Profilbild von Buecherhausen

Buecherhausen

Lesejury Star
offline

Buecherhausen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Buecherhausen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.10.2021

Auftakt einer neuen magischen Trilogie aus der Feder von Kerstin Gier!

Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann
0

Als ich erfuhr, dass es endlich eine neue Reihe von Kerstin Gier geben sollte, war ich begeistert. Zuletzt habe ich euch vor drei Jahren ihr Buch "Wolkenschloss" vorgestellt. Als ich ihr neues Buch "Vergissmeinnicht" ...

Als ich erfuhr, dass es endlich eine neue Reihe von Kerstin Gier geben sollte, war ich begeistert. Zuletzt habe ich euch vor drei Jahren ihr Buch "Wolkenschloss" vorgestellt. Als ich ihr neues Buch "Vergissmeinnicht" schließlich in der Hand hielt, schmolz ich regelrecht dahin. Schon die Optik ist hinreißend und detailreich und passt so gut zu der Autorin und ihren bisher bereits erschienenen Büchern. Aber auch die Story ist wieder absolut spannend und magisch, wenn auch irgend wie ganz anders. Ich tappte lange im Dunkeln, habe immer noch nicht alles erschließen können und bin nun so gespannt auf die Folgebände, welche leider noch ein wenig auf sich warten lassen (Band 2 erscheint 2022, Band 3 erscheint 2023). Kerstin Gier hat wieder eine mitreißende, witzige und mysteriös-magische Geschichte erschaffen, die so komplex ist, dass man sie nicht so leicht durchschaut.

Die Autorin:
Kerstin Gier (geboren 1966) veröffentlichte 1995 ihr erstes Buch. Inzwischen sind einige Jugend-, Frauen- und Liebesromane entstanden, welche große Erfolge feiern. Die Edelsteintrilogie ("Rubinrot" 2009, "Saphirblau" 2010 und "Smaragdgrün" 2010) wurde bereits verfilmt. Auch ihre Silbertrilogie ist ein internationaler Bestseller.

Inhalt:
„Er ist cool, smart und beliebt. Sie entstammt der verhassten Nachbarsfamilie, hat eine Vorliebe für Fantasyromane und ist definitiv nicht sein Typ. Doch als Quinn eines Nachts von gruseligen Wesen verfolgt und schwer verletzt wird, sieht er Dinge, die nicht von dieser Welt sein können. Nur – wem kann man sich anvertrauen, wenn Statuen plötzlich in schlechten Reimen sprechen und Skelettschädel einem vertraulich zugrinsen? Am besten dem Mädchen von gegenüber, das einem total egal ist. Dass er und Matilda in ein magisches Abenteuer voller Gefahren katapultiert werden, war von Quinn so allerdings nicht geplant. Und noch viel weniger, sich unsterblich zu verlieben …“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Das Cover ist unheimlich liebevoll und detailreich gestaltet. Vor schwarzem Hintergrund finden wir hier florale und verschnörkelte Muster, einen Totenschädel mit Flügeln, magische Wesen mit Flügeln und den Mond. Inmitten dieser nächtlichen Atmosphäre prangt der Titel, darunter auf einem Banner verwoben in die Blumen der Untertitel. Fährt man mit den Fingern über den Umschlag, so kann man die floralen Muster in das Papier geprägt spüren. Der Schnitt ist blau gefärbt und entfernt man den Schutzumschlag, so scheinen wir in das Weltall mit all seinen Planeten und Sternen zu schauen, die vor einem blauen Hintergrund erscheinen. Auch das Vorsatzpapier ist mit einem Mandala versehen und scheint einen ins Buch hineinzuziehen.

Kerstin Gier hat einen unheimlich mitreißenden Erzählstil. Sie erzählt die Geschichte in der ich-Form abwechselnd aus Quinns und Matildas Perspektive. Ich habe die beiden und auch einige Nebenprotagonisten sofort ins Herz geschlossen. Quinn der nach außen hin so cool wirkt, ist eigentlich ein Softie, während Matilda gar nicht das bibeltreue Mädchen von nebenan, sondern eine regelrechte Rebellin ist. Die beiden führen unheimlich tolle Dialoge und ich musste bei vielen Episoden herzhaft lachen. Hin und wieder lief aber auch die ein oder andere Träne, denn trotz der magischen Geschichte hat de Story unheimlich tiefsinnige Momente. Wie Quinn mit seinem geschwächten Körper nach dessen Unfall umzugehen lernt, und wie Matilda ihren eigenen Weg versucht zu beschreiten, trotz der oftmals übergriffigen Familienmitglieder, war sehr berührend beschrieben.

Ab und zu hat mich die Story an die Silber-Trilogie erinnert und auch die Edelstein-Trilogie findet Erwähnung im Buch. Und dennoch ist "Vergissmeinnicht" so ganz anders als die beiden genannten Reihen. Es war erfrischend zu sehen, dass der männliche Charakter mal nicht von allem eine Ahnung hat und alles in die Hand nimmt. Hier ist Mathilda ebenbürtig und genauso am Fortgang der Story beteiligt wie Quinn. Allerdings muss ich sagen, dass die Liebesgeschichte der beiden noch nicht so episch und unsterblich wirkt, wie man es von anderen Charakteren der Autorin kennt. Die Beziehung der beiden ist noch ausbaufähig und ich bin gespannt, welchen Weg die beiden noch einschlagen müssen und was dort alles für Abenteuer auf sie warten.

"Vergissmeinnicht" ist ein schöner Auftakt, der einen in eine ganz neue Welt voller Mythen und Magie entführt. Wir lernen tolle Charaktere kennen. Es gibt aber auch ein paar wirklich ätzende Protagonisten, die wiederum oft für Lacher sorgen und das Zusammenspiel von Quinn und Matilda unterstreichen. Obwohl ich das Buch in kürzester Zeit verschlungen habe und wirklich Spaß an der Geschichte hatte, ist hier noch ein klein wenig Luft nach oben, weshalb ich 4,5 von 5 Sternen vergebe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.10.2021

Ein Jugendbuch für mehr Selbstliebe und Akzeptanz!

Meine Augen sind hier oben
0

Die Autorin Laura Zimmermann hat mit ihrem Debütroman "Meine Augen sind hier oben" ein sehr emotionales und überaus wichtiges Buch zum Thema Bodyshaming und Bodypositivity geschaffen und weist gleichzeitig ...

Die Autorin Laura Zimmermann hat mit ihrem Debütroman "Meine Augen sind hier oben" ein sehr emotionales und überaus wichtiges Buch zum Thema Bodyshaming und Bodypositivity geschaffen und weist gleichzeitig auf ein in mehrfacher Hinsicht schwerwiegendes Problem junger Frauen hin. Die Hauptprotagonistin Greer hat in sehr kurzer Zeit ein enormes Brustwachstum durchlebt und muss nun mit den daraus resultierenden Problemen (psychisch wie physisch) fertig werden. Dieses Buch sollte nicht nur von Betroffenen gelesen werden, sondern von der breiten Masse.

Die Autorin:
Laura Zimmermann ist eine amerikanische Autorin, die oft bei gemeinnützigen Veranstaltungen erzählend auf den Bühnen unterwegs ist. Sie lebt mit ihrer Familie in Minneapolis. Bei dem Jugendbuch "Meine Augen sind hier oben" (2020) handelt es sich um ihr Jugendbuchdebüt.

Inhalt:
„Wenn Greer nur in ihrem Kopf leben könnte, wäre vieles leichter. Sie könnte sich darauf konzentrieren, in Mathe zu glänzen oder Streitgespräche zwischen ihrer besten Freundin und … na ja, fast jedem, zu schlichten. Sie müsste sich keine Sorgen darüber machen, welches Shirt, geschweige denn, welchen BH sie beim Schulsport anzieht, oder wie sie beim nächsten blöden Kommentar über ihre Brüste nicht in Tränen ausbricht. Aber so ganz ohne Körper könnte sie auch niemals mit dem charmanten Jackson Karamellschnecken essen, ihr Talent für Volleyball entdecken und nie Teil dieses unglaublichen Teams werden, das ihr so viel Rückhalt gibt.“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Das Cover ist unheimlich gut gelungen, denn es ist wie aus der Geschichte entsprungen und lässt einen sofort auf den Inhalt der Story schließen. Außerdem finde ich es super, wie hier mit der Position des Titel gespielt wird (die Sprechblase vor der Brust) und gleichzeitig sind keine Augen auf dem Cover zu sehen, auf welche man stattdessen blicken könnte. Auch der graue Pullover spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte, wobei ich ihn mir definitiv größer und schlabberiger vorgestellt habe. Aber hier spielt wohl auch ein wenig die Ästhetik des Bildes mit.

Die Autorin schlägt einen lockeren und jugendlichen Ton an. Gleichzeitig war ich oft zutiefst darüber bestürzt, mit welch schlimmen Worden Greer ihren eigenen Körper beschreibt. Da ist beispielsweise von Hupen, Monobusen oder Donna und Doria die Rede. Aber ich denke, das trifft die Gedankenwelt jener betroffenen Mädchen äußerst gut. Es geht hier nämlich um das Mädchen, oder vielmehr die junge Frau, Greer, die mit ihrer enorm großen Oberweite zu kämpfen hat. Und das in vielerlei Hinsicht, nicht nur die verletzenden Sprüche der Klassenkameraden (Bodyshaming lässt grüßen) beschäftigen sie, auch im tägliche Leben, beim Sporttreiben, dem Umgang mit Schmerzen oder der Suche nach passender Kleidung wird Greer immer wieder vor neue Hürden gestellt. Und durch all jene Gegebenheiten leidet ihr Selbstwertgefühl so sehr, dass sie sich in zu großer Kleidung versteckt und sogar die körperliche Nähe zu Jackson für unmöglich erachtet.

Gleichzeitig drehen sich Greers Gedanken so viel um ihre eingehen Probleme, dass sie jene ihrer Freunde als weniger schwerwiegend empfindet und somit auch den ein oder anderen vor den Kopf stößt. Hier war es unheimlich schön mitzuerleben, wie Greer sich verändert, mehr nach außen blickt und erkennt, dass jeder einen einzigartigen Körper hat. Es gibt immer etwas, was in der Gesellschaft als nicht ideal angesehen wird. Außerdem ist nicht nur der Körper wichtig, sondern auch die Seele.

Zu guter Letzt habe ich mich nur noch gefragt, ob es den angesprocheneren Super-BH tatsächlich gibt, und wenn ja, wo man ihn herbekommt. Meine Recherche ergab da leider keinen Treffer. Sollte es ihn tatsächlich geben wäre ein Hinweis im Buch wirklich Gold wert.

"Meine Augen sind hier oben" ist ein sehr gefühlvoller und wichtiger Roman über Bodyshaming und Bodypositivity, welcher auch sehr gut im Schulunterricht durchgenommen werden könnte. Mobbing aufgrund von körperlicher Andersartigkeit ist heute überall zu finden. Die Autorin geht sehr sensibel mit der Thematik um, zeigt aber auch gleichzeitig, dass man als Opfer auch einen Blick nach außen auf die Umwelt werfen sollte. Denn zum Einen ist man nicht allein, zum Anderen trägt jeder sein Päckchen mit sich herum. Ich konnte Greers Gedanken und Gefühle sehr gut nachempfinden, da auch ich jene Problematik kenne. So kann ich das Buch auch guten Gewissens und mit einer gewissen Dringlichkeit weiterempfehlen, denn viel zu oft sind Betroffene Mädchen oder Frauen ganz alleine mit diesem Problem oder werden einfach nicht ernst genommen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.09.2021

Ein wahrer Schatz für Weltraumfans!

Der kleine Major Tom. Band 1: Völlig losgelöst
0

Wer kennt ihn nicht, den Weltbekannten Song „Major Tom“ von Peter Schilling? Daraus ist, bereits vor ein paar Jahren, eine Kinderbuchreihe entstanden, die Kindern alle möglichen Themen rund um das Weltall ...

Wer kennt ihn nicht, den Weltbekannten Song „Major Tom“ von Peter Schilling? Daraus ist, bereits vor ein paar Jahren, eine Kinderbuchreihe entstanden, die Kindern alle möglichen Themen rund um das Weltall und die Raumfahrt näher bringt. Bernd Flessner und Stefan Lohr schreiben und Illustrieren die Geschichte um den kleinen Major Tom, einem Jungen, der mit seiner Freundin auf einer Weltraumstation wohnt und allerlei Abenteuer erlebt.

Der Autor, der Illustrator und der Ideengeber:
Bernd Flessner (geboren 1857) schreibt Bücher für Erwachsene und für Kinder. In seiner Freizeit kocht er gerne, außerdem interessiert er sich für die Raumfahrt und das Weltall.
Stefan Lohr (geboren 1972) lebt in Ravensburg und illustriert Bücher für Kinder. Er ist großer Fan von Achterbahnen.
Peter Schilling ist Sänger und Songschreiber und hatte die Idee mit einer Kinderbuchreihe sein weltbekanntes Lied „Major Tom“ (1982) weiterzuerzählen, was durch seine Bekanntschaft mit dem Autor Bernd Flessner umgesetzt werden konnte. Vor seinen Konzerten setzt er sich gerne mit Kindern zusammen und tauscht sich über den Weltraum aus.

Inhalt:
„Willkommen an Bord der Raumstation Space Camp 1! Der kleine Major Tom und seine Freunde Stella und Plutinchen sind das erste Mal ganz auf sich allein gestellt. Doch die drei haben nicht lange Zeit, entspannt die Aussicht auf die Erde zu genießen – Weltraumschrott bedroht die Raumstation!
Ein atemberaubendes Abenteuer ergänzt durch jede Menge Sachwissen sorgt für galaktisch spannende Unterhaltung.
Wie lebt es sich an Bord einer Raumstation?
Seit wann gibt es eigentlich Weltraumschrott?
Wie funktioniert Schwerelosigkeit?“
(Klappentext)

Kritik und Fazit:
Schon das Cover begeistert mich absolut. Tom und seine Freundin Stella schweben mit der Weltraumkatze Plutinchen im All. Unter ihnen sieht man die Raumstation. Damit ist gleichzeitig eine Szene der Geschichte wunderbar eingefangen worden. Der Titel erscheint auf einer Art Display oder Bildschirm, wie man sie aus der Raumfahrt kennt. Die Farben sind hauptsächlich in Blau gehalten.

Mit der etwas größeren Schrift eignet sich das Buch für Erstleser und bietet einen schnellen Leseerfolg. Aber auch jüngere Kinder haben Spaß daran, diese Geschichte vorgelesen zu bekommen. Bernd Flessner schlägt einen gut verständlichen Ton an. Begleitet wird der Text von einigen farbigen Illustrationen, welche einen tollen Einblick in das Leben auf einer Raumstation ermöglichen.

Ganz spielerisch werden wichtige Themen in die Geschichte verwoben. Was ist Schwerelosigkeit? Worauf muss man achten, wenn man in der Schwerelosigkeit lebt? Wieso fliegt im Weltraum so viel Müll herum und was könnte man dagegen tun? So lernen bereits die Kleinsten einiges über den Weltraum und die Raumfahrt, können dabei aber auch gleichzeitig einer spannenden Geschichte folgen.

"Der kleine Major Tom – Völlig losgelöst" (der erste Band der Reihe) hat uns von Anfang bis Ende absolut überzeugen können. Wir werden sicherlich noch die Folgebände lesen, denn es sind bereits 14 Bände in der Reihe erschienen. Eine absolute Leseempfehlung für alle Kinder die sich für das Weltall oder die Raumfahrt interessieren.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.09.2021

Ein magisches Tagebuch und eine Reise in die schottischen Highlands!

Verliebt in ein Tagebuch
0

Die Autorin der "Magic Maila" Bücher ist mit einem neuen Buch zurück. In "Verliebt in ein Tagebuch" geht es magisch, mythisch und romantisch zu und wir werden nach Schottland in die Highlands entführt, ...

Die Autorin der "Magic Maila" Bücher ist mit einem neuen Buch zurück. In "Verliebt in ein Tagebuch" geht es magisch, mythisch und romantisch zu und wir werden nach Schottland in die Highlands entführt, um an den aufregenden Abenteuer der dreizehnjährigen Aleen teilhaben zu können.

Die Autorin:
Marliese Arold (geboren 1958) arbeitete als Bibliothekarin, bevor sie begann, als Autorin tätig zu werden. Seit 1983 veröffentlicht sie ihre Werke. Ihre Bücher erschienen in über 20 Ländern. Sie lebt mit ihrem Mann in Erlenbach am Main, hat zwei erwachsene Kinder und ein Enkelkind.

Inhalt:
„Ein sprechendes Tagebuch?
Die dreizehnjährige Aleen traut ihren Augen nicht. Ihr neues Notizbuch, das sie von ihrer Großtante zum Geburtstag geschenkt bekommen hat, antwortet plötzlich auf ihre Einträge. Schnell wird klar, dass im Tagebuch ein Junge gefangen ist. David. Und der mischt sich auf so aufregende Weise in ihr Leben ein, dass Aleen sich unweigerlich in ihn verliebt. Doch David braucht ihre Hilfe, und ehe Aleen sich versieht, ist sie mittendrin in einem magischen Abenteuer. Ohne zu zögern reist sie nach Schottland – wo alles seinen Anfang genommen hat – und setzt alles aufs Spiel, um David zu retten.“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Das Cover gibt uns in mehrfacher Hinsicht einen Blick in die Geschichte. David ist in genau so einem roten Tagebuch mit Schließe gefangen, wie dieses Buch daher kommt. Durch ein Guckloch erhaschen wir einen Blick auf ein Auge, jene Szene findet auch in der Geschichte ihren Ausdruck. Außerdem ist das Buch mit Blumenranken und magischen Symbolen versehen, welche auf die schottische Mythologie verweisen. Somit trifft das Cover genau meinen Geschmack und es hätte wohl kaum besser die Geschichte in einem einzigen Bild einfangen können.

Marliese Arold lässt uns sofort mitten in Aleens Leben springen und so treffen wir nach einem kurzen Tagebucheintrag direkt auf sie und ihren Vater, als dieser ihr ein verspätetes Geburtstagsgeschenk ihrer in Schottland lebenden Großtante überreicht. Und schon hält Aleen das magische Tagebuch in der Hand, um welches es sich in der Geschichte drehen wird.

Aleen ist ein recht selbstbewusstes Mädchen, welches kaum ängstlich auftritt und schnell wieder ins Gleichgewicht kommt, wenn es mal etwas holprig in ihrem Leben vor sich geht. So ist sie auch sofort Feuer und Flamme David zu helfen, obwohl er sich oft kryptisch ausdrückt, von Gefahren schreibt und ihr immer wieder einen Stich ins Herz versetzt. Dann geht alles aber recht schnell und die Geschichte nimmt Fahrt auf. Es wird gefährlich und Aleen stellt sich jenen Gefahren mit großem Mut.

Ich hätte mir hier und da noch ein wenig mehr Tiefe gewünscht. Aleen verliebt sich etwas zu schnell in David, der ja kaum etwas von sich preis gibt und sie oftmals eher erzürnt, als erfreut. Außerdem hätte ich gerne noch mehr über die schottische Mythologie erfahren und auch eine detailliertere Beschreibung der unverwechselbaren und sehr beeindruckenden Landschaft Schottlands, hätte der Geschichte vielleicht noch mehr Magie verliehen.

"Verliebt in ein Tagebuch" ist ein schönes Buch, welches sich an Kinder ab 10 Jahren richtet. Ich kann es all jenen empfehlen, die gerne kurze und prägnante Geschichten lesen, sich nicht so gerne in Details verlieren und somit schnell und leicht der Geschichte folgen möchten. Marliese Arold hat eine leichte und dabei etwas aufregende Story kreiert, welche hoffentlich noch ein paar Folgebände bereithält, denn die Geschichte ist definitiv noch nicht zu Ende erzählt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.09.2021

Leckere Rezeptideen mit ganz viel süßem Honig!

Die kleine Hummel Bommel – Alles mit Honig!
0

Heute habe ich mal wieder ein hummeliges Buch für euch im Gepäck. Diesmal aber keine Geschichte um die Kleine Hummel Bommel, sondern ein Buch voller Rezepte für Honigfans. Von Frühstücksbrot, über Smoothies, ...

Heute habe ich mal wieder ein hummeliges Buch für euch im Gepäck. Diesmal aber keine Geschichte um die Kleine Hummel Bommel, sondern ein Buch voller Rezepte für Honigfans. Von Frühstücksbrot, über Smoothies, Salat, Suppen, Eiscreme bis hin zu Keksen ist alles dabei. Also schwingt die Löffel, bereitet euch leckeren Rezepte zu und genießt die vielfältigen und mit Honig verfeinerten Gerichte.

Die Autorinnen und die Illustratorin:
Britta Sabbag (geboren 1978) studierte Sprachwissenschaften, Psychologie und Pädagogik. Sie verfasste bereits Romane, Kinder- und Jugendbücher sowie Bilderbücher. Außerdem schreibt sie Songs und Drehbücher.
Maite Kelly (geboren 1979) ist Sängerin und Entertainerin und durch ihre Familie, die Kelly Family, weltweit bekannt. Sie ist außerdem Komponistin, Texterin und Schauspielerin und hat ihre eigene Modelinie.
Joëlle Tourlonias (geboren 1985) studierte Visuelle Kommunikation. Seit 2009 arbeitet sie als selbstständige Illustratorin in der Nähe von Frankfurt am Main. Ihr Stil hat einen hohen Wiedererkennungswert.


Inhalt:
„Das erste Kochbuch mit allen Lieblingsrezepten von Hummel Bommel
Wie jede kleine Hummel in der Bilderbuchwelt liebt Bommel alles mit Honig! Für euch hat Bommel alle hummelig leckeren Leibgerichte aus dem Hummelversum aufgeschrieben, ganz einfach zum Nachmachen für Groß und Klein. Könnt ihr euch zum Beispiel vorstellen, wie hummelig lecker Honig-Eis schmeckt? Oder Ricardos Lieblings-Möhren-Ingwer-Honigsuppe und Gisela Grilles Gute-Laune-Honig-Drink?
Da ist für jeden was dabei!“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Schon das Cover lädt zum Kochen und Backen ein. Inmitten von Küchenutensilien und Lebensmitteln (vor allem natürlich Honig) steht die kleine Hummel Bommel mit Schürze, Kochmütze und Kochlöffel bewaffnet, bereit uns Leser mitzunehmen, in die Küche, um leckere Gerichte mit viel Honig zu bereiten.

Auf 48 Seiten finden wir 29 Rezepte rund um die Zutat Honig. Sie sind äußerst vielfältig und in die drei Kategorien Frühstück, Hauptgerichte sowie Nachspeisen & Süßes für Zwischendurch unterteilt. Während das Frühstück eine eher übersichtliche Anzahl von fünf Gerichten parat hält, fährt die kleine Hummel Bommel in den anderen beiden Kategorien ordentlich mit je 12 Gerichten auf.

Die Gerichte sind alle durch Illustrationen dargestellt und wir finden einige Zeichnungen der beliebten Protagonisten aus der Hummel Bommel Welt. Sie sind bunt und liebevoll gestaltet, wie wir es aus den bereits zuvor erschienenen Bücher der Reihe kennen.

Der Schwierigkeitsgrad der Rezepte ist sehr unterschiedlich, während die einen gut für Kinder allein zu kochen sind, sind andere Rezepte durch die vielen Zutaten und das parallele Zubereiten der einzelnen Bestandteile relativ umfangreich und damit schwierig und ohne Hilfe kaum zu bewältigen. Alleine kann man hier die Kinder nicht unbedingt in die Küche schicken, sondern es sollte immer ein Erwachsener zugegen sein. Also ganz anders als beispielsweise die Bücher der Becherküche.

Da das Buch "Die kleine Hummel Bommel – Alles mit Honig" für Kinder ab 4 Jahren geeignet ist, empfinde ich die Rezepte also als zu schwierig, selbst 10-jährige werden hier an ihre Grenzen stoßen, auch wenn sie bereits in der Küche oft alleine unterwegs waren. Es ist daher eher ein Kochbuch mit kindgerechten Rezepten, die aber eher von Eltern zubereitet werden sollten, als von kleineren Kindern. Helfen lassen kann man sich von den Kleinen aber allemal.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil