Cover-Bild Die Enthusiasten
(7)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
19,99
inkl. MwSt
  • Verlag: E-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 12.02.2026
  • ISBN: 9783462314328
Markus Orths

Die Enthusiasten

Roman
Glauben Sie uns: Der irrwitzigste Lesespaß seit Langem! Für alle, die die Welt der Literatur lieben!
Ein erzählerisches Feuerwerk über eine ziemlich besondere Familie, bei der Bücherplateaus von der Decke hängen und in der Geschichten zum Leben erweckt werden. Und über drei Geschwister, die eine innige Liebe verbindet und ein großer Verlust. 
Was haben ein besessener Laurence-Sterne-Fan auf der abenteuerlichen Jagd nach dem angeblichen zehnten Band von Tristram Shandy, eine Teilchenforscherin, die abgeschirmt von kilometerdicken Felswänden über Jahre versucht, Dunkle-Materie-Teilchen zu erlauschen, ein Kino-Enthusiast, der abgefahrene Experimentalfilme ausheckt, eine nordenglische Kleinstadt und ein sensationeller Fund gemeinsam?
Sie kommen in »Die Enthusiasten« vor, dem wahrscheinlich turbulentesten und gewagtesten Roman seit Langem, der auf halsbrecherische Weise die Grenzen dessen auslotet, was Erzählen kann und was menschengemachte Kunst ist. Auch dabei: eine rätselhafte Thailänderin, eine unendlich liebenswerte, lesebesessene und eigensinnige Mutter, die spurlos verschwindet, und ein Vater, der ausschließlich auf nie dagewesene Fragen antwortet.

Weitere Formate

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2026

Spielerisches Erzählexperiment & emotionale Familiengeschichte

0

Vince Bär stammt aus einer außergewöhnlichen Familie, in der Literatur, Kunst und Wissenschaft nicht bloß Interessen, sondern Lebensentwürfe sind. Seine Schwester forscht tief unter der Erde nach Dunkler ...

Vince Bär stammt aus einer außergewöhnlichen Familie, in der Literatur, Kunst und Wissenschaft nicht bloß Interessen, sondern Lebensentwürfe sind. Seine Schwester forscht tief unter der Erde nach Dunkler Materie, während der Bruder mit experimentellen Filmen Sehgewohnheiten herausfordert. Und Vince selbst ist glühender Verehrer von Laurence Sterne. Als plötzlich Hinweise auf einen möglichen zehnten Band von Tristram Shandy auftauchen, beginnt eine abenteuerliche Suche, die alles verändert.

Die Enthusiasten ist ein überschäumendes und wagemutiges Erzählexperiment und zugleich eine zutiefst berührende Familiengeschichte. Zwischen literarischer Schatzsuche, physikalischer Grundlagenforschung und filmischer Grenzüberschreitung entfaltet sich eine kluge Erzählung über Leidenschaft, Verlust und die Angst vor dem Stillstand.

Die Lebenswege der drei Geschwister könnten unterschiedlicher kaum sein und doch eint sie eine obsessive Hingabe an ihre jeweiligen Projekte. Sie lieben intensiv, glauben kompromisslos an Ideen, Menschen oder Ideale und geraten dadurch immer wieder in Konflikt mit sich selbst und ihrer Umwelt.

Markus Orths erzählt keine lineare Geschichte, sondern verknüpft Perspektiven und Episoden zu einer klugen, oft überraschenden Erzählung über Hingabe, Verlust und die Angst, stehenzubleiben. Dabei geht es weniger um große Dramaturgie als um das Alltägliche: kleine Gesten, Gedanken und Gespräche, in denen sich große Fragen spiegeln. Was treibt uns an? Und warum halten wir an Projekten fest, selbst wenn sie aussichtslos erscheinen?

Die Enthusiasten ist ein kluger, berührender und mitunter überbordender Roman über Menschen, die sich mit ganzer Kraft ihren Leidenschaften verschreiben. Ungewöhnlich erzählt und voller Liebe zu Literatur, Wissenschaft und Kunst.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.02.2026

Ein echtes Leseerlebnis!

