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Veröffentlicht am 06.07.2020

Lina, die Wunschfee, ist zurück!

Glück und wieder!
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Seit September habe ich nun ausharren müssen, um endlich Lina, Arthur, Vincent, Mats, Kimmi und all die anderen wunderbaren Charaktere aus "Glück und los!" wieder zu treffen. Das Warten hat sich aber gelohnt, ...

Seit September habe ich nun ausharren müssen, um endlich Lina, Arthur, Vincent, Mats, Kimmi und all die anderen wunderbaren Charaktere aus "Glück und los!" wieder zu treffen. Das Warten hat sich aber gelohnt, mit viel Humor und Spannung durfte ich nun den zweiten Teil der Trilogie genießen!

Die Autorin:
Dagmar Bach (geboren 1978) ist der Überzeugung, dass es im Universum mehr geben muss, als das, was wir bisher kennen. Früher arbeitete sie als Innenarchitektin, inzwischen hat sie sich voll und ganz auf ihre Tätigkeit als Autorin eingelassen und lebt mit ihrer Familie in München. Mit ihrer Zimt-Reihe feierte sie bereits große Erfolge. Nun geht es weiter mit ihrer Glück-Trilogie.

Inhalt:
„Lina kann es immer noch nicht glauben: Sie ist tatsächlich eine echte Fee, und sie kann Wünsche erfüllen! Nur – warum funktioniert es dann manchmal nicht? Warum scheint sie manchen Menschen die falschen Wünsche zu erfüllen und damit alles schrecklich kompliziert zu machen? Noch dazu wird das Zusammenleben innerhalb der frisch zusammengewürfelten Patchworkfamilie auf einige harte Proben gestellt, neue Nachbarn bringen den Hausfrieden durcheinander, und sowieso ist Lina bis über beide Ohren so verliebt, dass es ihr schwerfällt, in dem ganzen Chaos einen klaren Kopf zu bewahren. Doch den hätte sie dringend nötig. Denn offenbar weiß irgendjemand über ihre magische Fähigkeit ganz genau Bescheid. Und der – oder die? – führt nichts Gutes im Schilde …“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Die Aufmachung der ersten beiden teile der Glück-Reihe ähneln sich sehr, nur die Farbe und Linas Haltung ist eine andere. Während der erste Band in knalligem Rot erscheint, kommt der zweite Teil in mintgrünem Schutzumschlag daher. Darunter befindet sich wieder ein goldener Einband, der durch den ausgestanzten Schutzumschlag hindurch schimmert. Lina hält ihre Hand erhoben und macht ein Peace Zeichen, was auch gut zur Handlung passt. Denn eigentlich will Lina doch nur Frieden und Ruhe haben.

Achtung Spoiler! Solltet ihr den ersten Band der Reihe noch nicht kennen, lest hier nicht weiter, sondern lest lieber meine Rezension zum ersten Teil.
Das Lina nicht so schnell Frieden und Ruhe finden wird, wurde einem ja schon im ersten Teil Glück und los! klar, in welchem Lina ihre magischen Fähigkeiten erkunden und sich in Arthur verliebt. Der zweite Teil setzt nun wieder nahtlos an die Handlung an und lässt uns erneut an Linas turbulentem Leben teilhaben.

Der Schreibstil ist wie gewohnt humor- und gefühlvoll. So erleben wir Linas Gefühlschaos hautnah mit und haben Teil an vielen schlagfertigen Wortwechseln und lustigen Szenen, sodass ich mehrfach herzhaft lachen musste, während ich der Geschichte folgte.
Die vielen Charaktere sind mir weiter ans Herz gewachsen und auch die sonst immer so grummeligen Zwillinge tauen auf und sind einfach wunderbare Brüder / Freunde für Lina. Wie es mit Arthur und Lina weiter geht, möchte ich nicht verraten, es sei nur gesagt, dass sie einen tollen, offenen und herzlichen Umgang miteinander haben. Überhaupt alle in der Patchworkfamilie gehen so toll miteinander um, wie man es sich nur wünschen kann.

