Ein idyllisch gelegenes Cottage mit Whirlpool und Sternekoch. Hannah und ihr Mann Bruce freuen sich auf ein besonderes Wochenende in Gesellschaft guter Freunde. Doch schon bald ist die Stimmung im Cottage angespannt. Hannah spürt, dass Bruce etwas vor ihr verbirgt. Und als der Koch beim Abendessen unheimliche Geschichten über die Vergangenheit des Hauses erzählt, während draußen ein Sturm aufzieht, würde Hannah am liebsten wieder abreisen.
Dann ist eine der Frauen plötzlich verschwunden.
Immer verzweifelter suchen die Freunde nach ihr - nicht ahnend, dass es jemanden gibt, der alles daransetzt, ihr Traumwochenende in einen Albtraum zu verwandeln ...
Ich durfte das Buch "Der heimliche Beobachter" von Lisa Unger, erschienen im Bastei Lübbe Verlag, bereits lesen und kann es absolut empfehlen.
In diesem Thriller geht es um die Frage, was bedeutet Familie, ...
Ich durfte das Buch "Der heimliche Beobachter" von Lisa Unger, erschienen im Bastei Lübbe Verlag, bereits lesen und kann es absolut empfehlen.
In diesem Thriller geht es um die Frage, was bedeutet Familie, was bekommt man über die Gene vererbt oder eben auch nicht.
Wir lernen Hannah und ihren Mann Bruce kennen, die gemeinsam mit ihrem Bruder Mako, dessen Frau Liza, ihrer besten Freundin Cricket und dessen aktuellem Freund Joshua einen Wochenendurlaub in der Abgeschiedenheit eines Luxus Cottage mitten im Wald machen.
Dieser Wochenendtrip umfasst fast das gesamte Buch, doch begonnen wird mit einer idyllischen Weihnachtsfeier, 6 Monate zuvor. Dort liegen dann nach dem tollen gemeinsamen Essen für jeden ein DNA-Kit unterm Baum, doch niemand will die dort platziert haben.
Zu Beginn des Ausflugs ist auch alles Eitel-Sonnenschein, jeder macht jedem was vor, doch schnell merkt man, dass hier ganz gewaltig was nicht stimmt.
Dann gibt es noch einen parallel zur Clique noch einen zweiten Handlungsstrang. Und zwar lernen wir Henry kennen. Seine Geschichte beginnt allerdings weit zurück in der Vergangenheit und wird so langsam aufgebaut zur Gegenwart.
Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen, nie im Leben wäre ich auf diese Verbindung zum Schluss gekommen. Das war schon wirklich gut gemacht.
Daher sage ich Danke, dass ich dieses Buch lesen durfte.
Lisa Unger widmet sich in ihrem neuesten Thriller Familiengeheimnissen, die lange verborgen wurden und nun mit voller Wucht an die Oberfläche drängen. Eine spannungsgeladene und irgendwie bedrohliche Atmosphäre, ...
Lisa Unger widmet sich in ihrem neuesten Thriller Familiengeheimnissen, die lange verborgen wurden und nun mit voller Wucht an die Oberfläche drängen. Eine spannungsgeladene und irgendwie bedrohliche Atmosphäre, unterschwellige Konflikte, unter der Oberfläche brodelnde Geheimnisse und eine Prise Voyeurismus sind für den Leser garantiert.
Um was geht es?
Hannahs Familie, ihre Eltern und ihr Bruder mitsamt Frau erhalten zu Weihnachten ein Überraschungsgeschenk: DNA-Kits mit denen man nach unbekannten Verwandten suchen kann. Ein halbes Jahr später verbringt Hannah mit ihrem Mann Bruce, Bruder Mako mit Frau Liza und ihrer besten Freundin Cricket mit Partner Joshua ein Wochenende in einem Luxusferienhaus. Doch die DNA-Kits sind nicht ohne Folgen geblieben und lang gehütete Familiengeheimnisse drängen unaufhaltsam an die Oberfläche und bedrohen die luxuriöse Auszeit.
In „Der heimliche Beobachter“ nimmt uns Lisa Unger mit auf eine spannende Reise in das Innerste ihrer Protagonisten. Müssen Geheimnisse zwangsläufig irgendwann an die Oberfläche gelangen? Wir erleben die Geschichte hauptsächlich aus der Sicht von Hannah, die immer alles richtig gemacht hat, Familie über alles gestellt hat und diese immer um jeden Preis verteidigt hat. Dabei hat sie oft ihre eigenen moralischen Grundsätze zurückgestellt. Nun gerät sie im Feriencottage in eine Ausnahmesituation und muss sich nicht nur dem heimlichen Beobachter stellen, sondern auch ihren falsch getroffenen Entscheidungen in der Vergangenheit. Das erschüttert ihre Grundsätze bis in die Tiefen.
