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Veröffentlicht am 26.06.2026

Nun versucht Blanc alte Fälle zu lösen

Bedrohliche Alpilles
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Capitaine Roger Blanc wurde von seinem Chef Nkoulou überredet, mit ihm zu einer neuen Einheit zu wechseln, die Cold Cases lösen soll. Als erstes nehmen sie sich einen Fall vor, bei dem sechs Jahre zuvor ...

Capitaine Roger Blanc wurde von seinem Chef Nkoulou überredet, mit ihm zu einer neuen Einheit zu wechseln, die Cold Cases lösen soll. Als erstes nehmen sie sich einen Fall vor, bei dem sechs Jahre zuvor eine Familie auf einem Parkplatz überfallen wurde. Die Eltern und ein scheinbar unbeteiligter Radfahrer starben und nur die kleine Tochter Carla überlebte schwer verletzt. Sie wurde später von Sophie Gravet, der Witwe des Radfahrers, adoptiert.
Dies ist bereits der dreizehnte Band dieser Reihe Capitaine Roger Blanc, die in der Provence spielt. Die Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden. Für mich ist Roger Clanc kein Unbekannter, denn ich mag diese Krimi-Reihe. Der Schreibstil lässt sich auch dieses Mal wieder angenehm flüssig lesen und die Atmosphäre in Südfrankreich ist gut und bildreich beschrieben, so dass Urlaubsgefühle aufkommen.
Die Personen sind wieder gut und authentisch dargestellt. Blanc ist ein zielstrebiger Capitaine, der bei seinen Ermittlungen beharrlich bleibt. Ich mag seine etwas sperrige Art und er ist mir durchaus sympathisch. Die Computerspezialistin Fabienne Souillard, die mit Blanc ins neue Team wechselt, mag ich sehr. Marius bleibt zwar an alter Stelle, mischt aber hin und wieder mit. Dazu kommen noch die neuen Kollegen Alexandra Ayew und Paul Brisson. Alle zusammen wollen diesen Fall unbedingt lösen. Dabei ist auch der Spurensicherer Saad Ben-Rouijal eine große Hilfe. In den kleinen Orten Eyguières und Aureille aber sind die Bewohner nicht begeistert von diesen Ermittlungen. Sie scheinen alle etwas zu verbergen zu haben und nehmen es mit der Wahrheit nicht so genau. Natürlich spielt auch Rogers ehemalige Geliebte, die Untersuchungsrichterin Aveline, wieder eine Rolle.
Es ist interessant, die Ermittlungsarbeit durch die Polizei zu verfolgen, auch wenn sich das nicht ganz einfach gestaltet, denn vor sechs Jahren wurde nicht sehr ausführlich ermittelt. Es gibt nun einige Verdächtige. Bei der Aufklärung des Falls helfen einige Zufälle. Auch wenn ich schon recht früh ahnte, worauf es am Ende hinausläuft, war dieser Krimi doch wieder spannend und hat mich gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 12.06.2026

Einfach mal durchatmen

Einatmen. Ausatmen.
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Marlene Buchholz lebt für ihre Arbeit und sieht sich nun kurz vor dem Ziel. Sie soll Vorstandsvorsitzende des Aviola -Konzerns werden. Doch etwas steht dem im Weg, denn sie ist völlig empathielos und daher ...

Marlene Buchholz lebt für ihre Arbeit und sieht sich nun kurz vor dem Ziel. Sie soll Vorstandsvorsitzende des Aviola -Konzerns werden. Doch etwas steht dem im Weg, denn sie ist völlig empathielos und daher im Unternehmen nicht beliebt. Daher soll sie ein Coaching bei Alex Grow in einem Brandenburger Schloss absolvieren. Doch der hat eigene Probleme, denn er leidet unter Panikattacken. Außerdem steht seine Academy kurz vor der Insolvenz und könnte einen größeren Auftrag der Aviola gut gebrauchen.

Ich habe schon einige Romane des Autors Maxim Leo gelesen und mag seinen wunderbaren und humorvollen Schreibstil.

Wie lernen zwei Protagonisten kennen, die auf unterschiedliche Weise gefordert sind, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen. Die Figuren sind etwas überzeichnet und ihre Entwicklung verläuft erwartungsgemäß. Für Marlene ist das Coaching eine Pflichtaufgabe, die sie mit Widerwillen und Misstrauen angeht. Alex schafft es trotz eigener Probleme anderen Menschen zu helfen. Wird ihm das auch bei Marlene gelingen? Das Leben hat jedenfalls einige Überraschungen parat.

Die Geschichte regt dazu an, einmal innezuhalten und zu schauen, ob man dem Leben vielleicht eine andere Richtung geben sollte. Es ist ein Roman mit Tiefgang, der aber nicht zu tiefgründig wird.

Auch wenn der Verlauf der Geschichte vorhersehbar ist, so hat mich der Roman doch gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 11.06.2026

Das Trauma wird weitergegeben

Elbland
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Jahrelang hat sich Nina um ihre Mutter Irma gekümmert, während der Vater und ihre Schwester Katja eigene Wege gegangen sind. Doch nun ist Irma tot und Nina wird der Boden unter ihren Füßen weggerissen. ...

Jahrelang hat sich Nina um ihre Mutter Irma gekümmert, während der Vater und ihre Schwester Katja eigene Wege gegangen sind. Doch nun ist Irma tot und Nina wird der Boden unter ihren Füßen weggerissen. Sie fühlt sich verloren. Doch dann will sie herausfinden, was zwischen ihrer Mutter und ihr stand und reist nach Böhmen, in die Heimat von Irma, aus der sie vertrieben wurde.

Die eigene Familiengeschichte inspirierte die Autorin Claudia Rikl zu diesem Roman, der auf verschiedenen Zeitebenen spielt.

Ich muss sagen, dass es mir oft schwerfiel, mich in die Personen hineinzuversetzen, obwohl ich selbst zur Nachkriegsgeneration gehöre und weiß, dass viele nach den Schrecken des Krieges und der Vertreibung nur noch vergessen wollten. Doch das Schweigen hinterließ Wunden, bei denen, die so viel ertragen hatten, aber auch bei denen, die wussten, dass etwas geschehen war, aber nicht wussten was.

Irma hat gelitten, weil etwas passiert ist, das sie gebrochen hat. Doch es war ihr unmöglich darüber zu reden. Aber auch ihre Kinder und ihr Mann haben gelitten. Katja und ihr Mann haben es nicht ausgehalten und sind gegangen, doch Nina ist geblieben. Aber auch sie hat Wunden davongetragen. Erst die Reise in die Heimat der Mutter bringt Aufklärung darüber, was geschehen ist.

Nina hatte lange kaum Kontakt zu ihrer Schwester und auch ihrem Vater wirft sie vor, sie mit ihrer Mutter alleine gelassen zu haben. Sie fühlt sich oft überfordert mit der Mutter, die depressiv und nicht zugänglich ist. Nachdem sie dann alles erfahren hat, kann sie sich daran machen, ihren eigenen Weg zu finden.

Es ist ein emotionaler Roman und eine tragische Familiengeschichte, in der das Schweigen auch das Leben der Nachkommen beeinflusst.

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Veröffentlicht am 03.06.2026

Nachts im Museum

Zwei in einem Bild
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Das Cover hat mich angesprochen und auch der Klappentext hörte sich interessant an. Aber recht schnell hat mich diese Geschichte verloren.

Jean, der Sohn von Henri Matisse, lebt in einem Gemälde seines ...

Das Cover hat mich angesprochen und auch der Klappentext hörte sich interessant an. Aber recht schnell hat mich diese Geschichte verloren.

Jean, der Sohn von Henri Matisse, lebt in einem Gemälde seines Vaters. Dann steht plötzlich die kunstinteressierte Reinigungskraft Claire vor diesem Bild und tritt in das Gemälde. Jean und Claire ziehen dann durch die Gemälde des Museums. Sie verlieben sich. Doch eine Pandemie kommt in die Welt und verändert vieles.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der sich von Jean und Claire. Der Schreibstil ist bildhaft, aber in Anbetracht dieser ungewöhnlichen Umgebung mit den vielen farbenfrohen Bildern etwas sperrig.

Jean ist in dem Gemälde schon über hundert Jahre gefangen. Von hier kann er die Museumsbesucher und die anderen Bilder im Raum beobachten. Er hat sich in seine Situation hineingefunden. Für Claire ist das Museum ein magischer Ort, hier kann sie ihre Probleme vergessen, auch wenn die Arbeit fordernd ist. Als sie feststellt, dass sie die Bilder betreten kann, eröffnet sich ihr eine andere Welt. Die Bilder werden lebendig und sie erlebt mit Jean erlebt Aufregendes. Aber diese Liebesgeschichte ging mir zu schnell und war nicht wirklich spürbar.

Die Figurenzeichnung war mir auch zu blass, so dass ich mich nicht in sie hineinfühlen konnte.

Mich hat dieser Roman überhaupt nicht gepackt. Schade drum!

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Veröffentlicht am 01.06.2026

Düster und spannend

Moorland. Die Zwillinge
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Die 18-jährigen Zwillinge Jana und Nike wollen Aufnahmen für TikTok machen. Trotz der widrigen Wetterprognosen machen sie sich ins Moor auf, doch sie kehren nicht mehr zurück. Die Suche nach ihnen ist ...

Die 18-jährigen Zwillinge Jana und Nike wollen Aufnahmen für TikTok machen. Trotz der widrigen Wetterprognosen machen sie sich ins Moor auf, doch sie kehren nicht mehr zurück. Die Suche nach ihnen ist erfolglos. Als auf dem Kanal verstörende Fotos auftauchen, beginnt Kommissarin Malia Gold, die gerade erst in ihren Heimatort zurückgekehrt ist, zu ermitteln. Erinnerungen an ihre Vergangenheit kommen bei Malia hoch.

"Moorland - Die Zwillinge" ist der erste Band einer neuen Reihe des Autors Andreas Winkelmann. Ich habe schon einige Bücher des Autors gelesen, die mich immer gepackt haben. Auch dieses Mal wurde ich wieder überzeugt, denn es ist spannend und die Atmosphäre düster und bedrohlich.

Jana und Nike haben sich mit ihrem TikTok-Kanal im Dorf keine Freunde gemacht. Malia Gold war fünfzehn Jahre lang weg und ist nun zurückgekommen. Mit ihren Kollegen Sven Sellmann und Ida Sophie Rossmann versucht sie, die Zwillingen zu finden. Dabei muss sie sich auch der Vergangenheit stellen. Das Verhältnis zu ihrer rechthaberischen und resoluten Mutter Ruth ist schwierig. Ruth kennt sich im Moor bestens aus und wird „Fährtenleserin“ genannt. Die Bewohner des Dorfes haben scheinbar alle etwas zu verbergen und schweigen.

Es gibt Wendungen und falsche Fährten, so dass man sich nie sicher sein kann, wer der Täter ist und was seine Motive sind.

Mit hat dieser spannende und komplexe Thriller gut gefallen und ich bin gespannt auf den nächsten Band.

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