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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2021

Wer ist der Schläfer?

Geiger
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Der Klappentext und die Leseprobe haben mich ein anderes Buch erwarten lassen. Das Buch beginnt mit dem Mord an einen ehemaligen Fernsehmoderator. Der Mörder ist von Anfang an bekannt. Es stellt sich heraus, ...

Der Klappentext und die Leseprobe haben mich ein anderes Buch erwarten lassen. Das Buch beginnt mit dem Mord an einen ehemaligen Fernsehmoderator. Der Mörder ist von Anfang an bekannt. Es stellt sich heraus, das es noch Nachwirkungen aus dem kalten Krieg sind. Statt diese Spur konsequent weiter zu führen, verzettelt sich die Handlung. Die Polizistin Sara, die bei der Familie des Fernsehmoderators aufgewachsen ist, mischt sich in die Ermittlungen ein. Für mich nimmt die Geschichte um Sara zu viel Platz ein. Ihr Privatleben und ihr Job bei der Sitte wird ausführlich beschrieben. Auch die Aufzählung der vielen schwedischen Prominenten macht das Buch für Nichtschweden nicht interessanter. Als dann auch noch Kindesmissbrauch dazu kam, fand ich es zu viel. Man merkt dem Buch an, dass der Autor Drehbuchschreiber, Regisseur und Filmproduzent ist. Es entsteht ein Film im Kopf. Aber der Schreibstil setzt auf kurze Schnitte und Action besonders am Schluss. Auch die handelnden Personen könnten aus Actionfilmen stammen.
Mich konnte das Buch nicht überzeugen. Ich werde die Reihe nicht weiter verfolgen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.05.2021

Familientragödie

Piz Palü
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Das Buch entführt uns in das Jahr 1957 in ein etwas einsam gelegenes Grand Hotel in den Schweizer Alpen. Hier treffen sich mehr oder weniger prominente Gäste. Als die Kinder des Eigentümers verschwinden, ...

Das Buch entführt uns in das Jahr 1957 in ein etwas einsam gelegenes Grand Hotel in den Schweizer Alpen. Hier treffen sich mehr oder weniger prominente Gäste. Als die Kinder des Eigentümers verschwinden, scheint das keinen so richtig zu erschüttern. Hier hätte ich ganz andere Reaktionen erwartet, genauso als ein Mord geschieht. Das Buch ist kein Krimi. Hier werden die Geschichten der Gäste und der Angestellten erzählt. Im Laufe der Zeit formen sich die einzelnen Geschichten zu einen Ganzen und es tun sich Abgründe auf.
Das Buch plätschert so vor sich hin. Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil und ihr gelingt es, auch auf den ersten Blick Nebensächliches so in die Geschichte einzupassen, dass sich am Schluss ein rundes Bild ergibt. Auch die handelnden Personen werden gut beschrieben. Bei den meisten bleibt es nicht beim ersten Schein, sondern es tun sich weitere Ebenen auf.
Wer keinen Krimi erwartet und sich auf das Setting einlässt, wird einige vergnügliche Lesestunden haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.05.2021

Action-Kracher

Der gekaufte Tod
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Der ehemalige Marine und Ex-Bulle August Snow kehrt nach einen Jahr Auszeit in sein Viertel zurück. Durch seinen Prozess gegen die korrupte Polizei- und Stadtoberen hat er genüg Geld, um sein Umfeld aufzuhübschen. ...

Der ehemalige Marine und Ex-Bulle August Snow kehrt nach einen Jahr Auszeit in sein Viertel zurück. Durch seinen Prozess gegen die korrupte Polizei- und Stadtoberen hat er genüg Geld, um sein Umfeld aufzuhübschen. Dabei unterstützt er auch seine Nachbarn. Nach dem Tod von Eleanore Padget gerät er zwischen die Fronten. Als auch noch seine Freunde bedroht werden, reagiert er nach Rambo-Manier.
Das Buch ist aus Sicht von August Snow in der Ich-Form geschrieben. Der Schreibstil ist etwas schnoddrig, lässt aber sofort Bilder im Kopf entstehen. August wird als knallharter Typ mit einer guten Seele dargestellt. Die Personen in seinen Umfeld bleiben blass. In diesen Buch wird großen Wert auf Action gelegt. Das Buch ist dadurch sehr spannend, aber die eigentliche Geschichte bleibt etwas auf der Strecke. Es wird zwar aufgeklärt wie Eleanore zu Tode kam, aber die Hintergründe in der Bank hätten mich auch interessiert.
Fazit
Ein Buch wie ein Actionfilm mit einen knallharten Helden der das Herz an der richtigen Stelle hat.

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Veröffentlicht am 29.04.2021

Psychodrama

Wenn das Herz im Kopf schlägt
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Das Buch wird in zwei Handlungssträngen erzählt, wobei die Gegenwart einen größeren Raum einnimmt. Die Mordserie in der Gegenwart wird hängt mit den Ereignissen in der Vergangenheit zusammen. Dem Leser ...

Das Buch wird in zwei Handlungssträngen erzählt, wobei die Gegenwart einen größeren Raum einnimmt. Die Mordserie in der Gegenwart wird hängt mit den Ereignissen in der Vergangenheit zusammen. Dem Leser wird es eher klar als den Ermittlern, die lange im Dunklen tappen. Nur wer rächt sich an den Dorfbewohnern?

Die Autorin beschreibt das Leben im Dorf sehr gut. Die Polizisten treffen als Auswärtige auf eine Mauer aus Schweigen. Wir erfahren aber auch was das Verschweigen mit den Leuten anstellt. Auch wird viel auf das Privatleben der Kommissare eingegangen.

Das Buch ist das Debüt der Autorin. Es weist noch nicht die Raffinesse ihrer späteren Bücher auf, lässt sich aber gut lesen. Ihr gelingt es sehr gut die beiden Zeitebenen zu verweben. Nur einen Krimi zum Nägelkauen sollte man nicht erwarten.

  • Cover
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Veröffentlicht am 24.04.2021

Berlin 1969

Teufelsberg
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Das Buch spielt 1969 in Westberlin. Die Frau eines jüdischen Richters wird ermordet. Da es schon vorher Morddrohungen gegen den Richter gab, überwacht die Polizei sein Haus. Heller hat sich 17 Minuten ...

Das Buch spielt 1969 in Westberlin. Die Frau eines jüdischen Richters wird ermordet. Da es schon vorher Morddrohungen gegen den Richter gab, überwacht die Polizei sein Haus. Heller hat sich 17 Minuten von Haus entfernt und hat so den Mörder nicht gesehen. Diese 17 Minuten werden sein Trauma und genau damit erpresst ihn sein Chef. Wer steckt hinter diesen Mord? Ist es ein Triebtäter, der schon mehrere Frauen in Berlin umgebracht hat oder ist die Tat politisch motiviert?
Nach den verwirrenden aber spannenden Anfang lässt das Buch stark nach. Die Ermittlungen geraten in den Hintergrund. Es wird hauptsächlich das Privatleben der einzelnen Personen beleuchtet. Aber auch die Personen bleiben flach und werden auf einzelne Klischees reduziert. Die Kommunarden sind ständig zugedröhnt und treiben es untereinander. Die höheren Beamten sind alle unfähig. Heller hat zwar eine kranke Frau und Kinder zu Hause, treibt sich aber tagelang in Clubs und bei Bekannten rum.
Den Autoren ist es nicht gelungen, den Zeitgeist wiederzugeben und auch die Auflösung des Kriminalfalls war nicht überzeugend.
Von mir gibt es 3 Sterne.

  • Cover
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  • Handlung
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