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Veröffentlicht am 19.05.2022

Mord an Bord

Tod vor Juist. Ostfrieslandkrimi
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Hedda ist der Meinung, dass Ennos Vater Bento nun lange genug um seine Frau getrauert hat. Daher hat sie ihn bei der neuen Datingshow „Lovefriesland“ angemeldet, damit er wieder einmal eine Frau kennenlernt ...

Hedda ist der Meinung, dass Ennos Vater Bento nun lange genug um seine Frau getrauert hat. Daher hat sie ihn bei der neuen Datingshow „Lovefriesland“ angemeldet, damit er wieder einmal eine Frau kennenlernt und sich vielleicht sogar verliebt. Auf Juist erfahren sie dann, wie es weitergehen soll. Sie werden auf eine Yacht gebracht und dort werden jeden Tag neue Paare ausgelost, die dann Zeit miteinander verbringen sollen. Doch schon in der ersten Nacht verschwindet jemand spurlos und das Schlauchboot ist verschwunden. Dann geschieht auch noch ein Mord. Eigentlich sollten Hedda und Enno nur Bento begleiten, doch schon sind sie mitten in den Ermittlungen.
Dies ist bereits der 13. Band aus der Reihe „Hedda Böttcher ermittelt“. Ich habe ja schon einige von den Vorgängerbänden gelesen und auch dieses Mal lässt sich der Schreibstil wieder gut und flüssig lesen.
Es sind eine ganze Menge Leute an Bord, neben den Teilnehmern der Show mit ihren Begleitpersonen gibt es natürlich noch die Mannschaft des Schiffes und das Team, welches die Show aufnimmt. Daher ist es nicht ganz einfach, alle Personen auseinander zu halten. Dabei sind auch ein paar besonders unsympathische Personen. Bento scheint sich aber verblüffend wohl zu fühlen.
Für Hedda und Enno sollten es ein paar geruhsame Tage werden, denn sie sind ja nur die Begleitpersonen für Bento. Doch dann kommt es anders und sie stecken wieder einmal mitten in Ermittlungen, dabei darf niemand wissen, dass sie geheime Ermittler sind. Da so viele Menschen auf dem Schiff sind, gibt es auch eine Menge Verdächtiger
Natürlich will man wissen, wer da sein Unwesen an Bord treibt. Doch es wird kein leichter Fall, da sich noch herausstellt, dass nicht alles so ist, wie es zunächst scheint. Aber am Ende löst sich dann doch alles schlüssig auf.
Es ist ein spannender und unterhaltsamer Krimi.

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Veröffentlicht am 19.05.2022

Klabautermann macht Borkum unsicher

Borkumer Nacht. Ostfrieslandkrimi
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Die Meinungen über das geplante Bauprojekt des Architekten Oltmann sind geteilt, denn den einen ist der Naturschutz wichtig, anderen das Geschäft. Oltmann wird vom Klabautermann bedroht. Niemand weiß, ...

Die Meinungen über das geplante Bauprojekt des Architekten Oltmann sind geteilt, denn den einen ist der Naturschutz wichtig, anderen das Geschäft. Oltmann wird vom Klabautermann bedroht. Niemand weiß, wer hinter den Drohbriefen steckt. Doch Oltmann ist der Meinung, dass die Inselpolizisten Ragnar Hansen und Jan Jepsen nicht genug unternehmen.
Die Buchhändlerin und Autorin Heike Gessner hatte viel Hoffnung in das Gespräch mit der Literaturkritikerin Eva Sternberg gesetzt, doch diese bezeichnet den Roman als Schund. Am nächsten Tag ist die Literaturkritikerin tot. Kommissar Ragnar Hansen und sein junger Kollege müssen in unterschiedliche Richtungen ermitteln.
Ich habe schon einige Bücher der Autorin Dörte Jensen aus der Reihe „Kommissar Joost Kramer“ gelesen und ihr Schreibstil liest sich gut und flüssig. Die Dialoge zwischen den Polizisten sind einfach toll. Erzählt wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven. Dadurch kann man auch die Gedankengänge des Klabautermanns verfolgen.
Eigentlich verstehen sich die Polizisten Hansen und Jepsen gut, doch bei diesem Fall spürt Ragnar Hansen, der schon mal etwas eigensinnig ist, dass sein Kollege eine eigene Sicht auf die Dinge hat und auch nicht immer offen ist. Daher gibt es gewisse Spannungen im Team. Das macht die Ermittlungen natürlich nicht einfacher.
Es ist ein schwieriger Fall mit sehr unterschiedlichen Verdächtigen. Es gibt immer wieder Wendungen, welche die Spannung hochhalten und am Ende löst sich alles schlüssig auf.
Mir hat dieser Krimi wieder gut gefallen.

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Veröffentlicht am 19.05.2022

Eine willensstarke Frau

Fräulein Stinnes und die Reise um die Welt
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Im Mai 1927 startet Clärenore Stinnes mit ihrem Automobil zu einer Reise um die Welt. Es ist ein waghalsiges Abenteuer, auf das sich die junge Frau einlässt und dass ihr viel Häme einbringt. Doch sie lässt ...

Im Mai 1927 startet Clärenore Stinnes mit ihrem Automobil zu einer Reise um die Welt. Es ist ein waghalsiges Abenteuer, auf das sich die junge Frau einlässt und dass ihr viel Häme einbringt. Doch sie lässt sich nicht beirren. Zu ihrem Gefolge gehören ihr Hund, zwei Techniker und ein Fotograf. Es ist eine gefährliche und herausfordernde Tour.
Der Schreibstil lässt sich gut und flüssig lesen, allerdings wird die Geschichte etwas distanziert erzählt. Mir hätte es gefallen, wenn mehr Emotionen herübergekommen wären.
Auch die Charaktere kamen mir nicht wirklich nahe. Die Autorin Lina Jansen erzählt in dieser Romanbiografie die Geschichte einer beeindruckenden jungen Frau, die genau weiß, was sie will. Ihre Familie möchte, dass sie heiratet und sich um Familie und Haushalt kümmert. Doch davon hält die junge Frau nicht. Sie möchte in einer männerdominierten Zeit beweisen, zu was Frauen in der Lage sind. Sie plant ihre Reise und doch kommt es mir manchmal etwas naiv vor, wie sie alles angeht. Wenn Probleme auftauchen, lösen sich diese recht schnell und ohne größere Schwierigkeiten auf. Dabei gibt es viele Herausforderungen, die gemeistert werden wollen, denn jedes der bereisten Länder hat seine eigenen Tücken. Mal ist es ungeheuer heiß, dann extrem kalt, mal macht der Wüstensand Probleme, dann ist es die feuchte Schwüle. Doch Clärenore erreicht ihr Ziel und begegnet unterwegs sogar dem Mann ihres Lebens.
Mir hat es Spaß gemacht, diese mutige junge Frau auf ihrer abenteuerlichen Reise zu begleiten.

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Veröffentlicht am 19.05.2022

Neuordnung eines Lebens

In den Wäldern der Biber
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Alina ist vor einigen Jahren zu ihrem Freund nach Frankfurt gezogen. Doch wirklich wohl hat sie sich in ihrem Leben nicht gefühlt. Der Job war eine Notlösung und in der Beziehung mit Fabian fehlt auch ...

Alina ist vor einigen Jahren zu ihrem Freund nach Frankfurt gezogen. Doch wirklich wohl hat sie sich in ihrem Leben nicht gefühlt. Der Job war eine Notlösung und in der Beziehung mit Fabian fehlt auch etwas. Als es zum Streit kommt, steht sie ohne Wohnung da und Freunde hat sie auch nicht, die sie aufnehmen könnten. So fährt sie nach Spechthausen in Brandenburg zu ihrem Großvater, zu dem aber auch schon seit vielen Jahren der Kontakt abgerissen ist. Er nimmt sie auf ohne Fragen zu stellen und gibt ihr die Möglichkeit, wieder zu sich selbst zu finden. Hier in dem Haus am Waldrand kann sie herausfinden, was sie vom Leben erwartet und die Weichen neu stellen.
Der Schreibstil liest sich angenehm und ich habe Alina gerne auf ihrem Weg zu einem neuen Leben begleitet. Schön fand ich die Beschreibungen der Landschaft und des Waldes und hätte gerne noch mehr davon gehabt.
Als der Kontakt zu ihrem Großvater abgebrochen ist, war Alina kein ganz kleines Kind mehr, das dann schnell vergessen hat. Die Gründe ihrer Mutter waren einerseits nachvollziehbar, doch es waren Gründe, die für ihr eigenes Leben wichtig waren. Alina wurde nicht gefragt, ob sie das auch so wollte. Allerdings hätte sie von sich aus etwas unternehmen können. Nun taucht sie ganz selbstverständlich auf, ohne zu fragen, ob es recht ist. Nicht nur das, sie ist auch ziemlich übergriffig, als sie Modernisierungsmaßnahmen für das Haus anstößt. Ich konnte mich mit Alina und ihrer Art nicht so richtig anfreunden. Ihren Großvater mochte ich vom ersten Moment an. Auch die Nachbarn in Spechthausen, die freundlich und sehr hilfsbereit sind, haben mir gefallen. Alina begegnet Elias und Isabel wieder, mit denen sie als Kind die Ferien verbrachte. Wenn sie zusammen sind ist es so, als wären sie nie getrennt gewesen. Elias und Alina haben ähnliche Interessen und fühlen sich verbunden. Doch es gibt einiges, was erst einmal aufgearbeitet werden muss.
Ich habe diesen Roman gerne gelesen, doch er hat mich nicht besonders berührt und wird daher nicht lange in Erinnerung bleiben.


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Veröffentlicht am 19.05.2022

Gefahr in der Arktis

Schmelzpunkt
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Wir alle wissen, dass der Klimawandel verheerende Folgen hat und das dringend etwas geschehen muss. Wieder einmal beschäftigt sich der Autor Wolf Harlander mit dem Thema Klima.
Der Klimawandel hat auch ...

Wir alle wissen, dass der Klimawandel verheerende Folgen hat und das dringend etwas geschehen muss. Wieder einmal beschäftigt sich der Autor Wolf Harlander mit dem Thema Klima.
Der Klimawandel hat auch vor der Arktis keinen Halt gemacht. Die Schmelze geht viel zu schnell, weil es zu heiß ist. Der junge Inuk Nanoq Egede führt Touristen durch die Arktis, als er eine Menge toter Tiere entdeckt. Was steckt hinter diesem Massensterben? Die deutsche Wissenschaftlerin Dr. Hanna Jordan soll untersuchen, was dazu geführt hat. Aber auch Nelson Carius und Diana Winkels vom BND gehen einer Spur nach, die zu mächtigen und rücksichtslosen Gegnern führt, deren Gier unermesslich ist. Es kommt zu einem Kampf bei dem es um Leben und Tod geht.
Der Schreibstil ist recht nüchtern und distanziert, umso beängstigender ist es, was in der Arktis geschieht. Mir erscheinen diese Vorgänge gar nicht abwegig. Die Wirtschaftsunternehmen sind auf Profit aus und nutzen jede Chance, die sich bietet. Dass die Warnungen der Wissenschaft geflissentlich überhört werden, wenn es um Geld und Gewinne geht, kennen wir ja schon. Damit es bei der Ausbeutung der Arktis nicht zur Katastrophe kommt, müssten politische Regelungen her, doch die gibt es nicht.
Erzählt wird diese Geschichte in mehreren Handlungssträngen, die alle ihren Teil dazu beitragen, dass die Gefahr in der Arktis enorm groß ist.
„Schmelzpunkt“ ist spannend und unterhaltsam. Die Handlung erleben wird aus verschiedenen Perspektiven.
Wer „Systemfehler“ gelesen hat, dem werden hier einige alte Bekannte begegnen. Die Charaktere sind alle gut und authentisch dargestellt.
Die Handlung ist sehr spannend und temporeich. Mich hat dieser Thriller gut unterhalten, aber auch nachdenklich gemacht. Lesenswert!

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