Cover-Bild Die Enthusiasten
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24,00
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  • Verlag: Galiani Berlin ein Imprint von Kiepenheuer & Witsch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 368
  • Ersterscheinung: 12.02.2026
  • ISBN: 9783869713304
Markus Orths

Die Enthusiasten

Roman

Glauben Sie uns: Der irrwitzigste Lesespaß seit Langem! Für alle, die die Welt der Literatur lieben!

Ein erzählerisches Feuerwerk über eine ziemlich besondere Familie, bei der Bücherplateaus von der Decke hängen und in der Geschichten zum Leben erweckt werden. Und über drei Geschwister, die eine innige Liebe verbindet und ein großer Verlust. 

Was haben ein besessener Laurence-Sterne-Fan auf der abenteuerlichen Jagd nach dem angeblichen zehnten Band von Tristram Shandy , eine Teilchenforscherin, die abgeschirmt von kilometerdicken Felswänden über Jahre versucht, Dunkle-Materie-Teilchen zu erlauschen, ein Kino-Enthusiast, der abgefahrene Experimentalfilme ausheckt, eine nordenglische Kleinstadt und ein sensationeller Fund gemeinsam?

Sie kommen in »Die Enthusiasten«   vor, dem wahrscheinlich turbulentesten und gewagtesten Roman seit Langem, der auf halsbrecherische Weise die Grenzen dessen auslotet, was Erzählen kann und was menschengemachte Kunst ist. Auch dabei: eine rätselhafte Thailänderin, eine unendlich liebenswerte, lesebesessene und eigensinnige Mutter, die spurlos verschwindet, und ein Vater, der ausschließlich auf nie dagewesene Fragen antwortet.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.02.2026

Erzählen wird zur Kunst!

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Schon das farbenprächtige Cover, sehr dynamisch mit explosiver Farbgebung, ist ansprechend.
Die nordenglische, verschlafene Kleinstadt Coxwold in der Nähe von York und das elterliche Hexenhäuschen bei ...

Schon das farbenprächtige Cover, sehr dynamisch mit explosiver Farbgebung, ist ansprechend.
Die nordenglische, verschlafene Kleinstadt Coxwold in der Nähe von York und das elterliche Hexenhäuschen bei Frankfurt am Main bilden die besondere Szenerie für die munteren, fantasievollen Erzählungen von Vincent Bär, dem 26-jährigen Ich-Erzähler. Die gemeinsame Familienvergangenheit rund um Kindheit, Jugend, besessener Berufstätigkeit auch der Geschwister mit lesebesessenen Eltern wird alternierend eingestreut in gesamt elf Büchern bzw. Kapiteln. Vince stellt dabei seine liebenswürdige, skurrile Familie als Enthusiasten verschiedener Couleur vor. Er selbst als schillernde Hauptfigur ist besessener Laurence-Sterne-Fan, der bekannt als Mr. Shandy die kuriose bis humorvolle Verfolgung des angeblichen zehnten Bandes von Tristram Shandy auf sich nimmt. Dieser sensationelle Fund führt jedoch final zu tiefgehenden Gedankengängen über menschengemachte Kunst contra künstliche Intelligenz.
Eine vermeintliche Postkarte aus Santo Stefano von ihrer Mutter oder das tagelange Bücher-vergraben des Vaters im Schwimmbadgrab im Garten sorgen zwischendurch für zusätzlichen Wirbel.
Im 10. Buch führen weitere bildlich voluminös beschriebene Eskapaden zu langsam sich steigernder Dramatik in der stetig erweiterten Konferenzschaltung über Vince’ Handy. Vaters abzuarbeitende Liste von 50 Sätzen mit den allermeisten Wiederholungen aus ihm bekannten Büchern wirkt dabei noch zahm, machen die Dialoge miteinander jedoch spritziger, humorvoller. Mit Nebenfiguren wie der rätselhaften Thailänderin Natcha, Fat Wayne mit Quences, dem Hund, oder Morton Minelli erhält der Roman mehr Bodenhaftung, aber auch noch mehr charakterliche Vielfalt. Der Schreibstil ist voller Humor und Kreativität, weltumspannende Klassiker inhaltlich mit einbeziehend. Aber mit dem Abschieben des Vaters ins Altersheim wird auch Gesellschaftskritik geübt.
Insgesamt ein Lesegenuss!

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Klangfarben

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Markus Orths Roman „Die Enthusiasten“ ist eine Hommage auf das Lesen, die Phantasie und den Irrsinn des Lebens. Ein Lesespaß für sprachverliebte Leser.

„Schreiben heißt: Etwas, das nicht geschehen ist, ...

Markus Orths Roman „Die Enthusiasten“ ist eine Hommage auf das Lesen, die Phantasie und den Irrsinn des Lebens. Ein Lesespaß für sprachverliebte Leser.

„Schreiben heißt: Etwas, das nicht geschehen ist, so zu erzählen, dass der Leser glaubt, es sei geschehen.“

Im Mittelpunkt der Geschichte steht eine lesebegeisterte Familie. Die Eltern und die drei Kinder saugen Geschichten nur so ein. Ihr Zuhause ist mit Büchern vollgestopft. Da gibt es kein freies Plätzchen, in dem man nicht doch noch ein oder zwei Bücher unterbringen könnte. Sogar unter der Zimmerdecke schweben Bücher in einer Art Krähennest. Dann verschwindet die Mutter ganz plötzlich. Sie war das Herz der Familie.

Einer ihrer Söhne, Vince, entdeckt auf einer Bahnfahrt von Hamburg nach Freiburg ein im Sitz absichtlich zurückgelassenes Buch. Der Autor ist Laurence Sterne. Er lebte im 18. Jahrhundert und ist Verfasser des merkwürdigen Romans „Leben und Ansichten von Tristram Shandy“. Dieser Roman wird für Vince von nun an zu seiner Obsession und bestimmt sein weiteres Leben.

Mich hat das Buch restlos begeistert. Ich habe es eingeatmet. Markus Orth malt mit Worten, er zieht einem in die Geschichte, dreht die Sprache auf links. Wie sein Protagonist und dessen verehrter Laurence Stern, spielt auch er mit Sprache, verliert sich in Abschweifungen, ist ein Meister des Wortjonglierens. Er ist sprachverliebt, ein Klangfarbensucher.

Sehr einprägsam die Erklärung der Mutter, zu Hemingways Metapher: ‚Neun Zehntel des Eisbergs stecken unter Wasser. Nur ein Zehntel steckt den Kopf an die Luft.‘ Hemingway meint: Neun Zehntel des Textes sollten unsichtbar bleiben. Und nur ein Zehntel sichtbar für die Lesenden. Und warum? Um den Lesern Luft und Freiheit zu lassen. Das nennt sich Leerstellen. Ohne Leerstellen gibt es keinen Raum für den Leser, selber etwas zu entdecken und zu fühlen.‘

Keine Frage, in dieser Geschichte wimmelt es von Enthusiasten. Und natürlich zählte auch ich als Leser dazu.

Fazit: Sicherlich kein Roman für jedermann. Aber für Wortbegeisterte Leser ein GENUSS.



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Veröffentlicht am 08.02.2026

Chaotisch

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Es geht um ein Buch. Das zehnte Buch von Laurence Sterne ist angeblich aufgetaucht und eine Gruppe Fans will es unbedingt haben. Im Zentrum dieser Gruppe steht Vince Bär, über dessen buchverrückte Eltern ...

Es geht um ein Buch. Das zehnte Buch von Laurence Sterne ist angeblich aufgetaucht und eine Gruppe Fans will es unbedingt haben. Im Zentrum dieser Gruppe steht Vince Bär, über dessen buchverrückte Eltern und Geschwister ebenfalls berichtet wird.
Von einer Geschichte kann man hier kaum reden. Es sind Erzählungen, Erinnerungen, Assoziationen, weiter gedachte Ideen, Zitate aus Büchern. Die Sprache ist ausgefeilt und selbst immer wieder Thema. Das Ganze mäandert und wächst sich weitschweifig aus. Doch es liest sich trotzdem flüssig und leicht. Die Personen sind genauso schräg wie der ganze Text, der so viele einzelne Geschichten enthält. Es ist ein Abenteuer, das zu lesen.
Völlig hingerissen war ich, als zum Ende hin sich doch noch alles rundet, alle Fäden verknüpft werden und es trotz der äußerst chaotischen Erzählweise mit einem ganz neuen Aspekt doch noch eine Auflösung gibt. 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Durchgeknallte Geschichte

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Das knallige Cover und der Klappentext haben mich eingeladen dieses total durchgeknallte Buch zu lesen. Und zwar mit Freude. Für mich ist es eine sehr gelungene und lustige (Buchbekloppte) Familiengeschichte. ...

Das knallige Cover und der Klappentext haben mich eingeladen dieses total durchgeknallte Buch zu lesen. Und zwar mit Freude. Für mich ist es eine sehr gelungene und lustige (Buchbekloppte) Familiengeschichte. Also genau mein Fall als Bücherbekloppte. Wenn man sich erstmal auf diese Geschichte eingelassen hat, macht die Sprachgewaltige und Kuriose Idee wirklich viel Spaß. Ich finde es ist eine skurrile Mischung aus Charles Dickens 'Pickwickier'; John Irving und Sebastian Fitzek's witzigen Kein-Thriller Büchern. Ich hatte erst ein wenig Sorge, dass das Buch nicht hält was es versprach, aber ich wurde nicht enttäuscht. Es ist gut möglich, das es nicht allen gefällt. Aber wenn man solche Geschichten mag, sollte man es unbedingt lesen. Ich hatte drei sehr vergnügliche Tage mit diesem Buch und ich wünsche allen sehr viel Spaß beim Lesen!

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Auf diese Geschichte muss man sich einlassen

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In der Geschichte geht es um eine ziemlich besondere Familie, die in großen Mengen Bücher sammeln und wo Geschichten zum Leben erweckt werden. Mittendrin sind drei Geschwister, die eine innige Liebe verbindet ...

In der Geschichte geht es um eine ziemlich besondere Familie, die in großen Mengen Bücher sammeln und wo Geschichten zum Leben erweckt werden. Mittendrin sind drei Geschwister, die eine innige Liebe verbindet und der große Verlust ihrer Mutter und ihr Vater ist seitdem auch nicht mehr glücklich.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Es ist eine Geschichte, wo man sich drauf einlassen muss und am Ende wird man aus meiner Sicht belohnt. Das Thema Sprache steht in der Geschichte in Vordergrund und viele Bücher. Aber ich habe mich hier persönlich angesprochen gefühlt, ich habe auch eine große Büchersammlung und liebe es meinen Wortschatz zu erweitern. Zudem ist die Geschichte nicht nur ernst sondern auch humorvoll. Von mir gibt es sehr gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung. Denn ein wenig Geduld beim Lesen zahlt sich auf jeden Fall aus.

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