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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.10.2021

Gute Unterhaltung mit viel Gefühl

Luisa wagt das L(i)eben
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Ein Buch, das einerseits flüssig und flott zu lesen ist, andererseits Gefühle wiederspiegelt und gleichzeitig eine Entwicklung der Figuren zueinander erkennen lässt.
Christina Beuther hat bei „Luisa wagt ...

Ein Buch, das einerseits flüssig und flott zu lesen ist, andererseits Gefühle wiederspiegelt und gleichzeitig eine Entwicklung der Figuren zueinander erkennen lässt.
Christina Beuther hat bei „Luisa wagt das L(i)eben“ immer wieder Kapitel als Rückblende eingebaut. Diese werden – im Gegensatz zur restlichen Geschichte - aus Sicht von Nick erzählt und geben so auch Einblick auf seine Sicht der Dinge und Gefühle.
Besonders hat mich beeindruckt wie Luisas Gefühlswelt beschrieben wurde, als sie zum Punkt kommt an dem sie selbst nicht sagen kann, seit wann ihr Leben nicht mehr zu ihr passt, oder ob es überhaupt je zu ihr gepasst hat. Manchmal schleicht sich eine Veränderung einfach ins Leben.
Großteils habe ich die Handlungen und Gedankengänge der Figuren sehr authentisch empfunden. In der Vergangenheit ebenso, wie in der Gegenwart.
Luisa und Nik, sowie Tom und seine kleine Patchworkfamilie sind die sympathischen Figuren in diesem Roman, dagegen bin ich mit Mark bis zum Schluss nicht warm geworden.
Zur liebenswerten Geschichte nicht unbedingt im Einklang stehend finde ich das Cover. Es wirkt farbenfroh und heiter, doch Luisa hatte auch Zweifel. Die Frau am Cover wirkt für mich eher selbstsicher und etwas berechnend. Das kommt der Geschichte nicht nahe.
Ansonsten habe ich mich mit Luisa gut unterhalten und ein paar wirklich nette Stunden mit ihr verleben dürfen.

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  • Handlung
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  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 19.09.2021

Sympathische, witzige, manchmal chaotische Hobbyermittlerin

Salzburger Rippenstich
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Vorweihnachtszeit in Salzburg. Eigentlich eine beschauliche Zeit, doch unter Katharina Eigners Feder entspinnt sich ein Krimi, der auch erfahrenen Ermittlern zu denken geben würde.
„Salzburger Rippenstich“ ...

Vorweihnachtszeit in Salzburg. Eigentlich eine beschauliche Zeit, doch unter Katharina Eigners Feder entspinnt sich ein Krimi, der auch erfahrenen Ermittlern zu denken geben würde.
„Salzburger Rippenstich“ bietet neben einer sympathischen, neugierigen Hauptprotagonistin noch Mord, Humor, Spannung, verwinkelte Denkweisen, gut verstecktes Motiv, Tratsch und Klatsch eines Dorfes, skurrile Persönlichkeiten, Machos sowie länderübergreifende Beziehungen. All das führt letztendlich zur erfolgreichen Aufklärung der Morde.
Die Hauptermittlung wird von Rosmarie bewältigt. Natürlich hat sie Helfer in Form der lieben Dorfgemeinschaft, die unbewusst – oder manchmal bewusst – ein paar Hinweise verliert und in Form ihrer Freundin Vroni.
Erzählt wird aus der „Ich-Perspektive“ von Rosmarie. Der Leser erfährt in diesem ersten Band auch einiges zu ihrer Vergangenheit. Insoferne hat mir das gefallen, da ich mir so ein gutes Bild der Figur machen konnte. Warum sie gerade so an eine Sache herangeht, oder weshalb sie eine andere Sache tief trifft. Die Person von Rosmarie wird plastischer.
Erwähnenswert sind noch die ungewöhnlichen Kapitelüberschriften. Sie stellen eine kurze, aber umschriebene Zusammenfassung der kommenden Geschehnisse dar. Für den Leser, der dies trotzdem nicht wissen möchte, ist es kein Problem, sie nicht zu lesen. Es sind nur ein paar Zeilen vom Text abgehoben und in kursiv gesetzt. Cover und Titel passen zur Geschichte und werden auch im Laufe des Buches noch deutlicher.
Ich habe mich mit Rosmarie verstanden und von ihr gut unterhalten gefühlt. Die Mordermittlungen wurden ohne offene Fragen beendet. Ich kann eine volle Leseempfehlung für jene Leser abgeben, die in einem Krimi auch gerne witzige Passagen, regionale Bräuche oder Gepflogenheiten, skurrile Figuren sowie einen verschlungenen Weg zur Lösung des Falles eingebaut sehen wollen.

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Veröffentlicht am 06.09.2021

Breites Feld erotischer Fesselungen

Fesseln der Leidenschaft | Erotische Geschichten
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Kurzgeschichten sind meistens perfekt um sie zwischendurch in Pausen, Wartezeiten oder in öffentlichen Verkehrsmitteln zu lesen. Doch diese neun Kurzgeschichten sind voll Erotik, hemmungsloser Lust und ...

Kurzgeschichten sind meistens perfekt um sie zwischendurch in Pausen, Wartezeiten oder in öffentlichen Verkehrsmitteln zu lesen. Doch diese neun Kurzgeschichten sind voll Erotik, hemmungsloser Lust und Begierde. Sie passen eher in privatere Zeiten oder Räume, um sie auch entsprechend genießen zu können.
„Fesseln der Leidenschaft“ sind in manchen Geschichten wörtlich zu nehmen, in anderen im übertragenen Sinn. Ich finde den Mix zwischen leichtem BDSM und gefühlvoller Nähe ausgewogen und interessant. Angelique Corse deckt somit ein breites Interessenfeld, sogar bis hin zur Fantasiegeschichte.
Ihre Figuren wirken authentisch und sympathisch. Die Gedankenwelt der Protagonisten ist nicht speziell gekennzeichnet beziehungsweise hervorgehoben, doch der Leser erkennt schon in der Szene, ob die Figur einem Tagtraum erliegt oder es sich um eine reale Begegnung handelt.
Das erotische Geschehen in den Geschichten ist durch die Bank gefühlvoll und heiß beschrieben. Der Leser kann sich gut einfühlen und das Kopfkino startet schnell.
Die Geschichten sind flüssig zu lesen, die Rahmenhandlungen knapp und doch interessant gestaltet. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 03.09.2021

Zum Schmunzeln

Aufgetaut
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Zwischendurch ein witziges, humorvolles Buch. Das war mein Gedanke, als ich zu David Safier griff. So ganz erfüllte sich mein Vorhaben nicht. Die Suche nach dem Glück stellt sich für Felix nicht ganz so ...

Zwischendurch ein witziges, humorvolles Buch. Das war mein Gedanke, als ich zu David Safier griff. So ganz erfüllte sich mein Vorhaben nicht. Die Suche nach dem Glück stellt sich für Felix nicht ganz so lustig dar. Hier ist nur Platz für ein paar witzige Szenen.
Am Ende ist das Glück für die Steinzeitfrau nicht viel anders zu finden, als für den modernen Menschen. Doch die Suche ist auch bei „Aufgetaut“ der Weg.
Vielleicht bin ich vom Autor mit seinem „Miesen Karma“ und „Jesus liebt mich“ verwöhnt. Zumindest kann dieses Buch an Witz und Humor damit nicht mithalten.
Die Geschichte um Urga ist nett aufgezogen. Jeder der Figuren hat seinen Problemrucksack mit sich zu tragen und jeder sucht das Glück auf seine Art.
Der Schreibstil von David Safier liegt mir trotzdem. Ich lese ihn eigentlich gerne und so sind die über 300 Seiten rasch gelesen. Das Cover hat Erkennungswert und ist in dem typischen Gelb gehalten.

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Veröffentlicht am 30.08.2021

V.I.E.R. halten mit Charme, Ideenreichtum und Witz die Spannung hoch

Nie zu alt für Irish Coffee
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Ein schlaues Vierergespann mit völlig unterschiedlichen Persönlichkeiten auf Mörderjagd. Die Figuren kennen sich aus Jugendtagen und haben sich als Erwachsene wiedergefunden. Etwas merkt man der Gruppendynamik ...

Ein schlaues Vierergespann mit völlig unterschiedlichen Persönlichkeiten auf Mörderjagd. Die Figuren kennen sich aus Jugendtagen und haben sich als Erwachsene wiedergefunden. Etwas merkt man der Gruppendynamik an, dass sie sich erst neu finden müssen. So ganz harmonisch läuft der Fall nicht ab.
Mir gefiel aber, dass jeder seine Qualitäten und Maken hat, dass abwechselnd jeder etwas zur Lösung beisteuern kann. Für mich ist es das erste Buch der V.I.E.R. überhaupt. Teilweise werden Ereignisse aus der Vergangenheit aufgegriffen, die entweder relevant für den aktuellen Fall waren, oder aber durch den einen oder anderen Satz erklärt wurden. Das Buch ist auch ohne Kenntnisse der vorhergegangenen Teile vollkommen verständlich.
„Nie zu alt für Irish Coffee“ führt den Leser, wie könnte es anders sein, nach Irland. Anschaulich beschreiben Christian Homma und Elisabeth Frank die Landschaft, Leute und Lebensweise. Sie lassen ihren Protagonisten liebenswerten bis eigenwilligen Charme versprühen. Witz und Humor finden sich ebenso, wie Einfallsreichtum und Mut. Der angenehme Schreibstil lässt ein zügiges Lesen zu.
Das Cover zeigt eine idyllisch wirkende Landschaft mit Cottage. Doch so harmlos ist die Geschichte nicht. Kaum dachte ich, dass die VIER einer Lösung auf der Spur sind, hat sich ein anderes Problem aufgetan. Die stetige Spannung trug auch dazu bei, dass ich das Buch in beinahe einem Rutsch gelesen habe.

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