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Veröffentlicht am 22.05.2026

Popel, Pups und Wissenschaft – Ein Sachbuch, das Kinder zum Lachen bringt

Warum Fische pupsen ...
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Warum stinken Füße eigentlich so extrem und was bitteschön kann man aus den Pupsen von Heringen herauslesen? Wer glaubt, dass Wissenschaft trocken und langweilig sein muss, wird in diesem genialen Kindersachbuch ...

Warum stinken Füße eigentlich so extrem und was bitteschön kann man aus den Pupsen von Heringen herauslesen? Wer glaubt, dass Wissenschaft trocken und langweilig sein muss, wird in diesem genialen Kindersachbuch eines Besseren belehrt. Das Autorinnen- und Illustratorinnen-Duo Alice Harman und Sam Wedelich nimmt uns in ihrem Kindersachbuch "Warum Fische pupsen…" mit auf eine Reise zu den schrägsten Forschungen der Welt. Entstanden ist ein absolut witziges Leseabenteuer, das schon auf den ersten Blick begeistert.

Die Autorin und die Illustratorin:

Alice Harman ist Autorin und Lektorin. Sie hat rund 50 Kindersachbücher geschrieben, die von Klimaschutz und Weltraum bis hin zu Kunst reichen. Ihre Bücher entstehen oft in Zusammenarbeit mit weltbekannten Museen wie dem Metropolitan Museum of Art (New York) oder dem Centre Pompidou (Paris) und laden Kinder dazu ein, die Wunder unserer Welt mit offenen Augen zu entdecken.

Sam Wedelich wuchs in Texas auf und zeichnet, seit sie denken kann, um ihre Gefühle und Erlebnisse festzuhalten. Dass sie ihr visuelles Tagebuch zum Beruf machen durfte, erstaunt sie bis heute ein wenig. Die Illustratorin lebt mit ihrer Familie in den USA.

Inhalt:

Schwimmen wir in Sirup schneller als in Wasser und was verraten uns Heringfurze? Dieses witzige Kindersachbuch stellt 50 der verrücktesten und genialsten Forschungen vor, die mit dem legendären Ig-Nobelpreis gekürt wurden. Die skurrilen Entdeckungen aus dem „Staun-Labor“ sind so packend aufbereitet, dass sie Grundschulkinder ab 7 Jahren erst zum Lachen und dann zum Nachdenken bringen. Ein absolut kurzweiliges Lesevergnügen, das auf humorvolle Weise die pure Lust auf MINT, Wissenschaft und Technik weckt!

Gedanken zum Kindersachbuch:

Schon das Cover dieses außergewöhnlichen Kindersachbuchs ist ein absoluter Hingucker: Vor einem kräftigen blauen Hintergrund schwimmt im Zentrum ein Fisch, der sich anscheinend ganz herrlich schämt. Hinter ihm steigen dicke Luftblasen auf, die bereits neugierig auf den Inhalt machen. Darin verstecken sich nämlich skurrile Motive wie ein Mensch, der auf einer Banane ausrutscht, eine Person, die sich einen dicken Popel aus der Nase rollt, und ein Keks, der in eine Flüssigkeit getunkt wird. Der Titel springt einem in grellgrüner Farbe und runden, dynamischen Buchstaben direkt ins Auge, während der dreifarbige Untertitel das bunte Design perfekt abrundet. Ein Cover, das sofort gute Laune macht!

Im Buch selbst warten 50 bahnbrechende Entdeckungen darauf, erforscht zu werden. Jedes Thema erstreckt sich mal über eine, mal über zwei Seiten. Die Texte sind wunderbar leicht verständlich, kurz und auf den Punkt formuliert. Begleitet werden sie von bunten, kleineren Illustrationen, die die Forschungsthemen humorvoll in Szene setzen.

