Profilbild von Deidree

Deidree

Lesejury Star
offline

Deidree ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Deidree über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.05.2022

Hoch erotisch in einer historischen Umgebung

Die Wollust der Heilerin | Erotischer Roman
0

Die Kombination historischer Roman und erotische Geschichte hat schon seinen ganz eigenen Reiz. Einerseits wird der Leser hier in eine Zeit zurückversetzt, in der noch andere Gesetze galten, andererseits ...

Die Kombination historischer Roman und erotische Geschichte hat schon seinen ganz eigenen Reiz. Einerseits wird der Leser hier in eine Zeit zurückversetzt, in der noch andere Gesetze galten, andererseits hat alleine die Umgebung der schottischen Highlands mit der alten Burg und dem Clanwesen eine spezifische Magie.
Wir finden keine Jahreszahlen oder besondere Schlachten erwähnt, einzig der Schauplatz und die Lebensweise der Burgbewohner geben die historische Richtung vor.
„Die Wollust der Heilerin“ Rhiann wird von unschuldigen, ersten Erkundigungen bis zu leidenschaftlichen, fordernden Nächten als Gefährtin, in sehr hoch erotischen Szenen beschrieben.
Cassie Hill bedient sich einer Sprache, die der damaligen Zeit meistens angepasst ist. Das lässt die Geschichte authentisch wirken.
Ihre Protagonisten sind sehr sympathische, selbständige, starke Charaktere. Neben der Erotik findet die Autorin auch noch Platz um Lebensweise und Landschaft bildlich zu beschreiben. Das hat mir zusätzlich sehr gut gefallen.
Einzig war etwas eigenartig, dass ausnahmslos jeder Mann im Buch die Lust seiner Partnerin vor seine eigene stellte. Zumindest mein Weltbild würde in historischen Zeiten auch den einen oder anderen nicht so beherrschten und selbstlosen Mann annehmen. Aber gut, vielleicht ist ja mein Bild nicht korrekt, wer weiß das schon.
Ich gebe eine volle Leseempfehlung ab. Der Leser bekommt eine kleine historische Geschichte mit hoch erotischen Szenen, Liebe, Hingabe und Wertschätzung präsentiert. Und das alles vor dem Hintergrund eines romantischen, schweren Alltags.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.05.2022

Jede Altersstufe findet interessante Information

Sei wie ein Baum!
0

Ich war vom ersten Blick auf dieses Buch verzaubert. Mir gefallen die Illustrationen und die kurzen, knappen, aber informativen Beschreibungen sehr gut.
Die Gegenüberstellung Mensch / Baum ist kindgerecht ...

Ich war vom ersten Blick auf dieses Buch verzaubert. Mir gefallen die Illustrationen und die kurzen, knappen, aber informativen Beschreibungen sehr gut.
Die Gegenüberstellung Mensch / Baum ist kindgerecht dargestellt und auch erklärt. Dachte ich. Dann habe ich mit unseren älteren Kindergartenkindern (also fünf- und sechsjährige) das Buch durchgelesen und besprochen. Die Botschaft kam dann nicht bei allen so einfach an, wie ich mir das vorgestellt habe. Selbstverständlich ist jedes Kind anders und bei dem einen oder anderen waren das Verständnis und das Begreifen des Vergleichs durchaus gegeben.
Aber alle haben die Illustrationen gerne angesehen und das Buch immer wieder durchgeblättert. Auch die Erklärungen Haut/Rinde oder Rückgrat/Stamm usw. konnten sie gut erfassen.
Schön finde ich, dass eigentlich auf fast jeder der Seiten größere und kleinere Details verarbeitet sind, sodass die Kinder immer wieder Neues entdecken können.
Die letzte Seite mit den konkreten Erklärungen und Begriffen wie Splintholz, Kambium und so weiter war für meine Zielgruppe eindeutig zu schwer. Aber das ist auch kein Problem, lässt man es eben einfach weg, oder benennt die Teile anders.
Grundsätzlich finde ich das Buch sehr schön, übersichtlich aufgebaut und die Botschaft dahinter sehr wichtig.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 15.05.2022

Hoher Spannungsbogen, sympathische Figuren, sehr empfehlenswert

Hundstage
0

Mit Ines und ihrem Team darf der Leser einen grausamen Mord untersuchen. Doch dass dieser erst der Anfang sein soll, kann zu Beginn noch niemand erahnen.
Sonja Kindler hat ihre „Schwarzwälder Hundstage“ ...

Mit Ines und ihrem Team darf der Leser einen grausamen Mord untersuchen. Doch dass dieser erst der Anfang sein soll, kann zu Beginn noch niemand erahnen.
Sonja Kindler hat ihre „Schwarzwälder Hundstage“ in einer idyllischen Gegend angesiedelt. Und genau hier scheint ein Mord so unpassend wie das Opfer. Ob und wie die taffe Ermittlerin Ines mit ihrem Team dem Täter auf die Spur kommt, ist für den Leser nicht direkt ersichtlich. Ein paar Wendungen, ein paar Personen, die dann doch wieder anders ins Bild passen, als auf den ersten Blick gedacht, oder die nur in die Irre führen sollen.
Mir hat der Aufbau sehr gut gefallen. Auch der Spannungsbogen ist gekonnt eingesetzt und zieht zum Ende hin noch einmal kräftig an. Für mich waren alle Fragen geklärt und losen Enden geknüpft.
Schreibstil und Kapitellänge sind lesefreundlich. Das Buch hat einen guten Griff und liegt angenehm in der Hand. Das Cover weist in Richtung Krimi, sodass auch hier kein Missverständnis entstehen kann.
Ich gebe eine volle Leseempfehlung für Krimifreunde, die ein grausamer Täter nicht erschrecken kann, und die auch Tiefsinnigkeit in den Büchern suchen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.05.2022

Softerotik mit Liebe und viel Fantasie

Liebe in allen Spielarten
0

Der Titel „Liebe in allen Spielarten“ und die Kurzbeschreibung weisen ja darauf hin, es handelt sich hier um einige Kurzgeschichten die Erotik und Liebe zeigen wollen. Die finden wir auch in der harmlosen, ...

Der Titel „Liebe in allen Spielarten“ und die Kurzbeschreibung weisen ja darauf hin, es handelt sich hier um einige Kurzgeschichten die Erotik und Liebe zeigen wollen. Die finden wir auch in der harmlosen, abgeschwächten Form in jeder Geschichte. Sie sind interessant erzählt, zeigen in den unterschiedlichsten Konstellationen der Protagonisten ihre Anziehung. Manchmal ist allerdings sehr viel Fantasie oder Zufall dabei, sodass sie etwas unrealistisch wirken. Aber auf Fantasie wird im Vorfeld ebenfalls hingewiesen, sodass ich es hier nicht abwertend einfließen lasse.
Der Schreibstil von Chris Grünberger ist in einer einfachen, dafür sehr leicht lesbaren Sprache gehalten.
Das Cover finde ich extrem gut gelungen, ästhetisch und reizvoll. Es stellt die Verbindung zu einer der Kurzgeschichten her. Das finde ich passend und wohl überlegt.
Wer hier heiße, sehr detaillierte Szenen und Bilder für den Kopf erwartet, wird allerdings enttäuscht werden.
Ich empfehle diese Kurzgeschichten für Leser, die sich gerade an erotische Texte, Geschichten und Bücher herantasten, beziehungsweise die eben schon wissen, dass ihnen das sanfte Vorgehen besser zusagt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.05.2022

Vielfältige Charaktere harmonieren wie bunte Blumen auf einer Wiese

Der Sommer der Blütenfrauen
0

Drei Frauen, drei Leben, drei Wege, ein Ziel?
So unterschiedlich Rose, Marguerite und Viola auch sind, so sehr verbindet sie ein Traum, der sich gemeinsam vielleicht verwirklichen lassen könnte. Doch ...

Drei Frauen, drei Leben, drei Wege, ein Ziel?
So unterschiedlich Rose, Marguerite und Viola auch sind, so sehr verbindet sie ein Traum, der sich gemeinsam vielleicht verwirklichen lassen könnte. Doch dass sie diesen Traum träumen, bemerken sie erst am Weg dorthin. Und auf diesem Weg entsteht eine Freundschaft, wie sie besser nicht hätten werden können.
„Der Sommer der Blütenfrauen“ ist einerseits filigran, zart, gefühlvoll wie die Blüten einer Blume, andererseits kommen die unterschiedlichsten Figuren und vielfältigsten Charaktere vor, wie eben auch auf einer Blumenwiese alles bunt gemischt ist und doch harmoniert.
Lea Santana trifft mit ihren Blütenfrauen eine gute Auswahl. Nicht jede mag gleich sympathisch wirken, aber in der Gesamtheit ergeben sie ein rundes Bouquet. Und bis zum Ende bemerkt man bei jeder eine gewisse Entwicklung.
Der Roman ist in Kapitel unterteilt. Mir hat auch gut gefallen, dass die Kapitel den Namen der Frau tragen, die in ihm im Mittelpunkt steht.
Den Schreibstil fand ich sehr flüssig lesbar und das Cover mit den nicht ganz alltäglichen Farben sehr ansprechend. Der Roman ist ein rundes Ganzes mit einer schönen Geschichte, einem wahren Kern, nämlich sich seinen Ängsten stellen zu müssen, und trotzdem mit einer Leichtigkeit wie Blüten im Sommer. Von mir gibt es hierfür eine volle Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover