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Veröffentlicht am 12.05.2026

Verwirrender Thriller

Böser, böser Wolf
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Die erfolgreiche Krimiautorin Katie wurde entführt und soll nun für ihren Entführer Märchen schreiben, bei denen die Figuren sterben. Der Täter setzt nach diesen Vorlagen seine Taten um. Katie sieht keine ...

Die erfolgreiche Krimiautorin Katie wurde entführt und soll nun für ihren Entführer Märchen schreiben, bei denen die Figuren sterben. Der Täter setzt nach diesen Vorlagen seine Taten um. Katie sieht keine Möglichkeit, sich zu weigern, denn sonst stirbt sie selbst, aber sie versucht Hinweise an die Polizei in ihre Geschichten einzufügen.

Detective Inspector Lyla Rondell kommen die Ermittlungen gelegen, denn ihre beste Freundin verschwand vor fünfundzwanzig Jahren und nur ein angebissener Apfel blieb zurück. Sie erkennt einen Zusammenhang zwischen dem Verschwinden ihrer Freundin und den jetzigen Morden.

Schon der Klappentext hatte mich neugierig gemacht. Es ist ein ungewöhnlicher Thriller, der von Anfang an eine düstere Atmosphäre vermittelt. Der Schreibstil liest sich flüssig und die Perspektiven wechseln immer wieder. Die Handlung war spannend, flachte dann aber ab. Irgendwann fand ich die Geschichte nur noch verwirrend.

Von den Personen gefiel mir Lyla am besten. Sie ist eine gute Ermittlerin, welche auch Details erkennt und damit Zusammenhänge. In dieser Ermittlung ist sie aber auch befangen, denn das Verschwinden ihrer besten Freundin hat sie nie ganz weggesteckt. Katie tat mir zwar leid, aber sie blieb mir auch irgendwie fremd.

Mich hat dieser Thriller nicht überzeugt, da mir zu absonderlich daherkam. Schade!

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Gelungener Auftakt

Schlafende Vulkane
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Eigentlich ist Hilmar im Ruhestand, aber er versorgt gerne morgens die Pferde im Reitstall. Doch dann entdeckt er eine tote nackte Frau in einer leerstehenden Box. Wegen Personalnot bekommt die unerfahrene ...

Eigentlich ist Hilmar im Ruhestand, aber er versorgt gerne morgens die Pferde im Reitstall. Doch dann entdeckt er eine tote nackte Frau in einer leerstehenden Box. Wegen Personalnot bekommt die unerfahrene Helga Jónsdóttir vom Dezernat für Gewaltverbrechen die Leitung der Ermittlung in diesem Mordfall übertragen. Sie stellt fest, dass die Frau zu Hause getötet wurde und der Sohn geflohen ist. Er muss schnell gefunden werden, denn in der isländischen Vulkanlandschaft kann er nicht lange überleben. Sie bittet Bjarki um Hilfe, der sich in der Gegend bestens auskennt. Mit Hilfe der Hündin Salka finden sie den unterkühlten Jungen. Der Täter aber hat schon das nächste Opfer.

Dieses Buch ist der erste Band aus der Island-Reihe des Autoren-Duos Michael Hjorth und Bjarni Thorsson. Wie so oft bei skandinavischen Thrillern ist auch bei diesem Island-Thriller die Atmosphäre düster und bedrückend. Der Schreibstil ist flüssig und die Spannung von Anfang an sehr hoch. Gut beschrieben ist auch die raue Landschaft. Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven. In die Gedanken des Täters zu blicken, war sehr erschreckend.

Die Charaktere sind gut gezeichnet, alle haben ihre Ecken und Kanten. Helga war zunächst beim Jugendamt. Doch weil sie dort nicht wirklich etwas bewegen konnte, hat sie dann die Polizeihochschule besucht. Sie fühlt sich noch unsicher, als sie in diesem Fall die Leitung der Ermittlung übertragen bekommt. Aber sie intelligent und macht ihre Sache gut. In Bjarki, von vielen Grettir genannt, findet sie eine gute Ergänzung. Eigentlich ist er nach einer Degradierung nur Verkehrspolizist. Doch er kennt die Gegend und die Natur und weiß genau, was er tut, dabei sind Regeln für ihn da, um ignoriert zu werden. Auch die Kriminaltechnikerin Yvette ist beteiligt und sie macht ihre Sache sehr gut. Rückendeckung erhält Helga, die privat auch ihre Probleme hat, aber auch immer wieder von Lárus, was man nicht von allen Kollegen sagen kann.

Helga vermutete zunächst, dass der Ex der Toten die Tat begangen hat, doch dem ist nicht so. Allerdings hat er bei einer Drogengeschichte seine Finger im Spiel und so freut sich die Polizei dann über einen enormen Drogenfund.

Der Täter scheint den Ermittlern immer einen Schritt voraus zu sein. Aber er muss schnellstens gefasst werden, um weitere Tote zu verhindern.

Dieser Thriller ist düster, spannend und packend, aber auch brutal. Mir hat er sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 08.05.2026

Nicht jede Freundschaft überdauert

Spielverderberin
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Sophie und Lotte leben in einem kleinen Dorf und sind seit Kindertagen befreundet. Dann kommt Romy aus München in das Dorf. Sie ist so anders, als die Freundinnen das kennen und beide sind von ihr fasziniert. ...

