Eine philosophische Erzählung, tiefgründig und klug
Die klare und einfache Sprache macht sie verständlich für Kinder, obwohl der Inhalt schwer ist. Aber irgendwann muss man bei Kindern anfangen und sie mit bedeutenden Themen betrauen. Sie verstehen die ...
Die klare und einfache Sprache macht sie verständlich für Kinder, obwohl der Inhalt schwer ist. Aber irgendwann muss man bei Kindern anfangen und sie mit bedeutenden Themen betrauen. Sie verstehen die Erzählung jeweils auf ihrer Ebene.
Der Text erscheint wie die Quintessenz des Wissens über das gerechte (Zusammen-)Leben von Menschen. Ferdinand von Schirach komponiert gekonnt viele Elemente, Figuren und Zitate aus der Antike und leistet damit einen bedeutenden Beitrag zur politischen und moralischen Bildung sowie zur Demokratieerziehung. Wo anders sollte eine Erzählung über die Grundzüge der Demokratie angesiedelt sein als im antiken Griechenland.
Lies meine Originalrezi gerne auf meinem Blog Lesereich von Kira.
Mein Fazit:
Ich habe das Buch schon zweimal gelesen. Es ist dünn, aber sehr gehaltvoll. Man kann es als kurzweilige und humorvolle Reisebeschreibung lesen. Aber es ist so viel mehr. Obwohl es die Lebenswirklichkeit der heutigen Kinder kaum repräsentiert, wünsche ich dem Buch viele junge Lesende. Es braucht Vermittler(innen), die mit Kinderen über seine Bedeutung für unser gegenwärtiges Leben sprechen. Aktuell ist Alexander auf jeden Fall und mit etwas Glück wird sich das erste Kinderbuch von Ferdinand von Schirach einreihen in bedeutende und zeitlose Kinderbücher wie Momo, Sofies Welt und Der kleine Prinz. Ich empfehle es allen Familien, die Wert auf literarische Bildung und demokratische Grundsätze legen. Ich finde es großartig.
Mein Lieblingszitat:
„Das Wichtigste ist, dass du immer versuchst, das Richtige zu tun. Was ist das Richtige? Wenn es so weit ist, wirst du es wissen.“
Buchige Grüße, Kira