Ein genialer Gag am Rande: Jedes Thema wird in den Kategorien „albern“, „nützlich“, „eklig“ und „erstaunlich“ auf einer Skala von 1 bis 10 Punkten bewertet. Das ist hilfreich, denn die beschriebenen Forschungsergebnisse sind oft so kurios, dass man sich im ersten Moment unwillkürlich fragt, warum das für unsere Welt überhaupt wichtig sein soll.

Das Buch ist übersichtlich in vier große Themenbereiche gegliedert, die jeweils 13 oder 14 Entdeckungen bereithalten: Komische Tiere, Unser seltsamer Körper, Eine Frage des Geschmacks und Gedanken-Spielchen

Fazit:

In "Warum Fische pupsen…" sind die Inhalte durch den übersichtlichen Aufbau und die kurzen Texte blitzschnell und leicht zu begreifen. Die einladende und farbenfrohe Gestaltung sorgt dafür, dass man das Buch gar nicht mehr weglegen möchte und sofort Lust bekommt, noch tiefer in die Geheimnisse der Wissenschaft einzutauchen. Ein Volltreffer für kleine Entdecker ab 7 Jahren!

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Veröffentlicht am 18.05.2026

Das große Wunder der Liebe in Wort und Bild

Geliebt
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Liebe ist ein großes Wort – und doch ist es oft gerade die Einfachheit, die ihre wahre Kraft offenbart. In ihrem gemeinsamen Werk "Geliebt" gelingt es der Autorin Kerstin Hau und der Illustratorin Sonja ...

Liebe ist ein großes Wort – und doch ist es oft gerade die Einfachheit, die ihre wahre Kraft offenbart. In ihrem gemeinsamen Werk "Geliebt" gelingt es der Autorin Kerstin Hau und der Illustratorin Sonja Wimmer, dieses abstrakte Gefühl in greifbare, lebensnahe und zutiefst berührende Bilder zu übersetzen. Die Verbindung aus fantasievollen Illustrationen und poetischen Textpassagen verwandelt das Buch in einen wahren Schatz. Während die Texte mit wenigen, aber treffsicheren Worten den Kern der jeweiligen Zuneigung treffen, entfalten die Bilder eine eigene Erzählebene, die zum Träumen einlädt und die unsichtbaren Fäden der Liebe sichtbar macht.

Bereits die beiden vorangegangenen Bücher der Reihe "Behütet" und "Getröstet" konnten mit ihrer Einzigartigkeit, der Fantasievollen Bilder und der wunderschönen Worte überzeugen.

Die Autorin und die Illustratorin:

Kerstin Hau (geboren 1974) studierte Media-System-Design an der Hochschule Darmstadt und Fachjournalismus an der Deutschen Fachjournalisten-Schule, Berlin. Sie ist Alumna der Akademie für Kindermedien, Erfurt, und Absolventin des STUBE-Fernkurs Kinder- und Jugendliteratur, Wien. Seit 2015 schreibt sie als freie Autorin für Zeitschriften sowie Buchverlage. 2023 begann sie mit ihrer Arbeit als Trauerbegleiterin für Kinder und Jugendliche.

Sonja Wimmer (geb. 1974) studierte Grafikdesign und Illustration. Seit über 10 Jahren arbeitet sie als freiberufliche Illustratorin für verschiedene Verlage auf der ganzen Welt. In den USA wurden bereits zahlreiche ihrer Bücher mit den verschiedensten Preisen ausgezeichnet.

Inhalt:

Das Bilderbuch zeigt verschiedene Formen der zwischenmenschlichen Zuneigung, von der ersten Bindung als Kind zu Eltern und Freunden bis hin zu partnerschaftlichen Beziehungen im Laufe eines Lebens. Es zeigt die Stärke und Kraft dieser Gefühle anhand farbenprächtiger Illustrationen und poetischer Texte. Lieben und Geliebtwerden sind die Grundfeiler unserer Zufriedenheit.

Gedanken zum Bilderbuch:

Schon beim ersten Blick auf das Buch spürt man die Wärme, die das Werk ausstrahlt. Das Cover in sanften, leuchtenden Rottönen zeigt eine Szene vollkommener Ruhe: Eine Person sitzt mit geschlossenen Augen in zwei zur Schale geformten Händen. Es ist ein Sinnbild für das Gefühl, aufgehoben, sicher und – wie der Titel verrät – geliebt zu sein. Wer das Buch aufschlägt, wird zudem von einer liebevollen Illustration auf dem Vorsatzpapier begrüßt: Zwei Paradiesvögel, die den Leser auf eine Reise durch die Vielfalt menschlicher Zuneigung einstimmen.

Besonders hervorzuheben ist die visuelle Gestaltung durch Sonja Wimmer. Die Illustrationen sind nicht einfach nur Begleitbilder; sie sprühen vor bunten Farben und Lebensfreude. Jede Seite ist erfüllt von einer positiven, hoffnungsvollen Atmosphäre, die das Wunder der Liebe beinahe physisch spürbar macht. Sonja Wimmer versteht es, Emotionen durch ihre Bilder und die Farbwahl zu transportieren, sodass der Leser sich beim Betrachten in einer wohligen Atmosphäre wiederfindet.

Die Textpassagen in diesem Buch begleiten die Leser:innen durch die verschiedenen Lebensphasen des Menschen. Dabei variieren die Texte in ihrer Länge, sind jedoch durchweg verständlich und mit einer tiefen, herzlichen Wärme formuliert. Die Erzählweise wirkt besonders lebensnah, da sie das natürliche Auf und Ab der Liebe zeigt – von der ersten, zarten Verbundenheit bis hin zu den gereiften Beziehungen im Alter. Der Autorin gelingt es, die Komplexität der Liebe in einer poetischen, dabei aber immer zugänglichen Sprache sichtbar zu machen. Jede Episode lädt dazu ein, kurz innezuhalten und sich in den liebevollen Worten wiederzufinden.

Fazit:

"Geliebt" ist ein Buch für Menschen jeden Alters. Es ist ein Plädoyer für die Verbundenheit und ein leuchtendes Beispiel dafür, wie wichtig es ist, sich auf das Wesentliche im Leben zu besinnen. Durch die Kombination aus feinfühliger Sprache und einer lebendigen, farbenfrohen Bildsprache ist hier ein kleines Kunstwerk entstanden, das an trüben Tagen tröstet und an hellen Tagen das Herz noch ein Stück weiter öffnet. Eine berührende Hymne an die Liebe in all ihren Facetten.

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Veröffentlicht am 15.05.2026

Fundiertes Wissen sucht seine Karten

Deutschland
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Das Werk "Deutschland in Karten" verspricht eine innovative Geschichtsschreibung anhand von Karten, bleibt hinter diesem Anspruch jedoch leider zurück. Obwohl das Vorwort eine Abkehr von drögen Nacherzählungen ...

Das Werk "Deutschland in Karten" verspricht eine innovative Geschichtsschreibung anhand von Karten, bleibt hinter diesem Anspruch jedoch leider zurück. Obwohl das Vorwort eine Abkehr von drögen Nacherzählungen ankündigt, bietet das Buch auf 100 Seiten lediglich 14 Abbildungen, was den Lesefluss eher hemmt als fördert. Statt der erwarteten visuellen Aufbereitung, die ich vom Verlag kenne, dominiert hier leider ein textlastiger Ansatz, der die Vermittlung der komplexen Historie Deutschlands eher erschwert. Für einen Verlag, der sonst für grafische Brillanz bekannt ist, ist dieses Ergebnis leider meine erste enttäuschende Überraschung.

