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Veröffentlicht am 07.01.2026

Dunkle Mächte

Oxen. Interregnum
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Zuletzt erschien es so, als sei der Danehof vernichtet, doch in Wirklichkeit versuchen sie alles neu aufzubauen. Axel Mossman hat vorrübergehend wieder die Leitung des PET übernommen und will verhindern, ...

Zuletzt erschien es so, als sei der Danehof vernichtet, doch in Wirklichkeit versuchen sie alles neu aufzubauen. Axel Mossman hat vorrübergehend wieder die Leitung des PET übernommen und will verhindern, dass das Netzwerk sich neu aufstellen kann. Also setzt er Niels Oxen und Margarethe Franck auf die Sache an. Aber die erkennen zu spät, was da wirklich läuft.
Dieses Buch ist der siebte Band aus der Oxen-Reihe von Jens Henrik Jensen. Auch wenn dieser Thriller lesbar ist ohne die anderen Bände zu kennen, so ist es sicherlich sinnvoll, die Bücher der Reihe nach zu lesen. Dem Autor gelingt es wieder, sofort Spannung aufzubauen. Die Atmosphäre ist von Anfang an beklemmend, denn das Netzwerk ist komplex und mächtig. Diese Bedrohung kommt sehr realistisch rüber.
Die Charaktere sind glaubhaft dargestellt. Die Mitarbeiter des PET haben unterschiedliche Fähigkeiten und alle ihre Ecken und Kanten. Niels Oxen ist eine Figur, die sehr unterschiedliche Seiten in sich vereint. Einerseits ist er stark und hart, auf der anderen Seite aber auch verletzlich. Mossmanns Ruhestand steht bevor, was ihm nicht so gefällt. Daher zieht er nun gerne nochmal die Strippen. Todesfällt entpuppen sich dann als Mordfälle und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Die Geschichte ist komplex und erfordert beim Lesen Aufmerksamkeit, damit man Entscheidendes nicht übersieht.
Ein sehr spannender Thriller mit Tiefgang, der skandinavisch düster und abgründig daherkommt. Ich kann das Buch nur empfehlen!

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Veröffentlicht am 07.01.2026

Kampf für die Sportlerinnen

Aufgeben können die anderen
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Alice Milliat ist in einer männerdominierten Zeit aufgewachsen, in der es überall Grenzen für Frauen gab. Mit derartigen Grenzen aber will Alice sich nicht abfinden. Sie will nicht einsehen, dass Frauen ...

Alice Milliat ist in einer männerdominierten Zeit aufgewachsen, in der es überall Grenzen für Frauen gab. Mit derartigen Grenzen aber will Alice sich nicht abfinden. Sie will nicht einsehen, dass Frauen von sportlichen Wettkämpfen ausgeschlossen werden. Daher gründet sie in Frankreich den Frauensportverband und organisiert Wettkämpfe. Aber sie will mehr. Sie kämpft dafür, dass auch Frauen in allen Disziplinen bei den Olympischen Spielen zugelassen werden. Doch sie bekommt von vielen Seiten Gegenwind, wird dann aber von unerwarteter Seite unterstützt.
Ich habe schon eine Reihe von Romanen der Autorin Lena Johannson gelesen. Sie schreibt flüssig und gut lesbar. Auch die Gegebenheiten der damaligen Zeit sind gut dargestellt.
Die Charaktere sind authentisch und interessant gezeichnet. Die damalige Zeit macht es Frauen schwer. Männer sind überall in den führenden Positionen, auch im Sport, und bestimmen, was für Frauen schicklich ist und was nicht. Auch die Mediziner sind männlich und sind der Meinung, dass die Gebärfähigkeit durch den Sport gefährdet wird. Alice ist eine begeisterte Sportlerin und will sich den Regeln nicht fügen. Sie will zeigen, was sie und andere Frauen leisten können. Entschlossen kämpft sie dafür, dass Frauen Wettkämpfe bestreiten können und dass sie vom IOC bei Olympia zugelassen werden.
Auch heute noch gibt es in manchen Sportarten Einschränkungen für Frauen, man denke nur wie lange es gedauert hat, bis sich der Frauenfußball durchgesetzt hat. Aber Frauen können heutzutage die Sportart wählen, die ihnen zusagt.
Ein interessanter Roman über eine mir unbekannte, kämpferische und starke Frau.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Man nimmt, was man kann

Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels
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Angelika Moser ist Ende der Achtzigerjahre Buchhalterin im Grand Hotel Frohner in Wien. Sie mag ihren Job, doch dann wird sie vom Direktor gebeten, die Bilanzen der letzten Jahre zu ändern, um eine Erbengemeinschaft ...

Angelika Moser ist Ende der Achtzigerjahre Buchhalterin im Grand Hotel Frohner in Wien. Sie mag ihren Job, doch dann wird sie vom Direktor gebeten, die Bilanzen der letzten Jahre zu ändern, um eine Erbengemeinschaft abzuschrecken. Sie lässt sich darauf ein. Als die lebenslustige junge Frau dann mit einem Kind dasteht, das sie durchbringen muss, manipuliert sie Rechnungen, was jahrelang gutgeht, bis ihr dann alles um die Ohren fliegt.
Dies ist mein erstes Buch der Autorin Vea Kaiser. Sie schreibt flüssig, witzig und mit viel Wiener Schmäh (was ich oft schwierig zu lesen finde). Das Leben ihn Wien ist atmosphärisch und authentisch dargestellt. Trotzdem hätte es der Geschichte gutgetan, wenn sie an manchen Stellen etwas straffer erzählt worden wäre.
Angelika liebt das Nachleben und die Männer, gerät aber meist an die Falschen. Tagsüber arbeitet sie im Hotel als Buchhalterin und mag ihren Job. Sie lässt sich vom Direktor sogar zu der zweifelhaften Bilanzmanipulation überreden und greift dann auf die erworbenen Kenntnisse zurück, um sich und ihrem Kind ein gutes Leben zu ermöglichen. Sie liebt ihren Sohn Sebastian und will ihm eine bessere Mutter sein, als ihre Mutter es war. Ihre kreative Buchführung ist lange genug unbemerkt geblieben, musste aber irgendwann auffallen. Ich kann nicht behaupten, dass mir die Personen sonderlich sympathisch waren. So konnte ich mich nicht in sie hineinversetzen.
Ein unterhaltsamer Roman mit Sprachwitz, aber auch Längen, der mich nicht so ganz überzeugt hat.

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Veröffentlicht am 01.01.2026

Sich selbst nicht vergessen im Alltag

Drei Tage im Schnee
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Hannah ist erfolgreich im Job und läuft stets auf Hochtouren. Aber glücklich ist sie nicht. Sie weiß eigentlich, dass sie etwas ändern müsste, um zufriedener zu sein, aber es bleibt bei der Erkenntnis. ...

Hannah ist erfolgreich im Job und läuft stets auf Hochtouren. Aber glücklich ist sie nicht. Sie weiß eigentlich, dass sie etwas ändern müsste, um zufriedener zu sein, aber es bleibt bei der Erkenntnis. Doch dann mietet sie für drei Tage eine einsame Hütte an einem See. Als die Gegend dann zugeschneit wird, taucht ein Mädchen im roten Schneeanzug auf und gibt sich ganz dem Moment hin. Die kleine Sophie lässt Hannah auf andere Gedanken kommen und so erinnert sie sich, was ihr einmal wichtig im Laben war.
Dieser Roman erzählt davon, wie ein Mensch durch äußere Einflüsse wieder zu sich selbst findet. Doch das ist alles schon mal erzählt worden, also nichts Neues. Daher konnte mich die Geschichte auch nicht so wirklich packen, zumal Hannahs Gedanken sich ständig wiederholen und sie erst einmal nur die negativen Seiten sieht. Auch die Charaktere bleiben doch recht blass.
Schon bevor Hannah sich in das Holzhaus zurückzieht, weiß sie tief in ihrem Innersten, was schiefläuft in ihrem Leben. Ihren Leben wird von den Verpflichtungen bestimmt und gibt ihr keinen Raum, ihr Leben zu genießen. Ihre innere Stimme ist stets da und gibt den Takt an. Im Prinzip weiß sie, was falsch läuft, aber es folgen keine Konsequenzen aus den Erkenntnissen. Erst das Spiel des Kindes, das alles um sich herum vergisst, erinnert sie daran, dass sie auch einmal so war und wie zufrieden und glücklich sie das gemacht hat.
Die Geschichte lehrt uns, dass wir uns um uns selbst kümmern müssen. Das Buch stimmt zwar nachdenklich, hat aber keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen, da mir die Tiefe gefehlt hat.
Ein leicht zu lesender Roman, der in idyllischer Umgebung spielt, aber mich leider nicht wirklich überzeugt hat.

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Vegetarische Heimatküche

Deftig vegetarisch – Heimatküche
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Ich liebe deftiges Essen und muss auch nicht immer Fleisch haben. Daher hat mich dieses Buch angesprochen. Allerdings habe ich ein Problem damit, wenn Vegetarier meinen, dass sie das Fleisch ersetzen können ...

Ich liebe deftiges Essen und muss auch nicht immer Fleisch haben. Daher hat mich dieses Buch angesprochen. Allerdings habe ich ein Problem damit, wenn Vegetarier meinen, dass sie das Fleisch ersetzen können und den gleichen Geschmack mit alternativen Lebensmitteln erreichen können. Wenn schon vegetarisch, dann bitte mit neuen kreativen Gerichten, statt mit traditionellen, denen dann ein wichtiger Teil fehlt. Daher bin ich aber auch mit Skepsis an dieses Buch herangegangen. Doch dann habe ich festgestellt, dass nicht nur die üblichen traditionellen Rezepte (wie Himmel und Erde, Labskaus mit Spiegelei u. a.) in veränderter Form auftauchen, sondern es auch andere kreative Rezepte gibt.
Nach einer Einleitung geht es dann zum Rezeptteil, der eingeteilt ist in Alltagsglück, Ofenfreuden, Suppenwonne, Sonntagsessen, Brotzeit und Naschwerk. Die Rezepte sind gut nachzuarbeiten und ich habe schon einiges ausprobiert.
Gefallen hat mir, dass die Zutaten nicht so exotisch und gut zu bekommen sind. Zu den einzelnen Gerichten sind die Zubereitungszeiten und Nährwerte angegeben, alle Arbeitsschritte sind nachvollziehbar und es gibt auch noch Tipps und Tricks dazu. Das Register am Ende des Buches ist nützlich. Aber besonders toll sind die wunderbaren Fotos.
Mir hat dieses Buch gut gefallen und ich kann es empfehlen.

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