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Veröffentlicht am 01.06.2026

Kann man lesen, muss man aber nicht

Helle und der Tote im Tivoli
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Ich habe mir das Buch gekauft, weil ich für einen Urlaub in Dänemark und speziell in Skagen etwas "Sekundärliteratur" haben wollte. also sowohl Unterhaltung als auch Lokalkolorit.

Leider hat das Buch ...

Ich habe mir das Buch gekauft, weil ich für einen Urlaub in Dänemark und speziell in Skagen etwas "Sekundärliteratur" haben wollte. also sowohl Unterhaltung als auch Lokalkolorit.

Leider hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen können. Ja, es ist nett geschrieben, ich mochte Helle und ihren Mann Bengt - auch deshalb, weil sie gutes Essen lieben und sich nicht um Figurprobleme scheren . Und weil Helle im Job so um Anerkennung kämpfen muss gegenüber ihren diversen Vorgesetzten. Sie ist eindeutig eine "Gute" und mutig dazu.

Aber so richtig Spannung kam für mich nicht auf - die Handlung zog sich ganz schön in die Länge, und ich habe nur zu Ende gelesen, um die Auflösung des Falles zu erfahren. Naja, immerhin.

Auch das Lokalkolorit kam nicht so recht rüber, die Einzigartigkeit der Küstenlandschaft in Skagen, die omnipräsente Kunst...

Also nett und lesbar, aber kein Buch, das mir in Erinnerung bleiben wird.

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Veröffentlicht am 23.05.2026

Wunderbare Geschichte über das Erwachsenwerden

Hard Land
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Den Begriff "Coming of Age"-Literatur mag ich nicht mehr hören, aber dies ist eine der besten Geschichten über das Erwachsenwerden, die ich in den letzten Jahren gelesen bzw. gehört habe.
Und das Hörbuch ...

Den Begriff "Coming of Age"-Literatur mag ich nicht mehr hören, aber dies ist eine der besten Geschichten über das Erwachsenwerden, die ich in den letzten Jahren gelesen bzw. gehört habe.
Und das Hörbuch ist von Robert Stadlober sehr, sehr gut eingeesprochen.

Dafür, dass ich schon eine ältere Dame bin und der Ich-Erzähler gerade mal 16 Jahre alt, hat mich das Buch sehr gepackt, berührt und regelrecht mitgerissen. Eine Rolle mag spielen, dass sowohl die Außenseiter-Rolle des Jungen als auch der Kleinstadtmief mich sehr an meine eigene Jugend erinnert haben - aber so grandios wie er habe ich es nicht da heraus geschafft.

Die Entwicklung des Teenagers, die Trauer um seine Mutter und die zunächst unerfüllte Liebesgeschichte sind einzigartig gut erzählt.

Mit viel Tiefgang, Emotion, ohne einen Hauch von Kitsch, und dennoch von durchgehender Spannung.

Unbedingte Lese- bzw. Hör- und Verschenkempfehlung!

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Veröffentlicht am 22.05.2026

Superspannend, hintergründig, empathisch

Der Gott des Waldes
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Dies war mein erstes Buch von Liz Moore, aber ich fiebere bereits jetzt darauf, dass ein neues den Weg auf den Buchmarkt und zu mir findet.

Hat mich das Cover noch etwas abgeschreckt - der "verlaufende ...

Dies war mein erstes Buch von Liz Moore, aber ich fiebere bereits jetzt darauf, dass ein neues den Weg auf den Buchmarkt und zu mir findet.

Hat mich das Cover noch etwas abgeschreckt - der "verlaufende Blutsfaden" und die düsteren Farben ließen mich doch Schreckliches, Horrormäßiges erwarten - so wurde ich sehr positiv enttäuscht.

Durch die kurzen Kapitel und die verschiedenen Einschübe und Erzählperspektiven liest sich die Geschichte wahnsinnig spannend und lässt dabei tief in die Charaktere der Protagonisten einblicken.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, fand auch die Auflösung schlüssig und stimmig und gebe eine uneingeschränkte Lese- und Geschenkempfehlung.

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Veröffentlicht am 22.05.2026

Faszinierend, verblüffend und lehrreich

Organisch
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Ich habe bereits "Darm mit Charme" mit großer Faszination gelesen und war sehr gespannt auf das neue und bereits kurz nach Erscheinen hoch gelobte Buch von Giulia Enders.

Meine Erwartungen wurden auch ...

Ich habe bereits "Darm mit Charme" mit großer Faszination gelesen und war sehr gespannt auf das neue und bereits kurz nach Erscheinen hoch gelobte Buch von Giulia Enders.

Meine Erwartungen wurden auch nicht enttäuscht. Wirkt auch das Cover sehr "medizinisch" und auf mich, ehrlich gesagt, zunächst eher etwas abschreckend, so ist doch der Inhalt für interessierte Nicht-Mediziner sehr schön gestaltet und gut gegliedert. Mein Highlight waren die wunderbaren naiven Bilder von Giulia Enders' Schwester.

Die Kapitelaufteilung ist prägnant und sinnvoll,die Erläuterungen und Erklärungen für mich als absoluter biologisch-medizinischer Laienfrau zu ca. 70-80 % verständlich.

Um vielleicht doch näher an die 100 % zu kommen, habe ich das Buch gerade ein zweites Mal angefangen zu lesen.

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Veröffentlicht am 21.05.2026

Düster, beeindruckend, tolle Sprache

Das Familientreffen
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Dies war mein erstes Buch von Anne Enright - der Klappentext klang sehr interessant.

Das Buch IST es auch, von der Thematik her. Und vom Schreibstil. In einer außergewöhnlich formulierenden, in gewaltigen ...

Dies war mein erstes Buch von Anne Enright - der Klappentext klang sehr interessant.

Das Buch IST es auch, von der Thematik her. Und vom Schreibstil. In einer außergewöhnlich formulierenden, in gewaltigen Bildern schwelgenden Sprache erzählt die Autorin von der Beerdigung ihres Bruders und versucht, die Hintergründe seines Todes zu ergründen und zu begreifen.

Viele Begegnungen und Gespräche mit Freunden und anderen Angehörigen der Familie finden hier Platz.

Das ist nicht leicht zu lesen, weder von der Namensvielfalt her noch von den Zeitsprüngen vor und zurück und immer wieder Sequenzen, bei denen es sich um Fantasie, Träume, Vorstellungen handelt und die das Ganze teilweise ins Surreale abdriften lassen.

Bei aller Bewunderung - eine leichte Wohlfühl-Lektüre ist das definitiv NICHT, dennoch sehr lesenswert.

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