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Veröffentlicht am 05.11.2019

Zauberhafte Advents- und Weihnachtszeit

Die schönsten Weihnachtsmärchen
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Ich liebe die Adventszeit, ich liebe Weihnachten und vor allem liebe ich Geschichten, die in diese Zeit passen. Mit „Die schönsten Weihnachtsmärchen“ konnte ich in diesem Jahr einen ganz besonderen Glückstreffer ...

Ich liebe die Adventszeit, ich liebe Weihnachten und vor allem liebe ich Geschichten, die in diese Zeit passen. Mit „Die schönsten Weihnachtsmärchen“ konnte ich in diesem Jahr einen ganz besonderen Glückstreffer landen. Die Illustratorin Anne Bernhardi hat eine Auswahl alter Märchen in diesem Buch vereint und mit wunderschönen Bildern zu einem ganz besonderen Schmuckstück werden lassen.
Mich haben Märchen immer verzaubert und der alte Schreibstil hat mich weit in die Vergangenheit zurückversetzt. Da gibt es neben bekannten Märchen wie das von dem Mädchen mit den Schwefelhölzchen auch mehrere, die für mich neu sind – zum Beispiel das „Von der Königin, die keine Pfeffernüsse backen, und dem König, der nicht das Brummeisen spielen konnte“. Eine bunte Mischung verschiedener Märchen, mal kurz, mal lang, mal fröhlich und mal traurig, die jedoch alle etwas gemeinsam haben: Sie werden lebendig durch die Illustrationen, von Anne Bernhardi mit viel Herz und Liebe zum Detail gestaltet.
Zu Beginn gibt ein Inhaltsverzeichnis eine Übersicht aller enthaltenen Märchen. Besonders interessant ist am Ende des Buches der Abschnitt „Über die Märchen“, in dem es kurze, aber sehr interessante Informationen zu den Autoren und Märchensammlern gibt.
Für mich ist mit diesem Märchenbuch eine zauberhafte Advents- und Weihnachtszeit garantiert. Und ich bin auf jeden Fall derselben Meinung, wie sie in der Buchbeschreibung zu lesen ist: „Wunderschön illustriert, bringen diese Weihnachtsmärchen den magischen Zauber der Weihnacht in jedes Haus.“

Veröffentlicht am 18.10.2019

I wish you will go on

My hort will go on
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Das Cover zeigt einen Würfel, der bedruckt ist mit dem Titel „My hort will go on“ und lässt erkennen, dass der Autor Mad Köninger Satiren schreibt. Dabei ist es sein ganz alltägliches Leben, über das er ...

Das Cover zeigt einen Würfel, der bedruckt ist mit dem Titel „My hort will go on“ und lässt erkennen, dass der Autor Mad Köninger Satiren schreibt. Dabei ist es sein ganz alltägliches Leben, über das er in Tagebuchform berichtet. Auf dem Würfel sitzt der Eulenspiegel, der sein Zepter schwingt. Ein Narr, der Böses dabei denkt!
Schon bald merke ich, dass Mad der Schalk im Nacken sitzt. Im Vorwort spricht er von seinem ihm eingebauten Fettnäpfchen-Sensor, der sich mit absurden Zufällen paart.
Jetzt ist Mad in einem Hort angestellt. Klar, dass Kinder einen großen Raum einnehmen in seinen Erlebnissen und Tagebucheinträgen. Doch noch während er für die Kinder Ostereier versteckt, kann es schon vorkommen, dass er sich plötzlich mit einem Stromkasten unterhält – oder auch mit sich selbst. Natürlich dürfen Schnitzel auf keinen Fall fehlen, im Gegenteil, sie dürfen einfach gern immer wieder auftauchen.
Für mich ist dieses Buch keines, das ich am Stück lesen kann. Immer wieder ein paar Geschichten, die – so habe ich das Gefühl – immer komischer werden, je häufiger ich sie lese. Und wie versprochen bleiben weder meine Lachmuskeln noch die Mundwinkel verschont.
Nach der Lektüre, die mich wirklich gut unterhalten hat und oft zum Schlapplachen war, denke ich: Es ist gar nicht der Eulenspiegel, den wir alle kennen, sondern es ist der Eulenspiegel Mad Köninger, der auf dem Cover zu sehen ist.