Auch wenn Hannah die Protagonistin ist, so wird die Geschichte aus Sicht vieler weiterer sehr unterschiedlicher Personen geschildert: Bruce, Mako, Liza, Cricket und mehr. Immer wieder wechseln sich die Kapitel, geschrieben aus der Sicht der einzelnen Personen, ab. Das lässt uns tief in die Gefühlswelt der einzelnen Personen eintauchen und bringt gleichzeitig eine unglaubliche Dynamik in die Geschichte.
Obwohl dieses Buch keine actiongeladene Spannung beinhaltet, so führen die Geheimnisse, die wir als Leser ergründen möchten, dazu, dass eine unglaubliche, unterschwellige Spannung und unangenehme Atmosphäre erzeugt wird. Es hat fast schon ein wenig was von Voyeurismus, wenn wir die „Darsteller“ im Buch begleiten.
Darsteller bringt es auf den Punkt. Lisa Unger hat einen besonderen Schreibstil, den man mögen muss. In diesem Buch legt sie den Schwerpunkt sehr auf die einzelnen Personen, ihre Charakteristiken und Gefühlswelt und die angespannten Beziehungen unter den Freunden. Einen absoluten Sympathieträger gibt es, wie in so vielen anderen Romanen, nicht. Fast jede Person im Buch hat etwas gemacht, das den Leser betroffen zurücklässt und den schönen Schein bröckeln lässt. Wir erleben hier also kein schwarz und weiß, sondern sehr viele unterschiedliche Grauschattierungen.
Fazit:
Mit „Der heimliche Beobachter“ hat Lisa Unger eine ungewöhnliche Story geschaffen, die vor allem durch unterschwellige Spannung besticht und zum Ende der Geschichte eine wichtige Moral aufzeigt. Diese möchte ich an dieser Stelle nicht näher erläutern, sonst würde ich einen wichtigen Teil der Handlung verraten 😉 Fans actiongeladener Spannung sollten besser die Finger von dem Buch lassen. Wer aber Psychospielchen und die Abgründe der menschlichen Natur interessant findet und nicht permanent große Ereignisse in einer Handlung braucht, wird bei diesem Buch mehr wie auf seine Kosten kommen. Ungewöhnlich, atmosphärisch, gut.
Weihnachtsabend mit der Familie – Zu den üblichen Spannungen in Hannahs Familie kommt ein mysteriöses Geschenk hinzu, von dem niemand weiß, wer es unter den Baum gelegt hat. Jedes Familienmitglied bekommt ...
Weihnachtsabend mit der Familie – Zu den üblichen Spannungen in Hannahs Familie kommt ein mysteriöses Geschenk hinzu, von dem niemand weiß, wer es unter den Baum gelegt hat. Jedes Familienmitglied bekommt einen Gentest zur Klärung der Abstammung. Diese Geschichte ist noch nicht geklärt, als Hannah und ihr Mann Bruce im Sommer auf Einladung von Hannahs Bruder Mako und seiner Frau Lisa zu einem gemeinsamen Kurzurlaub in einem luxuriösen Cottage aufbrechen. Auch Hannahs Freundin Cricket ist mit ihrem neuen Freund eingeladen. Plötzlich verschwindet eine der Frauen spurlos und ein Sturm schneidet das Cottage von der Außenwelt ab. Das entspannte Luxuswochenende wird für alle Teilnehmer immer mehr zu einem Albtraum.
In packendem, sehr detailliertem und bildhaftem Schreibstil und zwei Handlungssträngen erzählt Lisa Unger eine Geschichte voller Heimlichkeiten und Lügen. Anfangs scheinen beide Stränge nichts miteinander zu tun zu haben, bis sie dann nach und nach miteinander verknüpft werden. Die Protagonisten sind sehr unterschiedliche Charaktere. Hannah ist der harmoniebedürftige Familienmensch, ihr Mann Bruce ist ein arbeitssüchtiger Realist. Bruder Mako ist ein Narzisst, er verfolgt skrupellos seine Ziele. Seine Frau Lisa verschließt die Augen vor den Schwächen ihres Mannes. Freundin Cricket ist oberflächlich und naiv, ihr Freund Joshua undurchsichtig. Keiner kann dem anderen vertrauen, jeder scheint eine Leiche im Keller zu haben. Es gelingt der Autorin meisterhaft, die Spannung von Anfang bis Ende sehr hoch zu halten. Immer wieder streut sie kleine Details, um den Verdacht von einem Beteiligten auf den anderen zu lenken. Ich konnte ihr bis zum überraschenden Schluss nicht auf die Schliche kommen. Genau das macht einen guten Thriller aus. So bin ich mit diesem Buch hochzufrieden und empfehle es sehr gerne weiter.
Der heimliche Beobachter ist ein Thriller der amerikanischen Bestseller-Autorin Lisa Unger.
Hannah und ihr Mann Bruce möchten mit Hannahs Bruder Mako, seiner Frau Liza und Hannahs bester Freundin Cricket ...
Der heimliche Beobachter ist ein Thriller der amerikanischen Bestseller-Autorin Lisa Unger.
Hannah und ihr Mann Bruce möchten mit Hannahs Bruder Mako, seiner Frau Liza und Hannahs bester Freundin Cricket und deren Freund Joshua ein entspanntes Wochenende abseits der Zivilisation verbringen. Mako, der ein sehr erfolgreiches Unternehmen führt, lädt alle ein. Eigentlich könnten es erholsame Tage werden, doch die Stimmung ist seltsam in den letzten Wochen.
Hannah möchte ihre kleine Tochter ungern allein bei der Großmutter lassen. Außerdem verheimlicht Bruce ihr etwas. Hat er Schwierigkeiten bei der Arbeit oder hat er eine Geliebte? Hannah hat ein komisches Gefühl bei der Aussicht auf das gemeinsame Wochenende, aber sie weiß, dass sie ihrem Bruder Mako nichts ausschlagen kann.
Das Wochenende beginnt und schon bald wird die Stimmung angespannt. Liza geht es nicht gut und der engagierte Koch erzählt Gruselstories über das gemietete Cottage. Zu allem Übel zieht ein Sturm auf und der Strom fällt aus. Plötzlich ist auch noch ein Gast verschwunden und so wie es aussieht, möchte jemand ihr gemeinsames Wochenende in einen Alptraum verwandeln.
Die Geschichte wird abwechselnd aus den Sichtweisen der einzelnen Protagonisten erzählt. Man erfährt auch einzelne Episoden aus der Vergangenheit, aber erst zum Schluss offenbart sich dem Leser der Zusammenhang.
Während Hannah und Bruce sehr sympathisch rüberkommen, finde ich Mako schon sehr unsympathisch und auch Cricket hat einige Charakterzüge, die nicht unbedingt für sie sprechen.
Das Buch fand ich sehr spannend und ich konnte es irgendwann auch nicht mehr aus der Hand legen. Lisa Unger hat es geschafft, die Spannung bis zum Ende aufrechtzuerhalten. Das Ende war für mich am dann auch überraschend.
Bereits das Cover mit den wunderschönen Blumen in Tiefblau, Rot, sanftem Grün und Weiß hat mich sehr angesprochen, auch wenn ich dahinter nicht einen Krimi vermuten würde. Die Blüten erinnern mich an die ...
Bereits das Cover mit den wunderschönen Blumen in Tiefblau, Rot, sanftem Grün und Weiß hat mich sehr angesprochen, auch wenn ich dahinter nicht einen Krimi vermuten würde. Die Blüten erinnern mich an die Alpen...
Von Anfang an hat die Geschichte eine immense Spannung, und besonders amüsiert hat mich der Beginn, die "weihnachtlich" unweihnachtliche Stimmung mit dem aufgegessenen Truthahn, ausgepackten Geschenken und der typischen Tristesse, die jeder von Heiligabend kennt.
Dann die geheimnisvollen SciFi Geschenke, zu denen sich niemand bekennt.
Auch die Spannungen in der Familie werden sehr gut spürbar geschildert. Vorzeigepaare, bei denen es aber unter der Oberfläche grummelt, die Eltern, die ihr Sich-Nicht-Mehr-Nahe-Sein völlig unbekümmert zur Schau stellen, schwiegermütterliche Aversionen.
Das Faszinierende ist, dass nichts Böswilliges wirklich offensichtlich ist, aber man spürt es einfach...
Und es wird noch deutlicher, als es in den Sommer geht, in das bevorstehende Wellness-Wochenende.
Fast jeder scheint ein Geheimnis zu haben. Die unterschiedlichen Paare und Einzelpersonen standen mir immer sehr lebendig vor Augen. In die Dialoge und Handlungen wurde viel hinein gepackt, was die Persönlichkeiten gut charakterisiert.
Sehr gut geschildert finde ich die etwas unheimliche und angespannte Atmosphäre, sowohl rund um das Haus als auch zwischen den Paaren.
Man spürt unterschwellig und zwischen den Zeilen, dass so manches nicht stimmt, ohne dass zunächst etwas besonders Dramatisches passiert wäre.
Und dann nimmt die Geschichte gewaltig an Fahrt auf. Als Leser fängt man zwangsläufig an zu spekulieren, Verbindungen zu suchen, lässt sich in die Irre führen, durch Rückblenden verunsichern, man folgt falschen und richtigen Fährten, hat Ideen und verwirft sie wieder, zittert und fürchtet sich mit den Protagonisten.
Ich habe über die Zusammenhänge lange im Nebel gestochert, die wirkliche Auflösung erfolgte erst ziemlich am Schluss.
Ein paar lose Fäden bleiben für mich noch, aber das tut der Geschichte und der Gesamtlogik keinen Abbruch.
Die Hintergründe und die Motive finde ich zumindest originell. Und Lisa Unger findet sogar trotz aller stellenweise aufgezeigten Düsternis noch eine versöhnliche Schlussszenerie.
Insgesamt hat es mir sehr gut gefallen. Superspannend und unterhaltsam.