Cover-Bild Unterm Rad
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inkl. MwSt
  • Verlag: Suhrkamp
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Klassisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 261
  • Ersterscheinung: 20.06.2012
  • ISBN: 9783518463529
Hermann Hesse

Unterm Rad

Roman
Zu den wichtigsten Frühwerken Hermann Hesses gehört sein Schulroman »Unterm Rad« über das Schicksal eines begabten Kindes, das am Erwartungsdruck seines Vaters und der Umwelt zerbricht. Hesse hat darin viel von dem verarbeitet, was er selbst erleben mußte. So glaubten seine Erzieher, den 14jährigen in einer Heilanstalt für Schwachsinnige und Epileptische unterbringen zu müssen. Es war der Leidensdruck dieser frühen Erfahrungen, der ihn zum Schriftsteller gemacht hat und dem auch seine späteren Werke ihre Brisanz und zeitlose Aktualität verdanken. Wie kein anderes Werk des Dichters hat dieses Buch eine genau dokumentierbare Vorgeschichte, die hier erstmals in allen überlieferten Lebenszeugnissen vorgestellt wird und ein authentisches Bild der Pädagogik vom Ende des 19. Jahrhunderts entwirft.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.12.2025

Schwermütiger Klassiker

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Auf Empfehlung meiner ältesten Tochter - du hast noch nie etwas von Hesse gelesen?! - habe ich zum Jahresende einen kurzen Klassiker gelesen - Unterm Rad. Die Erzählung ist (zum Glück) recht kurz, die ...

Auf Empfehlung meiner ältesten Tochter - du hast noch nie etwas von Hesse gelesen?! - habe ich zum Jahresende einen kurzen Klassiker gelesen - Unterm Rad. Die Erzählung ist (zum Glück) recht kurz, die Sprache heute eindeutig nicht leicht lesbar und vor allem die Dialekt Ausdrücke haben mir Schwierigkeiten bereitet.
Es herrscht von Beginn an eine düstere und schwermütige Atmosphäre und der Protagonist Hans ist wirklich kein Charakter, den man sympathisch finden kann.
Als einziger Geeigneter wird der mutterlose Hans ausgewählt, eine schwierige Prüfung abzulegen, die es ihm, wenn er besteht, ermöglicht, eine klassische Bildung in einem Internat zu erhalten. Hans zweifelt im Gegensatz zu seinem Lehrer und dem Pfarrer, die beide viel in ihm sehen, sehr an seinen Fähigkeiten. Er besteht die Prüfung und lernt in seinen Ferien weiter. Auf dem Internat hat er Probleme damit, sich in die Gruppe einzufügen und als er endlich Freundschaft schließt, ist diese so schlecht für ihn, dass er letztlich das Institut verlassen muss und wieder nach Hause zurück kehrt, wo er eine Lehre als Mechaniker antritt...
Die Bilder, die der Autor in seinem autobiographischen Werk nutzt, sind auf jeden Fall stark. Jahreszeiten, Wetter und Orte unterstreichen stets das Schicksal Hans´ oder stehen im krassen Gegensatz zu seinem aktuellen Leben. Ob strahlender Sommer mit flirrender Hitze, Herbst im landwirtschaftlich geprägten Dorf mit der Lebensfreude beim Mosten, der eiskalte und brutale Winter im Internat - alles das wirkt sehr viel lebendiger als Hans. Er bleibt für mich bis zum tragischen Schluss leider einfach blass und wie gesagt auch sehr unsympathisch. Auch die anderen Figuren haben wenig Greifbarkeit und werden eigentlich nur in Bezug auf Hans und sein Schicksal genutzt.
Es ist klar, dass Hesse sein Werk vor allem als Kritik am damaligen Bildungssystem genutzt hat.
Ich bin froh, das Buch abhaken zu können und empfehle es eingeschränkt weiter.

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Veröffentlicht am 22.01.2024

"Geplatzte Träume"

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Dadurch, dass das Buch eine unserer Schullektüren war, hatte ich leider keine andere Wahl als das Buch zu lesen.

Auf der einen Seite ist das Buch für die damalige Zeit in Bezug auf das Thema physische ...

Dadurch, dass das Buch eine unserer Schullektüren war, hatte ich leider keine andere Wahl als das Buch zu lesen.

Auf der einen Seite ist das Buch für die damalige Zeit in Bezug auf das Thema physische Erkrankungen ziemlich fortschrittlich.
Auch kann man einige Parallelen zur heutigen Leistungsgesellschaft erkennen.

Auf der anderen Seite waren mir viele Ansichten/Vorstellungen zu altertümlich.
Ebenfalls war der Schreibstil sehr gewöhnungsbedürftig und hat einen das Buch nur langsam lesen lassen.
Sicherlich kann man dies mit damit begründen, dass es nun mal in der damaligen Zeit so war, aber die Ansichten teile ich dennoch nicht.
Hinzu kamen viele Längen in der Handlung selbst, besonders zum Ende hin.
Und das Ende selbst war ziemlich vorhersehbar.

Es ist immer schwierig ein Buch zu genießen, zudem man gezwungen wurde es zu lesen.
Deswegen ist meine Beurteilung vielleicht nicht ganz objektiv, aber trotzdem weiß ich, dass ich das Buch definitiv niemals freiwillig gelesen hätte.

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