Veröffentlicht am 17.10.2019

Vergiss nie deinen Weg ...

Handbuch der Alchemie
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Auf den ersten Blick wirkt das Buch rein, irgendwie „verletzlich“, besonders.
Der Einband ist broschiert, weiß, das Cover zeigt nur den Titel „Handbuch der Alchemie“ – weiße Buchstaben auf weißem Grund, ...

Auf den ersten Blick wirkt das Buch rein, irgendwie „verletzlich“, besonders.
Der Einband ist broschiert, weiß, das Cover zeigt nur den Titel „Handbuch der Alchemie“ – weiße Buchstaben auf weißem Grund, nur erkennbar daran, dass es Prägebuchstaben sind.
Dass das Buch von Armgard Schörle aus dem Buch & Bild Verlag www.schoerle.de tatsächlich besonders ist, zeigt sich bereits nach den ersten Seiten. Gedanken zur Alchemie und eine märchenhafte Geschichte, in der ein trauriges, Hilfe suchendes Kind einer Königin – nicht irgendeiner, sondern Alchymia, der Königin der Wandlung – begegnet, bilden den Auftakt. Dann folgen neun Bücher mit wunderbaren lyrischen Gedanken und Gedichten zu Themen wie Aufbruch, Zugehörigkeit, Segnungen, Werden, um nur einige zu nennen.
Mich hat das Buch von Beginn an gefangen genommen, mir Wege aufgezeigt und viele wertvolle Momente geschenkt, mich zum Träumen, zum Nachdenken, zum Lachen und zum Weinen gebracht. „Dein Weg“ sagt aufbauende Worte und rät mir, nie zu vergessen, wofür ich meinen Weg gehe. Diese Gedanken und Worte zu „Abschied“, in denen ich danke sagen darf, Abschied nehmen und dem anderen wünschen darf, dass er frei ist. …, geben mir in meiner jetzigen Situation Hilfe und Zuversicht.
Beim Lesen bin ich an vielen Stellen einfach „hängen“ geblieben und habe mich fortgeträumt. Es gibt sicherlich viele Situationen im Leben, in denen Teile dieses Buches eine willkommene Ablenkung, aber auch Möglichkeit für eine neue Blickrichtung sein können. Das Buch wird bei mir einen Platz in greifbarer Nähe behalten, schon deshalb, weil es auch Texte enthält, über die ich gern in einer Gruppe sprechen und nachdenken werde.
Wenn ich mir noch etwas wünschen dürfte: Nicht nur die Texte, sondern auch die Gesamtgestaltung des Buches sind so wertvoll, dass es bei einer neuen Auflage ein Hardcover verdient hätte.
Sehr gern empfehle ich dieses Buch allen, die Spaß daran haben, ab und zu über das Leben nachzudenken und sich inspirieren zu lassen. – Und für alle, die auf der Suche nach einem besonderen Geschenk sind: Hier ist es!

Veröffentlicht am 16.10.2019

Einzigartige Freunde

Die Eulenflüsterin
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„Eulen und Mensch ganz nah beieinander – das kann es doch nicht geben. Dabei sieht es aus, als ob sich die Eulen auf der Schulter der Frau recht wohl fühlen.“ Das waren meine Gedanken, als ich das Cover ...

„Eulen und Mensch ganz nah beieinander – das kann es doch nicht geben. Dabei sieht es aus, als ob sich die Eulen auf der Schulter der Frau recht wohl fühlen.“ Das waren meine Gedanken, als ich das Cover betrachtete. Inzwischen weiß ich es genau: Tanja Brandt ist „Die Eulenflüsterin“.
Schonungslos offen berichtet Tanja Brandt in ihrem Buch über ihr Leben. Nicht nur, dass sie das ungeliebte Kind ihrer Eltern war, sondern auch darüber, wie sie gelernt hat, mit ihren schmerzhaften Erinnerungen zu leben. Diese Offenheit imponiert mir und ist Grund dafür, dass ich mich ganz mit hineingenommen fühle in ihre Geschichte. Bereits als Kind übten Tiere eine große Faszination aus auf die Autorin und schon früh hat sie herausgefunden, dass Tiere im Gegensatz zu vielen Menschen ehrlich, fürsorglich und verlässlich sind. So hat sie durch ihre Liebe zu Tieren Glück und Geborgenheit kennengelernt. Auch „ihre“ Tiere untereinander begegnen sich mit Freundschaft und Respekt. So ist es nicht verwunderlich, dass bei einem Spaziergang eine Eule auf dem Rücken des Schäferhundes Ingo sitzt und beide die Nähe genießen.
Es macht sehr viel Spaß, den unterhaltsamen Geschichten zu folgen, deren Charme darin liegt, dass sie keiner chronologischen Folge unterliegen, sondern ganz bunt durcheinander gewürfelt sind und dennoch wohl sortiert erscheinen. Ein lebendiger und herzlicher Schreibstil lässt mich in einem Moment traurig sein und im nächsten Augenblick herzhaft lachen.
Im zweiten Teil des Buches erfährt der Leser Vieles über die verschiedenen Eulenarten, die zu Tanjas Leben gehören, aber auch über Phönix, ihren Wüstenbussard, gibt es wunderbare Geschichten. Und Berichte darüber, wie sie sich unermüdlich verletzten Tieren widmet, finden Platz in diesem außergewöhnlichen Buch. Tanja hat einen wunderbaren Lebensinhalt gefunden und sie ist eine bewundernswerte Frau mit einem großen Herzen, die ich hoch achte.
Natürlich möchte ich nicht vergessen zu erwähnen, dass Tanja Brandt eine großartige Tierfotografin ist. Der Beweis dafür sind viele wunderschöne Fotos, die ebenfalls im Buch abgebildet sind.

Veröffentlicht am 06.10.2019

Hand aufs Herz

Im Herzen berührt
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„Finde Deinen Herzrhythmus, der so einzigartig ist, wie Du es bist. Kein anderes Herz auf dieser Welt schlägt in Deinem Takt.“ Das sagt Isabelle Schumacher, die Autorin des Buches „Im Herzen berührt“.

Genau ...

„Finde Deinen Herzrhythmus, der so einzigartig ist, wie Du es bist. Kein anderes Herz auf dieser Welt schlägt in Deinem Takt.“ Das sagt Isabelle Schumacher, die Autorin des Buches „Im Herzen berührt“.

Genau das ist ihr gelungen. Ich bin im Herzen berührt. Mit Isabelle Schumachers Hilfe habe ich mich auf den Weg gemacht, „Durch Wertschätzung und Selbstliebe“ – wie es im Untertitel heißt – zum eigenen Herzen zu finden. Bereits der Beginn der Einleitung mit einer von drei Fragen hat mich hellhörig werden lassen. „Wann haben Sie sich bewusst gemacht, dass es in Ihnen ein Wunderwerk gibt, das hochsensibel auf all das, was Sie tun, reagiert?“ Tatsächlich ist das bei mir schon lange her und allerhöchste Zeit, mich auf das Thema ganz einzulassen.

Im ersten Teil des Buches geht es darum, den Schlüssel zum Herzen zu finden, und der zweite Teil zeigt auf, wie das Herz die Glücksfaktoren steuert. Am Ende der insgesamt elf Kapitel steht jeweils eine hilfreiche Übung. Mit der Übung 1 führen die ersten Schritte in den Herzraum. Eine richtige Sitzposition ist ebenso wichtig wie die Aufmerksamkeit, die man dem eigenen Körper schenkt. Die Aufmerksamkeit geht weiter zum Atem und mit der aufs Herz gelegten Hand und geschlossenen Augen spürt man wohlige Wärme und die bewusste Verbindung mit dem Herzen.

Für mich ist dieses Buch keines, das ich einmal lesen und dann im Bücherregal ablegen kann. Es ist ein wunderbarer Ratgeber, in dem ich immer wieder blättern und nachlesen kann. Er hilft mir durch die vielfältigen Übungen, meinen Weg zu finden, um mit meinem Herzen im Einklang leben zu können.