Der Verlag:

Die Grundidee von KATAPULT ist ebenso einfach wie genial: Wissenschaft soll für alle zugänglich und verständlich werden – und das mit Hilfe origineller Karten und Grafiken. Nach diesem Prinzip entstehen auch die Bücher des KATAPULT Verlags: Das gesamte Team arbeitet gemeinsam an Recherche, Kartenerstellung, Text, Lektorat und Korrektur. Im Mittelpunkt steht dabei stets die fundierte Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse.
Das Verlagsprogramm umfasst Sachbücher und Atlanten zu aktuellen gesellschaftlichen und politischen Themen, ergänzt durch ausgewählte Romane, kreative Kalender und liebevoll gestaltete Kinderbücher.

Inhalt:

In diesem Buch wird deutsche Geschichte nacherzählt, und anhand von wenigen Karten als dynamischer Prozess visualisiert. Die Reise beginnt bei der Teilung des Frankenreichs im 9. Jahrhundert und zeigt auf, dass das heutige Deutschland nicht bloß das Erbe von Kaiserkronen und Staatsverträgen ist, sondern ein Mosaik aus Zufällen, Krisen und kulturellen Umbrüchen. Stattdessen beleuchtet das Werk, wie auch Seuchen, technischer Fortschritt und sogar folgenschwere menschliche Versprecher die Grenzen und die Identität des Landes geformt haben. Ein Abriss über den Zufall und die Komplexität unserer Herkunft.

Gedanken zum Sachbuch:

Der Titel und die Ankündigung dieses Bandes wecken klare Erwartungen: Eine Geschichte Deutschlands, die sich über die visuelle Kraft von Karten erschließt. Doch wer hier einen innovativen Geschichtsatlas erwartet, wird leider enttäuscht. Auf rund 100 Seiten finden sich gerade einmal 14 Abbildungen bzw. Karten – für ein Werk, das verspricht, Geschichte „mit Karten zu schreiben“, ist das schlichtweg zu wenig.

Dabei gibt sich das Vorwort noch ambitioniert und verspricht, keine „dröge“ Nacherzählung zu sein. Doch genau hier liegt das Problem: Durch den Mangel an visualisierenden Elementen wird der Text eben doch zu jener zähen Lektüre, die man eigentlich vermeiden wollte. Ich hatte erhebliche Mühe, den Inhalten zu folgen und sie ohne die grafische Unterstützung zu verinnerlichen. Auch fehlte es mir am gewohnten Humor und Sarkasmus, die den Verlag so besonders machen.

Besonders enttäuschend ist, dass das Buch damit nicht das einlöst, was man von Katapult normalerweise gewohnt ist. Statt eines modernen, grafisch aufbereiteten Zugangs dominiert hier ein großer Textumfang. Wer gehofft hat, die komplexe Identität Deutschlands – von der Reichsteilung über den Mauerfall bis heute – durch anschauliche Karten leichter zu begreifen, wird hier leider nicht fündig. Ein Buch, das deutlich hinter seinen Möglichkeiten und seinem eigenen Anspruch zurückbleibt.

Fazit:

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass "Deutschland in Karten" zwar eine fundierte Zusammenfassung der Geschichte bietet und erkennbar auf einer tiefgreifenden Recherche basiert, die Erwartungen an eine visuelle Vermittlung jedoch enttäuscht. Trotz des Versprechens einer modernen Aufbereitung verlieren sich die wenigen Abbildungen in einer unerwarteten Textlastigkeit, die den Lesefluss eher hemmt als unterstützt. Letztlich bietet das Werk zwar inhaltliche Substanz, bleibt aber aufgrund der spärlichen kartografischen Umsetzung deutlich hinter dem zurück, was der Titel verspricht und was man von diesem Verlag gewohnt ist.

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Eine Reise durch längst vergangene Welten

Urwelten. Eine illustrierte Entdeckungsreise durch die Erdgeschichte
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Wie sah unsere Erde eigentlich aus, lange bevor Menschen sie betraten? Welche Tiere lebten in längst verschwundenen Landschaften, welche Pflanzen prägten die Welt – und welche Spuren davon lassen sich ...

Wie sah unsere Erde eigentlich aus, lange bevor Menschen sie betraten? Welche Tiere lebten in längst verschwundenen Landschaften, welche Pflanzen prägten die Welt – und welche Spuren davon lassen sich heute noch finden?

"Urwelten – Eine illustrierte Entdeckungsreise durch die Erdgeschichte" von Thomas Halliday nimmt junge Leser:innen mit auf eine Reise durch 550 Millionen Jahre Erdgeschichte. Nachdem Urwelten bereits in der Ausgabe für Erwachsene viele Menschen begeistert hat, macht diese illustrierte Fassung die Geschichte des Lebens nun auch für ein jüngeres Publikum zugänglich. Dabei geht es nicht einfach nur um Dinosaurier oder Mammuts, sondern um ganze Lebensräume, vergangene Ökosysteme und die spannende Frage, wie sich unsere Welt über unvorstellbar lange Zeiträume verändert hat.

Die Autor und der Illustrator:

Thomas Halliday beschäftigt sich als Paläontologe und Evolutionsbiologe mit der Geschichte des Lebens auf der Erde. An der Universität von Birmingham ist er im Rahmen eines Leverhulme Early Career Fellowship tätig; zudem arbeitet er mit dem Natural History Museum zusammen. Für seine wissenschaftliche Arbeit und sein Schreiben wurde er mehrfach ausgezeichnet: 2016 erhielt er die John C. Marsden Medal der Linnean Society, 2018 ging er als Gewinner aus der Hugh Miller Writing Competition hervor. Bei Hanser erschien 2022 Urwelten. Eine Reise durch die ausgestorbenen Ökosysteme der Erdgeschichte.

Gavin Scott hat schon früh seine Begeisterung für die Natur zeichnerisch festgehalten und später Natural History Illustration an der Bournemouth Arts University studiert. Heute lebt er mit seiner Familie in Somerset. Abseits seiner Arbeit als Illustrator verbringt er seine Zeit gern beim Klettern oder unternimmt Fahrten mit seinem alten Triumph-Motorrad.


Inhalt:

„Eine atemberaubende Reise durch die Erdzeitalter: Thomas Hallidays Weltbestseller »Urwelten« jetzt illustriert für junge Leser:innen

In diesem spektakulär illustrierten Buch reisen wir rückwärts durch 550 Millionen Jahre Erdgeschichte und besuchen die erstaunlichen Welten der Vergangenheit. Wir entdecken Pflanzen, Bäume und Tiere, die in einer Zeit lebten, die sich sehr von unserer unterscheidet. Wir beobachten Dinosaurierherden, die donnernd durch dichte Wälder stürmen. Wir begleiten grasende Wollhaarmammuts und tauchen hinab ins Meer zu Riffen aus Glasschwämmen. Wir begegnen Höhlenlöwen, Dodos und den ersten Menschen. Und wir erforschen die Spuren, die sie hinterlassen haben. Kommt mit auf eine atemberaubende Reise durch die Erdzeitalter vom Pleistozän vor 20.000 Jahren bis zum Ediacarium vor 550 Millionen Jahren!“ (Produktbeschreibung)

Gedanken zum Buch:

Bevor die eigentliche Zeitreise beginnt, schafft das Buch zunächst eine verständliche Grundlage. Es erklärt, wie wir überhaupt etwas über vergangene Zeiten wissen können, welche Rolle Gesteine und Fossilien spielen und was hinter Begriffen wie Evolution steckt. Auch die gewaltigen Zeiträume werden durch eine übersichtliche Zeitskala greifbarer gemacht – etwas, das besonders für jüngere Leser:innen hilfreich ist.

Anschließend führt das Buch Schritt für Schritt durch verschiedene Erdzeitalter. Jede Epoche erhält dabei ihren eigenen Raum und wird anhand konkreter Orte, Lebensräume und Lebewesen vorgestellt. Besonders spannend fand ich die Karten, die zeigen, wo sich diese Orte damals befanden – und wo sie heute liegen. Dadurch wird sehr anschaulich, wie stark sich unsere Erde im Laufe der Zeit verändert hat.

Gut gefallen hat mir auch, dass nicht nur einzelne Tiere im Mittelpunkt stehen, sondern ganze Lebensräume betrachtet werden. So entsteht ein viel umfassenderes Bild davon, wie Pflanzen, Tiere, Klima und Landschaft miteinander verbunden waren. Man bekommt ein Gefühl dafür, dass Erdgeschichte nicht nur aus großen Ereignissen besteht, sondern aus vielen kleinen Zusammenhängen, die ineinandergreifen.

Die Illustrationen spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie sind detailreich, farbenfroh und oft großflächig angelegt. Viele Seiten wirken fast wie kleine Panoramen vergangener Welten. Immer wieder laden sie dazu ein, länger zu verweilen und kleine Details zu entdecken. Dadurch entsteht ein lebendiger Eindruck von Landschaften, Tieren und Pflanzen, die man sich sonst nur schwer vorstellen kann.

Auch der Schreibstil unterstützt diesen Zugang sehr gut. Die Texte sind in überschaubare Abschnitte gegliedert und verständlich formuliert. Neben erzählerischen Passagen gibt es immer wieder erklärende Einschübe, die Zusammenhänge vertiefen, ohne zu überfordern. Ein Glossar am Ende hilft zusätzlich dabei, unbekannte Begriffe nachzuschlagen.

Besonders schön finde ich, dass das Buch Wissen nicht trocken vermittelt, sondern immer wieder neugierig macht. Es lädt dazu ein, Fragen zu stellen, genauer hinzuschauen und Zusammenhänge zu entdecken. Gleichzeitig zeigt es, wie eng unsere heutige Welt mit der Vergangenheit verbunden ist – und dass vieles, was uns heute selbstverständlich erscheint, eine lange Geschichte hat.

Insgesamt entsteht so eine gelungene Mischung aus Wissen, Erzählung und visueller Gestaltung. Man merkt, dass das Buch nicht nur informieren, sondern auch zum Staunen und Entdecken anregen möchte.

Fazit:

"Urwelten" ist ein beeindruckendes Sachbuch für junge Entdecker:innen, das Erdgeschichte greifbar macht und vergangene Welten eindrucksvoll vor Augen führt. Die Mischung aus Sachwissen, erzählerischen Momenten, Karten und großflächigen Illustrationen macht das Buch abwechslungsreich und besonders anschaulich.

Für mich ist es ein Buch, das weit über reine Wissensvermittlung hinausgeht. Es zeigt, wie vielfältig, wandelbar und faszinierend unsere Erde über Millionen von Jahren hinweg gewesen ist – und vermittelt dabei ein eindrucksvolles Gefühl dafür, wie klein unser eigener Abschnitt in dieser gewaltigen Geschichte eigentlich ist.

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Veröffentlicht am 08.05.2026

Weibliches Wirken zwischen Nomadenleben und Mythos

Die Frau als Mensch 2
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Nach dem Erfolg von "Die Frau als Mensch – Am Anfang der Geschichte", in dem Ulli Lust unser Verständnis der Menschheitsgeschichte aus einer weiblichen Perspektive neu geordnet hat, legt sie mit "Die Frau ...

Nach dem Erfolg von "Die Frau als Mensch – Am Anfang der Geschichte", in dem Ulli Lust unser Verständnis der Menschheitsgeschichte aus einer weiblichen Perspektive neu geordnet hat, legt sie mit "Die Frau als Mensch – Schamaninnen" nun den zweiten Band ihrer Sachcomicreihe vor. Schon der erste Teil erforderte volle Aufmerksamkeit und ließ sich kaum ‚zwischen Tür und Angel‘ konsumieren; der Folgeband jedoch legt die Messlatte in puncto Komplexität noch einmal ein Stück höher.

Die Autorin und Illustratorin:

Ulli Lust (geboren 1967) ist eine österreichische Comiczeichnerin sowie Illustratorin. Ihr Comic "Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens“ (erschienen im avant-verlag) erhielt international viel Aufmerksamkeit und wurde mit dem Ignatz Award sowie dem Los Angeles Times Book Award ausgezeichnet. Sie illustrierte außerdem "Flughunde" (nach dem Roman von Marcel Beyer) und "Wie ich versuchte, ein guter Mensch zu sein". 2025 erschien ihr Sachcomic "Die Frau als Mensch: Am Anfang der Geschichte". Als erster Comic überhaupt wurde er mit dem Deutschen Sachbuchpreis ausgezeichnet. 2026 erscheint der Folgeband "Die Frau als Mensch 2: Schamaninnen". Ulli Lust unterrichtet außerdem Zeichnung und Comic an der Hochschule Hannover.

Inhalt:

Ulli Lust setzt ihre umfassende Erforschung der weiblichen Rolle in der Kulturgeschichte mit dem zweiten Band der Reihe „Die Frau als Mensch“ fort. In „Die Frau als Mensch – Schamaninnen“ begleiten die Leser:innen eine nomadische Gruppe auf ihrem Weg in das Winterlager, wobei Themen wie Geburt, Tod und die spirituelle Bedeutung von Artefakten im Zentrum stehen. Dabei hinterfragt die Autorin gängige Deutungen und lotet die Verbindung zwischen schamanischen Praktiken und weiblicher Schöpfungskraft aus.

Gedanken zum Sachcomic:

Inhaltlich führt uns die Autorin tief in die Welt des Glaubens, des Schamanentums und in die Lebensrealität von Nomaden. Im Zentrum steht die Frage nach der immer wieder auftauchenden Abbildung von Frauen in Form von Figuren und welche Schlüsse sich daraus ziehen lassen: Wie lebten sie, wie gestalteten sich Schwangerschaft, Geburt und Tod jenseits der patriarchalen Geschichtsschreibung?

Ulli Lust gelingt es erneut, diese Themen mit ihrer grafischen Darstellung zu verbinden und besonders die Schilderung des nomadischen Lebens bietet faszinierende Einblicke in Gesellschaftsformen, die uns heute fern scheinen. Die Protagonistin ist hier nicht die einzelne Heldin, sondern die Gemeinschaft und ihr Alltag.

Leider fiel es mir auch im zweiten Band eher schwer, dem roten Faden zu folgen. Er scheint sich fast ausschließlich über den einen Erzählstrang der beobachteten Nomadengruppe zu zeigen, was die eingeschobenen Schilderungen sprunghaft erscheinen lässt. Ein zentrales Problem war für mich außerdem der stark wiederholende Charakter des Werkes. Nicht nur thematisch, sondern auch bei einzelnen Textpassagen die man gefühlt schon ein paar Male gelesen hat. Diesen Eindruck konnte ich auf den Seiten 219 und 221 dann definitiv bestätigen. Dies wirft für mich die Frage auf, ob eine Straffung des Inhalts zielführender gewesen wäre. Denn immer wieder gestaltete sich der Lesefluss etwas zäh. Man ertappt sich dabei, wie man über Fakten und Beobachtungen hinwegliest, in der Hoffnung, auf neue Impulse zu stoßen.

Fazit:

"Die Frau als Mensch – Schamaninnen" ist ein grafisch anspruchsvolles Werk, das ein wichtiges Thema behandelt. Dennoch erreicht es mich nicht mehr so recht. Wer sich auf eine teils fragmentarische Reise durch die Geschichte der Schamaninnen einlassen möchte, wird durch die vielen Bilder belohnt. Wer eine strukturierte Aufbereitung der Thematik erwartet, könnte an der repetitiven Erzählweise ermüden. Ein Buch, das zweifellos viel zu sagen hat – das aber diesmal deutlich mehr Geduld von mir einfordert. Sollte die Reihe weitergehen, werde ich sie wohl eher nicht weiter verfolgen.

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