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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.11.2019

Rache oder Gerechtigkeit

The Black Coats - ... denn wir vergeben keine Schuld
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Thea hat nach dem gewaltsamen Tod ihrer Kusine Nathalie allen Lebensmut verloren. Sie hat keine Freunde mehr, verbringt die Pausen in der Schule alleine in einer Ecke und macht keinen Sport mehr. Eines ...

Thea hat nach dem gewaltsamen Tod ihrer Kusine Nathalie allen Lebensmut verloren. Sie hat keine Freunde mehr, verbringt die Pausen in der Schule alleine in einer Ecke und macht keinen Sport mehr. Eines Tages erhält sie eine Einladung zu einem Geheimbund, den Black Coats. Eine Gemeinschaft von Frauen die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Männern eine Lektion zu erteilen die Frauen vergewaltigt oder verletzt haben.
Thea trifft auf Gleichgesinnte die alle das gleiche Schicksal teilen, alle haben einen lieben Menschen verloren. Doch ist es der richtige Weg Rache an dem Mörder zu üben?

Als Thea und ihre neuen Freunde auf den Mann treffen der volltrunken einen tödlichen Autounfall verursacht hat, kommen schon Zweifel auf. Ist Selbstjustiz ein Weg zur Gerechtigkeit, ist es wirklich richtig Gewalt mit Gewalt zu sühnen?

Als der Vater von Theas Freund als Zielscheibe dienen soll, kommen immer mehr Zweifel auf und dann wird ihr Freund auch noch von den Black Coats entführt. Gelingt es Thea ihn rechtzeitig zu finden?

Der Schreibstil ist recht einfach, als Jugendbuch geeignet und regt auf alle Fälle zum Nachdenken an.

Veröffentlicht am 02.11.2019

jüdische Familiengeschichte

Otto
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Babi und Timna haben es nicht leicht mit ihrem Vater. Seit dem letzten Krankenhausaufenthalt ist er zum Pflegefall geworden und verlangt von seinen Töchtern rund um die Uhr für ihn da zu sein. Eine schwierige ...

Babi und Timna haben es nicht leicht mit ihrem Vater. Seit dem letzten Krankenhausaufenthalt ist er zum Pflegefall geworden und verlangt von seinen Töchtern rund um die Uhr für ihn da zu sein. Eine schwierige Zeit für die Töchter und für die engagierte Pflegerin denn der Alte ist teilweise ein Despot.

In kurzen Szenen werden Episoden aus dem Leben der jüdischen Familie geschildert. Auch innerhalb eines Kapitels springt die Handlung zwischen Vergangenheit und Gegenwart was das Lesen nicht leicht macht. Schwarzen hintergründigen Humor habe ich leider vergeblich gesucht.

Es ist nicht leicht mit alten Menschen zurecht zu kommen und der Abschied von geliebten Menschen ist nicht leicht. Dieses Buch hat mich irgendwie ratlos zurückgelassen. Auch mit den Personen konnte ich nicht richtig warm werden.

Veröffentlicht am 02.11.2019

unerwartete Aufklärung

Tagebuch meines Verschwindens
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Cold Cases scheinen der neueste Renner auf dem Thriller Markt zu sein. Der Schauplatz diesmal ein vergessener, trostloser Ort in Schweden. Vor Jahren hat die Polizistin Malin Burundin mit ihrer Jugendclique ...

Cold Cases scheinen der neueste Renner auf dem Thriller Markt zu sein. Der Schauplatz diesmal ein vergessener, trostloser Ort in Schweden. Vor Jahren hat die Polizistin Malin Burundin mit ihrer Jugendclique dort den Schädel eines kleinen Mädchens gefunden. Jetzt, Jahre später soll der Fall neu aufgerollt werden und die Identität des Kindes festgestellt werden.
Mit dabei ist auch wieder die Profilerin Hanne die immer stärker mit ihren persönlichen Problemen, dem Vergessen, zu kämpfen hat.

Daneben ein Junge, Jake, der sich krank fühlt da er gerne Mädchenkleider trägt. In den Kleidern seiner verstorbenen Mutter trifft er auf Hanne die völlig aufgelöst aus dem Wald gerannt kommt. Ihr Lebensgefährte ist spurlos verschwunden Er findet das Tagebuch in dem Hanne alles akribisch festhält um sich an die Ermittlungen erinnern zu können.

Die Geschichte ist aus 3 Sichten geschrieben, Malin die bei den Ermittlungen dabei ist da sie aus dem Ort kommt und alle Personen kennt, Jake der das Tagebuch von Hanne findet und darin einige unangenehme Dinge über sein Elternhaus erfährt und Hanne die immer mal wieder Gedankenblitze hat und sich an die Ereignisse im Wald erinnern kann.

Der Schreibstil ist eher ruhig und bedacht und das Buch mit 600 Seiten hat einige Längen. Erst am Ende wird es dann richtig spannend und man kann es nicht mehr aus der Hand legen. Gut 200 Seiten weniger wären auch gut gewesen da sich die Geschehnisse immer im Kreise drehen und nicht weiterkommen.

Veröffentlicht am 02.11.2019

teilweise haarsträubend

Nenne drei Streichinstrumente: Geige, Bratsche, Limoncello
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Eine nette Lektüre für zwischendurch mit teilweise haarsträubenden Antworten von Schülern. Das war das erste Buch für mich aus dieser Reihe und ich musste mich doch hin und wieder fragen, war ich auch ...

Eine nette Lektüre für zwischendurch mit teilweise haarsträubenden Antworten von Schülern. Das war das erste Buch für mich aus dieser Reihe und ich musste mich doch hin und wieder fragen, war ich auch so? Dann braucht man sich nicht über die PISA Ergebnisse zu wundern.

Manche Fragestellungen verleiten einem natürlich zu den Antworten oder die Antworten sind schlicht Versprecher Das auch die Lehrer nicht unfehlbar sind wird in den letzten Kapiteln dargestellt und rundet das Buch gut ab.

Die Einteilung in Schulfächer bringt eine gute Übersicht damit nicht alles bunt durcheinander gemischt wird und eine gewisse Einführung.

Das Buch lässt sich gut und schnell lesen aber bleibt nicht lange im Gedächtnis. Eine nette Geschenkidee für Schulabgänger oder angehende Lehrer.

Veröffentlicht am 02.11.2019

packender Abschluss

Geblendet
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In dem letzten Teil um Jenny Aron die trotz ihrer Blindheit als Mitglied in einer Sondereinheit der Polizei arbeitet wird es sehr persönlich. Die beiden Vorgängerbände sollte man schon gelesen haben da ...

In dem letzten Teil um Jenny Aron die trotz ihrer Blindheit als Mitglied in einer Sondereinheit der Polizei arbeitet wird es sehr persönlich. Die beiden Vorgängerbände sollte man schon gelesen haben da vieles darauf aufbaut und alle Personen zumindest kurz vorkommen.

Jenny plagen starke Selbstzweifel als sie sich auf den Weg nach Rügen macht um an einer Therapie teilzunehmen von der sie hofft wieder sehen zu können. Doch die Therapie ist hart und sie gelangt an ihre psychischen Grenzen. Als sie tatsächlich wieder etwas sehen kann ist sie total verwirrt da gleichzeitig ihre geschärften Sinne, Gehör und Geruch nachlassen. Dann trifft sie auf eine Frau die ihr gleich ist und das erste Mal kann sie die Gegnerin nicht überwinden.

In diesem Band wird es nicht nur persönlich für die Personen sondern auch sehr politisch und sehr blutig. Zum Schluss kommt es in Barcelona, ausgerechnet an dem Ort an dem Jenny ihr Augenlicht durch einen Kopfschuss verlor, zum großen Showdown und zum krönenden Abschluss der Reihe.

Durch den Schreibstil in kurzen teilweise abgehackten Sätzen gelingt es Andreas Pflüger wieder einen großen Spannungsbogen aufzubauen und zu halten. Allerdings war es mir dieses Mal manches Mal doch zu heftig. Ich bin gespannt auf ein weiteres Werk von diesem Autor.