Ich habe mich regelrecht gezwungen, das Buch auch einmal wegzulegen, da ich der Welt nicht zu schnell wieder entweichen wollte. Da wartet man so lange auf die Fortsetzung und das Buch liest sich wieder so wahnsinnig schnell, dass es echt schade war, das Buch am Ende zuzuschlagen.

"Glück und wieder!" hat mir unheimlich viel Freude bereitet und ein absolut gutes Gefühl gegeben. Wer schon die Zimt-Reihe kennt, sollte unbedingt auch die Glück-Reihe lesen. Und wer keines der Bücher kennt, der hat bisher wirklich was verpasst. Eine klare Leseempfehlung meinerseits!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.07.2020

Lernhefte die Spaß machen!

Mathe üben 2. Klasse
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Inhalt:
„Ob Zahlen bis 100, plus und minus, Einmalseins oder Geometrie – hier wird geübt, was wichtig ist.
Und das mit jeder Menge guter Laune! Denn beim Malen, Rätseln und Knobeln geht das Üben fast wie ...

Inhalt:
„Ob Zahlen bis 100, plus und minus, Einmalseins oder Geometrie – hier wird geübt, was wichtig ist.
Und das mit jeder Menge guter Laune! Denn beim Malen, Rätseln und Knobeln geht das Üben fast wie von selbst.“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Das Übungsheft zur Mathematik hat meiner Tochter sogar noch mehr Spaß bereitet, als das für Deutsch. Eine Aufgabe nach der anderen wurde hier im Eiltempo gelöst. So gingen die täglichen 10 Minuten schnell vorbei und waren nicht mal langweilig.

Zahlen bis 100, Formen, Addieren und Subtrahieren, Textaufgaben und vieles mehr kann hier geübt werden. So festigen sich schnell die Rechenwege und auch das Einmaleins wird durch bildliche Darstellungen erklärt und verinnerlicht. Sogar die Thematik der Uhrzeit findet Platz in diesem Heftchen.

Auch hier sind wieder viele bunte und humorvolle Bilder zu finden, die das Lernen mit viel Spaß verbinden. So lassen sich auch Lernmuffel davon überzeugen, dass 10 Minuten pro Tag, gar nicht so lange sind, wie sie vielleicht denken.

Im Anhang befinden sich die Lösungen, sodass man bei Bedarf nachschlagen kann.

Wir haben festgestellt, dass sich die tägliche Übungseinheit besser gestalten lässt, wenn die Kinder genau wissen, woran sie arbeiten sollen und in einem Heft beispielsweise auch sehen, wie zügig sie vorankommen. Deshalb bieten sich diese schlanken Softcover-Heftchen besonders gut an. Durch ihre Aufmachung wirken sie auch nicht langweilig oder schwierig, man hat vielmehr den Eindruck eine Art Rätselheft vor sich zu haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.07.2020

Lernhefte die Spaß machen!

Deutsch üben 2. Klasse
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Inhalt:
„Ob Wortarten erkennen, richtig schreiben oder genau lesen – hier wird geübt, was wichtig ist.
Und das mit jeder Menge guter Laune! Denn beim Malen, Rätseln und Knobeln geht das Üben fast wie von ...

Inhalt:
„Ob Wortarten erkennen, richtig schreiben oder genau lesen – hier wird geübt, was wichtig ist.
Und das mit jeder Menge guter Laune! Denn beim Malen, Rätseln und Knobeln geht das Üben fast wie von selbst.“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Meine Tochter hat diese Hefte nach Abschluss der 2. Klasse begonnen zu bearbeiten. Wir wollten die Inhalte festigen und kleine Lücken schließen. Irgend welches Übungsmaterial aus dem Internet hat ihr keinen Spaß gemacht. Mit diesem Heft war das etwas ganz anderes. Hier hat sie sogar freiwillig länger als die täglichen 10 Minuten darin geübt und konnte das im Großen und Ganzen auch eigenständig bewältigen.

Die Aufgaben sind vielfältig gestaltet. Mal durch Wortlabyrinthe, Wörterschlangen oder Gitterrätsel. Immer wieder werden die Kinder aufgefordert einzelne Worte in Schreibschrift aufzuschreiben, niemals zu lang oder zu viel, so dass der Spaß bleibt.

Begleitet werden die Aufgaben von einigen kleinen, bunten Bildern, die liebevoll gezeichnet sind und dem Kind eine Möglichkeit zum Verweilen und entspanntem Arbeiten bieten.

Im Anhang befinden sich die Lösungen, sodass man bei Bedarf nachschlagen kann.

Wir haben festgestellt, dass sich die tägliche Übungseinheit besser gestalten lässt, wenn die Kinder genau wissen, woran sie arbeiten sollen und in einem Heft beispielsweise auch sehen, wie zügig sie vorankommen. Deshalb bieten sich diese schlanken Softcover-Heftchen besonders gut an. Durch ihre Aufmachung wirken sie auch nicht langweilig oder schwierig, man hat vielmehr den Eindruck eine Art Rätselheft vor sich zu haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.07.2020

Ein vorausschaubares aber trotzdem überzeugendes Jugendbuch

Playlist
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"Playlist" von Karolin Kolbe beschreibt die Geschichte von Mira, die mit ihrer Band in den sozialen Medien bekannt wird. Viele schöne Momente aber auch die Schattenseiten des Ruhms finden Raum in diesem ...

"Playlist" von Karolin Kolbe beschreibt die Geschichte von Mira, die mit ihrer Band in den sozialen Medien bekannt wird. Viele schöne Momente aber auch die Schattenseiten des Ruhms finden Raum in diesem Roman. Außerdem gibt es da auch einen geheimnisvollen Jungen, dessen Identität aufgedeckt werden muss. Gleichzeitig ist es irgendwie auch ein wenig gruselig, nicht zu wissen, wer der Verehrer ist, der so viel von Mira zu wissen scheint.

Die Autorin:
Karolin Kolbe (geboren 1993) hat seit 2015 bereits fünf Jugendromane veröffentlicht. 2017 erschien außerdem ihr Buch Glücksgefühl. Ansonsten interessiert sich die Autorin für spannende Bücher und Filme und alles rund um die Natur.

Inhalt:
„Mira will unbedingt mit ihrer Band »Eisfabrik« an einem Bandcontest teilnehmen. Mit ihren Freundinnen startet die 14-jährige eine Social-Media-Kampagne im Netz: Schnell hat sie viele neue Fans, die ihre Videos liken.
Aber als Mira ihre privaten Sorgen allzu offen mit der Öffentlichkeit teilt, lernt sie die Schattenseiten von YouTube und Instagram kennen. Vielleicht war die ganze Aktion doch ein Fehler?
Unterstützung findet Mira bei ihren besten Freundinnen. Mit ihnen kann sie auch über den geheimnisvollen Noisette16 reden. Wer ist er? Warum gibt er sich nicht zu erkenn? Vielleicht doch nur ein mieser Stalker? Im Eiscafé – wie immer bei einer großen Portion Pistazieneis – hecken sie einen Plan aus, um seine Identität zu enttarnen.“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Das Cover gefällt mir gut. Der Titel wird durch pinkte Leuchtstoffröhren dargestellt, welche an einer Mauer prangen. Auf dieser Mauer sitzt ein Mädchen und scheint auf einen Jungen, mit Gitarre in der Hand, zu blicken, der gerade an der Mauer vorbei läuft. Das Thema Musik und Ruhm wird hier also optimal aufgegriffen und dargestellt.

Der Schreibstil ist flüssig und absolut mitreißend. Von der ersten Seite an war mir Mira absolut sympathisch, denn sie ist ein so liebenswürdiges Mädchen, welchen über ihren Schwächen steht und so ziemlich selbstbewusst durchs Leben geht. Doch auch sie muss am eigenen Leib erfahren, wie es sich anfühlt von Neidern schlecht behandelt zu werden und irgendwann sorgt ihre Offenheit für Probleme in ihrer gesamten Familie.

