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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.07.2026

Viele Längen

Summer Romance
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Es geht in „Summer Romance“ um eine Sommerliebe. Doch wird es dabei bleiben? Die Gefühle von Ali entwickeln sich immer weiter. Sie gehen tief und trotzdem empfindet sie Angst. Eine Sommerliebe hat ein ...

Es geht in „Summer Romance“ um eine Sommerliebe. Doch wird es dabei bleiben? Die Gefühle von Ali entwickeln sich immer weiter. Sie gehen tief und trotzdem empfindet sie Angst. Eine Sommerliebe hat ein Ablaufdatum. So zumindest will Ali sich das einreden. Noch dazu wenn die räumliche Entfernung zu Ethan so groß ist.
In ihrem Roman beschreibt Annabel Monaghan die Gefühle der Protagonistin von Trauer, Apathie, Freude, Glück und Verliebtsein. Der Leser durchlebt mit Ali ein Erwachen wie im Frühling, ein Hochgefühl wie im Sommer und das nahe Ende wie im Herbst. Schaffen die Verliebten eine Basis zu schaffen um ihre Beziehung auch in diesen Herbst zu tragen? Zu lesen ist die Geschichte flüssig und locker, manchmal ist Ali etwas zaghaft.
Leider sind auch immer wieder einige Längen vorhanden, die man getrost hätte kürzen können. Das Buch würde auch mit zwei Drittel der Seiten noch gut lesbar sein.
Sehr gut beschrieben ist die Erkenntnis von Ali über ihre Beziehung zu ihrer Mutter. Welche Rolle diese, wenn auch aus Liebe, in ihrem Leben eingenommen hatte.
Es ist eines jener Bücher, die man sehr gut und flüssig lesen kann, aber nicht unbedingt muss.

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Veröffentlicht am 04.07.2026

Nette Romanze mit leichten Schwächen

(K)ein Date mit dir
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Es geht hier nicht nur um eine Liebesgeschichte. Gekonnt werden Themen wie Diabetes, Gesichtsblindheit und Internetpräsenz miteinander kombiniert und die jeweiligen Probleme damit aufgezeigt.
Janne und ...

Es geht hier nicht nur um eine Liebesgeschichte. Gekonnt werden Themen wie Diabetes, Gesichtsblindheit und Internetpräsenz miteinander kombiniert und die jeweiligen Probleme damit aufgezeigt.
Janne und Ben müssen ein paar Hürden nehmen, aber vor allem müssen sie miteinander reden. „(K)ein Date mit dir“ bindet die Themen in die Geschichte ein, sodass sie dem Leser beinahe nebenbei nähergebracht werden. Der Leser entwickelt Verständnis und Mitgefühl, aber auch das eigene Denken und Verhalten wird überprüft.
Yvonne Struck schreibt in einem leichten Stil. Sie lässt keine Schwere aufkommen. So bleibt das Lesevergnügen hoch.
Einzig störend sind einige Logikfehler, zum Beispiel Janne und Nele führen ein Gespräch am Strand, plötzlich stehen die Figuren im Hotelzimmer und noch im selben Gespräch wieder am Strand, oder die Wohnungen von Ben und Janne sind nebeneinander ein andermal wieder oben und unten. Das sind natürlich Kleinigkeiten und persönliche minimale Störfaktoren, nehmen aber leider einen Stern. Ansonsten macht das Buch wirklich Spaß und ist zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 27.06.2026

Cosy mit greifbaren Figuren und bildhafter Landschaftsbeschreibung

Lavendelmord
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Mit Cleo und ihren Töchtern begibt sich der Leser nach Nizza. Doch als Frau muss sich Cleo erst ihren Platz als Chefin der Mordkommission sichern. Wer steht auf ihrer Seite, vor wem soll sie sich in Acht ...

Mit Cleo und ihren Töchtern begibt sich der Leser nach Nizza. Doch als Frau muss sich Cleo erst ihren Platz als Chefin der Mordkommission sichern. Wer steht auf ihrer Seite, vor wem soll sie sich in Acht nehmen, wer meint es nicht wirklich gut mit ihr?

Ihr erster Mordfall führt den Leser in die Duftwelt. Faszinierende Einblicke in die Parfumherstellung sind auch für einen Laien verständlich beschrieben. Der Fall an sich, wurde von Konrad K. L. Rippmann glaubwürdig aufgebaut, auch die Ermittlungen sind nachvollziehbar und wirken nicht konstruiert. Seine Hauptprotagonisten entwickeln eine Tiefe, sie sind greifbar und bleiben nicht oberflächlich.

Eingebettet ist der Fall in eine extrem genaue Landschaftsbeschreibung. Für einen ortsunkundigen Leser helfen diverse Wegbeschreibungen nicht viel. Es ist durchaus schön Landschaft und Orte genau vor Augen zu haben, doch mit der Zeit wird dies etwas zu dominant, genauso wie die französischen Ausdrücke.

„Lavendelmord“ bewegt sich als Cosykrimi mit sympathischen Figuren in einer farbenfrohen Gegend und in einem nicht üblichen Umfeld. Das Buch unterhält und lässt bis zu einem gewissen Grad eintauchen, sodass es sicher für Leser interessant ist, die leichte Krimis in der malerischen Provence lieben.

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Veröffentlicht am 06.06.2026

Ein verworrener Krimi, mit mancher Wiederholung

Strandopfer
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Warum hat der Tote, das erste „Strandopfer“, einen Bernstein im Mund? Eine Frage, die sich von Lena und Adam, dem deutsch-polnischen Ermittlerduo, nicht so einfach beantworten lässt. Dazu kommen ein verschwundenes ...

Warum hat der Tote, das erste „Strandopfer“, einen Bernstein im Mund? Eine Frage, die sich von Lena und Adam, dem deutsch-polnischen Ermittlerduo, nicht so einfach beantworten lässt. Dazu kommen ein verschwundenes Kind und weitere Tote mit Bernstein im Mund.
Gefühlt wird der Krimi mit jeder Seite verworrener. Grundsätzlich nicht schlecht, nur hier wusste man schon bald nicht mehr, wem man was zutrauen sollte. Warum Lena überhaupt nach Polen geschickt wurde, fand ich unzureichend erklärt. Manche Ermittlungsergebnisse waren irgendwie plötzlich da. Dafür haben die wirklichen Arbeiten von Lena und Adam gefehlt. Die Haupttätigkeit von Lena war über ihre Vergangenheit und die Vorurteile hinwegzukommen, immer wieder. Die Zusammenarbeit gestaltet sich nicht nur dadurch schwierig, beide sind nicht wirklich zugänglich. Zumindest fand ich keine griffige Basis.
Für den Krimi spricht, dass er sich wirklich gut lesen lässt. Frank Goldammer schreibt flüssig, auch lebendig, nur die Spannung fehlt etwas. Auch war zwischendurch nicht alles ganz glaubwürdig. Motiv und Täter konnte ich nach der Lösung des Falles nachvollziehen. Aber zum Beispiel sind eine Ablenkungstaktik des Mörders, oder ein relativ schnelles Verlassen des Krankenhauses nach einer schweren Verletzung, oder die Rolle des Politikers nicht ganz schlüssig für mich gewesen.
Das Buch liest sich gut, wenngleich auch nicht einfach zwischendurch, da man sonst den Faden verlieren könnte. Hier gibt es sicher noch Potential für die nächsten Bände.

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Veröffentlicht am 30.05.2026

Ein Neuanfang der schrittweise beginnt

Au revoir und tschüss
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Es ist ein Moment, ein Satz, eine Begebenheit, die Caro trifft wie ein Blitz. Wann wurde ihr Leben das was es jetzt ist? Will sie das noch so?
Aber nur langsam und allmählich beginnt sie den Mut zum Neuanfang ...

Es ist ein Moment, ein Satz, eine Begebenheit, die Caro trifft wie ein Blitz. Wann wurde ihr Leben das was es jetzt ist? Will sie das noch so?
Aber nur langsam und allmählich beginnt sie den Mut zum Neuanfang aufzubringen. Das ist realistisch. Wer würde schon im realen Leben von heute auf morgen alles, oder vieles, ändern?
Caro hat Familie, einen Ehemann, zwei Söhne. Sie ist eine verantwortungsbewusste, liebenswerte Frau, die beginnt sich selbst zu suchen.
Mit „Au revoir und tschüss“ hat Gudrun Lochte einen gefühlvollen Roman erschaffen. Er erzählt vom Zeitpunkt der ersten Fragen in ihrem Kopf bis zum Neubeginn. Es ist kein radikaler und pointierter Start in ein neues Leben, sonder überdacht, mit Zweifel und Fragen bestückt. Doch Caro wird immer ehrlicher zu sich selbst. Ein Happy End muss nicht zwangsläufig in den alten Gleisen erfolgen.
Die Autorin findet gefühlvolle Worte, beschreibt nicht nur Landschaft und Essenskultur in Frankreich mit bunten Bildern, sondern auch die Gefühlswelt von Caro. Man kann sich durchaus vorstellen, dass sich ein Abschied und Neubeginn in dieser Art vollziehen kann. Ihr Roman ist in einem sehr angenehmen Schreistil verfasst und liest sich wunderbar leicht.
Ein Wort noch zur Gestaltung des Buches. Beim Entfernen der Schutzhülle findet sich das Cover ebenfalls am Buchdeckel.
Der Roman bietet sich jedem Leser an, der gerne realitätsnahe Geschichten mit Herz und Hirn lesen will.

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