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Veröffentlicht am 30.03.2026

Spannender Auftakt der schwedischen Krimi-Trilogie

Doppelspiel
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Das Autorenduo Dahl / Moström legt mit „Doppelspiel“ den Grundstein zu einer spannenden Krimi-Trilogie, in der Fiktion auf einmal Wirklichkeit wird.

Um was geht es?
Tom Borg ist gefeierter Bestsellerautor ...

Das Autorenduo Dahl / Moström legt mit „Doppelspiel“ den Grundstein zu einer spannenden Krimi-Trilogie, in der Fiktion auf einmal Wirklichkeit wird.

Um was geht es?
Tom Borg ist gefeierter Bestsellerautor der Thrillerreihe rund um Nic Castillo. Nachdem er seinen Protagonisten hat sterben lassen, befindet er sich in einer tiefen Schreibblockade. Lediglich zwei, konzeptlose Seiten eines Klima-Thrillers hat er bis jetzt zustande gebracht. Der Kern: Ein Nachtclub, ein Jacuzzi, eine Sexarbeiterin, eventuell ein Umweltminister und ein Mord. Doch eine wirkliche Idee zum Plot hat Tom Borg noch nicht. Bis er in seiner Lesung Nicole kennenlernt, eine Frau, die ihn fasziniert und in einem Nachtclub arbeitet. Die mit ihm in diesem Nachtclub in einen Jacuzzi steigt und dort vor seinen Augen ermordet wird. Deren Mord ihm in die Schuhe geschoben werden soll. Tom versucht fortan seine Spuren zu verwischen und selbst den Täter und das Motiv ausfindig zu machen. Denn die Tat ähnelt zu sehr seinem zweiseitigen Manuskript. Doch die Ermittlerinnen Olivia und Nazrin sind ihm schon dicht auf den Fersen.

Protagonist des Buches ist Tom Borg, gefeierter Bestseller-Autor, der sich in einer waschechten Schreibkrise befindet. Er ist Klima-Influencer auf YouTube und möchte in seinem neuen Roman die Klimakrise im Thriller-Format den Menschen näherbringen. An sich ein interessanter Gedanke, hätte er nur den Funken einer Idee, wie. Das macht ihn schwer depressiv und irgendwie haltlos. Als er sich plötzlich in seinem eigenen, zweiseitigen, schlecht zusammengeschusterten Manuskript wiederfindet, agiert er teilweise kopflos, teilweise aber auch sehr überlegt. Von Depression keine Spur mehr, sondern er ist voller Energie und Ideen. Dieser Zweispalt in seinen Handlungen zieht sich durch die ganze Story. Im Verlauf des Krimis gerät er mehr als einmal mit seinen eigenen Werten und Moralvorstellungen in Konflikt. Das zeigt sich auch immer wieder in Gesprächen mit seinem Freund Lennart oder der Interaktion mit anderen Nebencharakteren sowie seinen eigenen Gedanken. Wichtigster Nebencharakter ist die Ermittlerin Olivia, die mit inneren Dämonen kämpft, eine clevere Polizistin ist, sich durch ihre fehlende Impulskontrolle aber gerne mal selbst im Weg steht. So entsteht ein interessantes Spannungsfeld zwischen Jäger und Gejagtem.

Das Buch selbst liest sich leicht und flüssig und bereitet viele spannende Lesestunden. Ab und an sind regelrechte Action-Szenen enthalten, die manchen Lesern zu unrealistisch vorkommen mögen, mich aber gut unterhalten haben. An der einen oder anderen Stelle haben mich die Reaktionen von Tom etwas irritiert. Aber letztlich wirkt er im ganzen Buchverlauf wie ein zwiegespaltener, etwas haltloser Charakter und insofern ist das für mich gut erklärbar. Das Ende des Krimis hat mich nicht so überzeugt. Letztlich habe ich mir das aber damit erklärt, dass „Doppelspiel“ Auftakt einer Trilogie ist und ich denke, dass die entstehenden offenen Handlungsfäden sich in den nächsten beiden Bänden auflösen werden. Deswegen war das okay für mich und ich freue mich schon auf die Folgebände und hoffentlich ähnlich spannende Lesestunden.

Eine Anmerkung noch: Ich habe den Krimi im Rahmen einer Leserunde gelesen. Einige der Teilnehmer sind davon ausgegangen, dass in dem Krimi das Thema Klima / Klimakrise eine größere Rolle einnimmt, es sich vielleicht sogar um einen Klima-Krimi handelt. Dem ist nicht so. Deswegen besser die Finger davonlassen, wenn Ihr einen echten Klima-Thriller mit entsprechendem Plot lesen wollt.

