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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.08.2021

Sehr spannend, aber leider auch sehr konstruiert!

Der Heimweg
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Jules übernimmt für seinen Freund Caesar eine Schicht des „Begleittelefons“. Dort kann man anrufen wenn man sich auf dem Heimweg unsicher oder verfolgt fühlt. Das erste Telefonat führt ihn zu Klara. Sie ...

Jules übernimmt für seinen Freund Caesar eine Schicht des „Begleittelefons“. Dort kann man anrufen wenn man sich auf dem Heimweg unsicher oder verfolgt fühlt. Das erste Telefonat führt ihn zu Klara. Sie behauptet, dass das Handy ausversehen in ihrer Tasche den Anruf getätigt hätte. Da Klara aber offensichtlich im Begriff ist Selbstmord zu begehen, lässt Jules sich nicht abwimmeln.
So beginnt der Thriller von Sebastian Fitzek. Von der ersten Seite an war der Spannungsbogen sehr hoch. Durch die grausamen Geschehnisse, die Klara und Jules, sich gegenseitig offenbaren und die während des Gesprächs geschahen, war ich total gefesselt. Das hielt bis ca. zur Mitte des Buchs an, doch ab da wurde es seltsam. Es geschahen immer weitere Dinge, die mir immer Unglaubwürdiger und weit hergeholt erschienen. Von dort an wurde immer weiter von einer möglichen Realität abgewichen. Der Thriller war zwar auch bis zu dem doch schon sehr konstruierten Ende, sehr spannend geschrieben, aber dieses setzte dann noch mal ein Krönchen auf die Unwahrscheinlichkeit.
Fazit: Ein sehr spannend verfasster Roman, für jemanden der gerne härtere Thriller liest und dem die Realitätswahrscheinlichkeit vollkommen egal ist. Leider nicht meins.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.07.2021

Spannend und kein bisschen vorhersehbar!

Die Karte
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Sofort am Anfang des Buchs steht ein Gedicht von Richard von Schaukal, zu dem Zeitpunkt ist dem Leser noch nicht klar, dass dieses eine wichtige Rolle in dem Thriller spielen wird. Dann beginnt der Prolog ...

Sofort am Anfang des Buchs steht ein Gedicht von Richard von Schaukal, zu dem Zeitpunkt ist dem Leser noch nicht klar, dass dieses eine wichtige Rolle in dem Thriller spielen wird. Dann beginnt der Prolog mit der einer Person, die eine Rollstuhlfahrerin erwürgt. Nun beginnt die eigentliche Geschichte mit dem stalken und töten einer Joggerin.
Bis das geschehen ist war ich schon tief und fest in das Buch eingetaucht und auch gefesselt. Im Laufe der Geschichte kommen noch verschiedene Handlungsstränge hinzu. Diese haben mich, als Leser, etwas verwirrt, ohne aber die Spannung zu nehmen. Durch dieses immer wieder hin und her wechseln, konnte ich im ganzen Thriller zu keiner Zeit erahnen wie und ob die verschiedenen Fälle zusammen hängen oder es zwei unterschiedliche Geschichten in diesem Thriller gibt. Somit ließ sich der Täter auch nicht vorzeitig ausmachen. Erst zum Ende hin lösten sich die Knoten und die einzelnen Stränge führten zusammen und zu einem nicht vorhersehbaren Schluss. So konnte mich der Autor von Anfang bis Ende fesseln.
Das einzige was mich im Endeffekt etwas störte ist, dass das Motiv nicht für alle Morde schlüssig ist.
Die Charaktere:
Ein Teil der Personen wurden meiner Meinung nach etwas überzogen dargestellt. Denn nicht jede lesbische Frau ist auch gleich eine Männerhasserin.
Alle anderen Personen sind relativ realistisch dargestellt worden.
Die Ermittlertruppe; Jens Kerner, der sich anfangs immer noch schwer tut, seine Gefühle zu zeigen. Rebecca, die kompetent und einfühlsam ist. Der Toni Hillmann ein wahrer Nerd. Und zum Schluss Hagenah, ein guter Kollege, kurz vor der Rente. Alle diese Personen könnten auch so in der wahren Welt vorkommen.
Fazit: Ein sehr guter Thriller, mit kleinen Ungereimtheiten in der Auflösung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.06.2021

Der Schein trügt!

Bornholmer Falle
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Ich habe das Hörbuch, aus dem Aufbau Verlag, gehört, aber es ist hier nicht gelistet!

Im Prolog wird der Mord an einem Barkeeper beschrieben und dann geht es weiter auf Bornholm. Dort ist Sahra Pirohl, ...

Ich habe das Hörbuch, aus dem Aufbau Verlag, gehört, aber es ist hier nicht gelistet!

Im Prolog wird der Mord an einem Barkeeper beschrieben und dann geht es weiter auf Bornholm. Dort ist Sahra Pirohl, ehemalige Polizistin aus Rostock, die sich aus privaten Gründen nach Bornholm versetzen lassen hat, der Polizei als Verbindungsoffizier behilflich. Als ein junger Mann aus Berlin, der mit seiner Familie Urlaub auf Bornholm macht spurlos verschwindet, nimmt sich Sahra des Falls an. Sie unterstützt damit Kriminalpsychologin und Kommissarin Hannah Jakob aus Berlin und sie treffen bald auf eine Verbindung zu dem Mord an dem jungen Barkeeper.
Am Anfang des Buches wird sehr gut beschrieben, warum Sarah Pirohl Berlin den Rücken gekehrt hat. Was für die weitere Geschichte auch wichtig wird. Mit Beginn des Falls, wurde man sofort tief in diese vermeintliche Drogengeschichte hineingezogen. Aber schnell war mir bewusst, dass da mehr hinter stecken muss. Schnell bekam die Spannung die Fahrt und ich konnte mich kaum noch trennen. Immer wieder gab es neue Aspekte, Verwirrungen und Vorfälle. So war das Hörbuch von Anfang bis Ende ein Genuss.
Das Ende kam dann allerding doch etwas abrupt. Der Fall ist zwar abgeschlossen, aber dann kommt noch ein Cliffhänger. Also wird es ein weiteres Abenteuer mit Sarah Pirohl und Hannah Jakob geben.
Die einzelnen Charaktere, ihre beruflichen, wie auch privaten Einblicke, wurden realistisch dargestellt.
Gelesen wird das Buch von Elke Appelt. Ich empfand ihre Stimme als sehr angenehm. Sie konnte die verschiedenen Stimmungen und Spannungen sehr gut wiedergeben.
Fazit: Ein spannender Krimi und somit auch ein Hörgenuss, den ich gerne weiterempfehle. Auf den nächsten Fall freue ich mich schon.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
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Veröffentlicht am 03.06.2021

Kunst liegt im Auge des Betrachters!

Der Blutkünstler
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Tom Bachmann, der Seelenleser genannt, hat die Gabe sich in Serienmörder hineinversetzen zu können. Er war mehrere Jahre für das FBI in den USA, als Profiler, tätig. Nun ist er wieder zurück in seine Heimatstadt ...

Tom Bachmann, der Seelenleser genannt, hat die Gabe sich in Serienmörder hineinversetzen zu können. Er war mehrere Jahre für das FBI in den USA, als Profiler, tätig. Nun ist er wieder zurück in seine Heimatstadt und landet beim BKA. Diese benötigt dringend seine Hilfe, da, im ganzen Bundesgebiet, eine Reihe von bizzaren Morden verübt wurden.
Der Thriller beginnt mit einem Vorfall in der Vergangenheit. Dann beginnt das Kapitel mit dem grausamen Mord an einer Galeristin und das nächste Kapitel handelt davon, wie Tom Bachmann zum BKA kommt. Anschließend wird immer mal wieder die Vergangenheit eingespielt und die Handlung aus Sicht des Täters beschrieben. Das hat mir sehr gut gefallen, denn dadurch wurde die Spannung gleichmäßig hoch gehalten und es gibt es so gut wie keinen Spannungsabfall. Ich hatte somit Probleme das Buch aus der Hand zu legen, immer wieder wollte ich schnell wissen; „War der Verdächtige es? Was macht er jetzt? Oder ist es doch ein ganz anderer?“. Als dann zum Ende der Mörder gestellt wird, war ich überrascht, wer es war. Damit hatte ich nicht gerechnet.
Man muss einfach so schnell wie möglich den ganzen Thriller gelesen haben.
Die Charaktere in diesem Buch sind sehr natürlich beschrieben. Tom, den seine Vergangenheit immer wieder einholt. Katja die Tom`s Nähe sucht und auch bei Ablehnung nicht aufgibt. Und dann Ira, die auch einen dunklen Fleck in ihrer Vergangenheit, hat. All diese Personen kommen sehr authentisch herüber. Außerdem gibt es dort noch die Person im Nebenstrang, die zusätzlich für Spannung sorgt.
Fazit: Ein sehr gutes Buch das ich gerne Weiterempfehle. Aber nicht für zart besaitete Leser, da recht blutig bzw. grausam. Auch ein weiterer Teil wäre möglich und wünschenswert.

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Veröffentlicht am 01.06.2021

Vom Regen in die Traufe!

Hundstage für Beck
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Ermittler Nick Beck verlässt das LKA Hamburg, um über den Verlust seiner Kollegin und Freundin, für dessen Tod er sich die Schuld gibt, hinweg zu kommen. So landet er in dem kleinen Städtchen Nordbek und ...

Ermittler Nick Beck verlässt das LKA Hamburg, um über den Verlust seiner Kollegin und Freundin, für dessen Tod er sich die Schuld gibt, hinweg zu kommen. So landet er in dem kleinen Städtchen Nordbek und wird dort der zuständige Polizist. Eines Abends, als er mal wieder seinen Frust im Alkohol ertränkt, überfährt er ausversehen eine junge Frau. Kurz darauf erscheint Cleo Torner, Beamtin aus Hamburg, bei ihm und bittet ihn, ihr in einem Vermisstenfall zu helfen. Die Nichte eines Großindustriellen aus Nordbek ist verschwunden.
Dieses ist der gelungene Start einer Reihe. Sofort von Anfang an konnte ich mich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen. Die Trauer, Wut und Verzweiflung, welche Beck ausstrahlt, konnte man sofort fühlen. Auch der Zwiespalt zwischen Kind und Karriere, den Cleo durchlebt, konnte ich gut nachvollziehen. Außer den bereits erwähnten Hauptpersonen, wurden auch alle zusätzlichen Personen in der Handlung recht realistisch dargestellt.
Dadurch dass der Leser schon den Zusammenhang der beiden Fälle kennt, wurde, meiner Meinung nach, die auch so schon vorhandene Spannung, nochmal gehoben. Ab ca. der Mitte konnte ich dann zwar schon die Hintergründe der Tat erahnen, wusste aber trotzdem bis zum Schluss nicht, wer der Täter war. Aber außer den polizeilichen Ermittlungen, gibt es, in diesem Krimi, auch noch persönliche Nebenstränge. Auch diese sind spannend und teilweise mit Humor verfasst.
Alles in Allem hat mir dieser Kriminalroman sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf den nächsten Band.

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