Sophie und Lotte leben in einem kleinen Dorf und sind seit Kindertagen befreundet. Dann kommt Romy aus München in das Dorf. Sie ist so anders, als die Freundinnen das kennen und beide sind von ihr fasziniert. Romy, die das Stadtleben gewöhnt war, finde es im Dorf eher langweilig. Dadurch das Romy dazugekommen ist, gibt es auch Veränderungen in der Freundschaft von Sophie und Lotte. Dann geschieht etwas, das zu einem Bruch in dieser Freundschaft führt. Nach Jahren treffen sie sich wieder und versuchen sich wieder anzunähern.

Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen, dazwischen liegen vier Jahre, und aus unterschiedlichen Perspektiven, wobei wir hauptsächlich die Sicht von Sophie kennenlernen.

In diesem Roman geht es um Freundschaft, Erwartungen und Rivalität, Dorf- und Stadtleben.

Wenn jemand in eine Freundschaft eindringt, die schon länger besteht, verändert sich etwas zwischen den ursprünglichen Freunden. In dieser Geschichte hat sich Sophie sehr stark auf Romy fixiert, die selbstbewusster wirkt als die Freundinnen. Romy und Sophie studieren nach dem Abitur in Köln, aber Lotte nicht. Über sie hätte ich gerne mehr erfahren. Wirklich sympathisch fand ich keine der jungen Frauen.

Sprachlich gefiel mir dieser Roman, doch ansonsten konnte er mich nicht überzeugen. Ich habe das Buch zu Ende gelesen, weil ich wissen wollte, warum die Freundschaft zerbrochen ist und warum Sophie Schuldgefühle hat. Das wurde aber erst spät aufgeklärt und hat mich dann auch etwas ratlos zurückgelassen.

Es war nicht mein Buch, was vielleicht auch daran lag, dass ich einer anderen Generation angehöre.

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Veröffentlicht am 08.05.2026

Rechen-Spaß für Mathe-Muffel

Rechnen NERVT! – Mathe? Ohne mich! (Rechnen NERVT! 1)
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Nachdem wir erfahren durften, warum Lesen nervt, gibt es nun das passende Buch für alle, die Rechnen nervt.

Die Schabe Konstantin Kukerluk lebt in einer Schublade unter der Kasse im Alles-Markt. Kukerluk ...

Nachdem wir erfahren durften, warum Lesen nervt, gibt es nun das passende Buch für alle, die Rechnen nervt.

Die Schabe Konstantin Kukerluk lebt in einer Schublade unter der Kasse im Alles-Markt. Kukerluk hasst Zahlen, doch in seiner Wohnung bekommt er es tagein, tagaus mit ihnen zu tun, denn es wird gerechnet, gezählt und gezahlt. Er hat am liebsten seine Ruhe und beim Schläfchen stört das Scheppern von Münzen doch sehr. Dann taucht auch noch sein Neffe Karl-Kevin auf, der Zahlen liebt. Das kann doch nicht gutgehen – oder!?

Dieses Buch ist für Kinder ab 7 Jahren gedacht. Der Schreibstil kindgerecht und die Kapitel haben eine passende Länge. Zwischendurch gibt es immer wieder Logikrätsel und kleine Rechenaufgaben.

Untermalt wird die Geschichte von tollen Illustrationen.

Die Figuren sind auch wundervoll gestaltet. Der grummlige Konstantin Kukerluk hat es nicht leicht in seiner Wohnung. Als dann seine Neffe Karl-Kevin auftaucht, hat er wirklich ein Problem. Schön ist auch, dass Karoline Kneberwecht im Buch auftaucht.

Diese schräge kurzweilige Geschichte ist sehr unterhaltsam und macht deshalb viel Spaß. Bin schon gespannt auf den nächsten Band aus der Reihe.

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Veröffentlicht am 06.05.2026

Entschleunigen im Letter Shop

Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand
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In dem Briefladen, in dem die Zeit stillstand, kann man sich wirklich wohlfühlen und zu sich finden. Das erfährt auch Hyoyeong, die nach einem Schicksalsschlag als Aushilfe in dem Letter Shop arbeitet. ...

In dem Briefladen, in dem die Zeit stillstand, kann man sich wirklich wohlfühlen und zu sich finden. Das erfährt auch Hyoyeong, die nach einem Schicksalsschlag als Aushilfe in dem Letter Shop arbeitet. In diesen Laden kommen Menschen, die ihre Geschichte erzählen und denen Hyoyeong mit viel Empathie zuhört. zuhört

Es ist ein ruhiger Roman den die Schriftstellerin Baek Seungyeon hier erzählt. Darauf muss man sich einlassen können, mit fiel das etwas schwer. Der Schreibstil ist fast poetisch und gefiel mit allerdings.

Die Charaktere sind alle lebendig und gut beschrieben. Jeder von ihnen hat seine ganz eigenen Träume und Probleme. Es hilft bestimmt, wenn man seine Gedanken aufschreibt und anonym von Anderen eine entsprechende Antwort erhält. In diesem Laden zu arbeiten war sicherlich nicht das, was Hyoyeang machen wollte, aber wegen familiärer Probleme musste sie ihren Traum aufgeben. Die Enttäuschung ist ihr gut anzumerken. Mit der Zeit findet sie aber hier im Letter Shop zu sich. Dabei hilft natürlich auch, dass ihr Yeonggwang, der über dem Laden wohnt, näherkommt.

Ein Buch, das zwar zum Nachdenken anregt, mich aber nicht so angesprochen hat.

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