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Veröffentlicht am 21.03.2020

Neugier kann gefährlich werden

Die stummen Wächter von Lockwood Manor
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Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, bekommt die junge Museumsangestellte Hetty Cartwright eine besondere Aufgabe. Sie soll einen Teil der kostbaren Exponate des Natural History Museum im Herrenhaus Lockwood ...

Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, bekommt die junge Museumsangestellte Hetty Cartwright eine besondere Aufgabe. Sie soll einen Teil der kostbaren Exponate des Natural History Museum im Herrenhaus Lockwood Manor in Sicherheit bringen. Doch das Anwesen ist verfallen und macht einen erschreckenden Eindruck. Ihre geliebten Tiere scheinen ein Eigenleben zu führen und werden zum Teil zerstört. Zusammen mit Lucy Lockwood, der Tochter des Hausherrn, versucht Hetty der Sache auf den Grund zu gehen. Dabei decken sie ein tragisches Geheimnis auf.
Diese Geschichte ist ein wenig unheimlich, aber man möchte gleich wissen, was es mit dem schauerlichen Geschehen in den Mauern von Lockwood Manor auf sich hat. Der Schreibstil lässt sich gut lesen, aber manchmal verläuft die Story auch etwas langatmig. Insgesamt herrscht eine düstere Stimmung vor. Aber nicht nur die Vorgänge im Haus wirken bedrohlich, auch der Krieg trägt dazu bei.
Als Hetty mit ihren Exponaten in Lockwood Manor ankommt, merkt sie gleich, dass sie nicht willkommen ist. Nur Lucy begegnet ihr freundlich. Gemeinsam versuchen sie zu erkunden, was hinter allem steckt. Doch das ist nicht ganz ungefährlich. Lucys Mutter ist noch nicht lange tot. Sie soll geisteskrank gewesen sein. Der Vater ist ziemlich tyrannisch. So richtig nahe kam ich keiner der Personen.
Obwohl alles für eine spannende und mysteriöse Geschichte vorhanden war, konnte mich dieser Roman doch nicht packen. Die schrecklichen Geheimnisse von Lockwood Manor kommen am Ende ans Tageslicht. Das Ende hatte ich so nicht erwartet. Meine Erwartungen waren wohl zu hoch, so dass mich das Buch nicht überzeugen konnte. Aber es wird sicher andere interessierte Leser finden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.03.2020

Eine größere Wohnung muss her

Ich und meine Chaos-Brüder - Alarmstufe Umzug
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Wenn Kinder sich ein Zimmer teilen müssen, gibt es immer wieder auch Konflikte. Das ist bei den Chaos-Brüdern natürlich nicht anders. Bela ist mit 7 Jahren der Mittlere und er muss sein Zimmer mit dem ...

Wenn Kinder sich ein Zimmer teilen müssen, gibt es immer wieder auch Konflikte. Das ist bei den Chaos-Brüdern natürlich nicht anders. Bela ist mit 7 Jahren der Mittlere und er muss sein Zimmer mit dem fünfjährigen Ben teilen. Da muss sich etwas ändern, beschließen die drei und haben die Idee, den Eltern bei der Suche nach einer größeren Wohnung zu helfen. Doch so einfach ist das nicht und die Brüder machen ihrem Namen Ehre und es kommt zu einigem Chaos.
Nach den „Ziemlich beste Schwestern“ präsentiert uns Sarah Welk nun also die „Chaos-Brüder“. Der Schreibstil ist altersgerecht und eignet sich sowohl zum Vorlesen, als auch zum Selberlesen für Leseanfänger. Die Illustrationen sind bunt, kindgerecht und eine schöne Untermalung der Geschichten.
Es ist recht lustig, was den Brüdern Henry (9), Bela (7) und Ben (5) so einfällt. Für Eltern ist es nicht immer leicht mit der Bande und Langeweile wird so zum Fremdwort. Die Geschichten über die Chaos-Brüder sind unterhaltsam und bereiten den Kindern Spaß. Also: Was will man mehr?
Ein unterhaltsames Kinderbuch zum Vorlesen und Selberlesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.03.2020

Staubsauger entlaufen

Ich und meine Chaos-Brüder - Hilfe, Staubsauger entlaufen!
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Dies ist nun der zweite Band um die Chaos-Brüder Henry (9), Bela (7) und Ben (5).
Der Umzug ist überstanden und man hat sich in der neuen Wohnung eingelebt. Trotzdem läuft in der Familie natürlich nicht ...

Dies ist nun der zweite Band um die Chaos-Brüder Henry (9), Bela (7) und Ben (5).
Der Umzug ist überstanden und man hat sich in der neuen Wohnung eingelebt. Trotzdem läuft in der Familie natürlich nicht alles glatt, denn sonst wäre ja auch der Name Chas-Brüder nicht berechtigt. Papa hat einen Saugroboter besorgt und mit dem könnte man ja prima Gassi gehen. Doch der Roboter haut Ben ab. Da müssen seine größeren Brüder doch helfen. Dabei passiert dann noch einiges Unvorhergesehene und es wird abenteuerlich.
Nach den „Ziemlich beste Schwestern“ präsentiert uns Sarah Welk nun also die „Chaos-Brüder“. Der Schreibstil ist altersgerecht und eignet sich sowohl zum Vorlesen, als auch zum Selberlesen für Leseanfänger. Die Illustrationen sind bunt, kindgerecht und eine schöne Untermalung der Geschichten.
Es ist recht lustig, was den Chaos-Brüdern so einfällt. Für Eltern ist es nicht immer leicht mit der Bande und es wird nie langweilig mit den Dreien. Den Kindern gefallen diese Geschichten, denn sie sind lustig und unterhaltsam.
Ein unterhaltsames Kinderbuch zum Vorlesen und Selberlesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.03.2020

Amerikanischer Rassismus

Eine Farbe zwischen Liebe und Hass
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Jessups Familie ist überzeugt, dass die weiße Rasse überlegen und wertvoller ist. Jessup selbst hat sich darüber nicht viele Gedanken gemacht, denn es ist wie es ist. Doch dann passiert etwas Furchtbares ...

Jessups Familie ist überzeugt, dass die weiße Rasse überlegen und wertvoller ist. Jessup selbst hat sich darüber nicht viele Gedanken gemacht, denn es ist wie es ist. Doch dann passiert etwas Furchtbares und er muss selber über das Thema nachdenken und für sich Antworten finden.
Es ist ein wichtiger Roman in Zeiten, in denen sich Rassismus wieder richtig breit macht. Der Autor Alexi Zentner hat seine eigenen Erlebnisse zum Anlass genommen, um sich gegen Hass und Gewalt auszudrücken.
Mir war der siebzehnjährige Jessup eigentlich sympathisch. Er kommt aus ärmlichen Verhältnissen. Seine Familie lebt in einem Wohnwagen. Jessup ist durch seine Familie geprägt und mehr sogar noch durch die "Heilige Kirche des Weißen Amerika", der seine Familie anhängt. Ich finde, Kirche sollte verbinden und nicht trennen. Jessups Bruder Ricky ist im Gefängnis, weil er bei einer Auseinandersetzung zwei Schwarze tötete. Der Stiefvater von Jessup, David John, hatte den Tatort manipuliert und ebenfalls ein paar Jahre dafür gesessen. Das Gericht wertete die Tat als Hassverbrechen und das Interesse der Medien war groß. Daher weiß jeder, wer Jessup ist und was passiert ist, obwohl er mit der Sache ja eigentlich nichts zu tun hatte. Er möchte eine gute Ausbildung bekommen und tut viel dafür, um weiterzukommen und gleichzeitig seine Familie zu unterstützen.
Doch dann gerät er selbst in eine Situation, der er entgehen möchte, doch er hat keine Chance. Nun steht er zwischen den Fronten und der Hass ist auf allen Seiten groß. Jessup ist irgendwie zerrissen und muss entscheiden, ob er loyal zu seiner Familie steht oder seinen eigenen Weg gehen will. Aber es ist klar, dass er Stellung beziehen muss.
Obwohl der Autor selbst keine Stellung bezieht, sondern einfach erzählt, was geschehen ist, wird man doch gepackt von dieser Geschichte. Man möchte wissen, wie Jessup aus der Sache herauskommt und ob er seine eigenen Erkenntnisse aus den Vorfällen zieht. Es ist eine Geschichte, die sehr nachdenklich macht.
Es ist erschreckend, was Hass und Rassismus bewirken können. Die Geschichte um Jessup hallt noch lange nach. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen.

  • Cover
  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.03.2020

Streben nach Macht und Geld

Für immer die Alpen
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Johann Kaiser ist ein Charakter, den man nicht unbedingt mögen muss, denn sein Verhalten ist nicht das, was man von einem anständigen Menschen erwartet. Andererseits muss man seine Art sich durchzuwurschteln, ...

Johann Kaiser ist ein Charakter, den man nicht unbedingt mögen muss, denn sein Verhalten ist nicht das, was man von einem anständigen Menschen erwartet. Andererseits muss man seine Art sich durchzuwurschteln, zu manipulieren und hochzustapeln bewundern.
Erzählt wird die Geschichte des Johann Kaiser, der zum Staatsfeind Nummer 1 von Liechtenstein geworden ist, aus seiner Sicht in der Gegenwart. Er hat die Kundendaten einer großen Bank verkauft, was recht einträglich für ihn war. Nun lebt er unter falschem Namen an unbekannten Ort. Mir war Kaiser von Anfang an nicht sympathisch und dieser Eindruck verstärkte sich, je mehr ich gelesen habe. Kaiser ist ein sehr intelligenter Mensch, aber er hat kein Gespür für Moral und schiebt dies bewusst zur seite.
Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, denn es gibt eine ganze Reihe von Büchern in diesem Buch, die sich alle um einzelne Zeiträume im Leben Kaisers drehen. Dies mag eine interessante Herangehensweise sein, mich hat sie nicht wirklich überzeugt. Dazu kommen noch die vielen Fußnoten, die auch nicht gerade zum flüssigen Lesen beigetragen haben.
Mich konnte die Geschichte nicht wirklich packen, was am Schreibstil, aber auch an dem sehr unsympathischen Protagonisten lag. Spannung kam auch nicht richtig auf. Daher bin ich ein wenig enttäuscht, denn ich hatte mir viel mehr von diesem Buch versprochen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere