Was einst geschrieben stand
Es geht um die Strafverteidigerin Sarah Wolff, die mit ihrer Tochter nach Berlin gezogen ist und dort ein Späti betreibt. Sie hat Angst vor dem Alleinsein. Sie hat Angst vor ihrem Exmann, der in der ...
Es geht um die Strafverteidigerin Sarah Wolff, die mit ihrer Tochter nach Berlin gezogen ist und dort ein Späti betreibt. Sie hat Angst vor dem Alleinsein. Sie hat Angst vor ihrem Exmann, der in der Vergangenheit grausame Dinge getan hat. Noch mehr hat sie Angst vor dem mysteriösen, unsichtbaren Nachbarn, der sich Eintritt in ihr Leben verschafft hat. Sie muss einsehen, dass sie nicht mehr allein ist ...
Sie muss einsehen, dass sie ungebetene Hilfe bekommt ...
Die Figurenzeichnung ist Fitzek gut gelungen und ich konnte mir die Personen bildlich vorstellen. Besonders Sarahs Ängste sind zwischen den Zeilen spürbar. Als Kind traumatisiert, hat sie auf Anraten ihrer Psychologin ein "Dunkelbuch" angelegt. Dort durfte sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen und ohne Wertung beschreiben, was sie am liebsten mit Menschen machen würde, die ihr in der Vergangenheit übel mitgespielt haben. Als sie feststellt, dass der geheime Nachbar ihre Einträge abarbeitet, gerät sie in Panik. Vor allem wegen des letzten Eintrags, der nicht von ihr stammt.
Misstrauen und innere Zerrissenheit bestimmen die Handlung und machen die Geschichte zu einem Pageturner. Nichts ist so, wie es scheint.
Der Schreibstil liest sich wie Butter und ich bin nur so durch die Seiten gerutscht. Ein Abbremsen war mir ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr möglich.
Das Ende ist typisch Fitzek. Eine klare Empfehlung.
Danke, Sebastian Fitzek.