Fazit:
„Doppelspiel“ hat mir viele spannende Lesestunden beschert und mich gut unterhalten. Das Ende ist sehr offen gestaltet und mit vielen losen Handlungsfäden, die erst kurz vor Schluss entstehen. Mich persönlich hat das nicht gestört, da ich bereits im Vorfeld wusste, dass „Doppelspiel“ der Auftakt einer Krimi-Trilogie ist. Wer das nicht mag, sollte dringend die Finger von dem Krimi lassen. Außerdem ist das Buch nicht für Leser geeignet, die sich hier einen Schwerpunkt auf das Thema Klimakrise erhoffen.

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  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 02.03.2026

Slasher meets RomCom – witzig, blutig, tödlich

A Killer Crush
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In „A Killer Crush“ vermischt Shailee Thompson zwei komplett widersprüchliche Genres – Slasher und RomCom. Ein echter Lesespaß mit Schockfaktor.

Um was geht es?
Die beiden unzertrennlichen Freundinnen ...

In „A Killer Crush“ vermischt Shailee Thompson zwei komplett widersprüchliche Genres – Slasher und RomCom. Ein echter Lesespaß mit Schockfaktor.

Um was geht es?
Die beiden unzertrennlichen Freundinnen und Filmfreaks Jamie und Laurie gehen auf einen Speed-Dating-Abend. Zunächst startet alles vielversprechend und Jamie ist bereits von zwei Männern total begeistert. Bei einem unerfreulichen Speed-Date mit einem Macho-Mann geht auf einmal das Licht aus. Panik bricht aus, seltsame Geräusche erfüllen den Raum. Als das Licht wieder angeht sitzt Jamies Date mit aufgeschlitzter Kehle in einer Blutlache vor ihr. Und er ist nicht der Einzige, der seinen letzten Atemzug getan hat. Die restlichen Teilnehmer des Speed-Datings versuchen fortan vom Schauplatz des Verbrechens und vor dem unbekannten Täter zu fliehen. Doch wer war es? Einer der Teilnehmer? Und wenn ja, hoffentlich nicht einer der beiden Männer, die Jamies Herz schneller schlagen lassen?

Protagonistin des Buches ist Jamie Prescott, ein absoluter Filmfreak, die gerade ihre Dissertation darüberschreibt, dass Slasher und RomCom mehr gemeinsam haben als man denkt. Und schon steckt sie mitten in ihrer persönlichen Slasher-RomCom drin und kann ihre Theorien auf Herz und Nieren prüfen. Zielstrebig versucht sie die hart erlernten Regeln beider Genres – vor allem zehn Regeln, um in einem Slasher-Film zu überleben – einzuhalten. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Und so begleiten wir sie dabei, wie sie versucht, in wechselnder Gruppenzusammensetzung dem Killer zu entgehen, diesen vielleicht sogar zu entlarven und ihr wild pochendes Herz zu besänftigen. Natürlich immer gemeinsam mit ihrem Lieblingsmenschen Laurie.

Mit viel Wortwitz führt uns Shailee Thompson durch dieses einmalige Buch. Die Genres Slasher und RomCom zu vermischen, klingt erst mal nach einer unvereinbaren Angelegenheit. Aber die Autorin schafft es, eine spannende Geschichte zu entwickeln, die beide Elemente auf geschickte Art miteinander verwebt. Dabei ist mal das Thema Slasher, mal das Thema RomCom im Vordergrund. Ich persönlich bin Team Slasher, aber mich haben die RomCom-Elemente nicht gestört. Ich wusste ja, auf was ich mich bei dem Buch einlasse, und ab und an finde ich auch RomCom ganz nett 😊 Ich glaube allerdings, dass Leser, die nur eines der beiden Genres mögen und das andere ablehnen, keine Freude mit dem Buch haben werden.

Das Buch selbst liest sich leicht und flüssig und bietet dem Leser sowohl Lach- als auch Schockmomente. Man fliegt förmlich durch das Buch und möchte einfach wissen, ob die Flucht gelingt oder der Mörder gewinnt. Besonders gut gefallen haben mir auch die abgewandelten Filmzitate zu Beginn jedes Kapitels. Viele konnte ich zuordnen, nicht alle. Aber sie sind auch so unterhaltsam. Insgesamt gibt es viele Anspielungen auf bekannte Slasher-Filme oder RomComs, allerdings auf sehr bekannte. Deswegen sollten die meisten Leser damit etwas anfangen können.

Fazit:
Wer Slasher und RomCom liebt oder zumindest eines der Genres feiert und das andere ganz nett findet, wird bei dem Buch voll auf seine Kosten kommen. Es bietet viele schöne Lesestunden, mit gelegentlichem Wortwitz, Lach- und Schockmomenten. Wer allerdings nur eines der beiden Genres mag und das andere ablehnt, sollte lieber die Finger von dem Buch lassen. Es handelt sich um leichte Kost für zwischendurch und bietet nicht unendlichen Tiefgang. Mich persönlich stört das nicht und ich hatte das auch nicht erwartet. Insgesamt habe ich mich von diesem Roman sehr gut unterhalten gefühlt und kann ihn nur weiterempfehlen 😊

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 22.02.2026

Atemberaubendes Fantasy-Epos mit Mittelalter-Vibes

Flut aus schwarzem Stahl
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„Flut aus schwarzem Stahl“ ist der Auftakt des neuen, spannenden Fantasy-Epos von Anthony Ryan – mit mittelalterlicher Atmosphäre, großen Schlachten und sagenhaften Welten.

Um was geht es?
Das sagenumwobene ...

„Flut aus schwarzem Stahl“ ist der Auftakt des neuen, spannenden Fantasy-Epos von Anthony Ryan – mit mittelalterlicher Atmosphäre, großen Schlachten und sagenhaften Welten.

Um was geht es?
Das sagenumwobene Reich Ascarlia wird schon seit sehr langer Zeit von drei Schwesterköniginnen regiert. Als auf einmal aus den Randgebieten Lieferungen ausbleiben, schicken die Schwesterköniginnen Thera Speldrenda, Vellihr der Gerechtigkeit, mit einer Menda los, um der Sache auf den Grund zu gehen. Bald häufen sich die Anzeichen, dass eine fremdländische Macht sich aufmacht, das Reich Ascarlia einzunehmen. Wer sind die fremdländischen „Besucher“, die mit beispielloser Gewalt vorgehen? Und was steckt hinter ihrem plötzlichen Auftauchen?

Das Buch wird in vier Handlungssträngen und damit aus vier völlig unterschiedlichen Sichtweisen geschildert. Da ist Thera Speldranda, Vellihr der Gerechtigkeit und Dienerin der Schwesterköniginnen – eine beispiellose, zielstrebige Kriegerin. Ihr Bruder Felnir nimmt ebenfalls Aufträge von seinem Großvater und den Schwesterköniginnen an – die Drecksarbeit – um sich von einer alten Schuld reinzuwaschen. Handlungsstrang drei wird aus Sicht der jungen, hochintelligenten Gelehrten und Schreiberin Elvine Jurest geschildert. Da sie einem alten verbotenen Glauben anhing, ist sie nun gezwungen, für die Schwesterköniginnen zu arbeiten, sonst drohen ihr und ihrer Mutter drakonische Strafen. Und zu guter Letzt haben wir noch Ruhlin, der während eines Angriffs auf sein Dorf eine ihm unbekannte, urtümliche Kraft entfesselt und als Feuerblut gefangen genommen wird.

In den vier verschiedenen Handlungssträngen erfahren wir mehr über die Lebenswege unserer Protagonisten sowie über die Geschichten der zahlreichen sie unterstützenden oder herausfordernden Nebencharaktere. Gleichzeitig lernen wir je nach Hauptcharakter die Schwesterköniginnen, Ascarlia, die Altvar, den verbotenen Glauben, ferne Welten, urtümliche Mächte und vieles mehr kennen. Auch wenn sich die Handlungsstränge noch kaum verbunden haben, von einer leichten Überschneidung von Thera und Felnir mal abgesehen, treiben alle die Haupthandlung voran. Man verfolgt gespannt die einzelnen Geschichten und weiß doch, dass alles auf eine große Geschichte hinführt – wenn nicht in diesem Band, dann doch in einer der Folge-Bände, auf die ich jetzt schon gespannt warte.

Anthony Ryan schafft es, die einzelnen Handlungsstränge so spannend zu gestalten, dass man förmlich durch die Seiten fliegt. Die sich abwechselnden Handlungsstränge bringen zusätzliche Dynamik in die Handlung. Da müssen dann einfach drei „Zwischenkapitel“ gelesen werden, damit man weiß, wie der Lieblingshandlungsstrang weitergeht 😊 Anthony Ryan erschafft zudem eine faszinierende Welt, gespickt mit Elementen aus Fantasy und Mittelalter – etwas das ich persönlich liebe. Besonders gut gefallen haben mir auch die Rückbezüge auf die Trilogie „Der stählerne Bund“, die ich verschlungen habe. Ich habe mich immer gefreut, wenn die Märtyrerin, Albermaine und Alwyn Scribe erwähnt wurden. Ich glaube aber, dass man als neu hinzugekommener Leser auch keine „Verständnisprobleme“ hat, wenn man den „Stählernen Bund“ nicht gelesen hat. Denn die wichtigsten Punkte werden kurz wiederholt.

Fazit:
„Flut aus schwarzem Stahl“ ist der Auftakt eines neuen faszinierenden Fantasy-Epos von Anthony Ryan. Wer sich gerne in sagenumwobenen, fiktiven mittelalterlichen Welten bewegt, wird hier voll und ganz auf seine Kosten kommen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass Fans von historischen Romanen, die einer Prise Fantasy gegenüber aufgeschlossen sind, auch schöne Lesestunden haben. Mich persönlich hat die Geschichte komplett in ihren Bann gezogen und mitgerissen und ich freue mich jetzt schon wahnsinnig auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Wem kannst du noch trauen, wenn deine Welt zerbricht?

Das Signal
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Ein folgenschwerer Unfall, Intrigen und kleine elektronische Helfer sind die Zutaten zu Poznanskis neuestem mitreißenden Thriller. Spannung pur!

Um was geht es?
Die Innenarchitektin Viola Decker erleidet ...

Ein folgenschwerer Unfall, Intrigen und kleine elektronische Helfer sind die Zutaten zu Poznanskis neuestem mitreißenden Thriller. Spannung pur!

Um was geht es?
Die Innenarchitektin Viola Decker erleidet einen folgenschweren Unfall. Der baufällige Weinkeller ihres renovierungsbedürftigen Hauses bricht über ihr zusammen. Sie überlebt, verliert aber eines ihrer Beine. Nachdem sie das Krankenhaus verlassen hat, befällt sie ein eigenartiges Gefühl. Warum hat sie den Weinkeller überhaupt betreten und warum kann sie sich nicht an den Unfall erinnern? Ist ihr Mann Adam, Perfektionist und Ästhet, wirklich besorgt um sie oder verheimlicht er ihr was? Und warum verhält sich ihre Pflegerin Otilia so seltsam? Gefesselt an ihr Haus versucht sie, die Ursache für ihr komisches Bauchgefühl und das teilweise seltsame Verhalten ihres Umfelds zu ergründen. Gut, dass es hierfür technische Helfer gibt …

Protagonistin ist Viola Decker, eine hübsche, zielstrebige junge Frau, die sich aber ein Stück weit zurücknimmt, um ihrem Mann die Bühne zu überlassen. Deswegen wirkt sie sehr bescheiden und wird vielfach unterschätzt. Wie groß ihr Ehrgeiz ist und wie zielstrebig sie ihren Weg verfolgt, merkt man erst nach ihrem Unfall. Sie lässt sich nicht gehen oder wird depressiv, sondern widmet sich ihrem Ziel mit voller Kraft und allen Mitteln – fast schon verbissen. Ihr Mann Adam hingegen ist ebenfalls zielstrebig bis hin zur Skrupellosigkeit. Deswegen entsteht auch schnell eine unterschwellige bedrohliche Atmosphäre im Buch und ein ungutes Gefühl beim Leser, dass durch das Verhalten der weiteren Nebencharaktere, wie die Pflegerin Otilia, und Violas Freundinnen Romy und Marit, verstärkt wird.

Obwohl die Story sich ruhig aufbaut und weiterentwickelt, schafft es Ursula Poznanski von Anfang an beim Leser ein düsteres Gefühl hervorzurufen. Hatte ich ganz zu Beginn noch gedacht, dass Viola an der einen oder anderen Stelle übertreibt und hart am Stalking agiert, hat sich diese Meinung innerhalb kürzester Zeit revidiert und ich habe mit Viola mitgefiebert, gehofft und so manches Risiko von ihr mit Schrecken beobachtet. Es handelt sich bei diesem Psychothriller um ein Buch zum Mitfiebern, eines, dass sich kaum aus der Hand legen lässt. Ein Pageturner vom Feinsten, mit einem etwas überraschenden, aber doch sehr plausiblen Ende.

Fazit:
Der Psychothriller „Das Signal“ von Ursula Poznanski bietet Lesespannung pur und lässt einen nicht mehr los. Trotz eines begrenzten Personenkreises und Umfelds wird eine so düstere Atmosphäre geschaffen, dass man als Leser in einen Lesesog gezogen wird und das Buch nicht mehr weglegen kann. Ein Pageturner wie man ihn sich als Thriller-Fan wünscht.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Fitzek wie man ihn kennt – ein Garant psychologischer Thriller-Spannung

Der Nachbar
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Im aktuellen Thriller von Sebastian Fitzek erlebt die Protagonistin Sarah die Sonnen- und Schattenseiten eines überfürsorglichen „Nachbarn“.

Um was geht es?
Sarah ist nach traumatischen Erlebnissen in ...

Im aktuellen Thriller von Sebastian Fitzek erlebt die Protagonistin Sarah die Sonnen- und Schattenseiten eines überfürsorglichen „Nachbarn“.

Um was geht es?
Sarah ist nach traumatischen Erlebnissen in ihrer Vergangenheit mit ihrer Tochter Ruby nach Berlin gezogen. Statt weiterhin als Strafverteidigerin zu arbeiten, betreibt sie einen Späti. Auf einmal geschehen seltsame Dinge in ihrem Umfeld. Ihr Kühlschrank ist voll, obwohl sie nicht einkaufen gehen konnte. Sie fühlt sich beobachtet und verfolgt. Und auf einmal geschieht in ihrem Umfeld ein erster Mord – einen, den sie selbst in ihrem therapeutischen Dunkelbuch beschrieben hat. Dreht sie langsam durch oder gibt es doch einen ominösen „Wohltäter“, der über das Ziel hinausschießt?

Protagonistin des Buches ist die ehemalige Strafverteidigerin Sarah, die in ihrem Leben schon viel Schlimmes erlebt hat und deswegen bereits seit ihrer Kindheit in Therapie ist. Hat sie doch aus Versehen ihren kleinen Bruder getötet. Auch ihr Ex-Mann und Vater ihrer Tochter Ruby war ein Psychopath, der Säuglinge mit Säure verätzt hat. Alle diese Erlebnisse haben sie aus der Bahn geworfen und sie kämpft mit ihrem täglichen Leben, auch wenn sie im Alltag zu funktionieren scheint. Ihr Charakter stellt eine interessante Mischung dar: Verunsicherung und People-Pleasing auf der einen Seite, ein Kämpferherz und intelligentes Taktieren auf der anderen Seite, insbesondere wenn es darum geht, ihre Lieben zu schützen. Das Verhalten des „Nachbarn“ holt dabei immer mehr ihre kämpferische, selbstsichere Seite hervor und es macht großen Spaß, ihre persönliche Entwicklung im Verlauf des Buches und ihre Interaktionen mit den zahlreichen Nebencharakteren zu verfolgen – seien es ihre beste Freundin, die Polizisten oder ihr Lebensgefährte.

Fitzek schafft es wie gewohnt, innerhalb kürzester Zeit in seinem aktuellen Psychothriller eine unglaubliche Spannung aufzubauen. Wir erleben fast die gesamte Story aus Sicht von Sarah. Trotzdem gibt es immer wieder kurze Zwischenepisoden, die entweder Ausflüge in die Vergangenheit darstellen oder das Leiden der aktuellen Opfer aufzeigen, die bestialisch gequält werden. Die Geschichte lässt viel Raum für Spekulationen, was den weiteren Verlauf und den Täter angeht. Das liebe ich sehr. Ich finde auch, dass dieses Buch im Vergleich zu den letzten Fitzek-Thrillern positiv hinsichtlich Spannung und Storyentwicklung hervorsticht. Eigentlich war es für mich ein klares 5/5-Sterne Buch, wäre da nicht das Ende gewesen. Dieses fand ich persönlich ein Stück weit zu konstruiert. Aus diesem Grund muss ich einen Stern in meiner Gesamtbewertung abziehen.

Fazit:
Fans von Fitzek werden dieses Buch lieben, generell werden alle Fans von Thrillern und Psychothrillern voll und ganz auf ihre Kosten kommen. Viele spannende Lesestunden sind garantiert und das Buch lässt sich nur schwer aus der Hand legen. Lediglich das Ende hat mir persönlich nicht so gut gefallen, da es mir zu konstruiert war. Deswegen insgesamt sehr gute vier Sterne 😊

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