0

„Die Enthusiasten“ von Markus Orths ist ein wilder, liebevoller und zutiefst origineller Roman über Menschen, die für ihre Leidenschaften brennen. Im Mittelpunkt steht eine eigenwillige Familie, in der ...

„Die Enthusiasten“ von Markus Orths ist ein wilder, liebevoller und zutiefst origineller Roman über Menschen, die für ihre Leidenschaften brennen. Im Mittelpunkt steht eine eigenwillige Familie, in der Bücher von der Decke hängen und Geschichten fast greifbar werden – und in der ein schmerzhafter Verlust alles überschattet. Orths erzählt mit großer Lust am Experiment: Sein Schreibstil ist spielerisch, intelligent und voller Tempo, dabei nie selbstverliebt. Er springt zwischen Perspektiven, Themen und Tonlagen und hält dennoch alles zusammen. Besonders stark ist die Mischung aus Humor, Wärme und existenzieller Tiefe. Der Roman feiert Kunst und Neugier, ohne die Traurigkeit des Lebens auszublenden. Das Cover passt hervorragend dazu: leicht surreal, modern und neugierig machend – es signalisiert sofort, dass hier kein gewöhnlicher Familienroman wartet. Ein anspruchsvolles, aber sehr beglückendes Leseerlebnis für alle, die Literatur lieben, die etwas wagt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.02.2026

Skurril!

0

Dieser Roman, der durch das farbenprächtige Cover auffällt, ist ein originelles Buch über Menschen, die für ihre Leidenschaften, also für ihre Passionen, leiden und brennen.

Autor Markus Orth rückt ...

Dieser Roman, der durch das farbenprächtige Cover auffällt, ist ein originelles Buch über Menschen, die für ihre Leidenschaften, also für ihre Passionen, leiden und brennen.

Autor Markus Orth rückt dafür eine unkonventionelle Familie in den Mittelpunkt, in der sich fast alles um Bücher dreht. Die Eltern und ihre drei Kinder leben mit und durch Bücher, bis eines Tages die Mutter sang- und klanglos verschwindet.

Die Geschichte, erzählt vom 26-jährigen Ich-Erzähler Vince Bär, pendelt in elf Büchern (Was sonst?) zwischen dem elterlichen Hexenhäuschen bei Frankfurt am Main und der nordenglischen, verschlafenen Kleinstadt Coxwold in der Nähe von York.

Als erwachsener Mann gehört Vince zum engsten Kreis der Tristam Shandy-Fans, die sich alljährlich zum Sterne-Geburtstag in Coxwold trifft. Und mit seinem Vater, der inzwischen im Altersheim gelandet ist, telefoniert er täglich und setzt die Sprachspiele, die in ihrer Kindheit zelebriert worden sind, in geradezu absurd anmutenden Fragespielen, die aber von einer großen Nähe und Zugewandtheit zeigen, fort.

Als Vince und Co. erfahren, dass es zu Laurence Sternes Werk „Tristram Shandy“ ein 10. bislang unveröffentlichter Band existieren soll, wenden die Enthusiasten viel Zeit und Energie für die Suche nach dem möglicherweise existierenden Manuskript auf.

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist temporeich, spielerisch und dabei nie selbstverliebt. Orths experimentiert mit der Sprache und lässt dabei die Kinder der Familie Bär Worte erfinden.

Die Charaktere sind herrlich skurril. Selbst Nebendarsteller wie die rätselhafte Thailänderin Natcha, Fat Wayne oder Morton Minelli sind fein gezeichnet.

Leser die Freude am Lesen sowie der Sprache haben, wird dieser Roman gefallen.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Roman, der eine Hommage auf das Lesen, die Phantasie und den Irrsinn des Lebens ist, 4 Sterne.

Veröffentlicht am 12.02.2026

Shandy

0

Für einen ausgewiesenen Fan von Lawrence Sterne gibt es zu einem bestimmten Termin im Jahr nichts anderes als nach England zu reisen, um dem großen Autor zu huldigen. Victor trifft sich mit einigen Gleichgesinnten. ...

Für einen ausgewiesenen Fan von Lawrence Sterne gibt es zu einem bestimmten Termin im Jahr nichts anderes als nach England zu reisen, um dem großen Autor zu huldigen. Victor trifft sich mit einigen Gleichgesinnten. In diesem Jahr ist allerdings einiges anders, denn ein Fremder behauptet, er habe das zehnte Buch des Tristram Shandy. Das ist eine Sensation, Gerüchte gab es schon, aber sollte das wahr sein. Das Buch muss unbedingt her. Natürlich hat es seinen Preis, den Victor und seine Freunde nicht bezahlen können. Was also tun? Zunächst brauchen sie einen Beweis über die Echtheit des Werkes.

Victor und seine beiden Geschwister sind Teil einer ungewöhnlichen Familie. Bücher spielten in ihrem Leben immer eine große Rolle. Allerdings verschwand ihre Mutter spurlos als sie noch Kinder waren. Der Vater hatte Mühe, diesen Verlust zu überwinden. Und irgendwie mussten die Kinder die richtigen Worte finden, um die Verbindung zu ihrem Vater zu stärken. Die Schwester leistet als Physikerin ihren Beitrag in der Forschung und der Bruder ist als Filmschaffender im Geschäft. Ja, und Victor, dem der einzige Roman des Lawrence Sterne so viel bedeutet. Und nun diese Chance, diese Möglichkeit einer Fortsetzung des Tristram Shandy.

Dieser Roman ist durchaus ungewöhnlich, er verbindet eine turbulente, manchmal etwas tragische, aber auch eine humorvolle Familiengeschichte mit der großen Liebe zu einem außergewöhnlichen Werk der klassischen Literatur. Auch wenn man selbst vielleicht eher zu den Lesern oder Leserinnen gehört, die den Shandy nicht beendet haben, so kann man die Liebe zu den Büchern doch sehr gut nachempfinden. Und auch die Erzählung um die Geschwister fesselt, sie mussten mit dem frühen Verlust klarkommen, mit der Veränderung, die ihr Leben geprägt hat. Und sie sind zu herausragenden Persönlichkeiten geworden. Der Roman sprüht vor Ideen, manchmal etwas überdreht, aber doch gelingt ein toll ausbalanciertes Werk. Der Ideenreichtum des ganzen Romans spiegelt sich auch in der auffälligen Gestaltung des Buchumschlags wieder.

Veröffentlicht am 08.02.2026

Irr und wirr

0

Dieses Buch ist irgendwie super besonders- exzentrisch, extravagant und exzellent erzählt. Ich würde mir niemals anmaßen schon beim ersten Lesen alles erfasst zu haben, was hier an Perlen verborgen liegt. ...

Dieses Buch ist irgendwie super besonders- exzentrisch, extravagant und exzellent erzählt. Ich würde mir niemals anmaßen schon beim ersten Lesen alles erfasst zu haben, was hier an Perlen verborgen liegt. Sprachaffine Leser kommen hier durchaus auf ihre Kosten.

Ich finde anfangs muss man sich einfach drauf einlassen und hinnehmen, dass nicht alle Zusammenhänge sofort glasklar sind. Aber nach und nach zeichnet sich ein immer deutlicheres Bild. Die Geschichte setzt sich aus verschiedenen Erlebnissen, Anekdoten und Erinnerungen zusammen. Es ist eine durch und durch kuriose Erzählung, sehr ausschweifend und überbordend geschrieben.

Die Geschichte hat was komödiantisches , gleichzeitig gibt es auch Spannungs- und Krimielemente und das ganze wird umspannt von einer Atmosphäre, des Rätselhaften. Gleichzeitig stellt sich Protagonist Vince herrlich impulsiv und dilettantisch an und man fragt sich natürlich, was er da eigentlich vor hat. Liest sich ein bisschen wie ein Fiebertraum, aber mit hohem Unterhaltungswert.

Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Buch nicht für jeden was ist, aber ganz ehrlich: ich hab noch nie was vergleichbares gelesen und dadurch hatte ich echt viel Spaß mit der Geschichte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere