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Veröffentlicht am 21.07.2021

Kinderbeschäftigung leicht gemacht!

Escape-Stickerbuch - Nachts im Museum
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Nach eineinhalb Jahren Corona und diversen Lockdowns sind wohl so ziemlich die meisten mit ihren Ideen am Ende, wie sie am Besten ihre Kinder beschäftigen können. Hier treten inzwischen einige Verlage ...

Nach eineinhalb Jahren Corona und diversen Lockdowns sind wohl so ziemlich die meisten mit ihren Ideen am Ende, wie sie am Besten ihre Kinder beschäftigen können. Hier treten inzwischen einige Verlage auf den Plan. Vor allem aus dem Verlag arsEdition habe ich bereits einige schöne Sache entdeckt, wie zum Beispiel "Fingerstempel-Spaß Kunterbunt" oder die Lernkarten "Sudoku" und "Lernraupe – Erste Buchstaben". Heute möchte ich euch ein schönes Heftchen vorstellen. Das "Escape Stickerbuch – Nachts im Museum" bietet tolle Knobelaufgaben für Kinder ab 8 Jahren.

Der Autor & die Illustratorin:
Philip Kiefer (geboren 1973) studierte Literaturwissenschaften und Philosophie in Tübingen und Oxford. In dieser Zeit arbeitete er außerdem in verschiedenen Verlagen. Nach seinem Magisterabschluss war er in einer PR-Agentur in München tätig. 2001 machte er sich dann als Autor selbstständig. Außerdem betrieb er ein Online-Magazin für Kinder, genannt „Riesenratz“. Philip Kiefer hat etwa 200 Bücher veröffentlicht.
Katharina Madesta studierte Design in Münster und machte ihr Diplom in Hamburg. Danach arbeitete sie in einem Trickfilmstudio als Characterdesignerin. Sie illustriert inzwischen für diverse Verlage in den unterschiedlichsten Stilrichtungen.

Inhalt:
„Erfülle deine Aufgabe und gelange mithilfe der spannenden Rätsel heil aus dem Museum! Ziel ist es, ein gefälschtes Tomahawk durch das Original zu ersetzen und unerkannt zu entkommen. Doch das wird nicht einfach werden … Ein super Rätselspaß für alle, die Spannung und Unterhaltung lieben! Das Neue dabei ist, dass du alle Aufgaben mit Stickern löst.“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Auf dem Cover sehen wir schon ein wenig, was uns im Innern erwartet. Einige Ausstellungsstücke eines Museums werden gezeigt, im Hintergrund das Tomahawk, welches in diesem Buch heimlich vertauscht werden muss. Sticker in Form von Schlüsseln weisen auf den Charakter eines Stickerbuches hin. Es ist alles da, was man braucht um dieses kleine Abenteuer zu bestehen.

Im Innern fängt man zwar bei der ersten Seite an, die Aufgaben zu lösen, allerdings bringt jede Lösung den Hinweis zur nächsten, zu lösenden Aufgabe in diesem Buch. Hier wird nicht von vorne bis hinten abgearbeitet, sondern man springt im Buch hin und her, bis man die Aufgabe gelöst hat und das Original Tomahawk wieder am rechten Platz im Museum steht.

Meine Tochter (10 Jahre) hat etwa eine Stunde gebraucht, um alle Aufgaben zu lösen und war konzentriert bei der Sache. Der Einstieg ist etwas ungenau erklärt. Außerdem gab es an zwei weiteren Stellen kleinere Probleme, einmal zeigte der Pfeil nicht in die richtige Richtung, ein anderes Mal war die Anleitung etwas zu ungenau, sodass wir mit etwas Glück alles richtig angeordnet haben. Während die Sticker in der Mitte platziert sind und leicht aus dem Buch herausgetrennt werden können, finden sich im Anhang die Lösungen, sodass man bei Problemen nachschauen kann, was die richtige Lösung ist. Die Kinder kommen also tatsächlich ganz alleine mit diesem kleinen Heftchen zurecht und werden gut beschäftigt. Auch unterwegs ist das Heft absolut genial, da die Kinder ohne viel Schnickschnack eine ganze Weile daran arbeiten können.

Das "Escape Stickerbuch – Nachts im Museum" bietet eine Stunde Ablenkung für alle Knobelfans und Freunde von detektivischen Geschichten. Theoretisch kann man das Heft mehrfach verwenden, da sich die Sticker auch später noch wieder aus dem Heft lösen lassen, sodass man es gerne durch mehrere Kinderhände reichen kann. So ist es durch die Wiederverwendbarkeit also auch nachhaltig. Außerdem gibt es noch weitere Titel, wie Juwelenraub, Verschollen im Dschungel oder Das Geheimnis der alten Villa.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.07.2021

Ritterausbildung Schritt 5 von 6!

Ritter werden leicht gemacht - Kampf um die Burg
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Sam J. Butterkappe und seine vorlaute Gehilfin Brunella sind wieder da. Im fünften Teil der Reihe müssen die beiden ihre Burg vor einem drachenähnlichem Ungetüm schützen. Dabei treffen sie mal wieder auf ...

Sam J. Butterkappe und seine vorlaute Gehilfin Brunella sind wieder da. Im fünften Teil der Reihe müssen die beiden ihre Burg vor einem drachenähnlichem Ungetüm schützen. Dabei treffen sie mal wieder auf merkwürdige Gestalten, die Ihnen den Weg durch die Ausbildung zum Ritter weisen. Ob sie es schaffen die fünfte von sechs Aufgaben zu meistern erfahren wir in "Ritter werden leicht gemacht – Kampf um die Burg" von Vivian French und David Melling.

Die Autorin und der Illustrator:
Vivian French (geboren 1945) ist eine britische Schriftstellerin. Sie hat über 250 Bücher für Kinder und Jugendliche geschrieben. Einige ihrer Buchreihen feierten große Erfolge, so zum Beispiel The Tiara Club oder Tales from the Five Kingdoms. In der Reihe Ritter werden leicht gemacht sind bisher sechs Bände im englischen Original erschienen. Im Deutschen gibt es vier Bände: "Drachen sind Nicht-Schwimmer" (Teil 1), "Ein Pferd namens Dora" (Teil 2)," Ein äußerst nerviger Bär" (Teil 3), "Punkte, Streifen und Zickzacks" (Teil 4), "Kampf um die Burg" (Teil 5) und "Im fürchterlichen Finsterwald" (Teil 6, stelle ich euch auch ganz bald vor).
David Melling ist ein britischer Illustrator. Bevor er sich auf Kinderbücher spezialisierte, arbeitete er als Fotograf und Zeichner für verschiedene Animationsfilme. Seither hat er über 150 Bücher illustriert, welche in über 30 Sprachen übersetzt wurden.

Inhalt:
„Sam J. Butterkappe hat einen Traum: Er möchte ein Ritter werden, edel und verwegen. Doch wie stellt man das an, wie wird man eigentlich Ritter? Laut einer alten Schriftrolle müssen Sam und seine Cousine Brunella hierfür sechs Aufgaben erfüllen, und zwar nur eine pro Tag. Heute sollen die beiden einen furchterregenden Feind besiegen und dadurch die Kunst des fairen Kampfes erlernen. Da es ganz fürchterlich schneit, sitzen Sam und Brunella allerdings auf Burg Falterstaub fest. Im Keller treffen sie auf einen schrecklichen Knotenwurm. Wird es Sam und Brunella gelingen, die Burg von diesem Ungetüm zu befreien?“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Der fünfte Band reiht sich wunderbar in die Reihe der Vorgängerbände ein. Wieder sieht das Buch wie ein abgegriffenes, vollgekleckstes Tagebuch aus. Der fünfte Band ist in Petrol gehalten. Über dem Titel sitzt Sam J. Butterkappe mit Schreibfeder im Mund vor seinem Tagebuch. Darunter sehen wir das Ungeheuer, welches es zu bekämpfen gilt. Mit der Brille sieht es eigentlich gar nicht so gefährlich aus. Was auch darauf hinweist, dass diese Buchreihe gut für kleinere Kinder geeignet ist.

Die tagebuchähnlichen Einträge sind wieder sehr flüssig und gut verständlich geschrieben. Erneut flogen wir nur so durch die Seiten. Diesmal haben wir das Buch aber nicht in einem Rutsch gelesen. Ich hatte den Eindruck, dass meine Kinder nicht so sehr bei der Sache waren, wie das bei den bisher erschienenen vier Bänden der Fall war. Vielleicht ist ein wenig die Luft raus, denn man kennt die Protagonisten schon recht gut und die Aufgaben, die zu bewältigen sind, sind nicht so anspruchsvoll, wie man es meinen mag. Es fehlte etwas Neues und Aufregendes.

Den Text begleiten erneut witzigen Illustrationen, so kann der Leser hin und wieder bei den Bildern verweilen und die Geschichte auf sich wirken lassen. Es werden einige Szenen abgebildet, in denen Sam und Brunella sich im Laufe der Geschichte befinden. Die Charaktere sind ähnlich einer Karikatur leicht überspitzt dargestellt.

"Ritter werden leicht gemacht – Kampf um die Burg" ist ein kurzweiliges Lesevergnügen mit humorvollen Szenen und bleibt weiterhin eher seicht als gruselig oder spannend. Ein wenig mehr Variation im Handlungsablauf wäre ganz schön, sodass man sich ein wenig mehr überraschen lassen kann. Dennoch sind wir neugierig auf die sechste und damit letzte Aufgabe und wie Sam sich dann als Ritter so macht. Das Buch wartet schon in unserem Regal darauf, gelesen zu werden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2021

Eine musikalische Liebesgeschichte!

Zwischen uns nur ein Wort
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Heute stelle ich euch einen Roman vor, der mich vor allem durch seinen Titel "Zwischen uns nur ein Wort" neugierig gemacht hat. Die Autorin Renée Carlino beschreibt hier die komplizierte Liebesgeschichte ...

Heute stelle ich euch einen Roman vor, der mich vor allem durch seinen Titel "Zwischen uns nur ein Wort" neugierig gemacht hat. Die Autorin Renée Carlino beschreibt hier die komplizierte Liebesgeschichte zweier Menschen, die so viel gemeinsam haben und dennoch durch die Vorurteile und unveränderbar erscheinenden Ansichten einer erstrebenswerten Zukunft der Hauptprotagonistin Mia nur schwer zusammenfinden können, obwohl ganz schnell klar wird, dass sie und Will nicht ohne einander sein können. Eine Liebesgeschichte, die wie ein sanfter Song klingt und immer wieder auf leichte Turbulenzen trifft.

Die Autorin:
Renée Carlino arbeitet als Drehbuchautorin. Sie liebt es zu lesen und Livemusik zu lauschen. Die Autorin lebt mit ihrem Mann, zwei Söhnen und einem Hund namens John Snow Cash im Süden Kaliforniens.

Inhalt:
„»Dein Herz und dein Verstand müssen lernen, gemeinsam zu singen.«
Mia hat ihre Zukunft bis ins kleinste Detail geplant: Karriere, Familie, Sicherheit. Als ihr Vater, ein Musiker und Träumer, stirbt, fliegt sie nach New York, um dort sein altmodisches Café zu verkaufen, das Herz des Viertels und eine wahre Institution. Dort trifft Mia Will, einen charmanten Gitarristen und unverbesserlichen Optimisten, der eine Bleibe sucht. Sie ziehen zusammen – vorübergehend und als Freunde. Doch bald muss Mia sich fragen, ob sie sich wirklich zwischen Verstand und Herz entscheiden will …“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Das Cover lässt uns auf die erleuchtete Nacht New Yorks blicken. All die verschwommenen Lichter über dem Wasser laden zum Träumen ein, rund herum ist alles in lila/blau gehalten und verweist auf die Liebesgeschichte voller Musik, welche uns im Innern zwischen den Buchdeckeln erwartet.

Die Zusammenfassung auf der Buchrückseite stimmt allerdings nicht so ganz mit dem Inhalt der Geschichte überein. Ich hatte zum Beispiel nicht den Eindruck, dass Mia wirklich je darüber nachgedacht hat, das Café zu verkaufen, da sie selbst durch ihre Sommeraufenthalte bei ihrem Vater stark mit dem Café und deren Mitarbeiter verbunden ist. Da Mia außerdem gerade selbst an einem Wendepunkt ihres Lebens steht, ihr Studium der Betriebswirtschaft beendet hat, könnte sie auch in New York ganz neu starten. Etwaige Freunde aus ihrer Zeit in ihrer Heimat tauchen auch nie auf und so ist es nicht verwunderlich, dass sie in New York eine neue Heimat findet.

Ihre Beziehung zu Will trägt auch dazu bei, in New York zu bleiben. Denn sie fühlt sich zu ihm hingezogen, will dies aber nicht zulassen, da sie keinen abgehalfterten und armen Musiker an ihrer Seite haben möchte, sondern einen Mann der im Leben steht, Geld verdient und ihr eine Familie ermöglichen kann. Hintergrund ist hier sicherlich die Situation ihrer eigenen Eltern. Während sie bei ihrer Mutter und deren neuem Mann aufwuchs, der für die auch wie ein Dad ist, gibt es eben den New Yorker Vater, genannt Pops, der in der Musikbranche zu Hause ist und in den Tag hinein zu leben schien. Mia hat sich so also immer eingebildet, dass Musik eine brotlose Kunst ist und hat ihre eigene Leidenschaft zur Musik stets zur Seite geschoben, als Hobby betrachtet und wenig ernst genommen. Erst als Will in ihr Leben tritt und ihre musikalische Liebe hervorkitzelt, denkt sie um. Dennoch bleiben ihre Vorurteile und ihre Art über die Zukunft zu denken lange Zeit unumstößlich. Hier fehlte mir ein wenig ein richtiger Entwicklungsprozess.

Die Charaktere der Geschichte sind allesamt wunderbar und mir sofort ans Herz gewachsen. Sie sind alles bunte Individuen, die durch ihre Liebe zur Musik oder zu Mias verstorbenem Vater zusammengefunden haben und eine kunterbunte Familie ergeben, auf die man zählen kann. Auch wenn mir das Verhalten von Mias Freundin Jenny gegen Ende eher unpassend erschien. Die ungewöhnliche Rahmenhandlung durch Prolog und Epilog einer dem Leser unbekannten Autorin, die beide nur zufällig begegnet, habe ich nicht so ganz durchschaut, ist aber eine nette Idee.

Alles in Allem ist "Zwischen uns nur ein Wort" eine schöne und mitreißende Liebesgeschichte voller Poesie und Musik. Allerdings gibt es ein paar Kleinigkeiten, die mir zu knapp ausgearbeitet wurden und so den Tiefgang der Geschichte nicht ganz ermöglichte. Wer sich aber gut unterhalten lassen möchte und gerne mehr über die Musikszene erfahren möchte, der sollte sich dieses Buch unbedingt anschauen. Ich wurde gut unterhalten, konnte meinen Emotionen freien Lauf lassen und habe unheimlich tolle Charaktere in einem großartigen Setting erleben dürfen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.07.2021

Kreativer Spielspaß ganz ohne Strom für Kinder ab 6 Jahren!

Zieh den Stecker! - 100 Ideen ohne Bildschirm
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Ich gebe es zu, seit Corona durften meine Kinder deutlich mehr fernsehen, als es davor der Fall war. Besonders in der kalten Jahreszeit merkte man einen erhöhten Bildschirmkonsum. Dass sollte sich nun ...

Ich gebe es zu, seit Corona durften meine Kinder deutlich mehr fernsehen, als es davor der Fall war. Besonders in der kalten Jahreszeit merkte man einen erhöhten Bildschirmkonsum. Dass sollte sich nun aber dringend wieder ändern. Abhilfe schafft hier das Buch "Zieh den Stecker! 100 Ideen ohne Bildschirm" von Pia Deges und Katja Jäger. Hier gibt es unheimlich viele Anregungen, wie sich Kinder ganz alleine oder mit Geschwistern und Freunden sinnvoll, kreativ und mit viel Spaß beschäftigen können.

Die Autorin und die Illustratorin:
Pia Deges studierte Film- und Fernsehwissenschaften. Danach arbeitete sie als TV-Redakteurin. Seit einigen Jahren schreibt sie über Food-, DIY- und Gartenthemen, da sie auch in ihrer Freizeit sehr gerne bastelt, kocht und im Garten werkelt.
Katja Jäger (geboren 1974) malte und kritzelte schon immer sehr gerne. bereits in der Schule hatte sie einige Auftragsarbeiten von Klassenkameraden, die ihre Kunstnoten aufbessern wollten. Seit fast zwanzig Jahren arbeitet sie nun freiberuflich als Illustratorin für Kinder- und Geschenkbuchverlage.

Inhalt:
„Analog statt digital!
Spielen, werkeln, experimentieren … Spaß haben ganz ohne Tablet und Handy. Ob Spiele, Geheimcodes, Zaubertricks, Streiche oder Rätsel, ob allein oder in der Gruppe, drinnen oder draußen. Hier findet jeder eine passende Beschäftigung und der Bildschirm hat mal Pause.
Ein Nie-Wieder-Langeweile Nachschlagewerk für Mädchen und Jungen ab 6 Jahren.“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Das handliche kleine Büchlein, welches man gut überall hin mitnehmen kann, kommt sehr farbenfroh, modern und jugendlich daher. Der Titel springt einen direkt an und die Freude des unten gezeichneten Jungen ist deutlich zu sehen. Rund herum um den Titel sehen wir Stifte, Würfel, einen Luftballon und ein durchgekreuztes Smartphone. Hier ist also sofort klar, worum es geht. Bildschirm ade und her mit kreativen und spielerischen Ideen, um sich die Zeit zu vertreiben.

Auch das Innere ist bunt und fröhlich gestaltet und auf den 112 Seiten finden sich viele kreative Ideen, um sich die Zeit zu vertreiben. Unterteilt ist das Buch in die Bereiche „Draußen“, „Drinnen“, „Experimente“, „Kreativ“ und sogar „Rätsel, Streiche“. Man findet sich also super schnell zurecht und es ist mit Sicherheit für jeden Typ etwas dabei. Ob Gartenkind, Stubenhocker, Scherzkeks oder Bastelfan, es gibt viel zu entdecken, denn jede Seite bietet eine neue Idee. Mit Fotos und Zeichnungen sind die Vorschläge super dargestellt und allgemein sind die Seiten so gestaltet, dass es scheint, als haben hier Kinder ihre Ideen an eine Pinnwand geheftet. Auf den letzten beiden Seiten ist außerdem noch Platz für eigene Ideen oder Anmerkungen.

Ob man der Tierwelt etwas Gutes tut und eine Vogelfutterstation baut, die Straßen verschönert, einen eigenen Kräutergarten anlegt, Tennis in der Wohnung spielt, Schoko Knuspermonster herstellt, einen Wackelstapel baut, Nussflitzer bastelt, Wut-Weg-Bälle fertigt, magische Tricks lernt oder kleine Streiche spielt, die Ideen sind vielfältig und nicht nur für die kleinen Kinder, sondern auch für die größeren geeignet.

"Zieh den Stecker! 100 Ideen ohne Bildschirm" bietet unheimlich vielfältige Ideen, wie man Langeweile bekämpft und eine schöne Zeit verbringt. Das alles ohne jegliche technische Medien sondern mit dem, was man zu Hause oder draußen finden kann. Ich kann das Buch nur allen empfehlen, die auch kleine Mir-ist-Langweilig-Zwerge zu Hause haben und dringend etwas Abwechslung in den Alltag bringen wollen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 12.07.2021

Der krönende Abschluss einer Wohlfühlbuchreihe vom Allerfeinsten!

Glück und selig!
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Schon die ersten beiden Bände der Glück-Reihe von Dagmar Bach haben mich absolut mitgerissen. Ich habe mich in die Welt und die Charaktere verliebt, so wie es mir auch bereits mit der Zimt-Reihe erging. ...

Schon die ersten beiden Bände der Glück-Reihe von Dagmar Bach haben mich absolut mitgerissen. Ich habe mich in die Welt und die Charaktere verliebt, so wie es mir auch bereits mit der Zimt-Reihe erging. Außerdem überschneiden sich beide Reihen, sodass Vicky und Konstantin sowie Lina und Arthur immer wieder aufeinander treffen, man alten Bekannten begegnet und irgendwie nie so richtig loslassen muss. Der Abschlussband "Glück und selig!" war so schön entspannend und gleichzeitig spannend, dass ich das Lesen unheimlich genossen, mich absolut wohlgefühlt habe. Ich kann die Bücher von Dagmar Bach jedem empfehlen, der einfach eine schöne Leseerfahrung machen und wunderbaren Charakteren bei stürmischen wie auch ruhigen Momenten begleiten möchte.

