Geschichtlich sehr interessant, emotional, schöne Liebesgeschichte
ZypressensommerDen „Zypressensommer“ in der Toskana mit Julia zu verbringen hat mir richtig Freude gemacht. Zwar fand ich die Verbindung zum Titel etwas dürftig, da ebendiese Zypressen nicht wirklich oft erwähnt werden. ...
Den „Zypressensommer“ in der Toskana mit Julia zu verbringen hat mir richtig Freude gemacht. Zwar fand ich die Verbindung zum Titel etwas dürftig, da ebendiese Zypressen nicht wirklich oft erwähnt werden. Aber an und für sich ist die Geschichte richtig schön zu lesen. Sie ist emotional aufgebaut, die Figuren wirken authentisch und die geschichtlichen Ereignisse basieren auf tatsächlichen Geschehen. Dies macht den Roman noch interessanter und auch etwas aufrührend. Trotzdem wirkt er nicht bedrückend oder düster.
Teresa Simon schafft eine Atmosphäre, die auch schwarze und schwere Vergangenheit gut lesbar macht. Ihr Schreibstil ist eigentlich leicht zu lesen. Einzig hat mich mit der Zeit gestört, dass so viele italienische Wörter und Sätze vorgekommen sind. Ja, sie passen zur Geschichte, klar, nur ist es für mich, die ich kein Italienisch kann, etwas schwierig, da nicht immer alles übersetzt oder erklärt wurde. Auch die Figuren verstanden zu Beginn nicht, was ihr Gegenüber sagte, das wird dadurch noch deutlicher. Beim Lesen war mir das dann aber etwas zu viel.
Davon abgesehen hat mir das Buch sehr gut gefallen. Gerade auch, weil man über einen Teil der etwas vergessener scheinenden Vergangenheit wie der Resistenza in Romanform erfährt.