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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2019

Heiß und hart, ein Muss für BDSM-Liebhaber

Dirty Darkness – verruchte Dunkelheit | Erotische Geschichten
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Ein wunderbares Buch für alle BDSM-Liebhaber. Auf seinen ca. 176 Seiten beinhaltet es sechs unterschiedlich lange Geschichten, wobei die kürzeste in weniger als fünf Minuten gelesen ist.

Das Cover gibt ...

Ein wunderbares Buch für alle BDSM-Liebhaber. Auf seinen ca. 176 Seiten beinhaltet es sechs unterschiedlich lange Geschichten, wobei die kürzeste in weniger als fünf Minuten gelesen ist.

Das Cover gibt einen guten Einblick in die Richtung der Geschichten. Dunkel, erotisch, Grenzen überschreitend, aber immer edel und gepflegt.

„Dirty Darkness“ ist nicht nur ein Begriff, er wird für die Protagonistinnen zu einem Ort hemmungsloser Lust, aber auch grenzwertig erduldeter Schmerzen. Der Herr entscheidet über seine Sklavin. So bizarr sich dieser Satz auch lesen mag, so sehr löst er Geilheit und bedingungslose Unterwürfigkeit bei der Sklavin aus. Jede der Geschichten vermittelt das Gefälle zwischen Herr und Sklavin, aber auch das tiefgehende Vertrauen der Sklavin und das ständige Verantwortungsbewusstsein des Herrn. In ein paar Geschichten spielt auch Liebe, Verliebtheit eine wichtige Rolle.

Bonnie Green nimmt die Leser direkt mit in die Geschichte. Der Schreibstil ist packend, erotisierend und in einer unaufdringlichen Weise dem Wortschatz der BDSM-Welt angepasst.

Veröffentlicht am 14.11.2019

Gute Idee mit flacher Ausführung

Alle müssen mit
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Die Idee dieses Buches hat mir sofort gefallen, steckt doch viel Potential in jeder einzelnen Familiengeschichte. Und noch viel mehr, weiß diese Familiengeschichte von Krieg, Flucht, Vertreibung, Liebe, ...

Die Idee dieses Buches hat mir sofort gefallen, steckt doch viel Potential in jeder einzelnen Familiengeschichte. Und noch viel mehr, weiß diese Familiengeschichte von Krieg, Flucht, Vertreibung, Liebe, Trauer, Unsicherheit und Angst zu berichten. Leider war die Umsetzung dann eher zäh als spannend oder witzig.

Nur an wenigen Stellen konnte ich über die Protagonisten, ihre Handlungen oder Missgeschicke schmunzeln. Umgebungsbeschreibung ist hier hintergründig angesetzt. Die einzelnen Figuren erfahren im Laufe der Geschichte sehr wohl eine nachvollziehbare Entwicklung zum Positiven. Doch mehrere Etappen der Reise hätte man durchaus kommentarlos streichen können und wäre zum selben Ergebnis gekommen.

Für mich leider nur ein mittelmäßiges Buch.

Veröffentlicht am 11.11.2019

Ein vom Glück gesegneter Kaufmann, ein Waisenjunge mit schwerem Los

Das weiße Gold der Hanse
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„Das weiße Gold der Hanse“ ist auf zwei Strängen aufgebaut. Einmal lernen wir den Kaufmann und Ratsherrn Bertram Morneweg kennen. Dieser erzählt die Lebensgeschichte eines Jungen der bei einem Piratenüberfall ...

„Das weiße Gold der Hanse“ ist auf zwei Strängen aufgebaut. Einmal lernen wir den Kaufmann und Ratsherrn Bertram Morneweg kennen. Dieser erzählt die Lebensgeschichte eines Jungen der bei einem Piratenüberfall seinen Vater und sein Gedächtnis verliert. Beide Stränge sind gut ausgebaut und am Ende des Buches wird dem Leser offenbart wie sie sich zueinander verhalten.

Zu Beginn finden wir eine Zeittafel, eine Landkarte und ein Personenverzeichnis. Am Ende ist noch ein Glossar angehängt. Die letzten, vielleicht noch offenen, Fragen werden im Epilog geklärt, sodass die Geschichte ein wirklich rundes Ende erfährt.

Bertram Morneweg wird als gottesfürchtiger, reicher, hilfsbereiter und vom Glück gesegneter Mann dargestellt. Seine Figur ist liebevoller Ehemann und einfühlsamer Ratsherr zugleich.

Der Junge überlebt nur durch die Heilkünste von Rebecca. Rebecca und er wachsen zusammen wie Geschwister. Sie gibt ihm den Namen Moses. Sein berufliches wie privates Leben ist eine tägliche Herausforderung für ihn. Moses erfährt im Laufe der Geschichte eine beeindruckende Entwicklung.

Der Schreibstil von Ruben Laurin ist mir sehr entgegen gekommen. Durch seine bildhaften Beschreibungen konnte ich mir die Orte und Personen schnell und farbenfroh vor mein inneres Auge holen.

Nur einmal bin ich über eine Ungereimtheit in der Zeitleiste gestolpert. Der Spannungsbogen der gesamten Geschichte lässt für mich im zweiten Viertel sehr nach. Allerdings baut er sich danach stetig wieder auf und es wird zum Ende hin noch so richtig an Tempo zugelegt. An manchen Stellen gerade noch nicht zu viel, sodass man als Leser alles Wissenswerte erfährt. Kleinigkeiten der Nebenhandlungen hätte ich mir persönlich etwas detaillierter gewünscht, das Leseverständnis leidet darunter allerdings nicht. Zum Titel muss ich anmerken, dass er in meinen Augen nicht wirklich passt. Weißes Gold ist für mich Salz und das kommt in der Geschichte nur nebensächlich vor. Grundsätzlich ist dieser historische Roman sehr lesenswert.

  • Cover
  • Geschichte
  • Figuren
  • Thema
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 30.10.2019

Zukünftig mit anderem Blick ins Hotel

Hotel der Sünde | Erotische Geschichten
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Achtung, dieses Buch kann den Blick auf einen Hotelbetrieb in Zukunft empfindlich ändern. Erotisch, interessanter, heißer. Ich jedenfalls werde jedes Hotel und seine Angestellten wohl mit diesen, anderen ...

Achtung, dieses Buch kann den Blick auf einen Hotelbetrieb in Zukunft empfindlich ändern. Erotisch, interessanter, heißer. Ich jedenfalls werde jedes Hotel und seine Angestellten wohl mit diesen, anderen Augen betrachten. Das Verborgene, das sich doch so offen abspielen kann, bringt die erotische Fantasie des Lesers zum Laufen.

Jede der zehn, kurzen, pikanten Geschichten sind soweit realitätsnah angelegt, dass sich der Leser ohne Probleme vorstellen könnte, im Hotel xy sei dies wirklich passiert. Und wer weiß schon, was hievon auf tatsächlich Erlebtem der Autorin Millicent Light basiert und wieviel von ihr erdacht wurde.

Im „Hotel der Sünde“ begegnet der Leser heißen, wollüstigen Angestellten, aber auch geilen, willigen und zügellosen Urlaubern, beruflich Reisenden oder Voyeuren. Die Mischung ist abwechslungsreich, sodass sich sicherlich jeder Leser in nicht nur eine Rolle versetzen kann.

Auch werden die Themen unterschiedlich gestreut. Wir haben von der sich nur entspannen wollenden Ehefrau bis hin zu einer durch die Arbeit am heißen Ofen geil werdende Köchin, so gut wie jeden Bereich eines Hotels abgedeckt. Vom Zimmermädchen bis hinauf die die Führungsetage. Vom verruchten Arbeitsgespräch bis zum Partnertausch.

Die Sprache der Autorin ist angenehm, flüssig, erotisch und leicht zu lesen. Sie beschreibt Szenen, Handlungen anregend und bildhaft, wobei sie darauf achtet auch Freiraum für die Fantasie des Lesers zu lassen. Die Geschichten haben die richtige Länge um sich auch zwischendurch eine prickelnde Pause gönnen zu können.


Ich hatte im „Hotel der Sünde“ einen wunderbaren Aufenthalt, konnte vom Alltag gut abschalten und mich unterhalten lassen. So darf ich das „Hotel der Sünde“ jedem Freund der erotisch, jederzeit möglichen Situationen nur wärmstens empfehlen.

Veröffentlicht am 18.10.2019

Erste Liebe und mehr als das Auge sehen kann

Bernstein
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Bei „Bernstein“ hat mich sofort das Cover angesprungen. Einerseits schlicht, nur Strand, Meer und Himmel. Andererseits durch die besondere Farbgebung ein Blickfang. Die bernsteinfarbenen Wolken bilden ...

Bei „Bernstein“ hat mich sofort das Cover angesprungen. Einerseits schlicht, nur Strand, Meer und Himmel. Andererseits durch die besondere Farbgebung ein Blickfang. Die bernsteinfarbenen Wolken bilden auch die optische Brücke zum Titel.

Die Geschichte spielt eben an der Nordsee, sehr oft am Strand. Die 15jährige Emma lernt hier die erste Liebe kennen, aber nicht nur zu einem Jungen, auch zum Meer mit all seiner Schönheit und seinen Gefahren.

Emma ist eine liebenswerte Protagonistin. Sie möchte, ihrem Alter gemäß, etwas erleben, aber sie muss ihre Ferien bei ihrem Künstler-Onkel in einem kleinen verschlafenen Dorf verbringen. Doch bald schon wird sie mehr erleben als sie sich je erträumt hatte. Auf mich wirkt sie manchmal wie eine typische Jugendliche, kurze Abschnitte lassen wiederum an eine Erwachsene denken um gleich darauf wieder ganz unbekümmerter und nichtsahnender Teenager zu sein. Aber im Großen und Ganzen passt ihr Charakter zur Handlung.

Als sie einen Bernstein im Watt findet beginnt für Emma ein mysteriöses Erlebnis, das sie nie vergessen wird. Wer ist dieser geheimnisvolle Junge, der immer wieder auftaucht und genauso schnell wieder verschwunden ist? Der aber anscheinend dringend ihre Hilfe braucht. Emma sagt ihm diese zu, auch wenn sie keine Ahnung hat wobei und worauf sie sich da einlässt.

Die Geschichte hat einen interessanten Aufbau, der Stil ist lesefreundlich, die Geschichte spannend beschrieben. Manchesmal bin ich über etwas unlogische Handlungen und im Epilog zu einem sehr knappen, wenn überhaupt möglichen, Zeitablauf gestolpert. Doch grundsätzlich war ich mit Emma und ihrem Abenteuer wirklich gut unterhalten. Gerade zum Schluss hin wurde die Geschichte sehr emotional. Den Handlungsstrang hat Sara C. Schaumburg zufriedenstellend abgerundet, sodass beim Leser, zumindest bei mir, ein gutes Gefühl zurückbleibt.