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Veröffentlicht am 17.01.2022

Wenn du dein Leben ändern willst, ändere deine Gedanken

Wie du Menschen loswirst, die dir nicht guttun, ohne sie umzubringen
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Eine Gruppe von Freunden trifft sich zu einem Selbstfindungswochenende in einem idyllisch gelegenen Seehotel. Charly hat sie darum geben, ihrer Einladung zu folgen. Was auf die Freunde wartet ist ein ...


Eine Gruppe von Freunden trifft sich zu einem Selbstfindungswochenende in einem idyllisch gelegenen Seehotel. Charly hat sie darum geben, ihrer Einladung zu folgen. Was auf die Freunde wartet ist ein Experiment, dass sie alle verändern wird. Es geht darum, wie es gelingen kann sich von toxischen Menschen zu befreien.

Die Aufmachung des Buches gefällt mir gut. Die Zitate sind hervorgehoben zum Teil mit goldener Schrift und es gibt ganze Seiten, die sehr ansprechend mit Zitaten versehen sind. Die Kapitel sind kurz und knackig. Der Schreibstil der Autorin ist leicht lesbar und humorvoll.

Die einzelnen Protagonisten öffnen sich tatsächlich. Manche zögerlich, bei anderen platzt förmlich ein Knoten. Ich frage mich, würde ich so eine Einladung annehmen? Möchte ich mein Seelenleben in einer Gruppe von Freunden offenlegen? Ganz bestimmt nicht. Mag das Hotel und die Umgebung noch so schön sein, und mich meine Freundin noch so lieb bitten, ich würde es ausschlagen. Und würde ich doch den Fehler begehen, ich würde mich von Anfang bis Ende unwohl in dieser Runde fühlen. Ehrlich, mich schüttelt es bei dem Gedanken.

Das Buch war unterhaltsam zu lesen. Von der Problematik betroffen fühlte ich mich nicht, da ich mich aus einer ungesunden Verbindung vor einem Jahr gelöst hatte. Und es stimmt tatsächlich anfühlt, wie eine Befreiung. Ich fürchte jedoch, das Buch ist zu komplex angelegt, mit den verschiedenen Themen, dass es für viele Leser keine große Hilfe bietet. Aber es regt sicherlich zum Nachdenken an.

Die Quintessenz dieses Buches ist: "Wenn du dein Leben ändern willst, ändere deine Gedanken." Dem kann ich zu 100 % zustimmen, denn Gedanken bestimmen, wie wir die Welt sehen, sie schaffen Emotionen.

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Veröffentlicht am 28.12.2021

Vom Blitz getroffen

Herbstregenküsse
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Jeder von uns hat schon einmal ein schweres Gewitter erlebt Doch kann es tatsächlich sein, dass Menschen einen Blitzschlag überleben? Die Antwort lautet: ja. Manche sogar nahezu unversehrt, aber meist ...


Jeder von uns hat schon einmal ein schweres Gewitter erlebt Doch kann es tatsächlich sein, dass Menschen einen Blitzschlag überleben? Die Antwort lautet: ja. Manche sogar nahezu unversehrt, aber meist tragen die Betroffenen schwerste Verletzungen davon. Die Fotografin Ranya wird ausgerechnet in der Nacht ihres Junggesellinnenabschieds vom Blitz getroffen. Zur selben Zeit wird nur wenige Hundert Meter von ihr entfernt der TV-Meteorologe Adam Münchberg vom selben Blitz getroffen. Dieser Blitzschlag verändert für beide das Leben. Ranya, die sich niemals aus der Ruhe bringen ließ, spürt plötzlich eine unerklärliche Wut in sich. Sie nimmt nicht mehr alles hin, und stellt zunehmend ihr Verhältnis zu ihrem Verlobten Claus infrage. Adam hingegen hat ein wichtiges Ereignis in seinem Leben vergessen. Außerdem scheint er einen immensen Hass auf seine Mutter zu schieben. Aber warum? Was ist vorgefallen?

Mich hat die Thematik des Romans fasziniert, denn auch ich habe als Kleinkind einen Blitzschlag überlebt. An das Ereignis kann ich mich nicht erinnern. Es wurde mir lediglich von meiner Großmutter erzählt.
Der Schreibstil der Autorin ist so, dass man gerne weiterliest. Ich jedenfalls habe diesen Roman atemlos verschlungen. Die Protagnisten hat die Autorin sehr gut skizziert. Ich mochte vor allem Ranyas, die eine positive Entwicklung im Laufe der Geschichte durchlief. Mit Adam wurde ich erst ganz zum Schluss etwas warm.

Mir gefiel die kleine skurrile Gruppe der ‚Gewittertierchen‘ sehr; vor allem die leicht verrückte und doch so liebenswerte Ruth, die ihre nichtvorhandene Katze Milka mit sich herumschleppte. Und Faina, die sich in die Gruppe eingeschmuggelt hatte, die Zwillinge, die ständig am Streiten waren. Interessant fand ich auch die Vorträge, die es beim ersten Treffen der Gewittertierchen gab. Rebekka Knoll hat auf jeden Fall sehr gut recherchiert. Als mystisch empfand ich den Prolog, und die Szenen mit der Krähe, und auch die Legende um die beiden Kinder. Das alte Hotel als Schauplatz für das Treffen der Gewittertierchen, empfand ich allerdings als fast ein bisschen ‚to much‘.

Was ich tatsächlich vermisste, war die Romantik. Für meinen Geschmack kam sie zu kurz. Dafür gab es viel Empathie und Emotionen und im Verlauf der Geschichte.

Fazit: Ein leicht lesbarer Unterhaltungsroman für kurzweilige Stunden.

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Veröffentlicht am 28.12.2021

Käferchen

Perfect Day
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Seit vielen Jahren verschwinden in Berlin immer wieder Mädchen zwischen sechs und zehn Jahren. Roten Schleifenbänder markieren den Weg zu ihren Leichen. Anscheinend möchte der Täter, dass die Mädchen ...


Seit vielen Jahren verschwinden in Berlin immer wieder Mädchen zwischen sechs und zehn Jahren. Roten Schleifenbänder markieren den Weg zu ihren Leichen. Anscheinend möchte der Täter, dass die Mädchen aufgefunden werden. Überraschend wird eines Abends der international renommierte Philosophieprofessor und Anthropologe Walter Lesniak festgenommen. Für die vierundzwanzigjährige Ann, seiner Tochter steht fest, die Polizei muss sich irren. Und sie ist fest entschlossen, die Unschuld ihres geliebten Vaters zu beweisen. Er war ihr in all den Jahren ein liebevoller Vater. Professor Lesniak hatte seine Tochter nach dem frühen Krebstod seiner Frau, Ann war zu dem Zeitpunkt erst sechs Jahre alt, alleine großgezogen. Für ihn war sie immer sein „Käferchen“. Er erfüllte ihr praktische jeden Wunsch und war immer da, wenn sie ihn brauchte.

Der Bestseller-Autorin Romy Hausmann ist mit „Perfect Day“ wieder ein spannender Thriller gelungen. Den Titel kann ich mir allerdings nicht so ganz erklären.

Romy Hausmanns ist ein Garant für Nervenkitzel. Ihre beiden Bücher »Liebes Kind« und »Marta schläft« habe ich geradezu verschlungen. Auch „Perfect Day“ war ein Pageturner, konnte aber, für meinen Geschmack, mit den beiden Vorgängern nicht mithalten.

Der Schreibstil war gewohnt flüssig und mitreißend. Die Wendungen waren perfekt gesetzt, so dass der Spannungsboden bis zum Ende erhalten blieb. Zu den Protagonisten konnte ich dagegen keine Verbindung aufbauen. Auch nicht zu Ann. Sie war für mich nicht greifbar. Am ehesten konnte ich mich noch mit Eva, ihrer Freundin aus der Jugendzeit identifizieren. Interessant fand ich die Krankheit des Täters. Darüber habe ich mich über Tante Google weiter schlau gemacht.

Dennoch ein gut lesbarer Thriller für spannende Lesestunden.

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Veröffentlicht am 12.12.2021

Schwarzwaldmädel

Kastanienblüte
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Die Autorin erzählt die Geschichte ihres Großvaters. Obwohl er ihr nie seine Jugendliebe erwähnte, spürte sie bereits als Kind, das da was Besonderes war. Der Großvater hatte in jungen Jahren den Goldenen ...


Die Autorin erzählt die Geschichte ihres Großvaters. Obwohl er ihr nie seine Jugendliebe erwähnte, spürte sie bereits als Kind, das da was Besonderes war. Der Großvater hatte in jungen Jahren den Goldenen Hirsch gekauft und damit den Grundstein für den Familiensitz gelegt. Alles weitere ist Fiktion.

Lui und Klara waren im Streit auseinandergegangen. Er zog in den 1. Weltkrieg. Den blöden Streit hatte er längst bereut, denn Klara war seine große Liebe. Als er im Mai 1919 zurückkehrt ist Klara mit Theo, dem Wirtssohn vom „Goldenen Hirschen“ verheiratet, ihr Mann wird vermisst. Die Gefühle von Lui und Klara flammen erneut mit voller Leidenschaft auf. Doch das darf niemand wissen, nur heimlich können sich die beiden treffen. Und dann kehrt Theo zurück. In der Zeit trennte man sich nicht von seinem Mann. Man stand zueinander, in guten wie in schlechten Tagen, wie man es sich einst versprochen. Auch Lui heiratet später, aber der Verbindung zu Klara reißt nie ganz ab.

Das Buch ist in einem ruhigen, unaufgeregten Ton verfasst. Es liest sich leicht und flüssig. Der Lokalkolorit kam für meinen Geschmack etwas zu wenig rüber, doch den damaligen Zeitgeist konnte ich spüren. Klara, war mir als Hauptprotagonisten sehr sympathisch. Sie hatte das Herz am rechten Fleck. Eine starke Frau ihrer Zeit.

Fazit: Eine ruhige entspannende Lektüre.

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Veröffentlicht am 11.12.2021

Die Reise zum Sinn des Lebens

Der Junge, der auf einem Esel ritt
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"Der Junge, der auf einem Esel ritt" stellt wichtige Lebensfragen nicht nur an Tom den Hauptprotagonisten, sondern auch an den Leser. Was ist der Sinn meiner Existenz? Welche Ziele sollte man im Leben ...


"Der Junge, der auf einem Esel ritt" stellt wichtige Lebensfragen nicht nur an Tom den Hauptprotagonisten, sondern auch an den Leser. Was ist der Sinn meiner Existenz? Welche Ziele sollte man im Leben haben? Was wurde aus den Träumen der Kindheit? Braucht man immer einen Plan für das Leben oder hat das Leben einen eigenen Plan, dem man auch folgen kann?

Der Tod des Vaters stürzt Tom in eine Lebenskrise. So führt ihn das Schicksal nach Nepanthé, einem Ort frei von Sorgen. Dort trifft er auf Menschen, die ihn weiterhelfen u.a. einem weisen Traumdeuter. Es zeigt sich, dass Toms Träume ihn den Weg weisen, einen Lebenssinn zu finden. Tom durchläuft eine lehrreiche Reise, in der ihm drei Aufgaben zu lösen gestellt werden.

Das Buch hat leider meine Erwartungen nicht erfüllt. Ich hatte mir mehr versprochen. Es wimmelt von Weisheiten, die ich auf jedem Kalenderblatt finde. Es hat mich nicht gepackt. Mir fehlte es an Tiefe. Zudem konnte ich zum Hauptprotagonisten keine Verbindung aufbauen, er blieb mir bis zum Ende fern.

Das Buch selber ist hochwertig und mit schönen Illustrationen versehen.

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