehört zu sprechen und Danny hat seinen Job verloren. Nun droht auch noch der Rausschmiss aus der Wohnung. Als er keine Perspektiven mehr sieht, kauft er von seinem letzten Geld ein Panda-Kostüm. Er will als tanzender Panda auf der Straße sein Geld verdienen, doch er kann nicht tanzen. Er macht sich lächerlich und erweckt das Mitgefühl von Pole-Tänzerin Krystal, die ihm Nachhilfe gibt. Als Danny beobachtet, wie andere Jungen in piesacken, greift er als Panda ein. So gewinnt er das Vertrauen seines Sohnes, der plötzlich wieder spricht.
Es ist eine lustige und sehr berührende Geschichte gleichzeitig, man kann sich ihr gar nicht entziehen.
Das Leben hat es noch nie gut gemeint mit Danny, doch der Tod seiner Frau gibt ihm den Rest. Seine Idee mit dem Panda-Kostüm ist einfach verrückt. Mir gefällt es, wie Dannys Freund Ivan ihn unterstützt. Aber auch Krystal ist zwar geradeheraus, aber auch mitfühlend. Danny und Will können einem wirklich leidtun, vor allem weil Danny anfangs so passiv und planlos ist. Doch mit der Zeit gelingt es ihm, sein Leben in den Griff zu bekommen.
Viele Szenen sind einfach schräg. Trotzdem ist die Geschichte auch berührend. Sie hat mir gut gefallen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.07.2020

Capri sehen und…

Der Schmetterlingsgarten
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Der deutsche Biologe Martin Hubscheid hat endlich die Mittel bewilligt bekommen, die seine Habilitation ermöglichen. Sein Forschungsauftrag zum Thema Schwarmbläuling führt ihn nach Capri. Hier begegnet ...

Der deutsche Biologe Martin Hubscheid hat endlich die Mittel bewilligt bekommen, die seine Habilitation ermöglichen. Sein Forschungsauftrag zum Thema Schwarmbläuling führt ihn nach Capri. Hier begegnet er Lucia, die sich um die Contessa Annunziata Farnese kümmert und sie vehement vor ungebetenen Besuchern schützt. Doch ausgerechnet ein Forschungsort liegt im geheimnisvollen Garten der Comtessa.
Das Buch beginnt mit einer märchenhaften Geschichte über ein kleines Mädchen.
Die Landschaften auf Capri und der Garten sind wundervoll beschrieben, so dass man gleich Lust bekommt, dort einen Urlaub zu verbringen. Natürlich würde ich dann auch in Lorenzos Agriturismo absteigen, wo man so gut verpflegt wird. Hier wird Martin, der etwas weltfremd und „deutsch“ wirkt, gleich mit italienischer Lebensart konfrontiert. Als er es dann auch noch mit dem Vulkan Lucia zu tun bekommt, geraten seine Gefühle ziemlich durcheinander. Lucia fühlt sich wohl im Palazzo Farnese. Wenn sie mit ihrer blauen Vespa über die Insel brettert, bringt man sich besser in Sicherheit. Hier auf Capri können Lusias Wunden heilen, aber noch besser wäre es, wenn sie sich ihrer Vergangenheit stellen würde. Dann taucht auch noch ihr Ex Alessandro auf, der undurchsichtige Pläne hat. Annunziata hat ihr Leben lang sehr zurückgezogen in dem Palazzo gelebt. Der Garten wurde von ihrem Vater angelegt, der auch Forscher war. Die Comtessa möchte eigentlich Leben um sich haben, aber andererseits soll sich nicht verändern. Die Menschen um Lucia sind alle wirklich sympathisch und lebendig beschrieben, bis auf eine Ausnahme.
Es ist schön zu lesen, wie Martins Steifheit auf italienische Lebensfreude trifft. Da musste ich oft schmunzeln. Am Ende zeigt sich, dass wohl niemand sich der Atmosphäre von Capri und den Menschen dort entziehen kann – auch Martin nicht.
Eine unterhaltsame Geschichte, die mir wirklich sehr gut gefallen hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.07.2020

Heimkehr nach Capri

Der Schmetterlingsgarten – Rückkehr nach Capri
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Lucia hat einige Jahre in Neapel gelebt, doch dann ist etwas geschehen, das ihr die Stadt verleidet hat. Hier war sie mit Allesandro glücklich, doch dann hat er sie sehr verletzt. Sie hat sich von ihm ...

Lucia hat einige Jahre in Neapel gelebt, doch dann ist etwas geschehen, das ihr die Stadt verleidet hat. Hier war sie mit Allesandro glücklich, doch dann hat er sie sehr verletzt. Sie hat sich von ihm getrennt und kehrt nach Capri zurück. Nur ihre Ziehschwester und beste Freundin weiß, was so tiefe Wunden bei ihr hinterlassen hat. Ihrer Familie und ihren Freunden, die froh sind, dass sie wieder da ist, verschweigt sie was geschehen ist. Zum Glück sucht die geheimnisvolle Signora Annunziata Farnese jemanden, der für sie kocht und sich um sie kümmert.
Diese kurze Vorgeschichte zum Buch „Der Schmetterlingsgarten“ hat mir gut gefallen.
Lucia ist eine sympathische Person, die erst einmal wieder zu sich finden muss. Es ist bestimmt ein Fehler, dass sie nicht mit offenen Karten spielt, aber sie wurde tief verletzt und muss damit fertig werden. Das Wenige, was ich über Allesandro erfahren habe, genügt schon, um ihn nicht sympathisch zu finden. Dafür gefällt mir ihre liebevolle Familie umso mehr.
Ich bin gespannt, wie es Lucia weiter ergeht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.07.2020

Schöner Einstieg

Das Juliusspital – Wie alles begann
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Dies ist die Vorgeschichte zu der Ärztinnen-Saga "Das Juliusspital" von den Autorinnen Claudia und Nadja Beinert.
Während im Hause Winkelmann die Vorbereitungen für das Weihnachtsfest laufen, macht die ...

Dies ist die Vorgeschichte zu der Ärztinnen-Saga "Das Juliusspital" von den Autorinnen Claudia und Nadja Beinert.
Während im Hause Winkelmann die Vorbereitungen für das Weihnachtsfest laufen, macht die Tochter Viviana eine Ausfahrt mit der Kutsche. Sie wird von ihrer Tante Constanze begleitet, die ein Auge auf sie haben soll. Dabei kommt sie in ein Viertel der Stadt, das ihr unbekannt war. Dort begegnet sie dem Steinmetzgesellen Paul Zwanziger, der ihr gegenüber etwas unverfroren ist und sie gleich duzt. Durch ihn lernt sie eine neue Welt kennen.
Die Charaktere sind gut dargestellt. Zwischen Viviana und Paul liegen Welten und doch fühlen sie sich zueinander hingezogen.
Claudia und Nadja Beinert haben einen tollen Schreibstil und diese kurze Geschichte hat mich gleich gepackt. Sie macht wirklich Lust darauf, die Reihe um das Juliusspital zu lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.07.2020

Ärztin aus Leidenschaft

Das Juliusspital. Ärztin aus Leidenschaft
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Würzburg, 1850: Die Bankierstochter Viviana Winkelmann soll einen Sohn aus gutem Hause heiraten, aber ihre Liebe gehört jemand anderem. Dann ist sie von dem Steinmetz Paul schwanger. Ihre Eltern wollen ...

Würzburg, 1850: Die Bankierstochter Viviana Winkelmann soll einen Sohn aus gutem Hause heiraten, aber ihre Liebe gehört jemand anderem. Dann ist sie von dem Steinmetz Paul schwanger. Ihre Eltern wollen die Angelegenheit möglichst lautlos erledigen. Viviana soll in einem Kloster entbinden und das Kind zur Adoption freigegeben werden. Aber Viviana will mit ihrer großen Liebe eine gemeinsame Zukunft haben und flieht, worauf sie von den Eltern verstoßen wird. Nun lebt sie im Armenviertel der Stadt und muss als Helferin in der Apotheke des Würzburger Juliusspitals arbeiten. Hier entdeckt dabei ihr Interesse für die Medizin.
Ich habe in letzter Zeit einige Bücher gelesen, in denen Frauen den Weg als Ärztin gewählt haben und damit auf Widerstand gestoßen sind. Doch dieser Roman spielt in einer anderen Zeit. Frauen hatten schon einmal die Möglichkeit zu studieren, doch dann wurde es ihnen wieder verboten.
Claudia und Nadja Beinert haben einen tollen Schreibstil und ihre Bücher sind immer sehr gut recherchiert. Mich hat diese Geschichte jedenfalls gefesselt.
Viviana ist anfangs eine etwas naive junge Frau. Durch ihre uneheliche Schwangerschaft wird sie ihr privilegiertes Leben los und muss sich nun durchschlagen. Aber sie wächst an den Umständen, mit denen sie nun zurechtkommen muss. Sie versucht alles, um ihren Traum doch noch wahrwerden zu lassen, dabei werden ihr von einer Seite Schwierigkeiten bereitet, mit denen sie wohl nicht gerechnet hätte. Aber die junge Frau entwickelt sich zu einer Kämpferin. Ihr Vorbild ist Dorothea Erxleben, erste promovierte deutsche Ärztin.
Ein packender und gut recherchierter historischer Roman, der mich gut unterhalten hat. Ich bin schon auf den nächsten Band gespannt.

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