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Veröffentlicht am 25.01.2023

Eiseskälte

Haie unter dem Eis - Kira Lunds erste Reportage
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Die Rezension bezieht sich auf das Hörbuch!!!


Der Schauplatz im Hörbuch von H. Dieter Neumann ‚Haie unter dem Eis‘ befindet sich im deutsch-dänischen Grenzland. Eine erfahrene Taucherin kommt nach einem ...

Die Rezension bezieht sich auf das Hörbuch!!!


Der Schauplatz im Hörbuch von H. Dieter Neumann ‚Haie unter dem Eis‘ befindet sich im deutsch-dänischen Grenzland. Eine erfahrene Taucherin kommt nach einem Tauchgang nicht zurück. Sie war mit ihrem Mann unter dem Eis der Ostsee unterwegs. Die junge TV-Journalistin Kira Lund war mit der Vermissten befreundet. Ihre Leiche wird am Meeresgrund gefunden. Die forensischen Untersuchungen zeigen, dass die erfahrene Sporttaucherin unter Wasser ermordet wurde. Ihr Mann gerät unter Verdacht. Aber warum sollte er seine Frau ermordet haben. Nach und nach ergeben sich immer mehr Verdachtsmomente in alle Richtungen. Undurchsichtige Machenschaften um einen Immobiliendeal eröffnen neue Blickwinkel in diesem Fall. Und Kira stellt eigene Ermittlungen an und bringt sich damit in Gefahr.

Die Story hat einen guten Spannungsbogen. Immer neue Wendungen halten die Neugier wach und laden zum Mitraten ein. Ich mochte die Hauptprotagonistin Kira Lund und auch die Kommissarin sehr. Beide ergänzen sich gut.

Der Sprecher machte einen guten Job. Seine Stimme war angenehm, dadurch konnte ich der Handlung problemlos folgen.

Fazit: Ein spannendes Hörbuch, dass bis zuletzt nicht an Spannung verliert.

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Veröffentlicht am 21.01.2023

Gelassenheit in allen Lebenslagen

Federn im Kopf
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Die Autorin Dr. Stefanie Gräf verrät uns in ihrem Ratgeber ‚Federn im Kopf - Die Kunst, schwierige Situationen gelassen zu meistern‘ verschiedene Methoden, wie wir zu mehr Gelassenheit, Leichtigkeit ...



Die Autorin Dr. Stefanie Gräf verrät uns in ihrem Ratgeber ‚Federn im Kopf - Die Kunst, schwierige Situationen gelassen zu meistern‘ verschiedene Methoden, wie wir zu mehr Gelassenheit, Leichtigkeit und Zufriedenheit in allen Lebenslagen gelangen können.

Viele von uns machen sich das Leben oft unnötig schwer. Wir haben einen Kritiker in unserem Kopf, der einfach nicht die Klappe halten kann. Schuld ist auch dieser Selbstoptimierungstrend, der uns unter Druck setzt und uns nie in Ruhe lässt. Immer weiter, immer größer, immer höher, immer perfekter. Dr. Stefanie Gräf gibt uns Tipps an die Hand, wie wir aus diesem Hamsterrad aussteigen können.

Auf Seite 18 und 19 legt sie uns fünf Punkte als Lebensregeln ans Herz, um unsere Gelassenheit zu trainieren. Mich hat besonders das Kapitel über den Stoizismus angesprochen. Diese Jahrtausende alte Philosophie trägt so viel an nützlicher und praktikabler Weisheit in sich, dass sie uns auch heute in unserer modernen Welt im täglichen Leben hilft Probleme des Lebens besser zu lösen.

Die Autorin empfiehlt, dass wir auf unsere Gedanken achten und nicht alles glauben, was da in unserem Kopf herumspuckt. Wir Menschen reagieren sensibel auf Sprache. Das Gehirn empfängt das Signal - die Worte - und wir reagieren sofort mit Emotionen. Die Gedanken zu steuern, ist eine Lernphase. Frau Dr. Gräf bietet kleine Übungen und Fragestellungen, auch zur Kontrolle der körperlichen Reaktionen, an. Vielleicht auch mal die Perspektive wechseln, das vermittelt ganz neue Sichtweisen.
Das Buch selber enthält viel Platz für eigene Notizen. Die eingestreuten Zitate lockern den Lesefluss angenehm auf, sie regen zum Nachdenken an und bewirken Aha-Momente. Der Schreibstil ist eher locker und gut lesbar. Ein bisschen habe ich die Tiefe vermisst. Es wird von einer Methode zur anderen gesprungen. Aber okay, jeder Mensch ist anders und es gibt nicht die Methode, die für alle Menschen hilfreich ist.

Für mich persönlich bedeutet Glück, Zufriedenheit und Dankbarkeit zu empfinden. Und auch das lässt sich trainieren.

