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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.06.2026

"Tatort Büro"

Die Kollegin – Wer hat sie so sehr gehasst, dass sie sterben musste?
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„Lesen bildet“ – oder wie heißt es so schön?
Auf dieses Buch trifft das definitiv zu.
Man lernt zwar nicht das Typische, was man bei einem Thriller erwarten würde (Möglichkeiten, einen Mord zu vertuschen; ...

„Lesen bildet“ – oder wie heißt es so schön?
Auf dieses Buch trifft das definitiv zu.
Man lernt zwar nicht das Typische, was man bei einem Thriller erwarten würde (Möglichkeiten, einen Mord zu vertuschen; Wie lasse ich es nach einem Unfall aussehen? etc.), sondern jede Menge über Schildkröten.
Und wenn ich „jede Menge“ sage, meine ich auch „jede Menge“.
Gefühlt 40 % des Buches drehen sich um Schildkröten …
Natürlich hängt das mit der Handlung um den Mordfall zusammen, aber es war so viel, dass ich beim Wort „Schildkröte“ Flashbacks bekomme …

Die Handlung mag trotz der überdurchschnittlich hohen Schildkrötenpräsenz den ein oder anderen zum Abbruch verleiten, aber wer schon mal einen Thriller von Freida McFadden gelesen hat, weiß: Durchhalten lohnt sich!
Der gut zu lesende Schreibstil und die kurzen Kapitel machen es einem dann noch einmal einfacher, durch den Roman zu kommen.
Durch den wechselnden Perspektivwechsel merkt man schnell, dass eine der beiden Protagonistinnen eine falsche Wahrnehmung der Realität haben muss.
Es ist allerdings wirklich schwer durchzusteigen, wer von beiden die Wahrheit sagt.
Die Antipathie, die sich bei beiden einschleicht, macht es zusätzlich schwer.
Kaum denkt man, man hat’s verstanden, kommt die Autorin um die Ecke und macht mit einem Plottwist alle aufgestellten Theorien zunichte.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, weil ich mit den Entwicklungen in Teil II und Teil III nicht gerechnet habe.
Lediglich die Schildkrötenthematik hat genervt, und die Abhandlung am Ende war mir zu unlogisch (Kopfverletzung ohne Anzeichen einer Kopfverletzung?).
Normalerweise weisen Freida McFaddens Bücher nicht solche Logikfehler auf, weshalb es mir sofort aufgefallen ist, dass die Erklärung zum Ende hin nicht aufgeht.

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Veröffentlicht am 11.06.2026

"Gin verbindet und entzweit"

The Rivals We Kiss (Brouwen Dynasty 3)
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Baas hat endlich seine vorläufige „Du kommst aus dem Gefängnis frei“-Karte erhalten und kann seine Geschwister dabei unterstützen, das Familienerbe zu retten oder das, was noch davon übrig ist...
Als wäre ...

Baas hat endlich seine vorläufige „Du kommst aus dem Gefängnis frei“-Karte erhalten und kann seine Geschwister dabei unterstützen, das Familienerbe zu retten oder das, was noch davon übrig ist...
Als wäre dieses Unterfangen nicht ohnehin schon schwierig genug, werden Baas noch zusätzliche Steine in den Weg gelegt.
Glücklicherweise versteht sich der älteste Brouwen bestens aufs Krisenmanagement.

Aber eine der neuesten Krisen – Merel und ihre Abschlussarbeit – macht es ihm schwerer als gedacht.
Baastian und Merels Geschichte ist ein einziges Auf und Ab der Gefühle – quasi eine Achterbahnfahrt.
Ihre Beziehung steht anfangs unter keinem guten Stern.
Beide stammen aus verfeindeten Familien, Baastians Gerichtsprozess rückt näher und Merel versucht, sich aus einer toxischen Beziehung zu befreien.
Man sollte meinen, diese Hindernisse würden ein Paar eher entzweien als verbinden.
Hier hat man den Eindruck, dass die beiden es nur dank des anderen schaffen, diese Hindernisse zu überwinden.
Ich mochte diese Dynamik zwischen Baas und Merel wirklich gerne.

Die nebenbei laufenden Handlungsstränge gehen wieder in die Suspense-Richtung und führen die Geschichte um den Mord am Familienoberhaupt perfekt weiter.
Dabei sind die Familiengeheimnisse, die bereits in den ersten beiden Teilen ans Licht kamen, noch lange nicht das Ende der Fahnenstange.
Es kommen Dinge ans Licht, die ich als Leserin nicht erwartet habe und die neue Brouwen-Generation erst recht nicht.
Man verfällt in eine Art Sog und möchte gar nicht mehr aufhören weiterzulesen, weil jede neue Enthüllung die Spannung noch ein Stück weiter in die Höhe treibt.

„The Rivals we Kiss“ ist der Abschlussband, den ich mir für diese Trilogie gewünscht habe.
Er steht den anderen Bänden in keinster Weise nach und bietet einen Abschluss ohne Fragezeichen – und von denen gab es reichlich!
Eine dicke Empfehlung an alle Romance-Suspense-Fans und die, die es noch werden wollen.

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Veröffentlicht am 09.06.2026

"Kurzweiliger Krimi in meiner Heimatstadt"

Kaltes Land
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Auf der Suche nach einem kurzen Hörbuch für zwischendurch bin ich letztendlich bei diesem Kurzroman gelandet.
Und mit Tsokos kann man bekanntlich nichts falsch machen.
Umso lustiger war es, dass sich kurz ...

Auf der Suche nach einem kurzen Hörbuch für zwischendurch bin ich letztendlich bei diesem Kurzroman gelandet.
Und mit Tsokos kann man bekanntlich nichts falsch machen.
Umso lustiger war es, dass sich kurz nach Beginn des Hörbuchs herausgestellt hat, dass die Handlung in Kiel spielt – meiner Heimatstadt.

Leider war „Kaltes Land“ ein sehr kurzweiliges Vergnügen.
Bei Herrn Tsokos liegt das Augenmerk häufig auf den medizinischen Details, was ich sehr zu schätzen weiß und was auch einer der Gründe ist, weshalb ich ihn gerne lese/höre.
Bei seinen anderen Büchern bleibt für die medizinischen Details jedoch der Rest der Geschichte nicht auf der Strecke.
Hier hatte ich den Eindruck, dass die Charaktere oberflächlicher als üblich und das Ende schnell abgearbeitet wirkten.
Ich weiß nicht, ob dies der Länge des Buches geschuldet ist oder daran liegt, dass es eines seiner früheren Werke ist.

Meine Arbeitskollegin und ich haben uns kurz zu dem Buch ausgetauscht, und ihr zusammenfassender Satz war: „Das Einzige, was an diesem Buch unrealistisch ist, ist, wie schnell Frau Yao einen Parkplatz in der Kieler Innenstadt findet.“ 😃

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Veröffentlicht am 08.06.2026

"Liebe und Pflichtgefühl"

Royal Fake
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Wer denkt, dass es nach dem ersten Teil eigentlich nicht noch besser werden kann, kennt Lena Kiefer nicht.
Jede ihrer Reihen hat sich mit den Folgebänden gesteigert – so auch diese Reihe.

Die schicksalshafte ...

Wer denkt, dass es nach dem ersten Teil eigentlich nicht noch besser werden kann, kennt Lena Kiefer nicht.
Jede ihrer Reihen hat sich mit den Folgebänden gesteigert – so auch diese Reihe.

Die schicksalshafte Nacht in England, in der Darcy Tristan verloren hat, lässt sie nach New York flüchten, weit weg von ihrer Crew.
Anders, als Darcy glaubt, wird sie Tristan schneller wiedersehen, als ihr lieb ist, denn er braucht ihre Hilfe.
Darcy, die sich für die Misere verantwortlich fühlt, in der Matilda dank „The Robin Hood“ steckt, willigt ein, Tristan zu helfen.

Ihre gemeinsame Mission führt die beiden geradewegs in eine Scheinverlobung.
Dabei spielen die beiden das verlobte Paar so gut, dass sie nicht nur die englische und die spanische Königsfamilie täuschen.
Die unglaubliche Chemie zwischen den beiden macht das Ganze noch glaubhafter, als es ohnehin schon ist.
Ich kann gut nachvollziehen, wieso jeder ihnen die Fake-Beziehung abgenommen hat – ich wäre auch drauf reingefallen.
Es gab stellenweise Momente, in denen ich mir nicht sicher war, ob alles nur gespielt ist …
Mein Lieblingsmoment war, als Tristan und Zane „The Robin Hood“ sich kennenlernen und sie ihr inneres Fangirl im Zaum halten müssen.
Trotz der persönlichen Differenzen arbeiten die beiden Lager erstaunlich gut zusammen.

Und während Darcy und Tristan sich mitten im Feindesgebiet befinden, ist ihre Fake-Beziehung aufrechtzuerhalten das kleinste Problem.
Nach und nach stoßen sie auf ein Geheimnis nach dem anderen, rutschen von einer brenzligen Situation in die nächste, und daraufhin folgt ein Pageturner nach dem nächsten.
Aber nichts in diesem Buch kommt ans Ende heran.
Noch nie habe ich so einen fiesen Cliffhanger gelesen.
Ich lag ganz entspannt im Urlaub am Pool und musste mich erst mal sammeln – so sehr hat mich dieses Ende aus der Bahn geworfen.
Von mir gibt es eine dicke Leseempfehlung an alle, die gut mit Cliffhangern klarkommen, und eine Leseempfehlung für September an alle, die (wie ich) nach Cliffhangern ein massives Problem damit haben, zu warten.

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Veröffentlicht am 28.05.2026

"Oceans 11 meets britischen Hochadel"

Royal Heist
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Eine international bekannte und gefürchtete Trickbetrügergruppe, die Rache an der britischen Krone nehmen will?
Dazu wird eine Fake-Kronprinzessinnen-Anwärterin eingeschleust, die nach und nach in eine ...

Eine international bekannte und gefürchtete Trickbetrügergruppe, die Rache an der britischen Krone nehmen will?
Dazu wird eine Fake-Kronprinzessinnen-Anwärterin eingeschleust, die nach und nach in eine moralische Zwickmühle gerät?
Wie soll man diesen neuen Roman von Lena Kiefer nicht kaufen wollen!

Und ja, der Roman war genauso gut, wie er klingt.
Die gesamte Geschichte rund um die Trickbetrügergruppe „The Robin Hood“ und ihren Racheplan an der britischen Krone ist einfach großes Kino.
„The Robin Hood“ hat einen durchtriebenen, gefährlichen und raffinierten Plan ausgearbeitet, der die britische Monarchie in ihren Grundfesten erschüttern wird.
Jede Seite, die ich gelesen habe, habe ich mit größter Aufmerksamkeit und Sensationsgier verschlungen.
Laufend habe ich mich gefragt: Wie lange geht das noch gut? Werden sie auffliegen? Wie lange können sie dem moralischen Gewicht ihres Plans standhalten?

Darcy, die sich mitten im Geschehen befindet, wird von Tag zu Tag, den sie in der Mitte der Royals verbringt, unsicherer in Bezug auf ihren Plan.
Sie erkennt, dass die Königsfamilie nicht so skrupellos und kaltherzig ist, wie sie es mit der Vernichtung ihrer Familie in Verbindung gebracht hat.
Mehr und mehr rutscht sie in eine moralische Zwickmühle:
Rache an den Menschen, die ihre Familie zerstört haben – und dafür eine andere Familie zerstören, von deren Mitgliedern sie einige ins Herz geschlossen hat – oder Gerechtigkeit für sich und ihren Bruder?
Eine schwierige Entscheidung.

Der Roman ist ein Volltreffer und empfehlenswert für alle, die Lust auf eine Geschichte mit vielschichtigen Charakteren, einer spannenden Handlung, gepaart mit einer Lovestory, haben und es lieben, mit den Protagonisten mitzufiebern.

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