Ein Leben ist es Wert gelebt zu werden!
Sonnenaufgang Nr. 5Jonas Engelbaum hat Germanistik studiert und sich als freischaffender Autobiograf selbständig gemacht. Sein erster Auftrag ist, das Leben der Film Diva Stella Dor niederzuschreiben. Dafür fährt er in den ...
Jonas Engelbaum hat Germanistik studiert und sich als freischaffender Autobiograf selbständig gemacht. Sein erster Auftrag ist, das Leben der Film Diva Stella Dor niederzuschreiben. Dafür fährt er in den kleinen Küstenort in dem Stella lebt. Schafft er es nicht diese Autobiografie zufriedenstellend zu verfassen weitere Kunden zu akquirieren, wird er nach Hause fahren und seinem Vater im Restaurant helfen. So ist es mit ihm abgesprochen.
Das Buch beschreibt im großen und ganzen, dass jeder eine andere Art hat mit dem Leben klar zu kommen. Jeder durchschreitet Höhen und Tiefen.
So gibt es in diesem Buch Jonas, der früh seine Mutter verloren hat und die Trauer nicht mit seinem Vater teilen kann.
Dann Bentje, die eine ganz eigene Weise gefunden hat mit dem Verlust ihres Mannes umzugehen.
Des Weiteren Nessa, die Ihre Eltern schon als Kind verloren hat und bei Pflegeeltern aufgewachsen ist.
Außerdem Stella, die mehr oder minder große Schauspielerin. Immer elegant und herrschaftlich. Ihre Erinnerungen stecken in, im Haus verteilten, Zetteln.
Durch die Geschichten dieser und weiterer Menschen wird Jonas langsam klar, dass er sich viel zu lange vor sich selber verschlossen hat.
Der Schreibstil von Carsten Henn hat mir sehr gut gefallen, da er die Geschichte rund um Jonas und Stella teils humorvoll rüber bringt ohne die zeitweise Tragik nicht ganz auszublenden.
Die Lesestimme von Oliver Siebeck ist angenehm in Klang und Intonation.
Fazit: Ein sehr schönes Buch über das Miteinander verschiedener Generationen. Es lädt auch ein bisschen zum nachdenken an, ob es wirklich ratsam ist vor gewissen unangenehmen Dingen die Augen zu verschließen.
Zitat Stella Dor: „...und manchmal ein weißer Elefant“.