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Franziska19

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.06.2017

Die Vergangenheit zwischen Wellen und Me(h)er

Das Leben fällt, wohin es will
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Marie ist eine unverwüstliche Partymaus, die sich mit ihren Freunden in Hamburg die Nächte um die Ohren schlägt, bis mittags schläft, sich mit einem Aushilfsjob über Wasser hält und eine Freundschafts+ ...

Marie ist eine unverwüstliche Partymaus, die sich mit ihren Freunden in Hamburg die Nächte um die Ohren schlägt, bis mittags schläft, sich mit einem Aushilfsjob über Wasser hält und eine Freundschafts+ Beziehung mit dem Titel "bloß nicht zu viel voneinander wissen" führt.
Zumindest bis ihre Schwester an Brustkrebs erkrankt und sie bittet sie zu unterstützen: im Haushalt, in der Fürsorge der beiden Kinder und als Vertretung im Job. Eigentlich alles Dinge, die Marie lieber nicht um sich hat. Doch für ihre Schwester nimmt sie die Bürde auf sich. Und damit beginnt Maries Leben sich Grund auf zu ändern. Sie bleibt zwar die unordentliche Zuspätkommerin und Terminvergesserin, dabei merkt sie jedoch, was sie in den letzten Jahren eigentlich sehr vermisst hat: die Konstanz in ihrem Leben. Die findet sie in einer neuen und einer alten Liebe: einem Mann und den Booten - doch sich dem anzunehmen ist für Marie gar nicht so einfach, weil sie mit dem Schmerz der Vergangenheit konfrontiert wird.
Das Buch von Petra Hülsmann ist ein absolut empfehlenswerter Roman, der es schafft einen sehr ernsten Hintergrund (Vergangenheit von Marie und Krebserkrankung ihrer Schwester) mit der humorvollen Art der Charaktere zu verbinden. Es macht Mut sich den Schrecken der Vergangenheit und seinen Ängsten zu stellen, um genau das zu bekommen, was man eigentlich möchte. Es braucht manchmal einfach ein wenig Mut! Es ist ein Buch für alle, die die Bücher von Petra Hülsmann ins Herz geschlossen haben, für alle, die auf der Suche nach sich selbst sind, für alle, die eine schwere Zeit durchmachen und für alle, die ein wenig Mut brauchen oder einfach für diejenigen, die ein gutes Buch mögen!

Veröffentlicht am 14.03.2019

Heiratsschwindelei mit Folgen

Zärtlich ist der Tod
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Was haben Frau Cebulla, Sekretärin von Kriminalhauptkommissar Bodo Völxen aus Hannover, eine hochtalentierte Chellistin und ein Toter im Wald gemeinsam? Auf den ersten Blick nichts, doch alle drei sind ...

Was haben Frau Cebulla, Sekretärin von Kriminalhauptkommissar Bodo Völxen aus Hannover, eine hochtalentierte Chellistin und ein Toter im Wald gemeinsam? Auf den ersten Blick nichts, doch alle drei sind in dem neuen Kriminalfall aus Hannover verwickelt. In diesem Band der Krimireihe steht wieder ein spannender Fall im Fokus der Geschichte und die Charaktere des Kriminalreviers halten sich mit ihren Eigenarten wieder etwas im Hintergrund. Damit besinnt sich die Autorin wieder auf die Anfänge der Reihe, was diesem Buch nur gut tut. Es ist eine spannende Kriminalgeschichte, die jedoch mit sehr viel szenischem Humor gespickt ist. Darüber hinaus werden wieder einzelne Charaktere in ihren Eigenschaften und privaten Entwicklungen beleuchtet, ohne jedoch störend in den Vordergrund zu drängen. Eine insgesamt sehr gelungene Mischung, mit einem leichten und unterhaltsamen Schreibstil. Im letzten Band der Reihe war für meinen Geschmack das Verhältnis dieser beiden Erzählstränge sehr stark verschoben. Aber diesmal ist wieder mehr Krimi-Zeit. Das einzige Rätsel, was sich mir nicht erschlossen hat ist, warum als Titel des Buches "Zärtlich ist der Tod" gewählt wurde. Die beiden beschriebenen Morde sind auf jeden Fall alles andere als zärtlich geschehen.

Veröffentlicht am 08.03.2019

Jugendbuch mit Suchtfaktor

Erebos
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Immer mehr Jugendliche sind süchtig nach PC oder Konsolenspielen. Die Autorin hat sich dieser Thematik überspitzt dargestellt in "Erebos" angenommen und mit dem Spannungsbogen und dem Erzählstil in einer ...

Immer mehr Jugendliche sind süchtig nach PC oder Konsolenspielen. Die Autorin hat sich dieser Thematik überspitzt dargestellt in "Erebos" angenommen und mit dem Spannungsbogen und dem Erzählstil in einer Art und Weise erzählt, dass der Leser an den Seiten des Buches klebt, unbedingt weiter lesen möchte und "süchtig" das Geschehen verfolgt, bis man das Buch schlussendlich ausgelesen hat- dann ist der Spuk vorbei und der Bann gebrochen. Aus diesem Grund finde ich das Buch wirklich extrem gut gelungen, da nicht nur das Thema inhaltlich sehr passend dargestellt ist, sondern auch die Umsetzung so nachvollziehbar gelungen ist, dass der Leser sich in die Jugendlichen hineinversetzen kann und miterlebt, wie eine Veränderung durch das Spiel eintritt. Ein besonderer Nervenkitzel ist dabei natürlich, dass das Spiel in das Realleben der spielenden Jugendlichen eingreift. Ich bin schon länger kein Teenager mehr, aber auch für Erwachsene kann ich das Buch sehr empfehlen.

Veröffentlicht am 08.03.2019

psychiatrisches Doppelleben

Der Insasse
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Die Geschichte beginnt damit, dass Max verschwindet. Urplötzlich aus dem Leben gerissen. Man findet nur noch eine Legospielfigur von Luke Skywalker von ihm. Die Ermittler vermuten, dass er in die Gewalt ...

Die Geschichte beginnt damit, dass Max verschwindet. Urplötzlich aus dem Leben gerissen. Man findet nur noch eine Legospielfigur von Luke Skywalker von ihm. Die Ermittler vermuten, dass er in die Gewalt von einem Kinderschänder und -mörder geraten ist. Auch ein Jahr später hat man Max noch immer nicht gefunden. Die Ermittlungen sollen eingestellt werden - doch der mutmaßliche Mörder sitzt in einer Psychiatrie und schweigt. Darum beschließt der Vater von Max, mittels einer anderen Identität, sich in die Psychiatrie einschleusen zu lassen und den Fall selbst aufzuklären. In der Psychiatrie scheinen die Dinge aber ihren eigenen Lauf zu nehmen. Da stellt ein Arzt seine eigenen Regeln auf und die Patienten scheinen auch auf eine besondere Art zusammenzuhängen. Kann Max dadurch gerettet werden?

Sebastian Fitzek ist ein Meister der psychischen Verwirrung. Auch in diesem Buch stellt sich im Verlauf der Handlung heraus, dass nichts so ist, wie es zu sein scheint und der Leser muss seine Perspektiven auf die Personen mehrfach wechseln. Wieder einmal ist daraus ein sehr spannender und gut geschriebener Psychothriller geworden, den ich absolut empfehle zu lesen.

Veröffentlicht am 05.03.2019

Ein Mord zum Muttertag

Muttertag
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Oliver von Bodenstein ist zurück im K11 Hofheim. Gemeinsam mit seiner langjährigen Kollegin Pia Sander ermittelt er in einem neuen Mordfall. Ein älterer Mann wird tot auf seinem Grundstück aufgefunden. ...

Oliver von Bodenstein ist zurück im K11 Hofheim. Gemeinsam mit seiner langjährigen Kollegin Pia Sander ermittelt er in einem neuen Mordfall. Ein älterer Mann wird tot auf seinem Grundstück aufgefunden. Es handelt sich um Theo Reifenrath, ehemaliger Pflegevater von unzähligen Weisenkindern. Durch Zufall werden die Kommissare auf menschliche Knochen im Hundezwinger aufmerksam und ermitteln von da an nach einem Serienmörder. Denn im Zwinger sind nicht nur Knochen, sondern auch drei Wachsleichen von vermissten Frauen. Und im Laufe der Ermittlung stößt das Team sogar auf noch mehr Leichen und vermisste Frauen. Und dann ist plötzlich Pias Schwester verschwunden und die Zeichen deuten darauf hin, dass sie den Serienmörder aus ihrer Jugendzeit kannte.Zudem ist bald wieder Muttertag..... Im Mittelpunkt scheint es dabei um Frauen und ihre Kinder zu gehen, möglicherweise Kinder aus Weisenhäusern. Doch passt das zu Pias Schwester?

Ich bin froh, dass Nele Neuhaus die Reihe um Bodenstein und Sander fortgeführt hat. Und das ist ihr mit diesem Roman wieder äußerst gut gelungen. Nur wenige Autorinnen schaffen es so viele unterschiedliche Personen in eine Geschichte einzuführen, bei der jede ein Mordmotiv zu haben scheint. Zudem kann der Leser trotzdem die Orientierung zwischen den ganzen Personen behalten. Zu Beginn ist das Buch in seinem Erzähltempo langsamer, doch spätestens nach einem drittel kann man es kaum noch aus der Hand legen. Ich hoffe sehr, dass noch weitere Bände folgen werden. Ich kann auch Neueinsteigern in die Reihe sehr empfehlen das Buch zu Lesen. Volle Punktzahl bei garantiertem Lesespaß!