Cover-Bild Die Liebe, später
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Kindler
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 27.01.2026
  • ISBN: 9783463000756
Gisa Klönne

Die Liebe, später

Ein lebenskluger Roman über eine Ehe im Umbruch, zweite Chancen und Selbstfindung

Was, wenn sich plötzlich alle Gewissheiten verschieben? Ein großer Roman über eine Liebe, die auf dem Prüfstand steht, und eine Frau auf der Suche nach sich selbst.

Seit über zwanzig Jahren sind Kora und Anselm glücklich verheiratet: sie, die erfolgreiche Journalistin, er, der Biologe, der Woche für Woche in die Hauptstadt pendelt. Doch nach einer Herz-OP findet Kora nicht mehr zurück in ihr Leben. Ihr Beruf, ihr Alltag, ihre Ehe – alles steht plötzlich infrage. Anselm wiederum hat die Rente eingereicht. Er will die verbleibende Zeit mit Kora genießen und einen alten Traum umsetzen: einen Libellenteich im Garten. Der sorgfältig zwischen Nähe und Distanz austarierte Alltag gerät aus dem Takt. Kora flüchtet – und begibt sich auf eine Reise zu Menschen und Orten, die sie als junge Frau geprägt haben. Wer ist sie einmal gewesen? Was hält das Leben noch für sie bereit? Und kann sie wieder mit Anselm glücklich sein?

Einfühlsam, lebensklug und mit großem literarischen Gespür erzählt Gisa Klönne von einer Liebe, die in die Jahre gekommen ist.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2026

Selbstfindung

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Es gibt verschiedene Ereignisse im Leben eines Menschen, die einen das Leben neu orden und zurückschauen lassen, das sind schwere Erkrankungen und der Eintritt in den Ruhestand.
Solche Ereignisse können ...

Es gibt verschiedene Ereignisse im Leben eines Menschen, die einen das Leben neu orden und zurückschauen lassen, das sind schwere Erkrankungen und der Eintritt in den Ruhestand.
Solche Ereignisse können herausfordernd sein und sogar Krisen auslösen, bei den betreffenden Personen selbst, aber auch in der Partnerschaft.
Dieses Thema greift Gisa Klönne in ihrem Buch " Die Liebe später " auf.

Cora und Amseln sind seit über zwanzig Jahren ein Paar und ein eingespieltes Teal. Amseln ist Biologe, Cora erfolgreiche Journalistin mit eigener Sendung. Sie leben eine Ehe auf Augenhöhe, die in der Balance zwischen Nähe und berufsbedingter Distanz perfekt funktioniert. Amseln lebt unter der Woche in Berlin, Cora im gemeinsamen Haus in Köln.
Doch dann muss sich Cora einer schweren Herz OP unterziehen, die ihr ganzes Leben verändert. Ihr Arbeitgeben bietet ihr einen Aufhebungsvertrag an, weil er die Sendung verjüngen will und Cora merkt ihre körperlichen Einschränkungen aufgrund der OP. Sie tut sich schwer das anzunehmen.
Amseln freut sich auf den gemeinsamen Ruhestand mit ihr, will sich endlich seinen Traum vom Libellenteich erfüllen und endlich viel Zeit mit Cora verbringen. Doch Cora gerät in eine Lebenskrise. Was will sie, will sie mit 61 Jahren schon die Hände in den Schoss legen?Wie ist es den ganzen Tag mit Amselm zu verbringen. Hält ihre Beziehung das aus? Cora fühlt sich überfordert und eine wachsende Entfremdung zu Amseln, ist das der Mann. mit dem sie im Ruhestand leben möchte und den Libellen beim Fliegen zushen will?Cora bricht aus , fährt nach Berlin in " ihre Wohnung" und begibt sich auf die Spuren in ihre Vergangenheit und auf die Suche nach sich selbst.

Der Autorin ist es in diesem Buch meisterhaft gelungen die Gefühle eines Menschen aufzuzeigen, der ungewollt in die letzte Lebensphase katapultiert wird, hier durch eine Krankheit.
Sich einzugestehen, dass der Körper einem Grenzen setzt, man kürzer treten muss und einem berufliche Grenzen aufgezeigt werden, obwohl man sich selbst das nicht eingestehen mag,man es nicht fühlt, ist hart und macht Angst. Man fragt sich,war es das, wie wird es mit dem Partner, der dann tagtäglich 24 Stunden um einen ist, wie geht man selbst mit der vielen Zeit um, gibt ihr einen Sinn und sich selbst eine Aufgabe?
Ich glaube jeder, der diesen Schritt schon gegangen ist, kann das nachvollziehen. Man muss einen neuen Lebensentwurf finden, der einen ausfüllt und einem weiterhin Autonomie zusichert.

Gisa Klönne findet eine wundervolle Sprache in diesem Buch, um Coras Findungsphase zu beschreiben, aber auch die Veränderung, die es für die Partnerschaft bedeutet.
Mir waren sowohl Cora, aber auch Amselm nahe und ich konnte beide verstehen und ihr Denken und Handeln nachvollziehen.
Eine Liebe, die auf die Probe gestellt wird durch einen neuen Lebensabschnitt ist eine Herausforderung.

Ein Buch das für mich von Seite zu Seite besser wurde und das ich sicherlich nicht vergessen werde.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Ein Lebensumbruch und seine intensiven emotionalen Folgen

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Kora und Anselm sind ein kinderloses Paar und schon lange glücklich verheiratet. Bislang ging jeder der Beiden unter der Woche seinen eigenen Weg. Kora blieb im Haus in Köln und ging ihrer Tätigkeit als ...

Kora und Anselm sind ein kinderloses Paar und schon lange glücklich verheiratet. Bislang ging jeder der Beiden unter der Woche seinen eigenen Weg. Kora blieb im Haus in Köln und ging ihrer Tätigkeit als Journalistin bei einem Radiosender nach. Anselm war unterhalb der Woche in Berlin und nur am Wochenende verbrachten sie zusammen gemeinsame Zeit im Haus in Köln. Viele Freiheiten, viel Leben.

Nun sieht das Leben anders aus. Kora hat vor kurzem eine Herz OP hinter sich gebracht. Ihr Leben stand auf der Kippe. Das hat etwas mit ihr gemacht. Sie stellt ihr jetziges Leben in Frage, ist auf der Suche, hinterfragt Entscheidungen, die sie in der Vergangenheit getroffen hat. Verstärkt wird diese Umbruchsituation durch Anselm, der gerade in den Ruhestand gewechselt ist und nun nicht mehr nach Berlin pendelt. Er ist dauerhaft präsent im Haus in Köln und möchte gerne seinen lang gehegten Traum eines Libellenteiches verwirklichen und auch dem Haus ein neues Gesicht geben.

Sehr intensiv beschreibt Gisa Klönne in ihrem Roman die Gedanken und Emotionen von Kora. Sie lässt die Leserschaft intensiv teilhaben an deren Überlegungen und Zweifeln.
Als Leserin im ungefähr gleichen Alter, die auch gerade erlebt wie es ist, wenn der Mann plötzlich nicht mehr arbeitet, konnte ich mich gut in die Protagonistin hineinversetzen. Ein großer Umbruch im Leben stellt eine neue Herausforderung dar. Der bisherige Alltag gerät aus den Fugen und schafft Platz für Neues. Wie das Neue dann aussieht, hängt viel von den handelnden Personen ab. Hier kommt es auch auf Kommunikation an. Das wird im Roman auch deutlich.

Dieser Roman hat mich tief berührt und bewegt. Er wirkt in jedem Fall nach.

Klare Leseempfehlung für Gleichaltrige (Ende der beruflichen Phase) und solche Menschen, die sich gut in veränderte Lebensphasen und -situationen hineindenken können.

Copyright © 2026 by Iris Gasper

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Älterwerden

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„Die Liebe, später“ von Gisela Klönne / Verlag: Rowohlt
Was passiert, wenn das Leben plötzlich innehält, nicht freiwillig, 
sondern durch einen Eingriff, der alles verändert?
Die Liebe, später von Gisa ...


„Die Liebe, später“ von Gisela Klönne / Verlag: Rowohlt
Was passiert, wenn das Leben plötzlich innehält, nicht freiwillig, 
sondern durch einen Eingriff, der alles verändert?
Die Liebe, später von Gisa Klönne ist ein leiser, intensiver Roman über genau diesen Moment: wenn Gewissheiten brüchig werden und man sich, vielleicht zum ersten Mal seit Jahrzehnten, selbst wieder befragt.
Kora ist sechzig, erfolgreiche Journalistin, unabhängig, klar, strukturiert. Seit über zwanzig Jahren ist sie mit Anselm verheiratet. Ein Modell, das funktioniert hat: Distanz unter der Woche, Nähe am Wochenende. Köln und Berlin. Freiheit und Verlässlichkeit in einem sorgfältig austarierten Gleichgewicht.
Doch dann kommt die Herz-OP. Und mit ihr eine Zäsur.
Nach dem Krankenhausaufenthalt findet Kora nicht mehr zurück in ihr altes Leben. Ihr Beruf, ihr Alltag, ihre Ehe, alles steht plötzlich auf dem Prüfstand. Anselm, der Biologe, hat sie in dieser schweren Zeit begleitet, für sie gesorgt, war da. Und doch sagt er später: Sie hat es allein geschafft. Sie braucht mich nicht.
Ein Satz, der nachhallt. Weil er Stärke meint und gleichzeitig Distanz schafft.
Anselm reicht frühzeitig seine Rente ein, zieht ganz nach Köln und möchte einen alten Traum verwirklichen: einen großen Libellenteich im verwilderten Garten. 
Mehr Nähe. Mehr Zeit. Mehr Wir.
Aber will Kora das? Wo bleibt ihre Freiheit?
Und was sagt ihr Herz, jetzt, wo es weiterschlägt und sie zwingt, genauer hinzuhören?
Kora beginnt zu zweifeln. Nicht aus eigenem Antrieb, sondern weil ihr Arbeitgeber ihr einen Aufhebungsvertrag geschickt hat. Plötzlich steht etwas im Raum, das sie selbst noch gar nicht zu Ende gedacht hat. Soll sie unterschreiben? Ist das ein sanfter Abschied nach der Herz-OP oder eine Entscheidung, die ihr abgenommen wird?
Ihr Late-Night-Talk war gut. Sie war gut. Und doch fragt sie sich, ob jetzt der richtige Moment wäre, loszulassen. Oder ob sie gerade jetzt noch einmal etwas Neues beginnen könnte. Ein Rückzug? Oder ein Neuanfang?
Ihre Sehnsucht nach Distanz wächst. Ausgerechnet jetzt, wo Anselm täglich da ist. Kora reist immer öfter nach Berlin. Dort hat sie eine Wohnung, ein Rückzugsort? Eine Flucht? Oder ein stiller Versuch, wieder gesehen zu werden? Zu heilen? Sich selbstbezogen finden?
Zum ersten Mal hat sie Geheimnisse. Und zum ersten Mal stellt sich die Frage so deutlich: Wie viel Freiheit verträgt eine lange Liebe?
Auch Anselm bleibt nicht unberührt. Ihm fällt es schwer, mit Koras Emotionen, ihrem Rückzug und ihren offenen Fragen umzugehen. Immer nur Ich, wo bleibt das Wir?
Und auch er muss sich neu verorten: in der Beziehung, im Ruhestand, in einem Leben, das plötzlich anders verläuft als geplant.
Gisa Klönne erzählt diese Geschichte mit großer Einfühlsamkeit und Lebensklugheit. Sie schreibt über den Umbruch nach einer Krankheit, über das Älterwerden, über Nähe und Distanz, über die leisen Verschiebungen in einer langen Ehe. Abwechselnd führt sie uns in Koras Zeit im Krankenhaus, in ihren journalistischen Alltag, in ihre Erinnerungen, ihre Reisen, ihre Sehnsucht und immer wieder in diesen sicheren Hafen, der doch ins Wanken gerät.
Die Liebe, später ist ein Roman, der nachdenklich macht, ohne zu urteilen. Der Fragen stellt, statt Antworten aufzuzwingen.
Wie sieht Glück aus? Ist es für beide dasselbe?
Und wie findet man sich und eine Beziehung neu, wenn sich die Lebensumstände ändern?
Ein stilles, warmes, tief berührendes Buch über eine Liebe, die in die Jahre gekommen ist und gerade deshalb so viel über das Leben erzählt.
Ein Roman, der bleibt. Und lange nachhallt.
Eigene Meinung. Eigenes Lesen. Eigene Worte.

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Aufräumen

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Kora und Anselm leben in Köln. Nach zwanzig Jahren Wochenendehe – Anselm arbeitete unter der Woche in Berlin – stehen sie nun vor einer neuen Herausforderung: dem Ruhestand. Plötzlich sind beide ständig ...

Kora und Anselm leben in Köln. Nach zwanzig Jahren Wochenendehe – Anselm arbeitete unter der Woche in Berlin – stehen sie nun vor einer neuen Herausforderung: dem Ruhestand. Plötzlich sind beide ständig zu Hause, und das Zusammenleben muss neu ausgehandelt werden. Für Kora kommt erschwerend hinzu, dass sie sich nach einer schweren Herzoperation erst wieder ins Leben zurückfinden muss.

Während sie selbst nach Ruhe und Orientierung sucht, stürzt sich Anselm voller Tatendrang in große Umbaupläne rund ums Haus, inklusive der Anlage eines Schwimmteichs – sehr zu Koras Missfallen. Um Abstand zu gewinnen und sich über ihr Leben klarzuwerden, verlässt Kora ihr gewohntes Umfeld. Sie reist nach München und Berlin und trifft dort Menschen wieder, die in früheren Lebensphasen eine wichtige Rolle gespielt haben.

Was nach ihrer Rückkehr nach Köln geschieht, führt die inneren und äußeren Konflikte des Romans konsequent weiter – mehr sei dazu nicht verraten.

Im Mittelpunkt steht kein dramatischer Höhepunkt, sondern ein Prozess des inneren Aufräumens: das Ordnen eines vergangenen Lebens, von Beziehungen, Entscheidungen und Selbstbildern. Gisa Klönne beschreibt diesen Prozess eindringlich und einfühlsam. Auch ohne die Spannung eines Krimis habe ich den Roman sehr gern gelesen.

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Spätes Un-Glück

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Bisher kannte ich von Gisa Klönne nur einige Krimis, die vor vielen Jahren gelesen habe. Sie hat sich inzwischen aber der ernsten Literatur zugewandt und das ist gut so.
In diesem teilweise autobiografischen ...

Bisher kannte ich von Gisa Klönne nur einige Krimis, die vor vielen Jahren gelesen habe. Sie hat sich inzwischen aber der ernsten Literatur zugewandt und das ist gut so.
In diesem teilweise autobiografischen Buch erzählt sie von Anselm und Kora. Kora ist nach einer schweren Herzoperation auf dem Weg der Genesung, aber alles fühlt sich für sie irgendwie fremd an, ohne dass sie genau sagen kann, warum das so ist. Sie muss sich nicht nur an das Leben mit Medikamenten gewöhnen, sondern auch an Anselm, der in Rente gegangen ist und nach zwanzig Jahren Wochenendehe nun immer bei ihr in Köln lebt und große Pläne für das gemeinsame Haus hat. Kora sträubt sich gegen diese Pläne, sucht erst einmal das Weite und fährt zu ihrer Mentorin Gabriella nach München. In den folgenden Wochen entfernen sich Anselm und Kora immer weiter voneinander. Hat ihre Ehe noch eine Chance?
Immer wieder ist der Erzählfluss durch Fragen unterbrochen, die Kora sich stellt, und durch Berichte über die "Orionzeit" im Krankenhaus.
Das Buch ist so nahe an der Realität, wie ein fiktives Buch nur sein kann. Probleme des Älterwerdens werden eindringlich thematisiert, sich daran gewöhnen, dass man im Beruf nicht mehr gebraucht wird, verpasste Chancen werden betrauert und verarbeitet. Dazu ist das Buch wunderbar geschrieben, sensibel, manchmal melancholisch, von einer großen Leichtigkeit und zugleich tiefsinnig. Ich finde es einfach perfekt!

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