Karolin Kolbe verarbeitet in ihrem Roman einige Themen, die Jugendliche mit Sicherheit interessieren werden. Wie fühlt es sich an, im Rampenlicht zu stehen? Wie viel Privates darf ich mit der Öffentlichkeit teilen? Ist es richtig anonym im Netz zu agieren? Wie gehe ich mit Neidern um? Und dann gibt es da auch noch die üblichen Probleme in der Schule, verpatze Arbeiten, die Sorge um die Versetzung und der Frust, wenn man sich vom Lehrer ungerecht behandelt fühlt. All das durchlebt Mira in kürzester Zeit und kann froh sein, so gute Freundinnen zu haben und auch eine Patchwork Familie, die zu ihr hält.

"Playlist" bietet Jugendlichen einen Einblick in das Leben als Social Media Star. Die Gefahren und Folgen des eigenen Handelns in der Öffentlichkeit, der Stress, der mit dem Ruhm einhergeht und das emotionale Chaos, in welchem sich viele Teenager befinden, werden in diesem Roman gut dargestellt, ohne mit dem erhobenen Zeigefinger daher zu kommen. Einzig die Tatsache, dass ich die Geschichte (zumindest von meinem Standpunkt als Erwachsene) ziemlich schnell durchschaut habe, könnte als kleiner Kritikpunkt gesehen werden. Allerdings störte mich das gar nicht so sehr, denn ich hatte dennoch Spaß an der humorvollen Seite Miras.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2020

Mit den Zeitreisenden Lena und Dante in die Zukunft und wieder zurück

Das Herz der Zeit: Die vergessenen Geschichten
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Nachdem ich euch vor einem halben Jahr die ersten beiden Teile der "Das Herz der Zeit" Reihe vorgestellt habe erschien jetzt endlich der abschließende Band der Zeitreise-Trilogie. Nun konnte ich zu Lena, ...

Nachdem ich euch vor einem halben Jahr die ersten beiden Teile der "Das Herz der Zeit" Reihe vorgestellt habe erschien jetzt endlich der abschließende Band der Zeitreise-Trilogie. Nun konnte ich zu Lena, Dante, Bobbie und Coco zurückkehren und erfahren, wie es mit ihnen weiter geht und ob die unsichtbare Stadt gerettet werden kann. Doch irgendwie erreichte mich der dritte Teil nicht so sehr, wie es die ersten beiden taten.

Die Autorin:
Monika Peetz (geboren 1963) studierte Germanistik, Kommunikationswissenschaft und Philosophie. Nach ihrem Studium arbeitete sie in der Werbebranche, im Verlagswesen, als Dramaturgin und als Redakteurin. Seit 1998 ist sie als Drehbuchautorin tätig. Als Autorin ist sie mit ihrer Reihe Die Dienstagsfrauen bekannt. Ihre Bücher erschienen in 25 Ländern.

Inhalt:
„Alles ist verloren. Lenas Gegner haben die Macht in der unsichtbaren Stadt übernommen und machen systematisch Jagd auf flüchtige Zeitreisende. Lena versteckt sich gemeinsam mit ihrer Freundin Bobbie in der Zukunft. Verzweifelt versucht sie herauszufinden, ob es noch mehr Aufständische gibt. Dann fängt der Chronometer ein schwaches Signal auf: Es kommt von Dante. Lena kann kaum erwarten, ihn wiederzusehen. Doch darf sie dem Zeichen trauen? Erst als sich die Zukunft um sie herum langsam aufzulösen scheint, begreift sie: Es geht um alles: Um die Existenz der unsichtbaren Stadt, um die vergessenen Geschichten der Menschen und um ihre Liebe zu Dante.“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Das Cover des dritten Bandes reiht sich wunderbar unter die vorherigen Bände ein. Diesmal ist es hauptsächlich in Petrol gehalten. Wieder ist das goldene Zifferblatt zu sehen, welches es sehr edel erscheinen lässt. Umrankt wird es erneut von Blumen. Wenn man genau hinschaut, fällt einem auf, dass die Farben untereinander immer ein wenig ausgetauscht wurden. Zusätzlich ist das Hardcover mit einem Lesebändchen ausgestattet. Man läuft also nicht Gefahr, sein Lesezeichen zu verlegen.

