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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.10.2019

Kein Plan

Kein Plan
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Für Albert nähert sich langsam der letzte Schultag. Doch wie soll es dann weitergehen? Aber er hat keinen Plan. Die Ratschläge anderer sind auch nicht hilfreich. Seine Eltern drängen auch zu einer Entscheidung. ...

Für Albert nähert sich langsam der letzte Schultag. Doch wie soll es dann weitergehen? Aber er hat keinen Plan. Die Ratschläge anderer sind auch nicht hilfreich. Seine Eltern drängen auch zu einer Entscheidung. Die Freundin Melanie schlägt vor Maurer zu werden. Aber Albert weiß einfach nicht, wie es weitergehen soll. Bei seinen Überlegungen gerät er dann in ein etwas verrücktes Abenteuer, das ihm einen Ausbildungsplatz auf einem Schäferhof beschert.
Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen.
Ich denke, dass Albert kein Einzelfall ist. Es wird wohl vielen Jugendlichen so gehen, die auf der Suche nach dem richtigen Beruf ziemlich überfordert sind. Dazu kommt dann der Druck von außen, doch eine Entscheidung zu treffen, was aber nicht leicht ist.
Also ist Albert ein ziemlich normaler Jugendlicher, der vor einer wichtigen Entscheidung steht und nicht weiterweiß. Aber das ist nicht das einzige Thema, mit dem sich Albert auseinandersetzen muss. Schön ist es, dass seine Freunde ihm helfen wollen. Aber jeder muss wohl seine Entscheidungen selbst treffen, das muss auch Albert erfahren, denn er hatte sich alles wohl ein wenig anders vorgestellt.
Die Persönlichkeit der Charaktere kam für mich nicht so richtig heraus, alles blieb ein bisschen oberflächlich.
Das Buch spricht vielleicht Jugendliche an, die auch in einer solchen Situation stecken. Mich hat die Geschichte nicht wirklich überzeugt.

Veröffentlicht am 16.10.2019

Wundervolle Geschichten für die Kleinen

Kalle Körnchen: Ein kleiner Sandmann greift nach den Sternen
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Dies ist nun schon der zweite Band mit Kalle Körnchen und seinem Begleiter, dem Frechdachs Flick. Kalle muss hin und wieder den Sandmann vertreten, wenn der seiner Frau in Urlaub fährt, weil die sonst ...

Dies ist nun schon der zweite Band mit Kalle Körnchen und seinem Begleiter, dem Frechdachs Flick. Kalle muss hin und wieder den Sandmann vertreten, wenn der seiner Frau in Urlaub fährt, weil die sonst schlecht Laune bekommt, oder wenn ihn Pollen in der Nase jucken oder er krank wird. Auch dieses Mal gibt es einiges für die beiden zu tun und zu erleben. Es tanzen Traumschäfchen durch die Nacht und der Mond knipst das Licht an. Sternschnuppen sorgen dafür, dass Wünsche erfüllt werden und schwarze Schafe bringen auch schon mal Glück.
Dieses Buch enthält zehn abgeschlossene Geschichten zum Vorlesen für Kinder ab 4 Jahren. Die Geschichten sind nicht allzu lang, so dass selbst die ganz Kleinen dabeibleiben. Dazu gibt es wunderschöne passende bunte Bilder, die den Kindern gut gefallen.
Auch dieses Mal geht es bei den Geschichten wieder sehr unterhaltsam zu. Die Figuren sind einfach toll. Ich mag Kalle und den kleinen Frechdachs.
Kindgerechte unterhaltsame Geschichten, die sich zum Vorlesen als Gute-Nacht-Geschichte eignen, die aber auch sicher etwas größeren Kindern beim Selberlesen noch Spaß bereiten.
Ein sehr schönes Kinderbuch.

Veröffentlicht am 15.10.2019

Josis wilde Welt

Josis wilde Welt
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Ein Mensch ist nicht wie der andere, jeder hat seine Vorlieben. Also darf man auch Kinder nicht in eine Schublade stecken.
Josi ist ein Mädchen, das mit Mädchenkram nichts am Hut hat. Zu Frau Bulette vom ...

Ein Mensch ist nicht wie der andere, jeder hat seine Vorlieben. Also darf man auch Kinder nicht in eine Schublade stecken.
Josi ist ein Mädchen, das mit Mädchenkram nichts am Hut hat. Zu Frau Bulette vom Broilergrill hat sie eine besondere Beziehung und tratscht dort mal gerne mit ihr. Ansonsten denkt sie sich abenteuerliche Geschichten aus und flitzt mit ihrem Skateboard durch die Gegend. Dann taucht ein Junge auf, der irgendwie nicht zu ihr passt und der recht dreist ist. Aber als die Existenz des Broilergrills in Gefahr ist, ist dieser Jonas doch recht hilfreich.
Das Buch liest sich einfach toll. Man bekommt eine große Portion Lokalkolorit mit. Vor allem Frau Bulette mit Ihrem Berlinerisch sorgt dafür, dass es richtig authentisch wird. Josi ist auch ein taffes Mädchen. Aber auch die anderen Personen sind alle sehr schön und Individuell beschrieben. Mir waren sie alle sehr sympathisch. Es war schön, wie alle zusammenhalten, um den Grill zu retten.
Das Buch ist humorvoll und sehr unterhaltsam. Die Geschichte zeigt auch, dass man einiges erreichen kann, wenn man nur zusammenhält.
Ich kann dieses Buch nur empfehlen.

Veröffentlicht am 14.10.2019

Eine faszinierende und starke Frau

Die Zeit des Lichts
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Elizabeth „Lee“ Miller war gerade erst 22 Jahre alt, als sie nach Paris kam. In den USA hatte sie gemodelt, aber festgestellt, dass ihr das zu wenig war, sie wollte lieber selbst fotografieren. In Paris ...

Elizabeth „Lee“ Miller war gerade erst 22 Jahre alt, als sie nach Paris kam. In den USA hatte sie gemodelt, aber festgestellt, dass ihr das zu wenig war, sie wollte lieber selbst fotografieren. In Paris trifft sie den Fotografen Man Ray, der sie als Assistentin für sein Studio engagiert. Doch schnell entwickelt sich eine Liebesbeziehung zwischen den beiden. Lee möchte Fotografin werden, aber Ray ist eifersüchtig und betrachtet sie auch weiterhin nur als Assistentin. Doch sie will sich behaupten und geht ihren eigenen Weg. Bekannt wird sie wegen ihrer Arbeiten, die sie als Kriegsreporterin im zweiten Weltkrieg gemacht hat.
Es ist eine Zeit, in denen Frauen ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben kaum möglich war. Wenn sie ihrer Berufung nachgehen und es ihm Beruf zu etwas bringen wollten, nahm man sie nicht für voll und machte ihnen das Leben schwer. Anerkennung für ihre beruflichen Leistungen bekamen sie nicht. Doch Lee hatte ihre eigenen Vorstellungen von ihrem Leben. Sie will Fotografin werden und sie geht ihren Weg trotz Widerständen. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und sie war mir trotz ihrer Fehler sehr sympathisch. Im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich weiter und zeigt eine Reihe von Facetten ihrer Persönlichkeit.
Ihre Liebesbeziehung zu Ray nimmt in diesem Buch einen relativ großen Raum ein, dabei ist das nicht unbedingt der interessante Teil ihrer Lebensgeschichte. Doch ich denke, dass diese unabdingbar ist, für ihren weiteren Werdegang. Die Zeit als Kriegsfotografin ist für mich viel spannender.
Ich finde es auch sehr spannend, einen Blick aus heutiger Sicht auf Lee Millers Kampf um ihren Weg und die Anerkennung ihrer Arbeit zu werfen.
Mir hat dieser Roman über eine außergewöhnliche und faszinierende Frau, die für ein selbstbestimmtes Leben kämpfte, sehr gut gefallen.

Veröffentlicht am 13.10.2019

Die Suche nach der Wahrheit

Der Sturm
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Der Tod seines Ziehvaters Johannes sorgt dafür, dass Andreas auf die Insel zurückkommt. Hier auf der norwegischen Insel hat er seine Kindheit bei Johannes im Gelben Haus verbracht. Seine Gefühle sind ambivalent. ...

Der Tod seines Ziehvaters Johannes sorgt dafür, dass Andreas auf die Insel zurückkommt. Hier auf der norwegischen Insel hat er seine Kindheit bei Johannes im Gelben Haus verbracht. Seine Gefühle sind ambivalent. Eigentlich wollte er nicht unbedingt zurückkommen, denn rückblickend war es nicht besonders angenehm. Alle schienen alles über die anderen zu wissen, doch es wurde nicht geredet, sondern man gab sich verschlossen, besonders denen gegenüber, die nicht von der Insel waren.
Andreas und seine ältere Schwester Minna Hatten mit ihren Eltern in der Nato-Villa gewohnt. Die Kinder wurden von ihren Eltern für ein paar Stunden bei Johannes abgegeben, aber nicht wieder abgeholt. Die Fragen der Kinder beantwortet Johannes mit ausschweifenden Geschichten, die aber immer anders verlaufen. Es scheint als wären die Eltern später bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen, als sie ihre Kinder abholen wollten. Andreas folgte seiner Schwester auf Schritt und Tritt und tat alles, was diese forderte. Doch als er sich schuldig machte, ließ sie ihn im Stich. Johannes lässt die Kinder gewähren, selbst dann noch, als Minnas Treiben zu heftig wurde.
Nun ordnet Andreas den Nachlass von Johannes. Es gibt Ungereimtheiten und immer neue Fragen tauchen auf. Langsam begreift Andreas das, was er als Kind nicht verstehen konnte. Johannes hat alles Mögliche gesammelt: Quittungen, Notizhefte, Fotos und Zeitungsausschnitte. Das alles belegt, was Andreas zunächst vermutet und was sich dann als Wahrheit herausstellt. Er erkennt, was es mit den Kaufmanns auf sich hatte, die als die Herren der Insel galten und die während des Krieges eine Kolonie für Kinder errichtet und sogar Deutsche zu Gast hatten. Der Gutsverwalter Herr Carsten war genauso unbeliebt wie die Kaufmanns selbst. Andreas erkennt, dass auch Carsten, der immer noch auf dem Gut ist, obwohl die Kaufmanns längst weg sind, eine wichtige Rolle gespielt hat.
Dieses Buch ist nicht leicht zu lesen, denn die Zeitensprünge sind nicht immer gleich zu erkennen. Die Sprache ist klar, fast schon poetisch.
Es ist eine sehr atmosphärische Geschichte, die teils erschreckend und manchmal auch berührend war. Lesenswert!