"Tatort Büro"
Die Kollegin – Wer hat sie so sehr gehasst, dass sie sterben musste?„Lesen bildet“ – oder wie heißt es so schön?
Auf dieses Buch trifft das definitiv zu.
Man lernt zwar nicht das Typische, was man bei einem Thriller erwarten würde (Möglichkeiten, einen Mord zu vertuschen; ...
„Lesen bildet“ – oder wie heißt es so schön?
Auf dieses Buch trifft das definitiv zu.
Man lernt zwar nicht das Typische, was man bei einem Thriller erwarten würde (Möglichkeiten, einen Mord zu vertuschen; Wie lasse ich es nach einem Unfall aussehen? etc.), sondern jede Menge über Schildkröten.
Und wenn ich „jede Menge“ sage, meine ich auch „jede Menge“.
Gefühlt 40 % des Buches drehen sich um Schildkröten …
Natürlich hängt das mit der Handlung um den Mordfall zusammen, aber es war so viel, dass ich beim Wort „Schildkröte“ Flashbacks bekomme …
Die Handlung mag trotz der überdurchschnittlich hohen Schildkrötenpräsenz den ein oder anderen zum Abbruch verleiten, aber wer schon mal einen Thriller von Freida McFadden gelesen hat, weiß: Durchhalten lohnt sich!
Der gut zu lesende Schreibstil und die kurzen Kapitel machen es einem dann noch einmal einfacher, durch den Roman zu kommen.
Durch den wechselnden Perspektivwechsel merkt man schnell, dass eine der beiden Protagonistinnen eine falsche Wahrnehmung der Realität haben muss.
Es ist allerdings wirklich schwer durchzusteigen, wer von beiden die Wahrheit sagt.
Die Antipathie, die sich bei beiden einschleicht, macht es zusätzlich schwer.
Kaum denkt man, man hat’s verstanden, kommt die Autorin um die Ecke und macht mit einem Plottwist alle aufgestellten Theorien zunichte.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, weil ich mit den Entwicklungen in Teil II und Teil III nicht gerechnet habe.
Lediglich die Schildkrötenthematik hat genervt, und die Abhandlung am Ende war mir zu unlogisch (Kopfverletzung ohne Anzeichen einer Kopfverletzung?).
Normalerweise weisen Freida McFaddens Bücher nicht solche Logikfehler auf, weshalb es mir sofort aufgefallen ist, dass die Erklärung zum Ende hin nicht aufgeht.