Fazit: Wer sich erst einmal einen Überblick über verschiedene Methoden zur Erlangung von

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Veröffentlicht am 18.01.2023

Farbigkeit des Lebens

Das glückliche Geheimnis
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Geheimnisse haben für Außenstehende immer was Spannendes. Aber in der Regel sind persönliche Geheimnisse eher belastend. Niemand soll davon erfahren. Um so ein Geheimnis handelt es sich hier. Und doch ...



Geheimnisse haben für Außenstehende immer was Spannendes. Aber in der Regel sind persönliche Geheimnisse eher belastend. Niemand soll davon erfahren. Um so ein Geheimnis handelt es sich hier. Und doch ist es ein glückliches Geheimnis.

Arno Geiger legt hier einen sehr persönlichen autobiografischen Roman vor, in dem er bewusst die Ich-Form gewählt hat. Er erzählt aus seiner Anfangszeit als Schriftsteller. Selbst nach der ersten Veröffentlichung war ihm nicht der große Erfolg vergönnt. Geigers Buch erzählt von den Höhen und Tiefen einer Autorenkarriere. Ein Schriftstellerleben kann hart sein. Irgendwie muss man überleben, von irgendwas seinen Lebensunterhalt bestreiten. Der Autor erzählt von seinem Doppelleben. Frühmorgens fährt er mit seinem Fahrrad los, klappert Papiercontainer um Papiercontainer ab, taucht in sie ein, fischt nach Verwertbarem, nach Büchern, Tagebüchern, Briefen, Postkarten und lithographierten Postkarten, holt sich dabei blaue Flecken und Abschürfungen. Doch davon darf niemand wissen, denn natürlich ist im Abfall zu graben ein Tabu.

Arno Geigers Geheimnis sichert ihm nicht nur das finanzielle Überleben, denn er kann so manches Schätzchen ausgegraben und zu Geld machen, auch einen literarischen Nutzen kann er vor allem aus Zetteln und Briefen herausziehen. Der Papierabfall wird für den Autor zu einer unschätzbaren Quelle. Er erfährt viel über die Menschen, die in den Häusern leben, die in der Nähe der Container leben: ‚Hier ist eine Ehe gescheitert. Hier hatte jemand ein zusätzliches Bett im Keller, in das er auswandern musste, wenn es Streit gab.‘ Auf einem von ihm geretteten Foto war auf der Rückseite folgende Bemerkung zu lesen: ‚Wenn es dir nicht gefällt, wirf es weg, es ist nur ein Fetzen Papier.‘

Ich war mit Begeisterung mit dem Autor unterwegs auf seinen Streifzügen durch die Stadt. Ich liebe seine Art zu schreiben, seine Poesie, seine Sprachgewalt. Er kann sich einfühlen, er interessiert sich für Menschen, er geht auf Tuchfühlung und fängt Stimmungen ein und doch ist sein Stil klar und unsentimental. Ich mag sein Faible für den Alltag, die kleinen Dinge. Geiger sieht dessen unterschätzte Farbigkeit. Er versteht sich als ein Künstler des ungekünsteltem. Arno Geiger hat eine ausgeprägte Begabung zur Empathie. Der Literaturkritiker Denis Schenk nannte ihn ein Empathiemonster. Seine Sätze bergen Weisheit: ‚Das Nichts ist erstrebenswerter als Berge von unnützem Kram‘ oder ‚Ein zum Platzen angefülltes Leben kann niemals ein erfülltes Leben sein.‘ ‚Es gibt für alles immer nur eine Gelegenheit. Was ich versäume, ist unwiederbringlich versäumt. Wie immer im Leben, muss man sich das Gute heraussuchen.‘

Über einem Schriftstellerkollegen schreibt er: ‚Ihm ist lebend das Leben ausgegangen. Es gab in seinen späteren Texten Höhen und Tiefen, aber es gab kein Leben.‘ In Arno Geigers Texten spürt man das Leben.

Zum Schluss schreibt Arno Geiger: ‚Es wäre zu wünschen, dass alle, die das Buch lesen, darin etwas für sie Wichtiges finden.‘ Ich habe sehr viele Perlen für mich entdeckt.

Fazit: Ein großartiges Buch, ich liebe es. Es hat mich angesprochen und zum Nachdenken gebracht.

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Veröffentlicht am 08.01.2023

Nicht mein Ding

Erfolgreich und glücklich mit Human Design
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Lisa Mestars gibt in ihrem Buch ‚Erfolgreich und glücklich mit Human Design‘ eine Einführung in eine für mich neue spirituelle Methode sich selbst zu erkennen. Es heißt, Human Design verbindet moderne ...


Lisa Mestars gibt in ihrem Buch ‚Erfolgreich und glücklich mit Human Design‘ eine Einführung in eine für mich neue spirituelle Methode sich selbst zu erkennen. Es heißt, Human Design verbindet moderne wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Quantenphysik mit vier großen Weisheitssystemen der Menschheit: der westlichen Astrologie, dem chinesischen I Ging, der jüdischen Kabbala und der fernöstlichen Chakrenlehre.

Human Design ist ein sehr komplexes System. Es gibt 9 Zentren, 36 Kanäle, 13 Planeten und 64 Tore. Für Neueinsteiger absolut verwirrend. Mit einem sogenannten Human Design Bodygraph kann man herausfinden, welchem der 5 Typen man entspricht. Die Typen nennen sich: Reflektor, Manifestor, Generator, Manifestierender Generator und Projektor. Jeder dieser Typen ist nochmals unterteilt, so dass sich insgesamt 12 Profile ergeben. Um zu erfahren welchem Typ man entspricht, kann man sich im Internet einen einfache Bodychart kostenlos herunterladen, für aussagekräftige Charts muss man dafür natürlich bezahlen und hier sind die Preisgestaltungen unterschiedlich hoch.

Human Design mag für manche Menschen ja hilfreich sein, genauso wie sich viele von Astrologie Hilfestellung versprechen. Ich stehe solchen Lehren eher skeptisch gegenüber. Ich muss ehrlicherweise gestehen, ich kann nicht viel damit anfangen. Ich weiß auch nicht, in wie weit mich das Human Design in meinem Potential weiterbringen kann?

Ich habe ein bisschen gegoogelt. Wenn ich lese: ‚Ra Uru Hu (Robert Alan Krakower) ist der Begründer des Human Designs. Er channelte 1987 dieses System und bekam den «Auftrag» es zu verbreiten‘ dann läuten bei mir sämtliche Alarmglocken. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Zum Glück kann jeder glauben, was er mag.

Der Schreibstil ist verständlich, wenn auch die Thematik kaum zu durchschauen ist. Für Menschen die sich ernsthaft damit beschäftigen, mag es als eine gute Informationsquelle dienen. Zum Schluss des Buches heißt es: Dieses Buch dient der Information und ist als Anregung zu verstehen…. Es gibt keine Garantie dafür, dass der Ansatz bei jedem funktioniert. .

Fazit. Nicht mein Ding, darum kann ich es auch nicht weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 08.01.2023

Gelebtes Abenteuer

Gestrandet im Paradies
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Claudio Siebers sechsjährige Beziehung ging zu Ende. Jetzt hieß es für ihn: Keine Kompromisse mehr, ab jetzt gehört mir die Welt. Der Schweizer macht sich auf, Asien zu entdecken. Ein Abenteuer, in dem ...



Claudio Siebers sechsjährige Beziehung ging zu Ende. Jetzt hieß es für ihn: Keine Kompromisse mehr, ab jetzt gehört mir die Welt. Der Schweizer macht sich auf, Asien zu entdecken. Ein Abenteuer, in dem er als Nomade den asiatischen Kontinent durchzog mit Boot, Motorrad, Pony und Autostopp und schließlich seine Heimat auf einer Trauminsel fand.

Das Buch ist bebildert mit traumhaften Aufnahmen, die Lust auf eigene Abenteuer wecken. Ein bisschen neidisch bin ich schon. Zu gerne wäre ich mit dem Schweizer über eine der über 8.000 Hängebrücken in Nepal spaziert. Im weltweit höchsten Bergsee, dem auf 4.919 Meter Höhe gelegenen Tilichosee, nach einer beschwerlichen fünfstündigen Trekkingtour, ein Bad im eiskalten Wasser zu nehmen, kostet da schon Überwindung. Also nichts für Weicheier. Insgesamt ist es die ganze Reise nicht. Man muss schon auch die körperlichen Voraussetzungen dazu mitbringen, diese zum Teil strapaziösen Etappen durchzustehen. Dafür wurde er belohnt mit einzigartigen Naturerlebnissen und Begegnungen mit herzlichen Menschen.

Claudio Siebers gesamtes Hab und Gut trägt er in einem 80-Liter-Rucksack mit sich herum. Der Rest ist zu Hause im Keller eingelagert. Der Schweizer war ein erfolgreicher und hochbezahlter Key Account Manager und stand wie die meisten von uns, in einer nie endenden Tretmühle. Ein Umdenken löste Timothy Ferris Buch ‚Die 4-Stunden-Woche‘ bei ihm aus. Daraufhin entwarf er einen Siebenjahres-Sparplan und veranlasste nebenher alles Nötige für seinen Aufbruch. Okay, viele von uns lockt die Ferne, aber nicht jeder hat den Mut zu diesem konsequenten Schritt.

Nepal, Myanmar, Thailand, Laos, Kambodscha, Vietnam, Malaysia & Brunei, Indonesien, Osttimor und die Philippinen waren die Stationen, die er in den sechs Jahren bereiste. Besonders das Kapitel über Brunei erweckte mein Interesse, da dies ein Land ist, über das man sehr wenig weiß und auch Claudio Sieber verweilte nur achtzehn Stunden hier als Durchreisender.

Claudio Sieber erzählt sehr spannend über seine Reise. Als Leser erfahre ich viel über Land und Leute, über Dinge, die ich in normalen Reiseführern mit so nicht lese.

Fazit: Ein bildstarker und spannend erzählter Reisebericht, der Lust auf Abenteuer macht.

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