Die Autorin:
Dagmar Bach (geboren 1978) ist der Überzeugung, dass es im Universum mehr geben muss, als das, was wir bisher kennen. Früher arbeitete sie als Innenarchitektin, inzwischen hat sie sich voll und ganz auf ihre Tätigkeit als Autorin eingelassen und lebt mit ihrer Familie in München. Mit ihrer Zimt-Reihe feierte sie bereits große Erfolge. Nun ist der dritte Teil ihrer Glück-Trilogie erschienen. Die Reihenfolge ist wie folgt: "Glück und los!" (2019), "Glück und wieder!" (2020), "Glück und selig!" (2021).

Inhalt:
„Gut gewünscht ist halb gewonnen!
Jetzt ist es raus. Arthur und ich sind zusammen. Jeder konnte sehen, wie wir uns auf dem Winterkonzert geküsst haben. Ich bin so glücklich! Leider finden unsere Eltern das nicht ganz so toll und bewachen uns wie zwei Schwerverbrecher. Und dagegen kann nicht mal ich als gute Fee etwas tun – ich kann nur die Wünsche von anderen erfüllen, nicht meine eigenen. Noch dazu hat sich eine andere Fee in den Kopf gesetzt, mir alle möglichen Steine in den Weg zu legen. Und das wird langsam richtig gefährlich! Was, wenn etwas Schlimmes passiert? Wie kann ich sie nur davon abhalten?“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Die Covergestaltung der drei Glück-Bände ähneln sich sehr, nur die Farbe und Linas Haltung sind eine andere. Während der erste Band in knalligem Rot erschien, kam der zweite Teil in mintgrünem Schutzumschlag daher, der dritte Teil ist nun in einem leuchtendem Lila gehalten. Darunter befindet sich wie immer ein goldener Einband, der durch den ausgestanzten Schutzumschlag hindurch schimmert. Lina schaut durch ihre zum Kreis geformten Finger hindurch, als würde sie alles um sich herum ganz genau unter die Lupe nehmen wollen. Und das muss sie auch, denn nur wenn sie ihren Feenblick in den Griff bekommt, kann sie die böse Fee aufhalten.

Auch der Schreibstil des dritten Buches ist gewohnt humor- und gefühlvoll. Erneut tauchen wir also in Linas Gefühlschaos ab und sind Teil einiger aufregender Episoden, sowie vielen schlagfertigen Wortwechseln. Wieder einmal ist die Geschichte so humorvoll, dass ich oft lachen musste.

Die altbekannten Charaktere sind mir bereits seit dem ersten Teil ans Herz gewachsen und entfalten sich auch jetzt weiter, sodass alle ihre ganz eigene Note bekommen, die Zwillinge immer mehr Unterschiede aufweisen und auch Linas Bruder Mats wird still und heimlich erwachsener. Was genau Arthur und Lina erleben, möchte ich hier auf keinen Fall spoilern, fest steht aber, dass ihr offener und herzlicher Umgang miteinander bestehen bleibt. Doch die Patchworkfamilie muss zunächst erst einmal ihren Weg finden und dabei einigen Steinen ausweichen, um zu alter Form zurück zu finden.

"Glück und selig! Lina und die Sache mit den Wünschen", sowie die gesamte Reihe, lässt sich einfach wunderbar lesen und hinterließ bei mir ein so fabelhaft herrliches Gefühl, dass ich einfach nur glücklich war, Lina und Arthur auf ihrem Weg begleiten zu dürfen. Vor kurzem offenbarte Dagmar Bach außerdem, dass wir zurückkehren werden, zu Vicky und Konstantin aus der Zimt-Reihe und im Anhang gab es auch hier bereits eine Leseprobe zu entdecken. Wir können uns also freuen, im Frühjahr 2022 erneut dem wunderbaren Zimtduft folgen zu dürfen, wenn die zweite Staffel der Reihe ihren Auftakt nimmt. Ich freue mich schon wahnsinnig, und vielleicht treffen wir dann ja auch Lina und Arthur wieder.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere