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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.07.2020

Lebe dein Leben!

Je größer der Dachschaden, desto besser die Aussicht
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Nell kehrt nach ihrer geplatzten Verlobung, von Kalifornien zurück nach London. Nun ist sie gerade 40. geworden, Single und wohnt in einem Zimmer zur Untermiete.
Durch Cricket, die sie aus beruflichen ...

Nell kehrt nach ihrer geplatzten Verlobung, von Kalifornien zurück nach London. Nun ist sie gerade 40. geworden, Single und wohnt in einem Zimmer zur Untermiete.
Durch Cricket, die sie aus beruflichen Gründen kennenlernt, beschließt sie einen Podcast zu starten. Nun teilt sie ihr Leben virtuell mit fremden Menschen, ohne zu wissen ob ihr überhaupt jemand zuhört.

Dieses Buch ist in verschiedene Monate aufgeteilt. Der Leser verfolgt ein gutes Jahr aus Nells Leben. Es wird beschrieben, wie Nell alte Freunde wiedertrifft, die natürlich nun ein ganz anderes Leben führen, als früher. Alle haben sich weiterendwickelt, nur Nell scheint stehen geblieben zu sein.
Alexandra Potter beschreibt in ihrem Roman witzig und teils aus tragisch, wie sich Nell in ihrer alten Heimat, als einziger Single im Freundeskreis, wieder zurechtfinden muss. Es dauert eine Weile, bis sie feststellen muss, dass jeder irgendwo sein Päckchen zu tragen hat.
Ich konnte mich sehr gut in diese Geschichte hinein versetzen. Sie kommt dem wahren Leben sehr nahe. Sehr gut hat mir gefallen, dass es nicht diese typische Frau trifft Mann Story ist, wo zwei sich treffen, es Missverständnisse gibt und man sich am Ende doch bekommt und alles ist gut. Das ist dieser Roman nämlich nicht, denn im wahren Leben läuft auch nicht alles glatt oder wird wieder gut.
Das Ende dieses Buchs hat mich aber etwas verwirrt. Für mich war das letzte Kapitel nicht ganz schlüssig. Deshalb einen Punkt Abzug.
Fazit: Ein rundum toller Frauenroman für Menschen die voll im Leben stehen. Frei nach dem Motto #wastueichdagerade. 100% Weiterempfehlung.

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Veröffentlicht am 30.06.2020

Der Albtraum jeder Frau!

Die Flügel, mein Engel, zerreiß ich dir
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Cloe ist eine starke, sowie schöne, als auch erfolgreiche Frau, hat einen gut aussehenden Freund und soll bald die Chefposition in einer Werbeagentur übernehmen. Somit hat sie ein Leben dass sich so mancher ...

Cloe ist eine starke, sowie schöne, als auch erfolgreiche Frau, hat einen gut aussehenden Freund und soll bald die Chefposition in einer Werbeagentur übernehmen. Somit hat sie ein Leben dass sich so mancher wünscht. Doch dann kommt alles anders. Plötzlich verfolgt sie eine unbekannte Person und ein Albtraum beginnt.

Dieses Buch von Karine Giebel verdient wirklich den Titel „Thriller“. Von der Ersten bis zu letzten Seite ist dieses Werk voller Spannung. Am Anfang gibt es zwei unterschiedliche Handlungsstränge, die aber schnell zusammen laufen. Die ganze Geschichte wird sehr realitätsbezogen erzählt. Ich, als Frau, konnte mich sehr gut hinein versetzen. Stalking ist eine schlimme Geschichte und wenn einem dann noch nicht mal geglaubt wird, ist das schrecklich. Immer wieder stellt sich die Frage, ist das erlebte wahr oder hat Cloe doch nur Wahnvorstellungen, wie alle glauben. Das Ende fand ich sehr gut gelungen. Da es kein wirkliches Happy End gab, ist die Story, für mich, umso glaubwürdiger.

Die Hauptprotagonistin Cloe wird sehr gut dargestellt. Mir lief es mehrfach eiskalt den Rücken herunter, wenn sie mal wieder eine Begegnung mit dem Schatten hatte und niemand ihr glaubte.
Etwas undurchsichtig dagegen wirkt Cloe´s Freund Bertrand. Man weiß lange nicht, ob er sie wirklich liebt oder ein falsches Spiel spielt.
Dann gibt es da noch Kommissar Alex Gomez, der das Unglück anzuziehen scheint. Alles was er anpackt geht schief. Aber trotz seiner zynischen Art, hat er doch eine weiche Ader.
Fazit: Ein sehr spannender Psychothriller, den man unbedingt gelesen haben muss.

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Veröffentlicht am 17.06.2020

Leander ist der Beste!

Schwarzer August
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Dieses Buch schließt direkt an den dritten Teil an. Leander und Soraia haben sich nun gefunden und genießen gerade ihre Zweisamkeit. Da werden sie, durch einen Bombenanschlag, in die Realität zurückgeholt. ...

Dieses Buch schließt direkt an den dritten Teil an. Leander und Soraia haben sich nun gefunden und genießen gerade ihre Zweisamkeit. Da werden sie, durch einen Bombenanschlag, in die Realität zurückgeholt. Vor einer Bank ist eine Autobombe explodiert.
Wie auch schon in den anderen Teilen der „Lost in Fuseta“ Reihe gibt es eine gute Mischung aus Romantik und Spannung. Es macht mir einfach Spaß das Leben des „Asperbergers“ Leander Lost, mit all seinen Höhen und Tiefen mit zu erleben. Wie er es langsam schafft immer die Wahrheit zu sagen, denn er ist nicht fähig zu Lügen und trotzdem die Ermittlungen damit nicht zu gefährden, gefällt mir sehr gut. Auch die Geschichten rund um die anderen Ermittler werden immer wieder eingeflochten. Ich als Leser war während des Lesens, die ganze Zeit gespannt, ob Graciana und Carlos sich auch endlich kriegen. Sehr erheiternd fand ich auch wieder das gockelhafte Benehmen von Miguel Duarte, der sich gerne in den Vordergrund stellt. Diese Lebensgeschichten sind sehr spannend, aber der Autor vergisst darüber keineswegs, dass es sich um einen Krimi handelt. Der Bombenanschlag und alle weiteren Handlungen werden sehr spannend beschrieben. Sehr lange steht die Polizei im Dunkeln, wer der Täter ist und was seine Motivation ist. Immer ist er ihnen ein Schritt voraus. Erst ganz am Ende kommt der Umfang des Geschehens ans Licht, somit wurde die Spannung bis zum Schluss gehalten. Des Weiteren hat mich dieses Werk mental nach Portugal versetzt und ich konnte diese schöne Gegend geistig miterleben.

Fazit: Ein rundum gelungenes Buch, einer Reihe, die man unbedingt gelesen haben muss.

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Veröffentlicht am 05.06.2020

Ein Science Fiction Roman!

Boy in a White Room
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Der 15 jährige Manuel wacht in einem weißen Raum, ohne Türen und Fenster auf. Er weiß weder wer, noch wo er ist. Bald findet er heraus, dass er sich in einer virtuellen Welt befindet. Er trifft das Hologramm ...

Der 15 jährige Manuel wacht in einem weißen Raum, ohne Türen und Fenster auf. Er weiß weder wer, noch wo er ist. Bald findet er heraus, dass er sich in einer virtuellen Welt befindet. Er trifft das Hologramm seines Vaters, der ihm erklärt, dass seine Mutter ermordet wurde und er dabei tödlich verletzt wurde. Henning Jasper führender Kopf einer Firma für künstliche Intelligenz, hat seinem Sohn ein Implantat ins Gehirn gepflanzt um ihn am Leben zu erhalten. Doch schon bald zweifelt Manuel an der Geschichte seines Vaters.
So beginnt der Roman von Karl Olsberg. Er spielt komplett in einer nicht realen Welt, somit sehe ich in diesem Werk weniger ein Thriller, als ein Science Fiction Roman. Die Spannung wird durch Streifzüge per VI-Brille in die reale Welt und durch die Teilnahme Manuels an Rollenspielen erzeugt. Da dieses Buch Genre nicht unbedingt meinem Geschmack entspricht, fand ich es auch nur mäßig spannend. Trotzdem hat mich die Geschichte dazu gebracht dass ich auf jeden Fall wissen wollte was mit dem Jungen geschieht.
Nach drei Viertel des Buches wurde die Geschichte allerdings so abstrus, das ich die Lust daran verlor. Ab da wurde es immer unglaubwürdiger. Selbst in einer fernen Zukunft können, meiner Meinung nach, Geschehnisse nicht so vorkommen. Das Ende fand ich dann unbefriedigend und langweilig.

Fazit: Auch wenn das Buch nicht meinem Genre entsprach, war es auch inhaltlich auf keinen Fall ein Thriller. Es hat mich keineswegs angesprochen und deshalb gibt es auch keine Weiterempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 01.06.2020

Witzig, aber auch sehr Liebesroman!

Aufgetaut
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Diese Geschichte handelt von der Steinzeitfrau Urga und ihrem Mini Mammut Trö, die in einem Eisblock gefroren über 30 000 Jahre überlebt haben. Dieser Eisblock wird von Kapitän Lovskar an Bord seines Kreuzfahrtschiffs ...

Diese Geschichte handelt von der Steinzeitfrau Urga und ihrem Mini Mammut Trö, die in einem Eisblock gefroren über 30 000 Jahre überlebt haben. Dieser Eisblock wird von Kapitän Lovskar an Bord seines Kreuzfahrtschiffs „Arctica 2“ geholt. Der Träumer Felix Sommer und seine elfjährige Tochter Maya befinden sich auch an Bord.
Nach einigen unschönen Begebenheiten, machen sich Felix, Maya, Kapitän Lovskar mit Urga und Trö auf die Suche nach dem Glück.

In diesem Roman hat David Safier witzig beschrieben wie verschieden die Vorstellung von Glück sein kann. Es stellt sich die Frage, „Was ist Glück? Und wie findet man es?“. Da sich jedes Individuum nach etwas Anderem sehnt, wird es eine interessante Reise.
Die einzelnen Charaktere sind da sehr verschieden gestaltet. Felix Sommer, der bisher jedes Projekt, welches er in Angriff nimmt in den Sand setzt und von seinem Vater noch als Versager bestätigt wird. Er möchte eine Glücks App erfinden und damit selber etwas erreichen, also sein Glück finden. Maya, ein aufgewecktes elfjähriges Mädchen, welches sehr kritisch mit ihrer Umwelt umgeht. Ihr ist die Rettung der Erde sehr wichtig, dass ist ihr Glückswunsch. Dann ist da noch Kapitän Lovskar, dessen größtes Glück ein eigenes Segelschiff wäre. Dazu kommen einige Nebencharaktere mit eigenen Glücksvorstellungen und zu guter Letzt dann die Hauptpersonen Urga und Trö, die eigentlich Alles verloren haben und nicht wissen ob sie in der heutigen Zeit Glücklich sein können.
Über dieser Suche schreibt der Autor. Es kommen sehr witzige Passagen in diesem Buch vor. Aber leider auch sehr viel Herzschmerz. Ich hatte mir eigentlich eine lockere, leichte, aber auch etwas kritische Lektüre vorgestellt, aber mit weniger Liebesroman Anteil. Das hat mir den Spaß etwas verdorben.
Fazit: Ein witziges, Klimakritisches Buch mit viel Liebesroman. Wer sowohl Herzschmerz, als auch nicht ganz ernstzunehmende Geschichten mag, ist mit diesem Werk sehr gut bedient. Ich halte dieses Buch nicht für das Beste von David Safier.

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