Der Sprachstil ist wie bereits bei den ersten beiden Romanen äußerst flüssig und gut verständlich. So war der Wiedereinstieg problemlos zu meistern, auch wenn inzwischen bereits einige Monate ins Land gegangen sind.

Achtung Spoiler! Solltet ihr die ersten beiden Teile der Reihe noch nicht kennen, lest hier nicht weiter, sondern schaut lieber in meine erste Rezension zu dieser Reihe.

Im ersten Band erfahren wir, nachdem Lena ihren Chronometer fand und in die unsichtbare Stadt gelangte, wie die Zeitreisenden leben und wie ihre Welt aufgebaut ist. Dante, einer jener Zeitreisenden, ist aber anders als die anderen, er entwickelt Gefühle, die eigentlich nicht gerne gesehen sind. So finden er und Lena zusammen und erleben einige Abenteuer.
Der zweite Teil startet ebenso turbulent, denn Lena und Dante dürfen sich eigentlich nicht mehr sehen. Aber ihre Gefühle füreinander und einige unvorhergesehene Ereignisse bringen sie wieder zueinander und gemeinsam wollen sie sich gegen den Zauberkönig, aber auch gegen die Zeitmeisterin stellen. Mit einem absolut ungewissen Ausgang endet dieser zweite Band.

Der dritte beginnt hier nahtlos anzuknüpfen. Lena und Bobbie hat es in die Zukunft verschlagen. Wie genau auch Bobbie dort hin gekommen ist, ist mir nicht ganz klar gewesen, denn zumindest war sie ja zuvor mit Dante und Coco zusammen.
Gemeinsam mit Bobbie versucht Lena einen Weg zurück in die Vergangenheit zu finden, denn es wird ganz deutlich, dass der Klimawandel in der Zukunft für starke Schäden gesorgt hat und diese einige Einschränkungen für die dort lebenden Menschen mit sich bringt.
Das alt bekannte Team bestehend auch Dante und Coco tritt auch wieder auf den Plan.

Die Geschichte an sich wirkte etwas holprig. Laut Klappentext bekam Lena eine Botschaft von Dante, das war im Buch gar nicht so. Außerdem reist Bobbie in die Vergangenheit, hat dort eine Mini Episode, welche geradezu abbricht, nichts neues bringt und dann ist Bobbie auch schon wieder bei Lena und Dante. Ihr Ausflug erhält keine weitere Aufmerksamkeit mehr, scheint unbedeutend zu sein. Hier sind Elemente des Plots also offen gelassen worden, werden bis zum Schluss nicht zu Ende geführt und erscheinen außerdem überflüssig.

Irgendwie sprang mir die Geschichte einfach zu viel und zu schnell hin und her. Das wurde auch noch durch die sehr kurzen einzelnen Kapitel, welche zumeist aus Lenas und Dantes Sicht erzählt werden, verstärkt. So konnte ich nicht wirklich in die Welt eintauchen. Auch die Beziehung zwischen Dante und Lena blieb mir zu oberflächlich. Es fehlte an längeren Dialogen. Ständig verloren sich die Protagonisten aus den Augen und mussten so wieder auf eigene Faust weiter machen. Das alles ging auf Kosten der Dynamik.

Am Ende hat mich "Das Herz der Zeit – Die vergessenen Geschichten" irgendwie unzufrieden zurück gelassen. Ich habe es zwar schnell gelesen und war nicht gelangweilt, trotzdem hat es mich nicht mitgerissen und ich konnte mich kaum in die Charaktere hineinversetzen. Das alles macht mir eine Sterne-Bewertung wirklich schwer. Die Reihe hat tolle Elemente, der Klimawandel, Liebe, Freundschaft, Zusammenhalt und Vertrauen sind wichtige Punkte in der Geschichte. Dennoch wurde das Potential nicht ausgeschöpft und der Abschluss überzeugte mich nicht. Schade.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere