Zwei Realitäten, die ein Riss trennt
Solange ein Streichholz brenntKein anderer Satz in diesem Buch, beschreibt die Kluft zwischen den Leben von Alina & Bohm, von arm & reich, von ein Heim haben & obdachlos sein, besser als dieser.
Christian Huber hat mit diesem Werk ...
Kein anderer Satz in diesem Buch, beschreibt die Kluft zwischen den Leben von Alina & Bohm, von arm & reich, von ein Heim haben & obdachlos sein, besser als dieser.
Christian Huber hat mit diesem Werk eine besondere Geschichte geschaffen, eine Geschichte über Menschen die unterschiedlich nicht sein könnten & doch Menschen sind, die etwas eint, außer das Mensch sein an sich, dem Gefühl nicht genug zu sein, den Sorgen, die wohl ein jeder mit sich trägt.
Der Roman beschreibt auf eine zarte & gleichzeitig ungeschönte Art & Weise wie es Menschen in unserer Gesellschaft ergeht, wenn sie durch das Raster fallen, welchen Vorurteilen sie ausgesetzt. Vorurteile die manche scheinbar vergessen lassen, dass auch sie in diese Lage kommen könnten, Vorurteile die manche vergessen lassen, dass es sich auch hier um Menschen handelt.
Langsam & durch ihre inneren Unsicherheiten geleitet, nähern sich Alina & Bohm in der Geschichte immer näher an. Menschlich ist dies sehr schön beschrieben & die Gedanken die beide haben, zeigt nur einmal mehr wie ähnlich sie sich sind, trotz der gesellschaftlichen Unterschiede. Trotzdem fand ich die erste Hälfte des Romans besser, als die zweite. Die Beschreibung von Bohms Leben auf der Straße, was eigentlich eine Woche im Zuge einer Reportage begleitet werden soll, wich immer mehr den zwischenmenschlichen Annäherungen. Das war schön zu lesen, jedoch hätte ich mir gewünscht, dass die Reportage und damit verbundenen Sequenzen im ganzen Buch ihren Stellenwert gehabt hätten.
Das sind jetzt first-life-problems & jammern auf hohem Niveau, bei einem Thema was so facettenreich in ein Buch gesteckt wurde.