Cover-Bild Sunbirds
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23,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Ullstein Buchverlage
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 26.06.2025
  • ISBN: 9783550203008
Penelope Slocombe

Sunbirds

Roman | »Ein sinnliches Leseabenteuer vor atemberaubender Kulisse. Ich wünschte, die Geschichte würde nie enden!« Vera Zischke
Britt Somann-Jung (Übersetzer)

Die weiteste Reise führt uns zu uns selbst

Sieben lange Jahre sind vergangen, seit Anne ihren Sohn Torran das letzte Mal sah. Er verließ sein Hotel in einem indischen Bergdorf – und verschwand. Für die Suche nach ihm hat Anne alles aufgegeben: ihr Leben in Schottland, ihre Ehe, vor allem sich selbst.

Dann keimt endlich Hoffnung auf: Annes Nichte Esther, die als Journalistin zu dem Fall recherchiert, bekommt einen neuen Hinweis zu Torrans Verbleib. Gemeinsam machen sich die beiden Frauen auf den Weg in die entlegenen, fast unberührten Täler des Himalayas – eine Landschaft, so majestätisch wie unbarmherzig.

Doch mit jedem Schritt treten unausgesprochene Wahrheiten zwischen ihnen deutlicher hervor. Die Reise wird Anne nicht nur an ihre Grenzen führen, sondern auch zu Antworten, die sie nicht gesucht hat – und an einen Ort, an dem ihr Leben, so unvorhersehbar wie die Berge selbst, einen neuen Anfang findet. 

Ein großer Roman über Verlust und Vergebung, und über das Licht, das wir manchmal dort finden, wo wir es am wenigsten erwarten.

Begeisterte Stimmen zum Buch:

» Sunbirds ist ein poetisches Leseerlebnis von einer stillen Schönheit, die mit kurzen, prägnanten Worten kaum zu beschreiben ist. Und genau deshalb ein so großer Schatz, den man unbedingt selbst entdecken sollte.« Juliane Barth, Buchhändlerin bei Dussmann – Das Kulturkaufhaus, Berlin


»Die Berge sind nur sie selbst. Uralt, echt, ohne Geschichte. Ohne Arglist. Darin liegt auch etwas Tröstliches … Es macht demütig. Ehrfürchtig. Mir verleiht es Hoffnung.«

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.09.2025

Schmerzhafte Suche

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Seit sieben Jahren ist Annes Sohn Torran in Indien unterwegs und nicht mehr auffindbar. Anne hat für die Suche nach ihm ihr Leben auf den Kopf gestellt und sucht seither nach ihm, in Indien vor Ort. Als ...

Seit sieben Jahren ist Annes Sohn Torran in Indien unterwegs und nicht mehr auffindbar. Anne hat für die Suche nach ihm ihr Leben auf den Kopf gestellt und sucht seither nach ihm, in Indien vor Ort. Als Esther, Annes Nichte, nach diesen sieben Jahren einen neuen Hinweis auf seinen Verbleib erhält, machen sich die beiden Frauen auf den Weg in die entlegenen Täler Himalayas. Doch die Suche wird nicht so einfach sein, wie Anne und Esther sich dies vorgestellt haben.

Die Suche nach einem (erwachsenen) Kind, das von sich aus untergetaucht ist, in einem fremden Land: diese verstörende Vision lässt die Autorin Penelope Slocombe eine Mutter durchleben. Von Anfang an fühlt man das Bad der Emotionen, durch das Anne durchgehen wird, und nach und nach werden weitere Umstände des Verschwindens wie auch der Suche aufgedeckt. Gerade als Mutter ist dies nicht einfach zu lesen. Dennoch (oder vielleicht gerade deswegen?) hat mich Annes Suche nach ihrem Sohn und letztendlich auch nach sich selbst berührt, ich konnte ihre Gedanken, ihre Motivation und auch ihre Veränderung gut nachvollziehen. Auch die anderen Charaktere des Buches sind gut beschrieben, selbst wenn sie nicht so sehr im Vordergrund stehen wie Anne selbst. Der Hintergrund der Landschaft im Himalaya bietet eine besondere Kulisse für die Geschehnisse dieser Geschichte.

Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 21.09.2025

Auf der Suche im Tal des Todes

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Anne und Robert leben auf einer schottischen Insel. Mit 18 Jahren reiste ihr Sohn Torran nach Indien und kehrte nie zurück. Im Kullu-Tal im vorderen Himalaya-Gebirge verliert sich seine Spur. Das ist nun ...

Anne und Robert leben auf einer schottischen Insel. Mit 18 Jahren reiste ihr Sohn Torran nach Indien und kehrte nie zurück. Im Kullu-Tal im vorderen Himalaya-Gebirge verliert sich seine Spur. Das ist nun 7 Jahre her und es gibt keinerlei Hinweise auf seinen Verbleib oder sein Schicksal. Zunächst suchten Anne und Robert noch gemeinsam, doch irgendwann kehrte Robert nach Schottland zurück, während Anne in Indien blieb. Regelmäßig erneuert sie die Suchposter und befragt Einheimische sowie Touristen. Den Kontakt zu ihrem Ehemann hat sie nahezu abgebrochen. Plötzlich taucht Esther, ihre Nichte und Journalistin, mit neuen Hinweisen in Indien auf. Auf einem Roadtrip durch Indien jagen die Frauen zum einen Torran nach, aber auch ihrer eigenen Vergangenheit, aus der sie einiges aufzuarbeiten haben.
Angelehnt scheint die Geschichte an reale Fälle. Das Kullu-Tal hat es unter dem Begriff "Death Valley" tatsächlich in die internationale Presse geschafft, weil hier in den vergangenen Jahrzehnten Dutzende westliche Touristen und Backpacker verschwunden sind. Kullu ist ein pittoreskes Tal und liegt im vorderen Himalaya-Gebirge. Mit seiner atemberaubenden Natur, spirituellen Religionen, einem ganz anderem Lebensstil, sowie seinem Malana Cream (Premium-Haschisch) und zahllosen Moonshine-Raves verursacht Indien scheinbar einen Kulturschock und lässt zahlreiche Menschen glauben, die Erleuchtung gefunden zu haben. Andere verunglücken beim Wandern oder fallen Räubern und Drogenbaronen zum Opfer. Auch Anne ist in diesem Umfeld gezwungen, sich mit den Fragen ihres Lebens auseinander zu setzen. Mit den neuen Möglichkeiten, die Esthers Hinweise eröffnen, fragt sie sich aber auch, ob sie Torran wirklich finden will. Sollte er noch am Leben und freiwillig verschwunden sein, muss sie sich fragen, warum er seine Familie jahrelang im Ungewissen gelassen hat.
Mich hat diese Geschichte emotional berührt, aber auch wütend gemacht. Auf der Reise begegnen Anne und Esther neben suchenden Angehörigen auch sogenannten Aussteigern. Menschen, die aus Ländern stammen, die teilweise extrem restriktive Gesetze für Einwanderer haben, reklamieren für sich selbst, sich aufgrund ihrer spirituellen Selbstfindung versteckt in diesem weitläufigen Gebirge ohne Aufenthaltserlaubnis niederzulassen. Gleichzeitig lassen sie alles Weltliche hinter sich, auch ihre Angehörigen, die zum Teil nie das Schicksal ihrer Geliebten erfahren. Gleichzeitig verschlimmert ihre Nachfrage nach bewusstseinserweiternden Substanzen die Probleme dieser instabilen Region.
Für mich ging es in diesem Buch nicht romantisiert um Loslösung, Selbstfindung und Spiritualität, sondern um eine gut verpackte Kritik an westlichen Reisenden. Gleichzeitig wird aber auch auf der emotionalen Ebene sehr gut beleuchtet, wie Familien jahrelang leiden können, wenn ein - sogar volljähriges - Kind verschwindet. Die Figuren waren komplex und überzeugend, wenn auch nicht immer sympathisch, gezeichnet. Die Geschichte war sehr atmosphärisch und die Naturbeschreibungen haben mich vollends abgeholt.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Wie Phönix aus der Asche

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Wer wären wir? Wie wären wir? Ohne Verpflichtungen, gesellschaftliche Normen, Besitz, Bedenken … Wären wir anders, wären wir, wir selbst? All diese Fragen kamen in mir auf, als ich Sundbirds gelesen habe.
Anne ...

Wer wären wir? Wie wären wir? Ohne Verpflichtungen, gesellschaftliche Normen, Besitz, Bedenken … Wären wir anders, wären wir, wir selbst? All diese Fragen kamen in mir auf, als ich Sundbirds gelesen habe.
Anne ist auf der Suche nach ihrem Sohn. Vor Jahren ist er in Indien verloren gegangen und seitdem sucht sie ihn. Es scheint als hätte sie sich bei dieser Suche über die Jahre selbst verloren oder hatte sie das schon vorher. Ist sie im Leben falsch abgebogen oder genau auf dem richtigen Weg.
Fast scheint sie sich der Tatsache hinzugeben ihn nie wieder zu finden, bis neue Hinweise sie dazu bewegen, sich mit ihrer Nichte Esther auf eine letzte Reise zu begeben. Eine Reise, von der sie nicht ahnt, dass sie alles finden wird was sie sucht, vor Allem sich selbst.
In Sunbirds wird eine Reise beschrieben, wie sie vielleicht jeder von uns einmal im Leben gehen sollte. Das Buch ist von einer gedanklichen Schlichtheit, dass es wiederum wunderschön ist, Seite um Seite weiter zu gehen. Es lässt einen sich selbst fragen, tue ich Dinge, weil ich sie tun will oder weil es erwartet wird, weil man meint es tun zu müssen. Die Antworten findet jeder Leser selbst in seinen Gedanken …

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Der Weg ist das Ziel

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Torran, Sohn von Anne und Robert wird seit nunmehr 7 Jahren vermisst. Er spazierte aus einem Hotel in Indien und ward nicht mehr gesehen. Während Robert sich inzwischen mit dem Tod des Sohnes abgefunden ...

Torran, Sohn von Anne und Robert wird seit nunmehr 7 Jahren vermisst. Er spazierte aus einem Hotel in Indien und ward nicht mehr gesehen. Während Robert sich inzwischen mit dem Tod des Sohnes abgefunden hat, gibt Anne die Hoffnung nicht auf ihren Sohn wieder zu finden. Sie ist inzwischen schon Monate selbst in Indien. Die Cousine von Torran, Journalistin, hat dagegen neue Hinweise bekommen von einer ehemaligen Indien Aussteigerin. Sie reist ebenfalls nach Indien um mit Anne gemeinsam auf die Suche zu gehen. Doch möchte Torran überhaupt gefunden werden?

In den 70er Jahren haben sich viele junge Menschen auf den Weg in das Land gemacht und leben teilweise noch heute der Wirklichkeit entrückt ein glückliches Leben. Mit traumhaften Schilderungen wird die lange Wanderung in ein abgelegenes Tal im Himalaya geschildert und die vorsichtige Annäherung der beiden Frauen die sich nichts mehr zu sagen hatten. Es ist ein Buch der ruhigen Worte und einem offenen Ende. Denn ausgezogen den vermissten Sohn zu finden, findet Anne am Ende ihren eigenen Weg.

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Veröffentlicht am 28.08.2025

Freisein als Mutter

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Penelope Slocombes Roman "Sunbirds" ist ein berührendes Werk, das die Leser auf eine emotionale Reise durch Indien mitnimmt. Die Geschichte erzählt vom Verschwinden Torrans, Annes Sohn, in einem abgelegenen ...

Penelope Slocombes Roman "Sunbirds" ist ein berührendes Werk, das die Leser auf eine emotionale Reise durch Indien mitnimmt. Die Geschichte erzählt vom Verschwinden Torrans, Annes Sohn, in einem abgelegenen Bergdorf. Sein Verschwinden und die zurückgelassenen persönlichen Gegenstände im Hotelzimmer werfen nicht nur Fragen auf, sondern stürzen Anne und ihren Ehemann Robert in eine tiefe Verzweiflung.
Doch während Robert in seiner Trauer gefangen bleibt, ist es Anne, die den Mut aufbringt, sich auf die Suche nach ihrem Sohn zu machen.

Der Roman behandelt die Themen Mutterschaft und Loslassen. Anne ist eine starke Protagonistin, die sich von der Ohnmacht ihrer Situation nicht entmutigen lässt. Slocombe schafft es, Annes innere Konflikte vor dem Leser offen zu legen: die Hoffnung auf das Auffinden Torrans und die Angst, ihn vielleicht nie wiederzusehen.

Als Annes Nichte Esther, eine Journalistin, einen neuen Hinweis zu Torrans Verleib erhält, folgt sie Anne nach Indien, die dort mittlerweile seit einigen Jahren der Hoffnung hinterherjagt. Die Dynamik zwischen Anne und ihrer Nichte Esther ist ein weiterer zentraler Aspekt des Romans. Ihre Beziehung ist komplex und angespannt, was die beiden Frauen zu Beginn ihrer Reise vor Herausforderungen stellt. Dennoch entwickelt sich im Laufe der Handlung eine berührende Verbindung zwischen ihnen. Esther findet Mut in Annes Entschlossenheit und die beiden Frauen lernen, ihre Differenzen zu überwinden.

Slocombes Schreibstil ist sowohl poetisch als auch klar, wodurch die emotionalen Höhen und Tiefen der Charaktere greifbar werden. Die Erzählung fließt sanft zwischen den Rückblicken auf Annes Leben und den aktuellen Ereignissen, was dem Leser ermöglicht, die Vergangenheit der Figuren nachzuvollziehen und deren Entwicklungen zu verstehen.
"Sunbirds" ein eindrucksvoller Roman über die Hoffnung einer Mutter und die Fähigkeit, trotz größter Ängste, loszulassen und sich selbst frei zu machen. Slocombe gelingt es, die Leser zu fesseln und sie zum Nachdenken anzuregen.

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