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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.03.2026

Lebensabend

Wenn die Kraniche nach Süden ziehen
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Bo ist 89 Jahre und lebt alleine mit seinem Hund Sixten in einem kleinen Dorf in Nordschweden. Nachdem seine Frau wegen einer Demenzerkrankung in einem Pflegeheim ist, sind seine Tage lang. Abwechslung ...

Bo ist 89 Jahre und lebt alleine mit seinem Hund Sixten in einem kleinen Dorf in Nordschweden. Nachdem seine Frau wegen einer Demenzerkrankung in einem Pflegeheim ist, sind seine Tage lang. Abwechslung sind die wechselnden Besuche des Pflegedienstes und seines Sohnes Hans. Bo ist auf die Hilfe angewiesen da ihm vieles schwer fällt und dann möchte sein Sohn im den geliebten Hund wegnehmen da Bo nicht mehr in der Lage ist lange Spaziergänge mit ihm zu unternehmen. Dabei braucht BoSixten nur findet er keine Worte mehr es Hans begreiflich zu machen.

In seinen einsamen Stunden in seinem Haus in dem Sommer wie Winters der Kamin brennt, denkt Bo an sein Leben zurück und seine Liebe zu den Hunden, die einzige Gemeinsamkeit mit seinem eigenen Vater, dem Alten der in Rückblicken ruppig und eigenbrötlerisch beschrieben wird. Wie vieles wollte Bo mit seinem Sohn besser machen, doch ausgerechnet Hans enttäuscht ihn in dem er ihm den Hund wegnimmt. Als dann auch noch Bos einziger Freund, der allein lebende Ture stirbt verliert er seinen ganzen Halt.

Ein sehr emotionaler Roman über das Älterwerden. Noch kann ich nicht nachvollziehen wie es ist, selbst einfache Dinge nicht mehr selbst ausführen zu können. Das Ende hat mich tief berührt. Der Schreibstil ist teilweise sehr melancholisch.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Wer lügt hier

Liars all around me
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In einer Highschool einer Kleinstadt an der amerikanischen Ostküste treffen Avery, Tochter der Bürgermeisterin und 1er Schülerin auf den Bad Boy der Schule, Ryle der keine Anstalten unternimmt seinen schlechten ...

In einer Highschool einer Kleinstadt an der amerikanischen Ostküste treffen Avery, Tochter der Bürgermeisterin und 1er Schülerin auf den Bad Boy der Schule, Ryle der keine Anstalten unternimmt seinen schlechten Ruf einzudämmen. Avery möchte eine Waffe, die Ryle ihr besorgen soll. Wenige Tage später wird ihre Erzrivalin, eine beliebte Schülerin und ebenfalls 1er Kandidatin tot in der Nähe des Leuchttums aufgefunden. Die Trauer ist groß, obwohl ein Selbstmord nicht ausgeschlossen werden kann, wird Ryle hellhörig und stellt Avery zur Rede. Gemeinsam mit Averys ältester Freundin arrangieren sie sich und versuchen gemeinsam den Mörder zu finden.

Die unterschiedlichen Hintergründe der Jugendlichen kommen dabei gut rüber, auf der einen Seite die priveligierte Schülerin Avery deren Eltern hohe Erwartungen an sie haben, sie jedoch nicht als Kind, dass sie auch mit ihren 17 Jahren noch ist, in den Arm zu nehmen. Trost findet sie in ihrer alten Nanny die die Jahre als Haushälterin bei ihnen geblieben ist. Auf der anderen Seite Ryle, der mit seinem Vater und seinem jüngeren Bruder in einer engen Hütte lebt und froh ist jeden Job anzunehmen um etwas Geld zu verdienen.

Der Schreibstil ist angenehm und das Buch lässt sich schnell lesen. Die sich anbahnende Liebesbeziehung zwischen den Jugendlichen ist jedoch teilweise etwas langatmig. Bis zum Ende bleibt offen, wer Sheila auf dem Gewissen hat. Fest steht, eine Menge Leute hatten allen Grund Sheila zu hassen.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Kann man lesen, muss man aber nicht

REM
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Thriller von Fitzek habe ich schon etliche gelesen und die haben mich fast durchweg überzeugt. Horror gehörte bislang nicht zu meinem Lieblings Genre und ich werde wohl auch weiterhin die Finger davon ...

Thriller von Fitzek habe ich schon etliche gelesen und die haben mich fast durchweg überzeugt. Horror gehörte bislang nicht zu meinem Lieblings Genre und ich werde wohl auch weiterhin die Finger davon lassen.

Die Grundidee des Buches, was ist wenn Träume aufgezeichnet werden und insbesondere die Figuren aus Albträumen plötzlich realt werden, finde ich spannend und der Anfang war vielversprechend, eben typisch Fitzek aber spätestens mit der Ankunft in dem verlassenen Hotel fängt der Horror an und das Buch kippt bis zum Ende hin in einen wirren Mix aus Horror und Sci-Fi Elementen. Auch die Personen wirken unausgereift und die Handlung wird sehr wirr.

Der Schreibstil ist gut, kurze Kapitel mit Cliffhängern die einem dazu verleiten noch ein weiteres Kapitel zu lesen. Am Ende war ich dann aber dann doch froh, diesen Albtraum hinter mir zu lassen.

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Ziemlich schräg

Little Miss Frankenstein - Alpaka oder Lama, Hauptsache Drama!
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Die Urururenkelin von Dr. Frankenstein lebt mit ihrer ziemlich spießigen Familie hoch oben auf einem Berg in einem Schloß. Sie selbst sieht sich als Nachfahrin selbst als Erfinderin. Die Versuche scheitern ...

Die Urururenkelin von Dr. Frankenstein lebt mit ihrer ziemlich spießigen Familie hoch oben auf einem Berg in einem Schloß. Sie selbst sieht sich als Nachfahrin selbst als Erfinderin. Die Versuche scheitern allerdings alle bis auf eines. Als sie auf einer Wiese ein totes Alpaka sieht, gelingt es ihr dieses mit einem Gewitterblitz zum Leben zu erwecken. Jetzt kann es sprechen und verlangt unaufhörlich Kokos Limetten Cocktails. Die Eltern sind allerdings weniger begeistert und schicken das Alpaka ins Irgendwo nach Niergendwo. Gemeinsam mit ihren Freunden gelingt es Nelly das Alpaka aus einem Tierversuchs Labor zu befreien.

Der Schreibstil ist jugendgerecht und recht humorvoll. Auch für Erwachsene eine nette Lektüre. Die aufgeführten Experimente sind auf keinem Fall zum Nachahmen geeignet. Das Cover und die liebevollen Illustrationen werten dieses schmale Büchlein sehr auf.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Braucht etwas Zeit

Das Signal
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Viola Decker wacht im Krankenhaus auf und weiß sofort, irgend etwas ist anders. Bei einem Deckenabsturz im Keller hat sie ein Bein verloren. Ein gemeinsames Eheleben mit ihrem Mann Adam im ersten Stock ...

Viola Decker wacht im Krankenhaus auf und weiß sofort, irgend etwas ist anders. Bei einem Deckenabsturz im Keller hat sie ein Bein verloren. Ein gemeinsames Eheleben mit ihrem Mann Adam im ersten Stock daher für sie unerreichbar. Sie bezieht ein Gästezimmer im Erdgeschoß und muss akzeptieren, dass ihr Mann eine Pflegerin für sie engagiert. Der unfreundliche Empfang durch die Pflegekraft nach den Wochen im Krankenhaus lassen böses ahnen denn sowohl die Pflegerin als auch ihr Ehemann versuchen ihr jegliche eigenständige Mobilität zu nehmen. Die Freundinnen wurden durch eine WhattsApp Gruppe abgehalten sie zu besuchen und setzen sich doch darüber hinweg. In ihrer Einsamkeit stößt Viola auf Tracker die sie kurzerhand bestellt und steckt ihrem Mann heimlich einen zu um so zu erfahren was er so den ganzen Tag treibt. Und siehe da, sein Verhalten passt nicht zu den Schilderungen er habe den ganzen Tag am Schreibtisch verbracht. Als sie dann noch bemerkt, dass ihr Zimmer durchsucht wurde ist sie alarmiert.

Über weite Teile ist das Buch eine Schilderung des eingeschränkten Lebens in dem abgelegenen nur teilweise renoviertem Haus und den Aktivitäten des Mannes dessen Lügen sie mit Hilfe der Tracker aufspürt. Erst zum Ende hin als der Leser mehr in die Vergangenheit von Viola Decker eintaucht wird das Buch superspannend und bis zum Ende hin kann man es dann kaum mehr aus der Hand legen.

Ich habe schon länger keine Bücher von Poznanski gelesen, aber dieses Buch hat mich am Ende doch gepackt.

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